In all den Jahren

von Barbara Leciejewski 
4,4 Sterne bei35 Bewertungen
In all den Jahren
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18jacky10s avatar

Ein sehr schöner Roman über die Freundschaft und die Liebe!

P

Was für eine Geschichte

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Inhaltsangabe zu "In all den Jahren"

Elsa und Finn leben Tür an Tür in München. Sie sind Freunde. Beste Freunde. Und allen Zweifeln ihrer Umwelt, allen Versuchungen und allen Gefühlen zum Trotz, wollen sie das auch bleiben, denn schließlich enden die meisten Liebesbeziehungen doch in einer Trennung: Aus Nähe wird Besitzanspruch, aus Zuneigung Gleichgültigkeit und so weiter. Man kennt das.
Nein, Elsa und Finn wollen die bleiben, die sie sind, egal was auch passiert. Und es passiert so einiges, das ihre innige Freundschaft ins Wanken bringt, mal zur einen und mal zur anderen Seite hin.
Der Roman schildert auf humorvolle, spannende und bewegende Weise diese ungewöhnliche und tiefe Freundschaft über einen Zeitraum von zwanzig Jahren hinweg, ihre Höhen und Tiefen, komische, glückliche und dramatische Momente und stellt dabei immer wieder die Frage: Wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?

Ein wunderbarer Liebesroman der Münchener Autorin. Eine klare Leseempfehlung für Fans von Cecelia Ahern ("Für immer vielleicht")!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783862823703
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Acabus Verlag
Erscheinungsdatum:28.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    18jacky10s avatar
    18jacky10vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr schöner Roman über die Freundschaft und die Liebe!
    Ist eine Freundschaft zwischen Männern und Frauen möglich?

    Wie bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden?
    Da ich einen Kindle Paperwhite besitze, nutze ich die zahlreichen Kindle e-book Deals, und da habe ich dieses Buch entdeckt. Da mich die Thematik interessierte, habe ich dieses Buch zum reduzierten Preis gekauft.

    Der Klappentext
    Elsa und Finn leben Tür an Tür in München. Sie sind Freunde. Beste Freunde. Und allen Zweifeln ihrer Umwelt, allen Versuchungen und allen Gefühlen zum Trotz, wollen sie das auch bleiben, denn schließlich enden die meisten Liebesbeziehungen doch in einer Trennung: Aus Nähe wird Besitzanspruch, aus Zuneigung Gleichgültigkeit und so weiter. Man kennt das.Nein, Elsa und Finn wollen die bleiben, die sie sind, egal was auch passiert. Und es passiert so einiges, das ihre innige Freundschaft ins Wanken bringt, mal zur einen und mal zur anderen Seite hin.Der Roman schildert auf humorvolle, spannende und bewegende Weise diese ungewöhnliche und tiefe Freundschaft über einen Zeitraum von zwanzig Jahren hinweg, ihre Höhen und Tiefen, komische, glückliche und dramatische Momente und stellt dabei immer wieder die Frage: Wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?

    Um was geht es?
    Elsa und Finn sind Nachbarn in einem Hochhaus in München. Als sich Finn eines Tages nackt aussperrte und bei Elsa klingelte, um von ihr aus seinen Bruder anzurufen, um ihm die Wohnung aufzuschließen, begann ihr Kontakt zueinander. Erst zögerlich, aber dann immer besser wurde ihre Beziehung zueinander, bis sie allerbeste Freunde wurden. Wären da nicht die romantischen Gefühle, gegen die sie sich versuchen zu wehren. Es passieren noch einige Dinge: Finn geht ins Ausland, Finn hat eine Freundin, Elsa ist beruflich viel unterwegs... Wie wird sich ihre Beziehung entwickeln? Bleiben sie Freunde? Können sie Freunde bleiben? Werden sie vielleicht sogar ein Paar?

    Meine Meinung
    Ich bin begeistert von diesem Buch! Ich fand es schön, von Anfang an dabei zu sein, wie ihre Freundschaft begonnen und weiterentwickelt hat. All diese verschiedenen Hürden, die sie nehmen mussten, um ihre Freundschaft aufrecht zu erhalten, was sehr spannend und mitreißend für mich mitzubekommen. Zwei sympathische junge Erwachsene über die Liebe, die Freundschaft und dem alltäglichen Leben - eine Geschichte aus dem Leben!

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    PrachtmaedelVanvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Was für eine Geschichte
    Was für eine Geschichte

    Was für eine Geschichte! Mit Finn konnte ich nicht so viel anfangen, aber in Elsa habe ich mich oft wieder erkannt...ich sage nur Pekip, schüchtern... Ein wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe, Freude, Leid, Glück, Erfolg... einfach das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen und über die Angst etwas Gutes zu zerstören... Teilweise etwas langatmig, dafür aber keine offenen Fragen, alle Details die man wissen will und wissen muss sie gehören einfach dazu und endlich mal ein Richtiges Ende, ein Abschluss der keine offenen Fragen hinterlässt, sondern es ist so und gut! Das fehlt so oft...aber hier bekommt man alles geboten...

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    Sommerschwesters avatar
    Sommerschwestervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Charmanter Liebesroman mit einem absoluten Traummann- und dabei nicht mal kitschig!
    Charmanter Liebesroman mit einem absoluten Traummann


    Wenn die Hauptperson an der Tür klingelt und nicht einmal bemerkt, dass er dabei nackt ist – dann fängt der Roman schon gut an! Und nein, es handelt sich hier nicht um einen Erotikroman, sondern um einen wunderschönen Liebesroman! Und der ist zum Glück gar nicht mal kitschig!

    Erzählt wird die Geschichte von Elsa und Finn über 20 Jahre hinweg und immer bleiben die Fragen offen: Sind sie nur Freunde? Ist da mehr? Kann da mehr daraus werden? Wollen sie das überhaupt? Irgendwann findet man ihre besondere Beziehung in Ordnung und man wundert sich nicht mehr, dass sich die beiden (Achtung Spoiler) eine Wohnung teilen, ihr Kind gemeinsam großziehen und das obwohl sie nicht zusammen sind – eigentlich auch ganz cool. Aber insgeheim wünscht man sich eben doch, dass die beiden zueinander finden ;)

    Finn ist der Traummann schlechthin – Typ Künstler, fast perfekt (der aber trotzdem noch seine Macken hat) und (meistens) auch noch die richtigen Sachen sagt. Apropos: Immer wieder kommen im Roman schöne Zitate/ Sätze vor („Kompromisse sind das Ende jeder Kunst. Mach Kompromisse in deinem Alltag, wenn es darum geht, was du essen willst oder was du dir im Kino ansehen willst oder wohin du in den Urlaub fahren willst. Aber mach keine Kompromisse, wenn es um das geht, was dich ausmacht“ - natürlich von Finn gesagt;)).
    Dabei ist nicht immer alles nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern auch ernste Themen werden behandelt: Wenn es um den Verlust von Personen geht oder sich Finn beispielsweise für andere einsetzt und zusammengeschlagen wird. Interessant fand ich in dem Zusammenhang auch den Einblick in die Schauspiel-und Synchronisierungswelt.

    Der einzige Kritikpunkt, der aufkommt und was ein wenig am Roman stört: hin und wieder ähnelt es sehr Cecilia Aherns „Für immer vielleicht“. Das macht aber Barbara Leciejewskis Schreibstil wieder weg: Locker leicht mit einer Prise Humor lässt sich „In all den Jahren“ lesen! Außerdem ist das Cover mit den Blumen in Türkisgrün wunderschön geklungen und verspricht genau das, was drin ist!

    Kommentare: 1
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    Starlets avatar
    Starletvor 2 Jahren
    Realitätsnah und detailverliebt geschrieben

    Der Klappentext hat mich so sehr angesprochen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Zum Glück, denn das Cover konnte mich gar nicht begeistern. Es wirkte auf mich wie ein altes Buch und ich hätte nicht gedacht, dass es sich um einen aktuellen Titel handelt.

    Doch von Anfang an war ich mitten in der Handlung und froh darüber, dieses Buch entdeckt zu haben.

    Der Schreibstil ist flüssig und locker, schon die erste Begegnung von Elsa und Finn ist herrlich beschrieben und ich bin aus dem Schmunzeln nicht mehr herausgekommen. Es gibt auch ernste Passagen in dem Buch, die ebenso emotional geschrieben sind. Alles wird auch sehr liebevoll und detailliert beschrieben,  so dass man sich auch ein gutes Bild von den Nebencharakteren machen kann.


    Elsa und Finn, zwei Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt.
    Finn ist von Anfang an sympathisch, offen, chaotisch, eben ein Künstler, wie man ihn sich vorstellt.
    Elsa ist eher zurückhaltend.


    Was mir besonders gut an dem Buch gefällt ist, dass man Elsa und Finn über einige Jahre in ihrem Leben begleitet. Und wie das Leben so spielt gibt es Höhen und Tiefen, emotionale und traurige Geschehnisse, aber dann auch wieder Lichtblicke.


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, nur am Ende kam mir alles etwas schnell vor, hier hätte ich gerne im gewohnten Tempo die Handlung ausklingen lassen.

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    Zwergenzimmerchens avatar
    Zwergenzimmerchenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen über 20 Jahre hinweg über 2 Personen, die eine ganz besondere Beziehung führen.
    In all den Jahren - Rezension

    Elsa und Finn leben beide in München, Tür an Tür. Nach ihrer ersten, ziemlich ungewöhnlichen Begegnung, nimmt die Freundschaft ihren Lauf. In dem Buch wird die Geschichte von Elsa und Finn über 20 Jahre hinweg erzählt, mit allen Höhen und Tiefen, die so eine tiefe und besondere Beziehung in einer Freundschaft mit sich bringt. In 20 Jahren passieren viele Dinge, die im Laufe der Geschichte alle geschildert werden: Partnerschaften, Freundschaften, Trennungen und auch der Tod stehen nah beisammen. Und bei den ganzen Geschichten stellt man sich nur eine Frage: finden Elsa und Finn doch irgendwann als Paar und nicht nur als Freunde zusammen?


    Zu aller erst muss man einmal sagen, dass dieses Buch keine typische Liebesgeschichte ist, denn es erzählt eher die Geschichte von 2 Personen innerhalb von 20 Jahren, aus der Persepktive von Elsa. Diese Geschichte ist wunderschön und zieht einen in den Bann, auch wenn natürlich nicht jedes Jahr packend sein kann. Das macht das Buch aber auch sehr authentisch und man kann sich alles sehr gut vorstellen, denn die beiden Hauptcharaktäre sind sehr schön ausgearbeitet worden. Das Buch ist flüssig geschrieben und es holt die Leser ab. Es steckt voller Gefühle, die die Autorin sehr gut beschreibt und deshalb hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht.


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    H
    hundeliebhabervor 3 Jahren
    In all den Jahren

    Barbara Leciejewski nimmt auf die Reise einer 20-jährigen Freundschaft. Die Freundschaft zwischen Elsa und Finn, die mit einem ungewöhnlichen Kennenlernen beginnt und ewig bestehen soll.

    Schon die ersten Seiten haben mich vollkommen in den Bann der Geschichte gezogen. Elsa und Finn waren mir auf Anhieb sympathisch. Ich mag ihre Charaktereigenschaften, die Art, wie sie kommunizieren und den Witz, der ihre Vertrautheit unterstreicht. All diese feinen Details, die dem Roman seinen Schliff geben, wurden durch den Schreibstil hervorgerufen. Er ist locker und lieblich und füllt die Charaktere (alle!) mit Leben und Persönlichkeit. Ich konnte jeden Moment mitfühlen, als sei ich direkt anwesend.

    Der Roman beinhaltet die komplette Fülle des Gefühlsspektrums, nimmt den Leser mit in die Höhen und Tiefen der Freundschaft, lässt ihn die Intensität, die Vertrautheit und die Liebe spüren. Die Geschichte ist mit Charme, Witz und Sarkasmus gespickt, sowohl die Erzählung als auch die Dialoge, was noch mehr Nähe zu den Figuren und ihren Gedanken aufbaut.

    Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben, weil es mich zutiefst berührt hat und dabei absolut ehrlich war. Ich habe schon lange keinen Roman gelesen, der mich derart begeistert hat. Es handelt sich hier also um einen absoluten Favoriten!

    Kommentare: 2
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    Lovely_Lilas avatar
    Lovely_Lilavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: In diesem Roman bekommt man amüsante Dialoge, entzückende Momente und eine faszinierende, einzigartige Freundschaft geboten.
    Zauberhafter Roman über eine faszinierende, einzigartige Freundschaft

    ~ Der angenehme Schreibstil und die liebevoll ausgearbeiteten Figuren (allen voran Finn) überzeugen ebenso wie die gelungene Schilderung des Vergehens der Zeit. Wer Kitsch fürchtet, braucht dieses Buch nicht zu scheuen, davon bleibt man verschont und bekommt dafür amüsante Dialoge, entzückende Momente und eine faszinierende, einzigartige Freundschaft geboten. ~


    Inhalt

    Nach einer äußerst ungewöhnlichen ersten Begegnung, freunden sich Elsa und Finn an. Über die Jahre werden sie zu besten Freunden, unterstützen sich gegenseitig und verstehen sich blind. Ihr Umfeld jedoch will nicht so recht glauben, dass die beiden nur Freunde sind und nicht mehr. Elsa und Finn jedenfalls sind überzeugt, dass es perfekt ist, wie es ist, und dass auf jeden Fall alles genau so bleiben soll... oder?

    Warum habe ich dieses Buch gelesen?

    Nachdem ich den Film „Zwei an einem Tag“ gesehen und abgöttisch geliebt habe, führte für an diesem Buch kein Weg vorbei.


    Meine Meinung

    Auch wenn die Grundidee dieses Buches ein bisschen an „Zwei an einem Tag“ erinnert, so hören da die Ähnlichkeiten auch schon wieder auf. Die Freundschaft zwischen Elsa und Finn ist auf viele Arten anders im Vergleich zu erstgenanntem Buch, und auch sonst gibt es nicht viele Parallelen.

    Der Einstieg in die Geschichte fällt äußerst leicht. Man wird direkt ins Geschehen geworfen und erlebt jene amüsante, erste schicksalhafte Begegnung von Elsa und Finn. Und die deutet schon auf vieles hin: Auf den Kontrast zwischen der schüchternen Elsa und dem selbstbewussten Finn und auf den Humor, der immer wieder ins Buch eingewebt wird.

    Der Schreibstil des Buches gefällt mir gut. Er ist leicht und angenehm zu lesen, und schafft es, beim Leser sowohl Gefühle als auch hin und wieder ein Schmunzeln auszulösen. Stellenweise wirkt die Sprache wirklich so als würde Elsa einem die Geschichte bei einem Kaffeeplausch erzählen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Selten habe ich ein paar Wiederholungen entdeckt und auch ins Detail ging es mir an manchen Stellen zu sehr.


    "Zum Dank gab er mir einen Kuss auf die Augenbraue. Einer von Finns Zufallsküssen, es war nie sicher, wo sie landen würden." Seite 293

    "Ich [...] nahm an Castings teil, ohne ernsthaft zu erwarten, genommen zu werden, und spielte ab und zu Kleinstrollen in Fernsehproduktionen, gerne Leichen." Seite 55


    Die Idee der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Man begleitet Elsa und Finn über zwanzig Jahre ihres Lebens hinweg und sieht dadurch nicht nur wie sich ihre Beziehung zueinander entwickelt, sondern ebenso wie die Zeit vergeht und das Umfeld der beiden verändert. Das, was man sich als Leser oft wünscht, wird in diesem Roman Realität: Man darf in die Zukunft der Personen schauen, man muss nicht alles selber ausmalen. Man durchlebt auf diese Weise Höhen und Tiefen mit den Hauptpersonen. Der Autorin gelingt es ausgezeichnet, das unaufhaltsame Vergehen der Zeit schön und gleichzeitig drastisch zu verbildlichen. Während Elsa und Finn langsam älter (aber nicht zwangsweise vernünftiger) werden und die alten Leute langsam abbauen, gibt es ebenso Kinder in ihrem Umfeld, deren Leben gerade erst beginnt. Das macht nachdenklich und vielleicht auch etwas melancholisch, weil man merkt, dass sich der Lauf der Dinge einfach nicht aufhalten lässt.

    Besonders gefällt mir an diesem Buch, dass es so realistisch ist und viele Szenen im Alltag spielen. Trotzdem wird es nicht langweilig, viele Momente und Dialoge sind zauberhaft oder einfach nur amüsant. Kitschig wird es hier zum Glück ebenfalls nie, und wer mich kennt, weiß, wie sehr ich so etwas schätze (sehr!).

    Einmal hat es mich bei einer Stelle gestört, dass bei Elsas Lob ein bisschen übertrieben wurde, aber das kam zum Glück nur einmal vor. Außerdem war die Spannung war leider nicht immer gleich stark vorhanden. Hin und wieder gibt es Passagen, in denen nicht viel passiert und in denen bei meiner Meinung nach unwichtigen Dingen zu sehr ins Detail gegangen wird. Dadurch verliert die Geschichte an Tempo und ich als Leser verlor am Beginn des Buches sogar einmal kurz meine Motivation, weiterzulesen. Nach dem ersten Drittel geht es dann aber schon wieder bergauf und natürlich will man wissen, was das Leben für die zwei noch bereithält. Hätte man zwischendurch ein bisschen gekürzt, wäre die Geschichte sicher noch knackiger, noch besser, noch überzeugender geworden.

    Die wichtigen Personen sind alle mit sehr viel Liebe ausgearbeitet und haben mich überzeugt. Viele von ihnen haben Geheimnisse, von denen so manches im Laufe des Buches enthüllt wird. Am besten gefallen haben mir aber natürlich Finn und Elsa. Ihre Freundschaft ist wirklich einzigartig. Ich finde eine solche Freundschaft, bei der man auch als Außenstehender diese gewisse Anziehung oder Liebe spüren kann, hat etwas sehr Faszinierendes. Die natürliche Vertrautheit und Ehrlichkeit mit der die beiden miteinander umgehen, ist wunderschön zu lesen.

    Sehr positiv finde ich es, dass die Autorin konsequent aus der Sicht von Elsa schreibt und nicht zu Finn wechselt, denn so werden unnötige Wiederholungen vermieden. Elsa war mir sehr sympathisch, auch wenn es am Anfang dauerte, bis ich sie richtig einschätzen konnte. Sie ist nämlich am Beginn des Buches ein schüchternes Mädchen, und dennoch lässt sie es sich nicht nehmen, auch einmal den Mittelfinger einzusetzen, wenn es sein muss. Mit der Zeit lernt man sie immer besser kennen und beginnt ihren Charakter zu verstehen. Ich konnte ihr Verhalten stets nachvollziehen, auch wenn sie durch ihre Gefühle manchmal etwas überreagiert.

    Doch das wahre Highlight dieses Romans ist mit Sicherheit Finn. Schon nach der ersten Begegnung kann man nicht anders als ihn einfach zu mögen. Er ist ein leidenschaftlicher Künstler und hat seine ganz eigenen Besonderheiten und Macken (zum Beispiel fühlt er sich in einem neuen Auto erst wohl, wenn es einen „Wohlfühlkratzer“ hat). Wenn Elsa ihm Ratschläge gibt, wie er am besten eine Frau anspricht oder loswird (Trennung sind für ihn nämlich schwer), ist das sehr amüsant und fast entfährt einem ein Seufzen über diese unglaublich liebenswerte Figur. Wie Elsa lernt man Fins charmante und entwaffnende Offenheit und Direktheit lieben und selbst wenn er in seiner Hilfsbereitschaft mit einer Selbstverständlichkeit, die ihresgleichen sucht, Elsas Unterwäsche durchwühlt, ist man nicht empört, man ist nicht schockiert, sondern man akzeptiert es mit einem Schmunzeln. Wenn Elsa bei Finn war, habe ich mich auch als Leser wohlgefühlt und die Wärme zwischen den beiden wärmte auch mir ein kleines bisschen das Herz.

    Mein Fazit

    Ein zauberhafter Roman über eine ganz besondere Freundschaft. Der angenehme Schreibstil und die liebevoll ausgearbeiteten Figuren (allen voran Finn) überzeugen ebenso wie die gelungene Schilderung des Vergehens der Zeit. Wer Kitsch fürchtet, braucht dieses Buch nicht zu scheuen, davon bleibt man verschont und bekommt dafür amüsante Dialoge, entzückende Momente und eine faszinierende, einzigartige Freundschaft geboten.

    Meine Empfehlung: Wer „Zwei an einem Tag“ mochte und generell Geschichten über besondere Freundschaften mag, wird auch hiermit glücklich werden - wer Spannung und Action sucht, wird allerdings mit diesem Buch keine Freude haben.

    Übersicht

    Stärken:

    * Schreibstil
    * Personen, Protagonistin
    * manche unerwartete Wendung oder Enthüllung
    * Humor
    * wundervolle einzigartige Freundschaft
    * das Vergehen der Zeit wird schön und drastisch geschildert

    Schwächen:

    * es hätte mehr Spannung sein dürfen
    * Schreibstil ging mir manchmal zu sehr ins Detail

    Erzählstil: Ich-Erzähler; Präteritum;
    Perspektive: aus weiblicher Perspektive

    Bewertung:

    Idee: 4,5 Sterne
    Ausführung: 4 Sterne
    Schreibstil: 4 Sterne
    Personen: 5 Sterne
    Protagonistin: 4 Sterne

    Zusatzkriterien bei diesem Buch:

    Spannung: 3 Sterne
    Humor: 4 Sterne


    Insgesamt:

    ❀❀❀❀

    Ich vergebe vier Lilien!

    Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

    Kommentare: 3
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    MamaSandras avatar
    MamaSandravor 3 Jahren
    Kurzmeinung: 20 Jahre Auf und Ab... Wir lachen, weinen, streiten, freuen uns mit Elsa und Finn und erleben mit ihnen eine besondere Freundschaft.
    20 Jahre auf und ab mit Elsa und Finn...

    Dieses Buch ist eine echte Empfehlung für Fans von Geschichten rund um Freundschaft und Liebe. Barbara Leciejewski entführt den Leser über 20 Jahre hinweg in das Leben von Elsa und Finn, lässt uns mit beiden lachen, weinen, streiten, vertragen, tanzen und grübeln.

     Schreibstil:

    Das Buch ist in 20 Kapitel unterteilt, jedes Jahr ein eigenes. So werden wir von 1990 bis 2010 Zeugen wie sich Finn und Elsa als beste Freunde durch das Leben schlagen. Die Jahre haben mal mehr mal weniger zu bieten. Mal passiert unheimlich viel, mal sind es nur ein paar Highlights, die es aber auch in sich haben. Eben ganz so, wie das Leben halt spielt.

    Den Schreibstil von Barbara Leciejewski würde ich als „locker aus den Gedanken heraus“ beschreiben. Das Buch liest sich super flüssig, ohne komplizierte Sätze, ohne dass man viel Nachdenken muss. Schafft man es mal 1-2 Tage nicht mit dem Weiterlesen, ist man sofort wieder im Geschehen ohne noch einmal zurück blättern zu müssen. Erzählt wird aus der Perspektive von Elsa Frank. Und als schwingt man in ihren Gedanken mit, erlebt man 20 Jahre ihres Lebens.

    Das Buch selbst ist nicht sehr anspruchsvoll und daher eine wunderbare kurzweilige Lektüre zum Abschalten. Über ein paar Seiten verteilt - mal eben 20 Jahre woanders verweilen.

     

    Zum Inhalt:

    Elsa Frank ist Ende 20, lebt in München, ist ausgebildete Schauspielerin. Sie ist eher introvertiert, schüchtern. Daher findet man sie nicht vor der Kamera, sondern sie leiht lieber den Gesichtern von Filmen ihre markante Stimme. Sie arbeitet vorwiegend als Synchronsprecherin. Im Laufe der Jahre wird sie nicht nur reifer und natürlich älter. Sie geht auch aus sich heraus, sagt auch plötzlich geradewegs heraus ihre Meinung. Sie lehnt mutig ein Theaterstück oder eine Filmanfrage ab. Sie bekommt großartige Chancen, wird als Theaterstar gefeiert, dreht einen Film, landet in einer Serie. Die Karriere nimmt ihren Lauf. Dennoch hebt sie nie ab. Sie geht ihrer Leidenschaft nach und entwickelt sich stetig weiter. Und immer an ihrer Seite sind ihre Freunde, allen voran Finn – ihr Nachbar.

     Finn McGregor ist um die 30, talentierter Maler, sehr gut aussehend mit unverkennbarem Lächeln. Er zieht auch im Alter die Augen vieler Frauen magisch an. Man meint, keine könnte ihm widerstehen – oder doch???   Er ist offen, spontan, überhaupt nicht schüchtern, chaotisch. Also eigentlich das komplette Gegenteil von Elsa. Bei seiner Arbeit gibt Finn alles. Er malt aus tiefer Leidenschaft. Wenn ihn etwas sehr berührt und ein Werk alles von ihm bekommen soll, dann mal er nackt. Er nimmt Momente mit Stift und Pinsel auf, statt Fotos zu schießen. Er verarbeitet seine Träume und Gefühle in seinen Werken. Aber auch er hebt nicht ab, trotz seines Talentes.

    Finn und Elsa werden beste Freunde. Sie lernen gemeinsame Freunde kennen. Immer wieder aktuell präsente Krankheiten zwingen sie auch dazu, welche zu verabschieden.  Es gibt Hochzeiten, Trennungen. Wiedersehen mit alten Freunden, die plötzlich gar keine mehr sind. Lästige Freundinnen/Beziehungen, lockere Beziehungen, ernstere Beziehungen. Nette Frauen, blöde Frauen, nette Männer. Es geht nach Augsburg, Nürnberg, New York und vielleicht auch nach Berlin. Die Verwandten sind viel und wenig involviert. Diese „beste Freundschaft“ ist etwas ganz besonderes. Nicht selten geschieht etwas, das den Leser verwirrt ob der eigentlichen Beziehungen. Manchmal möchte man Elsa einfach nur schütteln und fragen, ob sie blind ist :-)  Doch beide verbindet nunmal eine wunderbare Freundschaft, bei der beide in einer Art Zwischenwelt leben - zwischen Liebe und Freundschaft.

    Sehr gut gefallen hat mir, dass in der beschriebenen Zeit viele tatsächliche Ereignisse verarbeitet wurden. Darunter z.B. Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften. Finn und Elsa waren geschockt von 9/11, lange zuvor von den Übergriffen in Rostock. Sie begrüßten ein neues Jahrtausend, sie modernisierten sich mit eigener Homepage – der Zeit entsprechend (Finn). Sie legten sich mit Skinheads an…

    Mein Minuspunkt:  Obwohl die 20 Jahre relativ gut flüssig beschrieben sind, wurde ich mit den Protagonisten nicht richtig alt. Für mich waren beide auch zum Schluss noch Ende 20 und nicht 50. Und beide entwickelten sich zwar beruflich weiter,  führten auch Beziehungen. Aber dennoch benahmen sie sich zeitweilig wie zu Beginn und nicht dem eigentlichen Alter entsprechend.

    Zudem fand ich das Verhalten beider als Freunde etwas übertrieben für meine Verhältnisse, aber das sieht sicher jeder anders. Nur für Freunde, wie Elsa immer wieder gern betonte, war das Verhältnis doch etwas zu eng für meine Begriffe. Und beide bewiesen oftmals wenig Feingefühl ihren jeweiligen Partner gegenüber. Ab und zu fehlte bei bestimmten Themen ein gewisses Vertrauen zwischen beiden, sodass gerade Elsa über wichtige Dinge einfach nicht direkt und sofort ehrlich mit Finn sprach. Wirklich beste Freunde hätten das vielleicht anders gemacht. Aber es lag wahrscheinlich auch daran, dass diese Freundschaft etwas Besonderes war.

    Zu Beginn wurde viel Wert gelegt auf die Berufe. Es wurde mehr dazu beschrieben, mehr darauf eingegangen welche Rolle die Arbeit in beider Leben spielt. Natürlich kann man das nicht permanent in den Vordergrund rücken. Ab Mitte des Buches (ca. 1998/99) hatten beide ganz andere Dinge als Lebensmittelpunkt. Aber zum Ende hin fehlten mir die Bilder von Finn. Und Saxophon hat er auch nur zu Beginn gespielt. Nur bei Elsa war dann wieder der ein oder andere Job.

    Zu Beginn konnte ich mich mit Elsa noch sehr gut identifizieren, sie war mir fast etwas ähnlich. Aber spätestens nach 6-7 Jahren hörte das auf – wohl weil ich eben gerade so alt bin, wie Elsa anfangs. Später wurde sie mir zwischenzeitlich mit ihrem Verhalten sogar ein wenig unsympathisch.

     

    Oftmals habe ich dieses Buch mit „Für immer vielleicht“ von Cecilia Ahern verglichen. Ich persönlich kann da aber nur die Grundidee „Freundschaft - Liebe“ gemeinsam. Das Thema ist gleich, aber die Umsetzung völlig verschieden, das Leben und Verhalten von Finn und Elsa völlig anders, der Schreibstil anders, das Lesegefühl anders. Für mich ist die Story von Ahern bei Weitem besser, weniger vorhersehbar, mit mehr Überraschungsmomenten. Einfach ganz anders.

    Aber dennoch kann ich dieses Buch jedem weiter empfehlen, der solche Geschichten liebt und eine schöne Lektüre – wie aus dem Leben heraus gegriffen - sucht.

     

    3,5 Sterne von mir!

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    T
    tanlin_11vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Außergewöhnliche, dramatische, abwechslungsreiche und spannende Liebesgeschichte, die jedes Leserherz berührt. Eine absolute Leseempfehlung!
    Ein Feuerwerk der Emotionen

    Barbara Leciejewski löst bei dem Leser ihres Romans „In all den Jahren“ in ein unvergleichliches Gefühlschaos aus. Noch nie habe ich mich so sehr in eine Geschichte und in die Gefühle und Empfindungen der Protagonisten hineinversetzen können. Von Begeisterung und amüsanten Szenen über Enttäuschung, Wut und Resignation, bis hin zu Ratlosigkeit und Trauer, werden sämtliche Emotionen des Lesers angesprochen.

    Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel erzählen, nur so viel verrate ich:
    Finn und Elsa leben beide in München und sind Nachbarn. Finn ist ein Künstler und Elsa eine Schauspielerin, die sich ihren Lebensunterhalt darüber hinaus auch als Synchronsprecherin verdient. Beide lernen sich in einer sehr ungewöhnlichen Situation kennen und aus einer flüchtigen, nachbarschaftlichen Bekanntschaft, wird im Laufe der Jahre eine sehr innige und unglaublich rührende Freundschaft, mit vielen Höhen und Tiefen.
    Wenn ihr wissen wollt, durch welche ungewöhnliche Situation Elsa und Finn erstmals aufeinander treffen, welche Höhen und Tiefen sie in all den Jahren gemeinsam durchlaufen und wie sich ihre Freundschaft über die Jahre immer intensiver entwickelt, sodass sie von ihren Freunden und Bekannten immer öfters mit der Frage konfrontiert werden, warum sie keine Paar sind, dann müsst ihr dieses Buch unbedingt selber lesen.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir auch in diesem Roman sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und bereits nach den ersten Sätzen ist man völlig in die Welt von Finn und Elsa versunken. Von Jahr zu Jahr identifiziert der Leser sich immer stärker mit den beiden und Barbara schafft es sämtliche Emotionen des Lesers zu wecken. Bei diesem Buch bleiben garantiert keine Augen trocken!

    Alle Charaktere sind durchweg sehr gut und liebevoll ausgearbeitet und mit individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten versehen. Besonders Elsas und Finns Handlungen und Reaktionen werden sehr detailliert beschrieben und wirken sehr menschlich und real. Alle Charaktere beschäftigen sich mit tiefgründigen Themen. So werden beispielsweise der Terroranschlag von 2001,die WM 2006 in Deutschland und die Gewaltbereitschaft von Skinheads thematisiert.

    Die vielen unvorhersehbaren Wendungen, die die Autorin über die erzählten Jahre in die Handlung einbaut, sorgen für eine riesen Portion Spannung und Abwechslung. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf, denn die Autorin hat die beschriebenen 20 Jahre zu jeder Zeit mit der richtigen Ausführlichkeit beschrieben. So werden uninteressanter Jahre sehr kurz gehalten und bewegende Zeiten sehr ausführlich dargestellt. Ich konnte das Buch zum Schluss fast nicht mehr aus der Hand legen und habe ein paar Nächte mit sehr wenig Schlaf hinter mir.

    Das Ende des Buches ist letztlich perfekt. Auf der einen Seite kann ich das Buch beruhigt und mit einem lachenden Gesicht an die Seite legen, denn meine Hoffnungen und Erwartungen sind erfüllt worden.. Auf der andern Seite bin ich aber auch traurig, weil ich so gerne noch viel mehr von Elsa und Finn lesen würde.

    Fazit:
    Eine außergewöhnliche, dramatische, abwechslungsreiche und spannende Liebesgeschichte, die jedes Leserherz berührt. Meine absolute Leseempfehlung.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich eines der besten Bücher aus dem Genre. Voller Emotionen und direkt aus dem Leben. Wer es nicht liest, ist selbst schuld!
    Wer diesen Roman nicht liest, ist selbst schuld! Großartig!

    Meine Meinung: Was für eine Geschichte, was für ein Buch!
    Seit längerer Zeit konnte mich endlich wieder ein Roman total begeistern. Er hat mich bewegt, fasziniert und auch nachdenklich zurückgelassen.
    Und deswegen tu ich mir auch bei dieser Rezi furchtbar schwer! Seit Tagen grüble ich schon vor mich hin, wie ich eine aussagekräftige und zufriedenstellende Rezension schreiben könnte, die dieser einzigartigen Geschichte gerecht werden kann! Ich weiß es einfach nicht. Ich schreibe Sätze und verwerfe sie wieder, ich denke an die Freude, die ich beim Lesen dieses Romans verspührt habe und mir kommen wieder fast die Tränen. Ich kann es sehr schwer in Worte fassen und trotzdem muss ich es versuchen....
     
    "In all den Jahren" von Barbara Leciejewski erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen Elsa und Finn. Die Beiden sind Nachbarn und Elsa lernt Finn kennen, als er nackt an ihrer Tür klingelt, weil er sich aus seiner Wohnung ausgeschlossen hat. Na...wenn das kein Beginn ist? ;)
    Sie, die Synchronsprecherin und Schauspielerin, er ein begnadeter Maler, verbindet ab diesem Zeitpunkt eine Freundschaft, die man nur sehr selten findet und die der Leser über 20 Jahre lang begleitet. Was die Autorin hier jedoch aus dieser Geschichte gemacht hat, ist ein besonderes Erlebnis!

    Für mich war "Zwei an einem Tag" bis jetzt der ultimative Roman über Freundschaft bzw. Liebe, doch "In all den Jahren" kann meinen bisherigen Lieblingsroman tatsächlich das Wasser reichen bzw. sogar überflügeln! Was hier an Tiefe und Emotionen beschrieben wird, lässt einem kaum Luft holen.
    Auch in diesem Buch geht es um eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Alle im Umkreis meinen, sie wären das perfekte Paar. Doch Elsa und Finn wollen diese Freundschaft nicht durch eine Liebesbeziehung zerstören und leiden trotzdem darunter - mal mehr, mal weniger. So durchlebt der Leser eine Bandbreite an Gefühlen, die nie ins Kitschige driften, sondern direkt aus dem Leben gegriffen sind. Man spürt hier alle Emotionen der handelnden Personen und man nimmt Barabra Leciejewski jede Handlungsweise dieser ab, auch wenn man sie am liebsten schütteln und fragen möchte, ob sie denn nicht das Offensichtliche sehen!
    Der Roman ist einerseits humorvoll, aber auch traurig. Bis zum Ende war ich nicht sicher, wie die Geschichte ausgehen wird. Man durchläuft die ganzen 448 Seiten eine Achterbahn der Gefühle!

    Charaktere:
    Elsa ist dabei eine eher schüchterne und introvertierte junge Frau, die schon länger auf ihren eigenen Füßen steht. Sie lebt allerdings richtig auf, wenn sie in die Haut einer fremden Person schlüpft, sei es beim Synchronsprechen oder auf der Bühne.
    Finn ist dagegen extrovertiert und chaotisch. Er ist selbstsicher und hat nur ein Problem, das er nie lösen kann: Er kann einfach nicht Schluss machen und seinen Freundinnen erklären, dass die Beziehung zu Ende ist.
    Die Autorin hat die Charaktere in ihrem Roman wunderbar beschrieben. Beide Hauptprotagonisten besitzen sehr viel Tiefe. Aber auch die Nebencharaktere sind alle sehr liebevoll gezeichnet, authentisch und aus dem Leben gegriffen. Man fühlt sich dazugehörig, auch wenn hier einige Personen den Beiden etwas übel mitspielen. Dadurch enthält der Roman auch sehr viel echtes Leben und wird trotzdem nie langweilig. Jeder Nebencharakter spielt hier eine wichtige Rolle in Elsas und Finns Leben und trotzdem bleiben die Beiden der Mittelpunkt.

    Schreibstil:
    Die zwanzig Jahre, die wir mit Elsa und Finn mitfiebern, werden kapitelweise und im Jahresrhythmus erzählt. Ich kann sagen, dass dieser Roman eindeutig vom wunderbaren und aussagekräftigen, sowie gefühl- und humorvollen Schreibstil der Autorin lebt! Einige unvorhersehbare Wendungen lassen nie Langeweile aufkommen und brachten auch etwas Herzklopfen mit.

    Fazit:
    Eine eindeutige Leseempfehlung und eines der besten Bücher aus dem Genre, die ich die letzten Jahre gelesen habe! 5 Sterne sind hier einfach zu wenig.....ich würde auch das Doppelte vergeben. Eine Geschichte voller Emotionen, aber ohne Kitsch, direkt aus dem Leben. Wer dieses Buch nicht liest, ist selbst schuld!

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    acabus_verlags avatar


    Wir waren ein perfektes Paar, ohne eins zu sein.

    Nichts könnte die Geschichte um Elsa und Finn so treffend wiedergeben, wie dieses Zitat aus dem Roman. Die Geschichte einer innigen Freundschaft und einer tiefen Liebe.

     
    Liebe LovelyBooks-LeserInnen,
     
    wir laden euch zu einer Leserunde zum Roman „In all den Jahren“ von Barbara Leciejewski ein, in der ihr die beiden Protagonisten auf ihrem gemeinsamen  Weg über zwanzig Jahre hinweg begleiten und euch intensiv mit der Autorin darüber austauschen könnt!


    Zum Inhalt:

    Elsa und Finn leben Tür an Tür in München. Sie sind Freunde. Beste Freunde. Und allen Zweifeln ihrer Umwelt, allen Versuchungen und allen Gefühlen zum Trotz, wollen sie das auch bleiben, denn schließlich enden die meisten Liebesbeziehungen doch in einer Trennung: Aus Nähe wird Besitzanspruch, aus Zuneigung Gleichgültigkeit und so weiter. Man kennt das.
    Nein, Elsa und Finn wollen die bleiben, die sie sind, egal was auch passiert. Und es passiert so einiges, das ihre innige Freundschaft ins Wanken bringt, mal zur einen und mal zur anderen Seite hin.
    Der Roman schildert auf humorvolle, spannende und bewegende Weise diese ungewöhnliche und tiefe Freundschaft über einen Zeitraum von zwanzig Jahren hinweg, ihre Höhen und Tiefen, komische, glückliche und dramatische Momente und stellt dabei immer wieder die Frage: Wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?
     
    Weitere Infos sowie eine Leseprobe findet ihr auf der Webseite der Autorin http://www.barbara-leciejewski.de/ sowie auf der Verlagsseite http://www.acabus-verlag.de/belletristik_9/literatur_2/roman_12/in-all-den-jahren_9783862823703.htm
     
     
    Voraussetzung

    für die Teilnahme an dieser Leserunde ist vor allem die Lust an einem regen Gedankenaustausch sowie natürlich die Möglichkeit der zeitnahen Beteiligung. 
    Eine abschließende Rezension (hier auf LovleyBooks sowie möglichst auf weiteren Portalen) sollte als selbstverständlich betrachtet werden.
     
    Wenn ihr euch gerne bewerben möchtet, beantwortet bitte folgende Frage: Was verbindet ihr mit dem Wort ‚Freundschaft‘?
     
    Der acabus Verlag stellt insgesamt 10 Bücher zur Verfügung, wobei ihr die Wahl zwischen Print und eBook habt (bitte das gewünschte Format angeben).
     
    Barbara Leciejewski wird sich ab dem 4. März an der Leserunde beteiligen und die Moderation übernehmen. Für alle, die die Leipziger Buchmesse besuchen, gibt es dort die besondere Gelegenheit, sich von ihr das Buch signieren zu lassen und im direkten Gespräch weiter zu diskutieren!
     
    Selbstverständlich sind auch alle zu der Leserunde eingeladen, die das Buch bereits besitzen und gelesen haben!
     
    Viel Spaß bei der Leserunde!
    Zur Leserunde

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