Barbara Kunz Breaking the Silence

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Inhaltsangabe zu „Breaking the Silence“ von Barbara Kunz

'Wenn du als Soldat einen Schritt in die besetzten Gebiete machst, dann ist das, als ob du deine Moral in den Reißwolf wirfst – nach einer Minute ist nichts mehr davon übrig.' Jehuda Schaul – Ex-Soldat der israelischen Armee und Gründer von Breaking the Silence In diesem Buch berichten Veteranen der israelischen Armee von Schikanen und Übergriffen gegenüber der palästinensischen Bevölkerung, die sie gesehen oder selbst begangen haben. Gesammelt wurden diese Zeugnisse von der israelischen NGO Breaking the Silence. Ein schockierendes Dokument über das Vorgehen der israelischen Armee, die Realität in den besetzten Gebieten – und Zündstoff für einen Konflikt, der die Weltöffentlichkeit noch lange beschäftigen wird.

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  • Rezension zu "Breaking the Silence" von Barbara Kunz

    Breaking the Silence
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    16. October 2012 um 09:20

    Über kaum einen Konflikt wird so viel und so kontrovers diskutiert wie über den Nahost-Konflikt - gerade in Deutschland mit seiner historischen Verantwortung für den Staat Israel. Aber wie immer sind es die Menschen, Israelis und Palästinenser, die einen hohen Preis für diesen Konflikt bezahlen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse: Israelis und Palästinenser sind längst Opfer eines Konflikts, der sie zu seinen Gefangenen gemacht hat und sie einschließt in die ungleichen Positionen und Rollen, die die gegebenen Machtverhältnisse ihnen zuweisen. Die Organisation "Das Schweigen brechen" (Breaking the Silence) wird getragen von Reservistinnen und Reservisten der Israelischen Verteidigungsarmee. Diese haben sich zur Aufgabe gemacht, im Anschluss an ihren Militärdienst über die Besatzungsrealität, die sie als Soldaten selbst erlebt haben, zu berichten. In einer Ausstellung von Breaking the Silence, die bereits in verschiedenen Hauptstädten Europas wie auch im israelischen Parlament, der Knesset, zu sehen war, werden Fotografien gezeigt, die israelische Soldatinnen und Soldaten für private Zwecke aus dem Besatzungsalltag aufgenommen haben. Mit dieser Ausstellung erhalten Besucher Einblicke in einen Konflikt, der hierzulande große mediale Präsenz erfährt, jedoch selten so klare Konturen erhält. In dem hier vorliegenden parallel zur Ausstellung erschienenen Buch, das die NGO „Breaking the silence“ herausgegeben hat werden in insgesamt 146 Interviews israelische Soldaten unterschiedlicher Dienstränge befragt. Die Herausgeber haben dieses zu Teil erschütternden Interviews in vier Kapitel aufgeteilt: • „Vorbeugung“ – Einschüchterung der palästinensischen Bevölkerung • „Trennung“ – Kontrolle, Enteignung und Annexion • „Lebensstruktur“ – Die Verwaltung des Lebens palästinensischer Zivilisten • Ein duales Herrschaftssystem – „Durchsetzung von Recht und Ordnung“ Es ist gut, dass durch diese Organisation die alltägliche Praxis der Besatzung und deren Folgen öffentlich gemacht werden. Keine der in diesem Buch zu Wort kommenden Soldaten zweifelt das Recht Israels auf einen eigenen Staat an. Doch die Praxis der Unterdrückung in den besetzten Gebieten droht genau diesen Staat, der doch Schutz bieten sollte für alle Juden der Welt, zu zerstören. Die systematische Missachtung der Menschenrechte höhlt schon seit langem die Demokratie Israels aus. Avo Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland, schreibt in seinem Vorwort: Es geht „um nichts Geringeres als um die Menschenrechte und damit um das Überleben ihres Staates Israels. Denn dies sind für ‚Breaking the silence’ zwei Seiten einer Medaille.“ Und er versichert: "Diese jungen Frauen und Männer wollen niemanden verleumden, sie wiederholen keinen Tratsch und Klatsch, sie verbreiten keine Gerüchte. Sie erzählen nur das, was sie selbst gesehen haben oder sogar: was sie selbst getan haben." Ich hoffe, dass die Bewegung, die diese Gruppe in Israel auslöst, stärker sein wird, als die immer weiter an Einfluss gewinnenden Orthodoxen und die mit ihr verbandelte Siedlerbewegung. Die nächsten Wahlen in Israel werden da ein hoffentlich klares bild ergeben.

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