Barbara Leciejewski Versuchen wir das Glück

(26)

Lovelybooks Bewertung

  • 25 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 27 Rezensionen
(23)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Versuchen wir das Glück“ von Barbara Leciejewski

Der neue herzerwärmende Roman der Erfolgsautorin Barbara Leciejewski. Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft – bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert. Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück?

Einfühlsam ... Berührend ... Feinsinnig .... Hin- und hergerissen .....

— GabiR

Eine ganz außergewöhnliche und wunderschöne Liebesgeschichte

— Klusi

Bewegende Geschichte, erzählerisch anspruchsvoll umgesetzt

— Lesotopia

Ein Muss für Liebhaber von Worten die das Herz berühren.

— thoresan

Wundervoller Roman, sehr gefühlvoll und bewegend!

— YH110BY

Glück beim zweiten Anlauf... schöne Geschichte...

— Twin_Kati

ein wundervolles, gefühlgvolles Buch - ich liebe es!

— hoonili

Einfach schön

— nellsche

"Jeder Mensch, jede Begegnung hinterlässt Spuren im Leben eines anderen." Auch dieses Buch hinterlässt Spuren!

— leseninchen

Eine wunderschöne Geschichte! Gefühlvoll, lebendig, hintergründig, mit grandiosen Charakteren. Eine absolute Leseempfehlung!

— tinstamp

Stöbern in Liebesromane

Feel Again

Mitreißend...spannend...gefühlvoll...ergreifend...sooo schön....❤️

Lila-sesam

Berühre mich. Nicht.

So berührend und emotional. Schon jetzt einer meiner Highlights für 2018, eine absolute Leseempfehlung

zeilengefluester

Wenn gestern unser morgen wäre

Eine bewegende Story, die ans Herz geht

Irina1612

Das Glück an Regentagen

Ein schönes Buch für Zwischendurch mit einem traumhaften Cover, leider konnte es mich nicht erreichen.

Sunshine29

Zoe und die Liebe

Leider war die Story nicht ganz meins, die Charaktere und der Schreibstil hat es dann noch etwas gerettet.

live_between_the_lines

The Goal – Jetzt oder nie

Ein cooler Abschluss. Ich mochte es sehr :)

MsStorymaker

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die erste Liebe, nie vergessen

    Versuchen wir das Glück

    GabiR

    12. January 2018 um 17:41

    Die erste Liebe, nie vergessen und doch komplett aus den Augen verloren, 25 Jahre lang nichts voneinander gehört, gesehen, mitbekommen und plötzlich steht sich das ehemalige Paar am Bahnhof gegenüber.Und setzt sich mit dem auseinander, was vor, bei, direkt nach der Trennung nicht möglich war: Mit den gemeinsamen Jahren, denen danach und warum es kam, wie es kam.Einfühlsam beschreibt Barbara sowohl die Gegenwart, die Stunden in dem Bahnhofslokal, während des Wartens auf eine Weiterfahrt als auch die Vergangenheit, aus den Blickwinkeln beider Betroffener. Berührend erzählt sie die Entwicklung, das Erwachsenwerden der älteren Teenager, ihr Zueinanderfinden als Paar, ihr Auseinanderdriften weil die Entwicklung nicht so verläuft wie sie sich das vorgestellt, gewünscht, erträumt hatten.Feinsinnig bleibt auch das aktuelle Leben nicht außen vor und beide erkennen jetzt, nach dieser langen Zeit ohne einander, den wenigen Stunden (wieder) miteinander, dass es für sie nur eines gibt: „Versuchen wir das Glück“ Hin- und hergerissen hat mich die Geschichte, hatte ich zwischendrin Gedanken an meine erste Liebe und wie es wäre, wenn …. Mitgefühlt habe ich, mitgelitten, ja ich war dabei, voll und ganz und dafür danke ich der Autorin ganz herzlich. Trotzdem muss ich einen halben Punkt abziehen, denn das Ende, das war nicht schön geschrieben, erzählt. Die Spannung steigt und steigt und es dauerte bis zur vorletzten Seite (oder so), bis ich endlich die richtigen – für mich richtigen – Worte lesen konnte. Da hätte ich mir etwas mehr von den Gefühlen aus den vorhergehenden Seiten gewünscht und vielleicht etwas mehr, ausführlicher …. Auf jeden Fall werde ich Barbara Leciejewski im Auge und Hinterkopf behalten, hat mir sehr gefallen und ich kann das Buch guten Herzens weiterempfehlen, schon allein wegen des zarten, wunderschönen Covers, das doch auf den Inhalt abzielt, auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht. Fünf Chaospunkte, weil ich dann doch wieder aufrunde#VersuchenWirDasGlück #NetGalleyDE

    Mehr
  • Versuchen wir das Glück

    Versuchen wir das Glück

    Klusi

    10. December 2017 um 22:20

    Mit ihrem Roman „In all den Jahren“ hat sich Barbara Leciejewski zuerst quasi in mein Leser-Herz geschrieben, und als ich ungefähr 1 ½ Jahre später „Die Nächte, die Tage und das ganze Leben“ las, hat mich auch dieser Roman begeistert. Kürzlich folgte nun „Versuchen wir das Glück“, und wieder erzählt die Autorin eine außergewöhnliche Liebesgeschichte. Helene und Ludwig begegnen sich in den Achtzigerjahren, und zwischen den beiden Jugendlichen entsteht eine tiefe Freundschaft, aus der mit der Zeit Liebe wird. Beide haben ein Handicap, das sie zum Außenseiter macht. Während Ludwig eine körperliche Versehrung hat, ist Helenes Verletzung seelischer Natur. Gerade durch ihr eigenes Problem können sie den anderen so gut verstehen. Das erste Kennenlernen, wie sie sich einander annähern, das vorsichtige Herantasten und die gegenseitige Offenbarung des jeweils eigenen Traumas, das schildert die Autorin wunderschön und sehr einfühlsam, ohne dabei ins Sentimentale abzugleiten. Besonders lebendig wird die damalige Zeit durch authentische Ereignisse der Achtziger dargestellt, in die Helene und Ludwig verwickelt sind oder die in ihrem Umfeld stattfinden.Fünfundzwanzig Jahre später begegnen sich die Protagonisten durch einen Zufall auf dem Münchner Hauptbahnhof. Trotz der langen Zeit der Trennung und der verschiedenen Leben, die sie führen, stellt sich sehr schnell wieder eine Vertrautheit ein, als wären sie kein Vierteljahrhundert getrennt gewesen. Gemeinsam erinnern sie sich, und es gibt viele Rückblicke in die damalige Zeit, als sie ein Liebespaar waren. Kulisse der Handlung in der Gegenwart ist weitgehend Tisch 10 in einer Bahnhofsgaststätte, wo sie sich nach ihrer Begegnung niederlassen. Es „passiert“ nicht wirklich viel in dieser Geschichte, und doch ist sie so reich an Gesprächen und Erinnerungen. Ich fand es faszinierend, mich den Protagonisten immer stärker anzunähern und ihre Lebensgeschichten zu erfahren, über ihre Ängste und Sorgen aber auch über ihre Hoffnungen und Sehnsüchte zu lesen,und über allem steht für beide die Frage, ob man das Glück wohl noch einmal versuchen kann. Mit ihren markanten, unvergleichlichen und liebenswerten Charakteren, dieser ganz besonderen Geschichte und ihrem wunderbaren Erzählstil ist es Barbara Leciejewski erneut gelungen, mein Herz zu erobern.

    Mehr
  • Bewegende Liebesgeschichte mit Niveau erzählt

    Versuchen wir das Glück

    Lesotopia

    30. November 2017 um 13:26

    Barbara Leciejewskis Roman fällt aus der Masse der Liebesromane spürbar heraus. Das verdankt er der geschliffenen Komposition der Erzählung, der sorgfältig gewählten Sprache sowie zahlreichen, unaufdringlichen Weisheiten, die sich durch die Geschichte ziehen.Cover und Titel haben mich zunächst etwas in die Irre geleitet, weil ich dadurch eine eher seichte, unterhaltsame Liebesgeschichte erwartet habe. Am Ende konnte ich jedoch keine Bezüge zwischen dem Cover und der Geschichte  erkennen. Der Titel begegnet einem hingegen in der Geschichte wieder, auch wenn ich ihn nicht optimal gewählt finde. Das sind jedoch die einzigen Kritikpunkte, die ich anbringen kann.Die Geschichte beginnt damit, dass Helena ihren ungeliebten Mann am Bahnhof verabschiedet und kurz darauf zufällig Ludwig, ihrer großen Liebe aus Jugendjahren, begegnet. 25 Jahre lang haben sie sich nicht gesehen, jetzt setzen sich gemeinsam in ein Restaurant und reden. Die fünf Stunden dieser Begegnung werden mit den fünf gemeinsamen Jahren in der Vergangenheit verflochten. Stück für Stück erfährt man mehr über die beiden Menschen, ihre gemeinsame Geschichte, ihre Gegenwart und die Gründe für die damalige Trennung. "Versuchen wir das Glück" hat keine Angst vor Politik und ernsten Themen, sondern lässt die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse  der Vergangenheit, sowie die Stimmung der bewegten Jahre gekonnt einfließen. Dabei wirkt alles sehr natürlich, so als müsste es auf genau diese Weise erzählt werden.Die Figuren haben mich gleich mit der ersten Seite in ihren Bann gezogen, waren mir dann bei den ersten Ausflügen in die Vergangenheit unsympathisch und sind mir schließlich zunehmend ans Herz gewachsen. Sie sind alles andere als perfekt, eigenwillig, sehr individuell und echt. Leicht irritierend ist dabei von Zeit zu Zeit die Perspektive des Erzählers, die nach Belieben zwischen den Wahrnehmungen der Figuren hin- und herspringt und auf keine Innensicht festgelegt ist. Psychologisch fein und stimmig gezeichnete Profile machen die Geschichte ebenso wie das Zeitgeschehen greifbar und authentisch. Dadurch hat mich die Geschichte sehr berührt und auch noch lange nach der letzten Seite beschäftigt. Die Geschichte dreht sich um Entscheidungen im Leben, um die Päckchen, die jeder für sich zu tragen hat, um unterschiedliche Definitionen von Glück und um die große Liebe, um Themen also, die jeden betreffen. Diese Themen werden mit einer gleichermaßen poetischen wie nüchternen Sprache behandelt. Es ist, als entstünde die 'Poesie' durch das Leben selbst. Kitschige Schnörkel hat die Geschichte schlicht nicht nötig, ebenso wie neunmalkluge Glückskekssprüche. Die Erkenntnisse der Figuren werden von Schicksalsschlägen und Erfahrungen geprägt und aus einem intelligenten Geist geboren. Dadurch wirken sie fast beiläufig weise und nie bevormundend. Kurz: Eine poetische Geschichte, leise und nüchtern erzählt und damit absolut lesenswert.

    Mehr
    • 2
  • "Versuchen wir das Glück"

    Versuchen wir das Glück

    thoresan

    10. November 2017 um 12:30

    Zum Inhalt (Klappentext): Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft - bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert. Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück? Über die Autorin: Barbara Leciejewski schrieb ihren ersten Roman mit zwölf. Einen Liebesroman. Kitschig, naiv, etwa vierzig krakelige DIN-A5-Blockseiten, kariert. Kariert war ihr immer lieber als liniert. Der Berufswunsch danach war klar: Schriftstellerin. Ebenso klar war: Das wird man nicht, das ist kein Beruf. Also dann: Abitur, vom Land in die Großstadt München gezogen, studiert (Germanistik und Theaterwissenschaft), Jobs am Theater (Regieassistenzen, Statisterie, Bühnenkram), Magisterarbeit über Kriminalromane geschrieben, Synchroncutterin geworden, Familie gegründet. Karierte Blöcke gekauft - da war doch was. Man muss nicht Schriftstellerin sein, um zu schreiben, aber nur wenn man schreibt, kann man es werden. Computer gekauft (das hilft), geschrieben, verworfen, die Festplatte zugemüllt, geschrieben, den zweiten Roman beendet. Bisher haben vier Romane ihren Weg zu Verlagen gefunden. Nach wie vielen sich die Autorin Schriftstellerin nennen wird, ist ungewiss, gewiss ist nur: Sie schreibt weiter. Mehr Informationen über die Autorin erhalten ihr hier: Barbara Leciejewski Allgemeine Informationen zum Buch: "Versuchen wir das Glück" ist im Tinte Feder Verlag erschienen und umfasst 253 Seiten. Es ist als Taschenbuch zum Preis von 9,99 Euro sowie als Kindle Edition erhältlich. Hier gehts zur Leseprobe! Meine Gedanken zum Buch: Inzwischen habe ich bereits einige Bücher von Barbara Leciejewski gelesen und oute mich inzwischen ganz klar als süchtige  Wiederholungstäterin :) Ich liebe Geschichten, die mich emotional berühren und das ist Barbara Leciejewski bisher mit jedem ihrer Bücher gelungen, so auch mit dem aktuellen "Versuchen wir das Glück". Hierbei geht es um eine ganz besondere Begegnung zwischen zwei Menschen, die sich einst sehr liebten und seit 25 Jahren nicht mehr gesehen haben. Als die beiden sich nach so langer Zeit an einem Bahnhof wieder begegnen sind die 25 Jahre, in denen sie keinen Kontakt hatten, wie ausgeloschen, als hätte es sie niemals gegeben. Sie begeben sich gemeinsam in ein Cafe und spüren sofort das unsichtbare Band, das schon immer zwischen ihnen bestand. Die Erzählung in unterteilt in zwei Zeitzonen. Auf der einen Seite erhält der Leser einen Einblick in das, was früher geschah, welche Verbindung überhaupt zwischen den beiden stand, was sie alles gemeinsam erlebt haben. Im Wechsel dazu darf der Leser Helene und Ludwig in die Gegenwart begleiten, in das Hier und Jetzt und erfährt, was nun in den Köpfen der beiden vorgeht. Die Autorin beherrscht ihr Handwerk wie nur wenige andere, die mich in diesem Genre bisher fesseln konnten. Sie schafft es, mich durch ihren flüssigen Schreibstil und ihre Wortwahl, ab der ersten Seite auf eine Achterbahn der Gefühle mitzunehmen. Ich erlebe das emotionale Auf und Ab, kann mich bildlich und emotional in Helene und Ludwig hinein versetzen, ich bange mit ihnen, fühle mit ihnen, empfinde Helenes Ängste und Ludwigs Hoffnungen und ich spüre den tiefen, inneren Wunsch der Beiden, es noch einmal miteinander zu versuchen. Die Geschichte um Helene und Ludwig hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Sie hat mich angeregt, mir über mein eigenes Leben Gedanken zu machen, darüber, ob wohl alle Entscheidungen die richtigen waren. Und sie hat mich zu der Erkenntnis gebracht: Ja, alle Entscheidungen waren und sind richtig, denn sie werden aus einer tiefen Überzeugung heraus getroffen. Und auch, wenn eine Entscheidung negative Konsequenzen nach sich zieht, für irgendwas ist es gut, das Schicksal meint es gut mit uns und wenn wir Vertrauen haben, dann kann eine Entscheidung aus Überzeugung nur die richtige sein. 5 von 5 Sternen - Ein Muss für Liebhaber von Worten die das Herz berühren. Vielen Dank an Barbara Leciejewski und den Tinte Feder Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

    Mehr
  • Ein Jahreshighlight

    Versuchen wir das Glück

    santina

    05. November 2017 um 20:48

    Die Protagonisten und ihre Geschichte Helene „Lene“ Thomas ist Ende 40, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Ihr Mann, ein Unternehmensberater, betrügt sie mit seiner wesentlich jüngeren Assistentin. Ludwig Breuer ist ein Jahr älter als Helene. Er hat seinen Traum, Journalist zu werden und aus den Krisengebieten der Welt zu berichten, verwirklicht. Als Helene auf dem Münchner Hauptbahnhof auf ihre Jugendliebe Ludwig trifft, ist die Magie zwischen ihnen sofort wieder spürbar, zaghaft zwar noch, aber ausreichend genug, um sich nicht direkt wieder zu trennen sondern zusammen einen Kaffee trinken zu gehen. Sie erzählen sich, was in den letzten 25 Jahren passiert ist, erinnern sich daran, wie unzertrennlich sie waren und wie es trotzdem zum Scheitern ihrer Beziehung kam. Sie blicken sich in die Augen, sie berühren sich – zunächst schüchtern  – und am Ende des Nachmittags steht die Frage „Versuchen wir das Glück“. Meine Gedanken zur Geschichte Als ich mit diesem Buch begonnen hatte, hatte ich keine Vorstellung davon, wie sehr es mich berühren würde, zwischendurch habe ich mich gefragt, wie Barbara Leciejewski es schafft, mich so in den Bann der Geschichte zu ziehen, obwohl die beiden Protagonisten einen größeren Teil des Buches nur an einem Tisch in einer Bahnhofsgaststätte sitzen und reden und am Ende war ich einfach sprachlos und absolut begeistert. Diese Kapitel, die in der Gegenwart in einer Bahnhofsgaststätte spielen, sind so unspektakulär und ruhig und dennoch konnte ich nicht erwarten, zu erfahren, wie es mit Helene und Ludwig weiter geht. Im Wechsel dazu erzählt die Autorin von der gemeinsamen Vergangenheit der beiden, von ihrem Kennenlernen, ihrer tiefen Freundschaft, ihrer Beziehung und dem jähen Ende der großen Liebe. Diese Kapitel sind sehr abwechslungsreich und Barbara Leciejewski nimmt oft Bezug auf reale Ereignisse wie den Fall der Mauer oder das Geiseldrama von Gladbeck, aber auch hier hat sie die eher nachdenklichen und leisen Töne gewählt. Es gibt meiner Meinung nach einen einzigen Paukenschlag und selbst der ist in wenigen ruhigen Worten abgehandelt. Die beiden Protagonisten stehen in der Mitte ihres Lebens und so geht die Autorin in dieser Geschichte auch ganz gezielt auf die zwischenmenschlichen Sorgen und Nöte dieser Altersgruppe, wie zum Beispiel das Bedürfnis, nach einer Trennung nicht allein sein zu wollen, ein. Darüber hinaus haben sowohl Helene als auch Ludwig mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und auch diesen Themen nähert sich Barbara Leciejewski behutsam an. „Versuchen wir das Glück“ ist kein Liebesroman, den man einfach zwischendurch weglesen kann. Es ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die noch einmal dort beginnen könnten, wo sie vor 25 Jahren aufgehört haben, mit den gleichen Unwegsamkeiten wie damals, aber mit 25 Jahren mehr Lebenserfahrung. Barbara Leciejewski hat es geschafft, mit einem völlig unaufgeregten Schreibstil ein wunderbares Buch zu schaffen, das mich bezaubert und tief beeindruckt hat. „Versuchen wir das Glück“ ist für mich ein Jahreshighlight 2017

    Mehr
  • Sooooo schön

    Versuchen wir das Glück

    Lesemama1970

    02. November 2017 um 19:57

    Meine Meinung: Ich bin mehr durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, wobei es ja vielleicht kein Zufall war, wer weiß das schon. Das Cover kommt eher unscheinbar daher, was total täuscht. Der Klappentext ist spannend und spiegelt den Schreibstil der Autorin sehr gut. Die Geschichte wird spannend, lebhaft und ausführlich erzählt. Es gibt immer ein Kapitel in der Gegenwart und dann eines mit Rückblende in das frühere Leben der Protagonisten. Normalerweise stört es mich in einem Buch, wenn man von der Gegenwart in die Vergangenheit wechselt im Lesefluss, hier aber finde ich es richtig spannend. Wie das Leben von Helene und Ludwig beschrieben wird ist unbeschreiblich. Ich hatte das Gefühl in dem Restaurant dabei zu sein, und mit den Protagonisten zusammen eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Ich habe geweint vor Angst und Erleichterung. Das Ende des Buches ist so schön und gefühlvoll. In mir bleibt nach dem lesen ein Gefühl von „angekommen zu sein“ zurück. Ich kann das Buch zu 1000% weiterempfehlen. Auf alle Fälle ist dies eines meiner Highlights im Jahr 2017.   Versuchen wir das Glück ist im Oktober 2017 von Barbara Leciejewski bei Tinte & Feder erschienen.   Produktinformation Taschenbuch: 254 Seiten Verlag: Tinte & Feder (3. Oktober 2017) ISBN-10: 1542048729 ISBN-13: 978-1542048729 Preis: 9.99 Euro Format: Kindle Edition Dateigröße: 2287 KB ASIN: B073TTBTFV Preis: 3.49 Euro

    Mehr
  • Eine zweite Chance für die Liebe?

    Versuchen wir das Glück

    YH110BY

    31. October 2017 um 16:30

    Helene und Ludwig sehen 25 Jahre nach dem Ende ihrer Beziehung das erste Mal durch einen Zufall auf dem Bahnhof wieder. Sie nutzen Ludwigs Wartezeit auf seinen Zug und setzen sich in ein Cafe am Bahnhof. Die beiden erzählen darüber, was sie in den letzten 25 Jahren erlebt haben. Parallel dazu springt die Geschichte immer wieder in die Vergangenheit zurück. Man erfährt, wie Helene und Ludwig sich an ihrem ersten Schultag in einem neuen Gymnasium kennengelernt haben und nimmt an der Entwicklung ihrer Freundschaft bishin zur Entstehung ihrer Liebe zueinander teil. Der Roman hat mir total gut gefallen. Er hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht. Helene und Ludwig wurden sehr schön beschrieben, so dass ich mir beide richtig gut vorstellen konnte. Im Laufe des Buches sind mir die beiden richtig ans Herz gewachsen. Der Schreibstil hat mich total gefesselt. Es gab viele Stellen im Buch, die mich sehr berührt haben und wunderschön geschrieben waren. Die Geschichte war viel zu schnell zu Ende gelesen und war ein richtiges Leseerlebnis für mich!

    Mehr
  • Versuchen wir das Glück

    Versuchen wir das Glück

    gsimak

    31. October 2017 um 07:09

    Zum InhaltHelene bringt ihren Mann zum Zug. Winkt ihm nach. Ist unglücklich. Vermisst die Gemeinsamkeit und Liebe zu ihrem Mann.Die Lehrerin zieht gedanklich Bilanz. Was ist das für ein Leben, das sie führt? Wann hat sie angefangen so unglücklich zu sein? Sie sieht einen Mann von hinten. Diese Gangart kennt sie. Sie geht ihm nach und spricht ihn an. Es ist tatsächlich Ludwig. Ludwig, ihre große Liebe. Ludwig, ihr  Retter in der Not. Sie besuchen gemeinsam das Bahnhofsrestaurant. Teilen sich eine Suppe. Trinken Kaffee. Einer lässt den anderen an seinem Leben teilnehmen. Durch Worte und Gesten arbeiten sie 25 Jahre auf. 25 lange Jahre, seit ihrer Trennung.Ludwigs Zug hat Verspätung. Hat auch die Liebe Verspätung?Meine MeinungEin kalter Bahnsteig, Durchsagen und viele Menschen, die entweder gerade verreisen oder ankommen. Ein Mann den man nicht liebt. Man steht da und winkt ihm nach.Die Melancholie dieser Szene ist sehr gut eingefangen. Helenes Depression spürbar. Ihre Freude Ludwig zu treffen ebenso.Von Anfang an spürt man die starken Gefühle, die beide für einander hegen. Ich fand es sehr spannend, in Rückblicken Helene und Ludwig als junge Menschen kennenzulernen. Beide haben ein großes Traumata hinter sich. Bei Ludwig ist es äußerlich erkennbar. Helenes Seele hat als Kind großen Schaden genommen.Sie sind zusammen in die Schule gegangen. Haben beide für Gerechtigkeit gekämpft. Waren einfach anders als andere. Ludwig der Vernünftige. Helene die temperamentvolle, die ihr Herz stets auf der Zunge trug. Einer stand für den anderen ein. Sie waren unzertrennlich. Es war jedoch ein langer Weg, bis die beiden ein Paar wurden.25 Jahre, in denen sich beide vermisst haben. Man erfährt, was zu ihrer Trennung geführt hat.Ich fand das sehr traurig und unnütz. Ich dachte mir, dass es bestimmt eine andere Lösung gegeben hätte. Helene und Ludwig kommen sehr sympathisch rüber. Ich habe gehofft, dass die beiden wieder zusammen kommen. Tisch 10 in der Bahnhofsgaststätte wird für beide ein ganz wichtiger Ort. Ein zaghaftes Näherkommen und das Gefühl, einen längst verlorenen Schatz wieder gefunden zu haben.Mein FazitBei dieser Geschichte weiß ich wirklich nicht wo ich anfangen soll. Sie ist sehr emotional, ohne dabei in´s Kitschige abzudriften. Die Liebe zum Detail ist bei jedem Wort spürbar. Eine vielschichtige Geschichte, die einem das Gefühl gibt, die beiden wirklich zu kennen. Die Story handelt überwiegend von zwei Personen. Helene und Ludwig sind sehr unterhaltsam. Man möchte als Leser gar nicht viel mit anderen Protagonisten zu tun haben. Die Beiden genügen. Ihre Geschichte ist interessant und berührend. Der Schreibstil ist gefühlvoll und flüssig und wird aus der Sicht von Helene erzählt.Von der jugendlichen Unbedarftheit ist nicht mehr viel übrig. Gerade die ist es doch, die das Leben leichter macht. Die Gefühlen freien Lauf lässt. Ob beide sie wieder ein bisschen zurückholen können? Ich sage nur: Zimmer 212!Eine absolute Empfehlung von mir!Meine LieblingszitateHelene:>>.....er war ein Naturereignis, man konnte sich dem nicht entziehen, und man konnte nicht dagegen ankämpfen. Helene hatte das noch zuvor so intensiv empfunden ......<< (34% auf dem Reader)Ludwig>>Ich habe das oft vermisst. Menschen mit deiner Ehrlichkeit, die freiheraus das sagen, was sie denken, ohne Rücksicht auf irgendwelche Nachteile für sich selbst oder die eigenen Interessen.<< (36% auf dem Reader)Danke Barbara Leciejewski.

    Mehr
  • Leserunde zu "Versuchen wir das Glück" von Barbara Leciejewski

    Versuchen wir das Glück

    barbaraleciejewski

    Liebe LovelyBooks-LeserInnen,Am 3. Oktober wird mein neuer Roman Versuchen wir das Glück bei Tinte und Feder erscheinen, und ich möchte euch heute zu einer Leserunde einladen. Jeder, der Lust auf einen regen Gedankenaustausch zu dem Roman hat, ist herzlich willkommen. Zum Inhalt (Klappentext):Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft – bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert.Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück? Weitere Informationen sowie eine kurze Leseprobe findet ihr hier:https://www.barbara-leciejewski.de/meine-romane/versuchen-wir-das-gl%C3%BCck/Was erwartet euch?Viele Emotionen und eine ganze Menge zum Grübeln, denn in dem Roman geht es um einiges mehr als um die Liebesgeschichte zweier Menschen. Der Titel ist doppeldeutig zu verstehen. Das Glück zu versuchen, kann auch bedeuten: das Glück herausfordern. Doch was man herausfordert, kann sich gegen einen wenden und einen verletzten. Grund genug, um auf das Glück zu verzichten? Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel: dass es nach zwei eher heiteren Romanen diesmal wieder deutlich ernster wird. Wie könnt ihr dabei sein? Um im Lostopf zu laden müsst ihr den Bewerben-Button anklicken. Und dann wüsste ich gern von euch: 1. Was spricht euch an dem Roman an 2. Was assoziiert ihr persönlich mit Glück. Wichtig:Mit dem Gewinn verpflichtet ihr euch zur aktiven, zeitnahen Beteiligung an der Leserunde, sowie zu einer abschließenden Rezension hier auf Lovelybooks. (Idealerweise auch auf Amazon und, falls vorhanden, dem eigenen Blog).Habt bitte Verständnis dafür, dass Bewerber ohne Rezensionen oder mit privatem Profil nicht berücksichtigen werden können. Der Verlag stellt für die Leserunde 12 Taschenbücher zur Verfügung. Jeder, der das Buch bereits besitzt oder gelesen hat, ist herzlich eingeladen, sich ebenfalls an der Runde zu beteiligen. Viel Glück!

    Mehr
    • 463
  • Berührende Herzensgeschichte zum Verschlingen!

    Versuchen wir das Glück

    hundeliebhaber

    28. October 2017 um 21:21

    Endlich ist es soweit: Barbara Leciejewskis neuer Roman ist erhältlich! Und wie nach der Lektüre ihrer bisher erschienenen Romane las ich die letzte Seite wieder mit dem Gedanken: "Sie kann es einfach."Helene und Ludwig laufen sich im Münchner Hauptbahnhof über den Weg. Seit ihrem letzten Treffen sind 25 Jahre vergangen. Was sie verband waren innere Freundschaft, Liebe und schließlich eine Trennung. Während sie sich nun gegenüber stehen, spüren beide noch immer Gefühle aus ihrer Vergangenheit. Die nächsten Stunden verbringen sie gemeinsam in einem Restaurant und blicken in die Vergangenheit, die Gegenwart und wenn sie das Glück versuchen, vielleicht auch in die Zukunft?Da ich die Bücher von Barbara Leciejewski unglaublich gern lese, war ich mir absolut sicher, dass mich auch "Versuchen wir das Glück" begeistern kann. Die Geschichte, dass sich zwei Menschen aus den Augen verlieren, sich zufällig nach vielen Jahren wieder treffen und ein langes Gespräch führen, klingt als könne sie tatsächlich so passieren.Dieses Gefühl wird während des ganzen Buches aufrecht erhalten. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: Zum einen ist da der Gesprächsverlauf an Tisch 10 im Restaurant und zum anderen die Jahre ihrer Kindheit, Jugend und früher Erwachsenenzeit. Die Autorin nimmt den Leser mit in die Vergangenheit von Helene und Ludwig. Begonnen wird mit dem Kennenlernen, bei dem schnell klar ist, dass beide sehr starke Persönlichkeiten sind. Jeder von ihnen hat sein eigenes Trauma, das er mit sich herumträgt und verarbeiten muss. Helene fällt durch rebellisches Verhalten auf, sie hat starke Prinzipien und tritt für sich und andere ein. Ludwig brennt für den Journalismus. Parallel dazu reflektieren die beiden ihre Gefühle, Erlebnisse und Erfahrungen - sowohl die damaligen als auch die derzeitigen.Barbara Leciejewski hat einen wundervollen Schreibstil, der den Leser an die Hand nimmt und durch die Zeilen führt. Die Dialoge sind grandios authentisch, mal unbeschwert locker, mal ernsthaft bedrückend. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind fließend. Der Leser lernt Helene und Ludwig mit all ihren Stärken, Schwächen und vor allem ihren Gefühlen (füreinander) kennen. So ist verständlich, was sie geprägt hat, wie sie sich verhalten und was sie verbindet.Zwischen den Wörtern ist eine einzigartige Intensität zu spüren. So knistert es teilweise förmlich, verknotet sich vor Bedrücken etwas in der Magengegend oder löst Heiterkeit aus."Versuchen wir unser Glück" nimmt den Leser mit zu einem bedeutenden Treffen, wichtigen Erkenntnissen und einschneidenden Erlebnissen. Dabei gibt es humorvolle, bedrückende und vor allem herzberührende Momente. Es verleiht einem den reflektierten Blick auf das eigene Leben und lässt eigene Begegnungen und Beziehungen hinterfragen. Die Geschichte von Helene und Ludwig berührt zutiefst - und das ohne Kitsch und Klischees!

    Mehr
  • Gefühlvoll, Liebe und Tiefgang...

    Versuchen wir das Glück

    Twin_Kati

    28. October 2017 um 00:05

    Optisch gefällt mir das Cover echt gut, auch die Inhaltsangabe fand ich sehr interessant. Die Hauptprotagonistin im Buch ist Helene, sie fand ich sofort sympathisch. Ludwig, der ja auch ein großen Anteil hat, konnte mich ebenfalls überzeugen. Zu den anderen Charakteren kann ich nicht viel sagen, weil sie nur eine sehr nebensächliche Rolle spielen. Mir hat die Mischung aus Rückblick und aktueller Zeit sehr gefallen - als unterhaltsam würde ich auch die Handlungen beschreiben. Außerdem regt das Buch wirklich zum nachdenken an, es ist tiefgründig, das empfand ich als positiv. Für mich gab es nur wenige Längen. Gut, angenehm und flüssig zu lesen, war der Schreibstil der Autorin.

    Mehr
  • Man spürt die Liebe in jeder Zeile

    Versuchen wir das Glück

    hoonili

    26. October 2017 um 09:39

    Helene trifft nach 25 Jahren ihre große Liebe Ludwig wieder. Die beiden treffen sich unerwartet auf dem Münchner Hauptbahnhof. Sie gehen in ein Cafe und innerhalb kürzester Zeit erzählen sie sich von ihrem heutigen Leben ohne den Anderen. Sie merken beide sehr schnell wie sehr sie sich vermisst haben. Doch werden sie die Hindernisse von damals überwinden können? Werden sie sich noch einmal aufeinander einlassen?Das Buch ist untergliedert in die Gegenwart im Cafe und die Vergangenheit. In der Vergangenheit lernt der Leser die beiden immer mehr kennen und lieben. Ja, ich habe beide Charaktere geliebt und konnte sie mir bildlich vorstellen. Der angenehme Schreibstil ist einfach zu lesen, man hat stets das Gefühl dabei zu sein. An manchen Stellen hatte ich Tränen in den Augen, weil es mich so sehr berührt hat. Dieses Buch geht mitten ins Herz. Es zeigt, was wahre Liebe ist. Manchmal muss man sich trennen um zu erkennen, dass man ohne den Anderen nicht vollständig ist. Ich empfehle das Buch jedem, der tiefgehende Liebesgeschichten mag, die auch etwas zum Nachdenken anregen. Denn das Leben ist nicht vorhersehbar... und "wir können immer nur das tun was wir für richtig halten, von Moment zu Moment"

    Mehr
  • Versuchen wir das Glück

    Versuchen wir das Glück

    nellsche

    25. October 2017 um 07:56

    Zufällig trifft Helene am Münchener Hauptbahnhof ihre große Liebe Ludwig wieder. Fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass die beiden sich trennten. Sie beschließen, in ein Restaurant zu gehen und in Erinnerungen zu schwelgen. Sofort erwachen die alten intensiven Gefühle zu neuem Leben. Beide waren früher unzertrennlich, irgendwie verrückt und anders und hatten große Träume. Leider fand ihre Liebe damals ein bitteres Ende. Doch die Gefühle von damals sind auch heute noch genauso intensiv. Und so fragen sich die beiden, ob sie das Glück erneut versuchen sollen.Dieser Roman hat mich mitten ins Herz getroffen. Voller Gefühl wird die Geschichte von Helene und Ludwig erzählt, so dass ich mit ihnen lachen, weinen und hoffen konnte.Die Charaktere sind sehr authentisch, bildhaft und sympathisch beschrieben. Helene war damals ein verrücktes Mädchen, das sich nicht um die Meinung der anderen scherte. Mittlerweile steckt sie in einer frustrierenden Ehe und hat ihre Leichtigkeit hinter einer Mauer verschlossen. Doch die alte Helene ist noch immer da.Ludwig hat seinen Traum, Reporter zu sein und auf eindringliche Themen aufmerksam zu machen, wahr gemacht. Doch ist er glücklich damit?Der Aufbau des Buches bringt dem Leser die beiden Protagonisten sehr nahe. Neben der Gegenwart und dem Treffen der beiden gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit vor fünfundzwanzig Jahren. Man erfährt, wie Helene und Ludwig sich damals kennengelernt haben, wie sie ihre Zeit miteinander verbrachten und sich ineinander verliebten. Die sehr innige Freundschaft zwischen ihnen wird unglaublich toll und sehr emotional dargestellt. Ich konnte die Gefühle bestens nachvollziehen und war mittendrin.Bei den Erzählungen in der Gegenwart ist stets spürbar, wie sehr die beiden sich noch heute lieben und wie tief die Gefühle füreinander sind. Das ist unglaublich berührend. Die große Liebe, die endete, aber nie starb. Sehr romantisch.Ein wundervoller Roman über die große Liebe und eine zweite Chance. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Rezension zum Buch „Versuchen wir das Glück“ von Barbara Leciejewski

    Versuchen wir das Glück

    leseninchen

    22. October 2017 um 10:40

    „Jeder Mensch, jede Begegnung hinterlässt Spuren im Leben eines anderen. Manche sind tief, und manche sind kaum wahrnehmbar. Wer, würden Sie sagen, hat in Ihrem Leben die tiefsten Spuren hinterlassen?“ Im Roman „Versuchen wir das Glück“ von Barbara Leciejewski wird in jedem Kapitel, auf jeder Seite und in jeder Zeile deutlich, wie tief die Spuren sind, die Helene und Ludwig im Leben des jeweils anderen hinterlassen haben. Es sind sehr tiefe, unauslöschliche Spuren, die sogar nach 25 Jahren noch sehr deutlich zu sehen sind. Obwohl Barbara Leciejewski schon insgesamt vier Bücher verfasst hat, war dieser Roman der erste, den ich von dieser Autorin gelesen habe. Ich bin durch eine Leserunde auf ihn aufmerksam geworden und fand die Buchbeschreibung sofort ansprechend. Der Roman ist 2017 beim Verlag „Tinte & Feder“ erschienen, umfasst circa 250 Seiten und sorgte zumindest bei mir für ein Wechselbad der Gefühle aus Lächeln, Tränen der Rührung, Gänsehaut und Melancholie. Inhalt - Worum geht es? Das Buch erzählt die Geschichte von Ludwig und Helene, zwei Seelenverwandten, die sich nach 25 Jahren ohne Kontakt zufällig am Münchner Hauptbahnhof begegnen. Sie blicken sich in die Augen und sind einen Moment lang fassungslos, bevor sie sich in die Arme fallen. Da Ludwigs Anschlusszug wegen eines Unfalls für einige Stunden ausfällt, haben die beiden Zeit. Diese Zeit nutzen sie und setzen sich in eine kleine Kneipe. Jeder erzählt ein wenig aus seinem Leben, aber vor allem die gemeinsame Vergangenheit steht immer wieder im Zentrum ihrer Gespräche. Vor 25 Jahren liebten sie sich abgöttisch, waren verrückt nacheinander und konnten sich ein Leben ohne den anderen nicht vorstellen. Doch etwas stand zwischen ihnen, ein Abgrund, den sie nicht überbrücken konnten, sodass eine Trennung die einzige Lösung war... Doch nun stellen sich beide die Frage: Versuchen wir das Glück (noch einmal)? Persönliche Beurteilung Helene und Ludwig sind zwei Personen, die dem Leser schon nach den ersten Seiten ans Herz wachsen. Helene, die einst so gerade heraus war, ihre Meinung immer kundgetan hat, ja sogar eine rebellische Seite hatte – und sich im Laufe der Jahre immer mehr in sich gekehrt hat. Ein Teil von der früheren Helene schlummert immer noch in ihr und er kommt im Laufe der Geschichte auch immer stärker durch. Helene hat ein großes Herz und die Menschen, die sie in dieses Herz geschlossen hat, können sich wirklich glücklich schätzen. Dazu gehört neben ihrer Tochter ganz klar Ludwig, der wegen einer Behinderung zwar teilweise mit Depressionen zu kämpfen hat, aber dennoch immer ein lebensfroher, munterer und vor allem ehrgeiziger Mann war. Wenn er für etwas brennt, dann richtig und mit seinem ganzen Herz – und er brennt vor allem für Helene und seinen Beruf. Alle anderen Figuren spielen in dem Buch nur eine untergeordnete Rolle, aber das tut der Spannung auf keinen Fall einen Abbruch, ganz im Gegenteil. Ich konnte mich so optimal auf die beiden konzentrieren, mich in sie hineinversetzen und ihre Gefühle teilen. Helene und Ludwig brachten mich immer wieder zum Lachen, zum Schmunzeln, zum Staunen und zum Mitfühlen. Und ja, ich habe auch ein paar Tränen beim Lesen verdrückt. Die Autorin bringt die ganze Geschichte mit so vielen Emotionen rüber, dass das einfach nicht ausbleibt. Die Spannung ist von der ersten Seite an da, weil man sich als Leser einfach immer wieder fragt, ob die beiden nicht doch wieder zueinander finden und vor allem, was diesem scheinbar so großen Glück damals wohl im Weg gestanden hat. Ich empfand den Schreibstil von Barbara Leciejewski als äußerst bildhaft, lebendig und teils sogar fast schon poetisch, was aber keinesfalls den Lesefluss störte. Im Gegenteil: Die Seiten flogen dahin, die verschiedenen Szenen erschienen vor meinem inneren Auge und ich hatte irgendwie das Gefühl, immer als dritte Person mit dabei zu sein. Manchmal wollte ich Helene oder Ludwig bei den Schultern packen und sagen „Hey, tu das nicht!“ oder „Schau genau hin“. Wer meine Rezensionen schon ein bisschen verfolgt hat, der weiß, wie viel Wert ich auf ein gelungenes Ende lege. Und darauf musste ich hier keinesfalls verzichten, ganz im Gegenteil. Für mich völlig unerwartet ging die Spannungskurve im allerletzten Kapitel noch mal steil bergauf, sodass ich richtiges Herzklopfen hatte und am liebsten noch viel, viel schneller gelesen hätte, um endlich die Auflösung zu erfahren. Für mich war das ein grandioser Abschluss! Fazit Ich bereue es wirklich, dass ich bisher noch keins der anderen Bücher von Barbara Leciejewski gelesen habe. Das wird sich nun in Zukunft mit Sicherheit ändern, denn dieser Roman hat mich so berührt wie es schon lange keinem Buch mehr gelungen ist. Die Geschichte regt zum Träumen, aber auch zum Nachdenken an. Empfehlenswert ist es für alle Leseratten da draußen, die tiefgründige und emotionale Geschichten sowie facettenreiche, bis ins Detail gezeichnete Charaktere mögen. Für dieses tolle Buch vergebe ich gerne volle fünf Sterne! 

    Mehr
  • Wieder einmalig schön!

    Versuchen wir das Glück

    tinstamp

    21. October 2017 um 13:37

    Im letzten Jahr war "In all den Jahren" mein Jahreshighlight im Genre Gegenwartsliteratur und Liebesromane, deswegen freute ich mich besonders auf den neuen Roman der Autorin.In "Versuchen wir das Glück" haben wir eine ähnliche Konstellation, jedoch ist der Roman ganz anders. Helene und Ludwig treffen sich zufällig nach 25 Jahren am Bahnsteig wieder. Damals war es anfangs eine tiefe Freundschaft zweier Außenseiter, später eine große Liebe. Doch diese wollte nicht bestehen...Diese besondere Magie zwischen Helene und Ludwig ist auch heute noch spürbar, als sich die Beiden nach einem Vierteljahrhundert das erste Mal wiedersehen. Diese Zeit ist nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Jeder versuchte sein Leben so gut wie möglich zu meistern und doch sind beide in einigen Punkten daran gescheitert. Als sich durch eine längere Zugverspätung die Möglichkeit ergibt, sich länger zu unterhalten, entschließen sich Helene und Ludwig diese verbliebene Zeit zu nutzen und diese im Bahnhofscafé zu verbringen.Der Roman lebt von der Tiefe der Charaktere und dem wundervollen Schreibstil der Autorin. Größtenteils ist die Geschichte ein Zwei-Personen Stück, in dem sich die beiden Protagonisten über das Leben ohne den jeweils anderen austauschen. Irgendwie erinnert es mich an Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind", aber nicht von der Geschichte her, sondern ausgehend von der Magie eines Gespräches (bei Glattauer sind es Mails) zwischen zwei Personen und wie man daraus eine tiefgreifende Geschichte machen kann, die begeistert. Hier sitzen sich Helene und Ludwig am Tisch in der Bahnhofsgaststätte gegenüber und sprechen mit so einer Intensivität von früheren Zeiten, dass man als Leser völlig gefangen genommen wird vom Schicksal der Beiden. In Rückblenden erfährt man über ihre Freundschaft und Liebe in jungen Jahren und über die Dämonen, mit denen sowohl Helene, als auch Ludwig bereits im Kinderalter zu kämpfen hatten und sie zu Außenseitern werden ließen. Doch gerade diese damalige Andersartigkeit hat die Beiden bereits in der Schule zusammengeführt. Die Erinnerungen von damals sind nicht alle positiv und trotzdem spürt man die tiefe Verbundenheit der beiden Figuren. Die beiden Zeitebenen harmonieren perfekt miteinander und ergben ein großes Ganzes.Als Leser fragt man sich unweigerlich: Werden die Beiden wieder zusammenkommen? Versuchen sie ihr Glück? Oder werden sie nach Eintreffen des verspäteten Zuges von Ludwig wieder getrennte Wege gehen?Wie bereits angesprochen lebt der Roman von der Tiefe der Charaktere. Die Gefühle und Handlungen sind absolut nachvollziehbar. Auch historische Ereignisse, wie das Geiseldrama von Gladbeck oder der Mauerfall werden in das Geschehen miteinbezogen und geben ein Gefühl von Authentizität.Schreibstil:Barbara Leciejewski schreibt einfach wundervoll! Ihr aussagekräftiger Schreibstil, der den Charakteren so viel Tiefe verleiht, ist einmalig. Die lebendige Beschreibung einfacher Szenen beherrscht die Autorin perfekt. In ihren Romanen, die nie kitschig werden, kann ich einfach versinken und die Welt rund um mich vergessen. Man weiß nie, was man letztendlich bekommt, denn vorhersehbar sind ihre Geschichten nie. Es kann sowohl ein Happy End, als auch ein trauriges oder offenes Ende geben.Fazit:Wieder eine wunderschöne Geschichte, die Barbara Leciejewski hier geschrieben hat. Gefühlvoll, lebendig, hintergründig, mit grandiosen Charakteren. Ein Roman, der von mir eine absolute Leseempfehlung erhält!

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks