Barbara Leciejewski

 4,6 Sterne bei 1.114 Bewertungen
Autorin von Fritz und Emma, Für immer und noch ein bisschen länger und weiteren Büchern.
Autorenbild von Barbara Leciejewski (©privat)

Lebenslauf

Barbara Leciejewski wollte schon als Kind Schriftstellerin werden, strebte jedoch zunächst einen »richtigen« Beruf an und zog fürs Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft nach München. Nach verschiedenen Jobs am Theater und einer Magisterarbeit über Kriminalromane arbeitete Barbara Leciejewski als Synchroncutterin. Die Liebe zum Schreiben ließ sie allerdings nie los, inzwischen ist sie Bestsellerautorin und glücklich in ihrem Traumberuf.

Quelle: Ullstein Buchverlage

Alle Bücher von Barbara Leciejewski

Cover des Buches Fritz und Emma (ISBN: 9783548066493)

Fritz und Emma

(250)
Erschienen am 28.04.2022
Cover des Buches Für immer und noch ein bisschen länger (ISBN: 9783864931741)

Für immer und noch ein bisschen länger

(164)
Erschienen am 10.03.2022
Cover des Buches Am Meer ist es schön (ISBN: 9783471360880)

Am Meer ist es schön

(128)
Erschienen am 30.05.2025
Cover des Buches Solange sie tanzen (ISBN: 9783548063089)

Solange sie tanzen

(100)
Erschienen am 28.06.2021
Cover des Buches In Liebe, deine Lina (ISBN: 9783471360712)

In Liebe, deine Lina

(100)
Erschienen am 26.10.2023
Cover des Buches Wer, wenn nicht wir (ISBN: 9782496703627)

Wer, wenn nicht wir

(80)
Erschienen am 12.05.2020
Cover des Buches Für immer, dein August (Mühlbach-Saga 2) (ISBN: 9783471360729)

Für immer, dein August (Mühlbach-Saga 2)

(62)
Erschienen am 14.03.2024
Cover des Buches In all den Jahren (ISBN: 9783548063096)

In all den Jahren

(51)
Erschienen am 02.08.2021

Barbara Leciejewski im LovelyBooks Interview

Barbara Leciejewski erzählt in ihren Büchern berührend und emotional vom Finden und Verlieren der Liebe. In unserem LovelyBooks Interview verrät sie, wo ihr die besten Ideen für ihre Bücher kommen und welches Buch sie gerne verschenkt.

Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Das eine schönste Feedback gibt es eigentlich nicht. Aber es gibt ganz viele Kommentare zu meinen Romanen, die mich einfach umhauen und zu Tränen rühren, weil sie so schön sind und so herzlich und oft auch so persönlich. So haben zum Beispiel mehrere Leser geschrieben, dass ihnen mein Roman „Solange sie tanzen“ bei ihren eigenen Erfahrungen mit demenzkranken Angehörigen geholfen hat, Verständnis geweckt hat und einfach eine andere Sicht zugelassen hat. So etwas zu lesen ist überwältigend, das Schönste, was ich mir als Autorin wünschen kann. Aber ganz generell: Dass mir wildfremde Menschen ihre Begeisterung mitteilen, sich bei mir bedanken und mir alles Gute wünschen, das wird nie selbstverständlich für mich sein und löst jedes Mal tiefe Glücksgefühle in mir aus.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Unter der Dusche. Ganz im Ernst.

Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?

Normalerweise gar keine. Das lenkt mich ab. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Wenn in einem Roman inhaltlich an einer Stelle ein bestimmtes Lied oder Musikstück vorkommt, dann höre ich mir das beim Schreiben kurz an, um die Stimmung aufzunehmen. Für „Wer, wenn nicht wir“, den neuen Roman, der im April erscheint, habe ich zum Beispiel ABBA gehört. Und an einer anderen Stelle Mozarts Klarinettenkonzert. Und noch ein paar andere Stücke. Aber alles immer nur kurz, und dann musste wieder Ruhe herrschen

Hast du ein Lieblingswort?

Ende. Obwohl es immer auch ein bisschen traurig ist, dieses Wort zu schreiben. Da fällt mir ein: Wehmut ist auch ein sehr schönes Wort.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Ganz klar: „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff. Der wunderbarste, humorvollste, berührendste, empathischste, klügste, unterhaltsamste Roman, den ich seit ganz, ganz, ganz langer Zeit gelesen habe, und deshalb dränge ich das Buch jedem auf und mache ihn zum Meyerhoff-Fan, sofern er es nicht schon ist.

Gibt es etwas, was du gerne lernen würdest?

Gelassenheit.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Ich habe für vieles eine Schwäche, wo soll ich da anfangen? Für gute Filme und Serien, Hörbücher, englischen Humor, Münchner Biergärten, die Nordsee, Musik der 20er Jahre, schöne Notizbücher, obwohl ich selten eins benutze, Tchibo, … spätestens jetzt fallen mir nur noch peinliche Sachen ein. Und die heimlichen Leidenschaften müssen sowieso heimlich bleiben.

Ein Satz über dein neues Buch:

„Wer, wenn nicht wir“ ist die Geschichte einer Trennung und die Geschichte zweier Menschen, die es verdient haben, glücklich zu werden; bewegend, komisch, lebensnah.

Ein Satz aus deinem neuen Buch:

„In einem anderen Universum hätten sie einander vermutlich noch einmal geküsst, aber nicht in diesem.“

Zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Wer würde nicht gern Mr. Darcy treffen? Aber ehrlich gesagt würde ich noch lieber jemanden aus einem meiner eigenen Romane treffen, und zwar meine Lieblingsfigur Finn aus „In all den Jahren“. Ich würde ihm einfach nur beim Malen zusehen. Wer das Buch kennt, wird mich verstehen.

Videos

Neue Rezensionen zu Barbara Leciejewski

Cover des Buches Am Meer ist es schön (ISBN: 9783471360880)
LadyIceTeas avatar

Rezension zu "Am Meer ist es schön" von Barbara Leciejewski

LadyIceTea
Bewegend und Schockierend

Sechs Wochen Kuraufenthalt an der Nordsee – ein toller Urlaub, versprechen ihr die Eltern. Doch die achtjährige Susanne und die übrigen Kinder verbringen im »Haus Morgentau« die schlimmste Zeit ihres Lebens. Wer den Teller nicht leer isst, die Regeln bricht oder sich anderweitig aufsässig zeigt, wird von den Erzieherinnen hart bestraft. Kein Hilferuf dringt zu den Eltern durch, denn die Briefe der Kinder werden kontrolliert. Doch immer wieder schlagen Susanne und ihre Freunde den »Tanten« ein Schnippchen. Dann kommt es zu einem Vorfall, der Susanne noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt – bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen.

 

Barbara Leciejewski erzählt in „Am Meer ist es schön“ die wahre Geschichte von Millionen von Kindern die zwischen 1950 und 1990 als Verschickungskinder in „Kur“ geschickt wurden.

Gelandet sind diese Kinder in grausamen Heimen, mit den schrecklichsten Methoden diese Kinder zu „erziehen“.

Lange Zeit wurde eine Industrie aus diesen Kindern gemacht, bezahlt von der Krankenkasse, zum Leid der Kinder und gegen das Wissen und Wohlwollen der Eltern. Denn „Sie wollen doch ihrem Kind was Gutes tun?“.

Die Autorin erzählt die Geschichte von Susanne, die als Achtjährige ins Haus Morgentau erlebt und alles andere als eine schöne Zeit dort durchlebt.

In den Kapiteln der Gegenwart erzählt Susanne zum ersten Mal ihre Geschichte, denn plötzlich entschuldigt sich ihre demente Mutter und ihre Tochter stellt die passenden Fragen.

Der Autorin gelingt es hervorragend, die Familiengeschichte mit der Geschichte der Verschickungskinder zu verweben.

Ich bin selbst Jahrgang 1993 und hatte zwar von diesen Kindern gehört, wusste aber nichts weiter über sie und ihr Schicksal. Nach dem ich das Buch gelesen und die im Anhang empfohlene Doku dazu gesehen habe, habe ich meinen Vater gefragt und sein einziger Kommentar war „Es war schrecklich und ich habe bis heute nicht darüber geredet“. Er will auch weiterhin nicht darüber reden. Das Trauma zieht sich durch und die wenigsten wissen davon. Umso wichtiger finde ich dieses Buch und diese Geschichte der Verschickungskinder.

Ein tolles Buch, welches ich jedem ans Herz legen möchte!

Cover des Buches Am Meer ist es schön (ISBN: 9783471360880)
jutschas avatar

Rezension zu "Am Meer ist es schön" von Barbara Leciejewski

jutscha
Sehr berührendes Buch über sog. Verschickungskinder

Der Titel "Am Meer ist es schön" suggeriert einen Wohlfühlroman. Das täuscht enorm. Viele Kinder wurden zwischen den 1960er und 1980er Jahren auf sogenannte Erholungskur geschickt. Die Eltern dachten, sie würden ihren Kindern etwas Gutes tun. Leider war das Gegenteil der Fall. Viele der damaligen Kinder sind bis heute traumatisiert, erlebten körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. Die wöchentlichen Postkarten an die Eltern wurden gelesen und zensiert. Prangerten die Kinder die Zustände im Heim an, mussten sie die Karten neu schreiben.

Protagonistin Susanne ist 8 Jahre alt, als der Arzt den Eltern empfiehlt, sie zur Erholung ans Meer zu schicken. Im Kurheim Morgentau in St. Peter-Ording war sie zusammen mit anderen Kindern untergebracht. Kälte, Strafen, Gewalt und Demütigungen waren an der Tagesordnung. Nur Freundschaften zu anderen Kindern und der Zusammenhalt untereinander ließen sie die Zeit im Heim, die auch noch verlängert wurde, überstehen. Die Wunden sitzen tief und begleiten sie bis ins Erwachsenenalter. 

Der Roman wechselt zwischen Gegenwart und Kindheitserinnerungen. Als Kind hat ihr niemand geglaubt. Erst am Sterbebett der Mutter bricht sie zusammen und lässt alle Emotionen aus sich heraus. Mich hat es absolut nicht mehr losgelassen, bis ich es durchgelesen hatte.

Dieser Roman ist der erste, den ich von der Autorin gelesen habe, wird aber sicher nicht mein letzter sein. Der Schreibstil ist einfach wundervoll. Ich konnte mich sofort in die Protagonistin hineinversetzen. Trotz der Zeitsprünge bleibt die Geschichte klar strukturiert und es war mir problemlos möglich, zwischen den Zeiten zu wechseln. Das hat die Autorin wunderbar hinbekommen. Die Protagonistin selbst hat trotz der schlimmen Erlebnisse eine starken Persönlichkeit, die mich wirklich beeindruckt hat.

Das Buch war für mich ein Highlight. Es hat so viele Facetten, dass ich es bestimmt in naher Zukunft noch einmal lesen werde. Ich bin sicher, dann noch einmal Neues darin zu entdecken. Die Probleme der Protagonistin, die innere Zerrissenheit, aber auch die Kraft, die sie entwickelt, sind eindrucksvoll und authentisch beschrieben. Ich war absolut beeindruckt von der Stärke, die bereits so junge Kinder entwickeln können

Ich kann den Roman absolut und ohne Einschränkungen weiterempfehlen. Es ist eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Für mich ist diese tolle Geschichte 5 von 5 Sternen wert.

Ein Buch, das tröstet, versteht und Hoffnung schenkt

Dieses Buch ist für mich eines der schönsten, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, nicht nur eine Geschichte zu lesen, sondern selbst Teil dieser besonderen WG zu sein. Der Schreibstil ist so warm, lebendig und nahbar, dass man mitten ins Geschehen hineingezogen wird und die Figuren einen ganz selbstverständlich begleiten.

Und was für Figuren das sind: ein bisschen schräg, manchmal eigenwillig, aber genau dadurch unglaublich liebenswert. Jeder einzelne Charakter wirkt auf seine Weise authentisch, und gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz der Geschichte aus.

Im Zentrum steht ein Thema, das mich persönlich sehr berührt hat: der Neuanfang nach einem schweren Verlust. Die Geschichte zeigt auf eine einfühlsame und gleichzeitig hoffnungsvolle Weise, dass das Leben weitergeht. Anders als vorher, aber trotzdem gut. Sie spendet Trost, ohne dabei unrealistisch zu wirken, und gibt einem das Gefühl, verstanden zu werden.

Auch die Nebenhandlung rund um das Entdecken des Vaters und seiner Familie fügt sich wunderbar in die Geschichte ein und verleiht dem Ganzen zusätzliche Tiefe.

Ich habe mitgefühlt, mitgelitten, aber auch viel geschmunzelt. Und am Ende war ich ehrlich traurig, als das Buch vorbei war. Ich hätte die Protagonisten nur zu gerne noch länger begleitet.

Für mich ist dieses Buch nicht nur eine schöne Geschichte, sondern auch ein stiller Begleiter, der zeigt: Es geht weiter. Und manchmal wartet sogar etwas Gutes auf einen.

Gespräche aus der Community

Sie wollten gemeinsam glücklich sein, bis an ihr Lebensende. Doch dann kam alles anders. Vor sechs Jahren verlor Anna ihren Verlobten Jeremias bei einem Verkehrsunfall und ist seitdem nur noch ein Schatten ihrer selbst. Bei einem Umzug in eine neue WG stößt sie auf Menschen, die sich ebenfalls von der Welt zurückgezogen haben. Anna beschließt, sie alle ins Leben zurückzuholen. Kann sie dafür ihre eigene Trauer loslassen und ihr Herz einem neuen Menschen öffnen?

"Für immer und noch ein bisschen länger" ist nach "Fritz und Emma"
der neue bewegende Bestseller von Barbara Leciejewski!

476 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  kn-quietscheentchen

Lust auf Urlaub? Dann lasst euch bei einer Leserunde zusammen mit meinen beiden Protagonisten nach Rhodos entführen. Eine kleine Warnung: Die beiden durchleben ihre Trennung nach langjähriger Beziehung, es wird also nicht immer lustig. So ist das nun mal. Warum es trotzdem ein Roman zum Durchatmen ist, und welche Rolle die griechische Insel dabei spielt? Findet es heraus.

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Letzter Beitrag von  barbaraleciejewski

Vielen Dank, liebe Sonja, für deine schöne Rezension. Ich freue mich sehr, dass du dich doch noch dem Buch widmen konntest und sogar deinen Leseeindrücke in allen Abschnitten geschildert hast. Verspätet oder nicht spielt keine Rolle, manchmal hat das Leben eindeutig Vorrang. Umso schöner, dass dir das Buch so gut gefallen und dein Herz so berührt hat. Ich freue mich wirklich sehr. Vielen lieben Dank und liebe Grüße, Barbara


Da Lesungen, Signierstunden und Co. aktuell leider nicht stattfinden können, haben wir - über den ganzen April verteilt - viele tolle Autor*innen zu Fragerunden auf LovelyBooks eingeladen. Heute beantwortet Barabara Leciejewski eure Fragen.

Sie erzählt auch in ihrem neuen Roman berührend und emotional vom Finden und Verlieren der Liebe.

313 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Julia_liest

Hallo Barbara,

hier meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Barbara-Leciejewski/Wer-wenn-nicht-wir-2423075552-w/rezension/2628306297/ Ich habe sie auch in der Leserunde veröffentlicht, da ich an ihr teilgenommen habe.

Vielen Dank für dieses schöne Buch und die tolle Reise nach Rhodos!

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