Barbara Kingsolver Siebengestirn, meine Tochter

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Inhaltsangabe zu „Siebengestirn, meine Tochter“ von Barbara Kingsolver

Taylor Greer droht ihre sechsjährige Adoptivtochter, das Indianermädchen Turtle, zu verlieren, seit eine ehrgeizige Stammesanwältin Turtle zu ihrem Cherokee-Stamm zurückbringen will. Taylor flieht mit der geliebten Tochter quer durch den Südwesten von Amerika, begleitet von ihrer junggebliebenen Mutter, die alle Hebel in Bewegung setzt, Turtle behalten zu können.§§Barbara Kingsolver zeigt in dieser Road Novel mit viel Mitgefühl und Witz, wie sich Mutterliebe und die Bindung an kulturelle Herkunft versöhnen lassen.

Schöne, warmherzige Geschichte mit etwas kompliziertem Schreibstil

— Amilyn
Amilyn

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    Siebengestirn, meine Tochter
    Amilyn

    Amilyn

    27. December 2016 um 22:31

    Im Urlaub retten Taylor und ihre sechsjährige Tochter Turtle einem Mann das Leben und landen mit der Geschichte landesweit in den Nachrichten. Und auf der Schreibtisch von Annawake Fourkiller. Die Anwältin für Indianerrecht wittert bei dem Cherokee-Mädchen Turtle eine rechtswidrige Adoption und will das Kind zu ihrem Stamm zurückbringen. Hals über Kopf verlässt Taylor ihren Freund und ihr zu Hause, um mit ihrer Tochter zu fliehen. Seit etwa zwanzig Jahren gehört Barbara Kingsolvers Die Pfauenschwestern zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, und seitdem lag auch Siebengestirn, meine Tochter ungelesen in meinem Regal, bis ich mich nun endlich dazu entschieden habe, die Geschichte zu lesen. Zunächst fiel mir auf, dass ich den Schreibstil der Autorin als nicht so kompliziert in Erinnerung hatte. Kann auch sein, dass es nur in diesem Roman so ist, auf jeden Fall musste ich höllisch aufpassen, alles so zu verstehen, wie es gemeint war. Auch die Dialoge waren ein wenig seltsam, vor allem, wenn Taylors Freund Jax beteiligt war, der (und das war auch sein Glück, sonst hätte er mich wirklich auf die Palme gebracht) ein Bild von einem Mann war, aber leider permanent zwar nicht witzig, aber unernst. Ich konnte da leider nicht herauslesen, wann er etwas so gemeint hat, wie er es sagte und wann er einfach nur völligen Blödsinn geredet hat. Nun gut, aber Jax ist auch nur eine Nebenfigur. Vielmehr geht es natürlich um die Beziehung zwischen Taylor und ihrer Adoptivtochter Turtle und wie die junge Frau verzweifelt zu verhindern versucht, dass ihr das Kind weggenommen wird. Außerdem erleben wir die Sichtweise der Anwältin, die ihre ganz eigenen Gründe hat, warum das Mädchen zurück zu seinem Stamm sollte. Und auch ihre ganz eigenen Argumente, die ich selbst als Mutter grundsätzlich nicht nachvollziehen konnte, durch die einfühlsame Erzählweise der Autorin aber zumindest ein bisschen verstehen. Durch die relativ frühe Einführung einer bestimmten Figur weiß man als Leser schon sehr bald, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt und wie sie möglicherweise ausgehen wird. Barbara Kingsolver macht auch kein großes Geheimnis darum und versucht sich nicht an großartigen Wendungen. Trotzdem hat mir diese Vorhersehbarkeit gut gefallen, und ich konnte irgendwie auch noch bis zum Schluss mitfiebern. Gleichzeitig habe ich mich in der Sicherheit der Geschichte wohlgefühlt. Fazit: ein etwas schwieriger Schreibstil und die teilweise merkwürdigen Dialoge machen das Leseerlebnis dieses Romans nicht ganz perfekt. Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und erhält 4**** von mir.

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