Barbara Kingsolver

 4 Sterne bei 60 Bewertungen

Alle Bücher von Barbara Kingsolver

Cover des Buches Das Flugverhalten der Schmetterlinge (ISBN: 9783570102152)

Das Flugverhalten der Schmetterlinge

 (15)
Erschienen am 20.10.2014
Cover des Buches Die Giftholzbibel (ISBN: 9783492273848)

Die Giftholzbibel

 (10)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches The Poisonwood Bible (ISBN: 9780571339792)

The Poisonwood Bible

 (9)
Erschienen am 06.07.2017
Cover des Buches The Bean Trees (ISBN: 0060915544)

The Bean Trees

 (3)
Erschienen am 01.06.1993
Cover des Buches The Lacuna (ISBN: 9780571252664)

The Lacuna

 (3)
Erschienen am 19.03.2010

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Neue Rezensionen zu Barbara Kingsolver

Cover des Buches Das Bohnenbaumglück (ISBN: 9783492221801)R

Rezension zu "Das Bohnenbaumglück" von Barbara Kingsolver

Eine wunderbare Geschichte über Menschen, die für einander da sind
ricavor 3 Stunden

Taylor ist gerade auf dem Weg in ein neues Leben, als sie sich unvermittelt um ein kleines Kind kümmern muss. Und irgendwie kommen sie klar miteinander.

Oft lustig, manchmal ergreifend und doch sehr unaufgeregt geschrieben. Eine sehr schöne Geschichte, ohne erkennbaren Spannungsbogen, alles ergibt sich eben so und wirkt dadurch trotz der außergewöhnlichen Handlung glaubhaft. 

In scheinbar trostloser Umgebung finden die Figuren Solidarität, Zusammenhalt und Freundschaft. Zentral sind Menschen, die völlig selbstverständlich Anderen helfen, einfach weil diese gerade Unterstützung brauchen.  

Als ich mich dem Ende des Buches näherte, wollte ich kaum weiterlesen, um die Protagonistin danach nicht zu verlieren. Umso begeisterter war ich, als ich entdeckt habe, dass es mit Siebengestirn (bzw. engl. Pigs in Heaven) eine Fortsetzung gibt!

Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, kann ich nichts über die Übersetzung sagen.

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Cover des Buches Die Giftholzbibel (ISBN: 9783492273848)derbuecherskorpions avatar

Rezension zu "Die Giftholzbibel" von Barbara Kingsolver

Ein sehr kostbares und gutes Buch!
derbuecherskorpionvor 6 Monaten

Meine Meinung


Ich finde es ist ein äußerst kostbares Buch, da es aus meiner Sicht über sehr wichtige Themen aufklärt wie zum Beispiel Rassismus und Unterdrückung anderer Völker. Man erfährt viel über die Missionierung und Verbreitung christlichen Glaubens und über den geschichtlichen und politischen Hintergrund Afrikas zur Zeit des 20. Jahrhunderts. 


Was die Personen in dem Buch angeht, war ich zuerst skeptisch, da die Meinungen der meisten Töchter von meiner eigenen Meinung stark abweichen. Zudem hat sich der Spannungsbogen meiner meinung nach etwas langsam aufgebaut. Diese zwei Faktoren und die harten Schicksalsschläge der Einwohner in Kilanga hätten mich fast dazu gebracht, das Buch abzubrechen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich weitergelesen habe, denn mit der Zeit gab es eine deutliche Wendung bezüglich der Meinungen der Charaktere, sodass mir das Buch mit jeder Seite mehr gefallen hat. 


Mit den meisten Charakteren konnte ich mich nicht recht identifizieren, da sich meine Werte und Meinungen von den Werten der meisten Charaktere unterscheiden. Am sympathischsten und interessantesten fand ich Adah, einer der Missionarstöchter. 


Die Sprache beziehungsweise der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, da er sehr metaphorisch, also sehr bildlich ist. Dadurch konnte ich mich gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. 


Fazit 


Ein ausgesprochen wertvolles und gutes Buch, welches einen zum Nachdenken anregt. Ich lege es wirklich jedem ans Herz dieses Buch zu lesen!


 

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Cover des Buches The Poisonwood Bible (ISBN: 9780571339792)Schlehenfees avatar

Rezension zu "The Poisonwood Bible" von Barbara Kingsolver

Fesselnd, atmosphärisch, ein absolutes Highlight!
Schlehenfeevor 2 Jahren

Im Jahr 1959 geht der tiefgläubige, evangelikale Prediger Nathan Price mit seiner Familie in den belgischen Kongo, um dort im Dorf Kilanga zu missionieren. 

Seine Frau Orleanna und die Töchter Rachel, Leah, Adah und Ruth May erleben eine völlig andere Kultur und Natur. Alle gehen auf ihre Art mit dem neuen Leben um, versuchen sich teilweise anzupassen oder möchten den „American Way of Life“ weiterleben. Vor allem Vater Nathan ist gefangen in seinen starren Glaubensansichten und möchte den Kongolesen sein Denken überstülpen. 

Die Familie erlebt die plötzliche Unabhängigkeit der belgischen Kolonie, die von den Europäern völlig unvorbereitet alleingelassen wurde. Sie erleben die Wahl des fortschrittlichen Patrice Lumumba zum Premierminister. Doch Lumumba, der die Eigenständigkeit des Kongos betont, ist im Kalten Krieg ein Dorn im Auge der Weißen. Mit den folgenden Wirren im Kongo zerbricht auch die Familie Price, lange aufgestaute Gefühle brechen sich nach einem tragischen Ereignis Bahn.


Bei uns ist „The Poisonwood Bible“ eher unbekannt, es gibt sogar zwei verschiedene Titel für das Buch. Im amerikanischen Raum gilt Barbara Kingsolvers Buch als moderner Klassiker. Mich hat es völlig begeistert, weil es alles hatte, was ich an einem Roman schätze: atmosphärische Beschreibungen des Lebens in Afrika, die Beschreibung historischer Begebenheiten, die mein Wissen bereichern und sympathische Protagonisten in einem fesselnden Plot.


Erzählt wird die Geschichte ausschließlich von den weiblichen Mitgliedern der Familie Price: von der eitlen und etwas unterbelichteten Rachel, der pragmatischen Leah, die ihren Vater vergöttert, der seit Geburt hinkenden Adah, die aber blitzgescheit und eine echte Querdenkerin ist, der jüngsten Schwester Ruth May und von Mutter Orleanna. Die Autorin hat jeder Protagonistin eine eigene Stimme verliehen, man kann sie gut auseinander halten. Jede beschreibt auch einen anderen Aspekt des Lebens in Kingala, so dass ein für den Leser allumfassendes Bild entsteht.

Allen gemeinsam ist die Darstellung des Vaters als unangefochtener Patriarch, quasi ein Übervater. Er bestimmt, wo es langgeht, verteilt Strafen an die Mädchen, wird in nichts angefochten. Bis sein Bild nach und nach Risse bekommt und das dann auch seine Familie merkt. Nathan arbeitet eher gegen die Einheimischen und ist das typische Beispiel des arroganten Weißen, der sich für überlegen hält und dadurch Fehler begeht. Warum er so starrgläubig ist, wird aber auch erklärt, so dass alle Familienmitglieder komplexe Charaktere erhalten. Letztlich ist der „poisonwood“, der Giftholzbaum, ein Symbol dafür, wie Nathan Price die Beziehung zu seiner Familie vergiftet.

Barbara Kingsolver bricht ganz klar eine Lanze für Afrika. Sie kennt die Region und die Menschen dort aus eigener Erfahrung. Ich fühlte mich nicht nur durch das tolle Cover meiner Ausgabe in den afrikanischen Dschungel versetzt. 

In den meisten Fällen und auch bei den historischen Ereignissen, die beschrieben werden, sind Europäer und Amerikaner die Schuldigen, was mittlerweile ja auch belegt ist (googelt mal Patrice Lumumba). Natürlich gab es auch Kongolesen, die sich schuldig machten, doch die Mehrheit der Bevölkerung war ein hilfloser Spielball der Mächte, sowohl zu Kolonialzeiten als auch danach. Die Autorin hat dies meiner Meinung nach sehr gut dargestellt und beschreibt den postkolonialen Kongo mit der kleptokratischen Herrschaft Joseph Mobutus bis zum Ende des Jahrhunderts. 

Kultur und Bräuche der Kongolesen werden neutral beschrieben, nicht als besser hervorgehoben. Die Beschneidung der Mädchen wird ebenso neutral und kurz erwähnt, doch hier ziehe ich keinen Punkt für die fehlende Anklage ab.


Mich hat „The Poisonwood Bible“ begeistert, ich kann es jedem empfehlen, vor allem auf englisch. So kommen Adahs Wortspiele sehr gut zur Geltung. Für mich ist es ein neues Lieblingsbuch!

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