Versuchen wir das Glück

von Barbara Leciejewski 
4,8 Sterne bei31 Bewertungen
Versuchen wir das Glück
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Modern und zauberhaft zugleich

T

Eine sehr gelungene Geschichte mit liebenswerten Charakteren.

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Inhaltsangabe zu "Versuchen wir das Glück"

Der neue herzerwärmende Roman der Erfolgsautorin Barbara Leciejewski.

Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft – bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert.
Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück??

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781542048729
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:254 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:03.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    fredhels avatar
    fredhelvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Modern und zauberhaft zugleich
    Wie das Leben so spielt

    In meinen Augen ist "Versuchen wir das Glück" der perfekte Liebesroman schlechthin. Schnörkellos und modern erzählt er in zwei Zeitebenen die Liebesgeschichte von Helene und Ludwig. Als Teenager sind sie unangepasst, furchtlos und neugierig aufs Leben, doch während Ludwig trotz eines körperlichen Handicaps in die Welt hinausziehen will, Abenteuer erleben und als Journalist davon berichten, möchte Helene ein kleines häusliches Glück aufbauen, sie strebt nach Sicherheit. Auf Dauer kann das nicht gut gehen, und so zerbricht eine große Liebe. Jahrzehnte treffen die beiden zufällig wieder aufeinander. Helene ist in sicheren Beziehungen nicht glücklich geworden, Ludwig hat seine Abenteuerlust gestillt. Die Zeichen stehen auf Neuanfang. Barbara Leciejewski lässt den Leser tief in die Seele ihrer Hauptpersonen blicken. Man hat Verständnis für jede Seite, kann die Entwicklung mitverfolgen und wird am Ende noch einmal richtig überrascht. Mir hat eigentlich alles an dem Roman gefallen, das Cover, das handliche Format und natürlich der mitreißende Inhalt.

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    tanlin_11vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr gelungene Geschichte mit liebenswerten Charakteren.
    Versuchen wir das Glück

    Barbara Leciejewski schafft es auch mit ihrem neuen Romans „Versuchen wir das Glück“ wieder, den Leser in eine andere Welt zu beamen. Mit diesem Roman hat die Autorin wieder eine sehr einfühlsame, unterhaltsame und berührende Geschichte geschaffen, die sämtliche Emotionen des Lesers anspricht.

    Zum Inhalt möchte ich nur ein paar Worte verlieren:
    Helene und Ludwig laufen sich nach 25 Jahren zufällig am Münchner Hauptbahnhof über den Weg. Spontan gehen sie in einem Bahnhofsrestaurant etwas trinken und erinnern sich an die alte Zeiten. Je mehr sie sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, desto mehr kommen auch die damaligen Gefühle zum Vorschein. Letztlich gelangen sie zu der allesentscheidenden Frage, ob sie das Glück noch einmal versuchen sollen?

    Wenn ihr mehr über Helene und Ludwig erfahren möchtet, über ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart, ihre Probleme, Wünsche und Träume, dann müsst ihr dieses Buch selber lesen.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir auch in diesem Roman sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und bereits nach den ersten Sätzen ist man in Helenes Welt gefesselt. Mit jeder gelesenen Seite identifiziert sich der Leser immer stärker mit den Protagonisten, sodass man die Realität sehr schnell vergisst und völlig in die Geschichte eintaucht. Dabei werden sämtliche Emotionen des Lesers geweckt.

    Die Charaktere sind dabei sehr gut und liebevoll ausgearbeitet und mit individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten versehen. Besonders begeistert hat mich berührende Darstellung des Wegegangs und des aktuellen Lebens der beiden Protagonisten. Dabei kommt die realistische Darstellung der beiden Protagonisten nicht zu kurz. Denn beide sind alles andere als perfekt und haben mit genügend Problemen zu kämpfen

    Das Ende des Buches hat mich mal wieder überzeugt. Es handelt sich um eine sehr schöne bewegende Geschichte über zwei interessante Menschen. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und das Ende rundet den Roman perfekt ab.

    Fazit:
    Eine sehr gelungene Geschichte mit liebenswerten Charakteren.

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    GabiRs avatar
    GabiRvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Einfühlsam ... Berührend ... Feinsinnig .... Hin- und hergerissen .....
    Die erste Liebe, nie vergessen

    Die erste Liebe, nie vergessen und doch komplett aus den Augen verloren, 25 Jahre lang nichts voneinander gehört, gesehen, mitbekommen und plötzlich steht sich das ehemalige Paar am Bahnhof gegenüber.
    Und setzt sich mit dem auseinander, was vor, bei, direkt nach der Trennung nicht möglich war: Mit den gemeinsamen Jahren, denen danach und warum es kam, wie es kam.
    Einfühlsam beschreibt Barbara sowohl die Gegenwart, die Stunden in dem Bahnhofslokal, während des Wartens auf eine Weiterfahrt als auch die Vergangenheit, aus den Blickwinkeln beider Betroffener.
    Berührend erzählt sie die Entwicklung, das Erwachsenwerden der älteren Teenager, ihr Zueinanderfinden als Paar, ihr Auseinanderdriften weil die Entwicklung nicht so verläuft wie sie sich das vorgestellt, gewünscht, erträumt hatten.
    Feinsinnig bleibt auch das aktuelle Leben nicht außen vor und beide erkennen jetzt, nach dieser langen Zeit ohne einander, den wenigen Stunden (wieder) miteinander, dass es für sie nur eines gibt: „Versuchen wir das Glück“


    Hin- und hergerissen hat mich die Geschichte, hatte ich zwischendrin Gedanken an meine erste Liebe und wie es wäre, wenn …. Mitgefühlt habe ich, mitgelitten, ja ich war dabei, voll und ganz und dafür danke ich der Autorin ganz herzlich.

    Trotzdem muss ich einen halben Punkt abziehen, denn das Ende, das war nicht schön geschrieben, erzählt. Die Spannung steigt und steigt und es dauerte bis zur vorletzten Seite (oder so), bis ich endlich die richtigen – für mich richtigen – Worte lesen konnte. Da hätte ich mir etwas mehr von den Gefühlen aus den vorhergehenden Seiten gewünscht und vielleicht etwas mehr, ausführlicher ….

    Auf jeden Fall werde ich Barbara Leciejewski im Auge und Hinterkopf behalten, hat mir sehr gefallen und ich kann das Buch guten Herzens weiterempfehlen, schon allein wegen des zarten, wunderschönen Covers, das doch auf den Inhalt abzielt, auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht.

    Fünf Chaospunkte, weil ich dann doch wieder aufrunde
    #VersuchenWirDasGlück #NetGalleyDE

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    Klusis avatar
    Klusivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ganz außergewöhnliche und wunderschöne Liebesgeschichte
    Versuchen wir das Glück

    Mit ihrem Roman „In all den Jahren“ hat sich Barbara Leciejewski zuerst quasi in mein Leser-Herz geschrieben, und als ich ungefähr 1 ½ Jahre später „Die Nächte, die Tage und das ganze Leben“ las, hat mich auch dieser Roman begeistert. Kürzlich folgte nun „Versuchen wir das Glück“, und wieder erzählt die Autorin eine außergewöhnliche Liebesgeschichte. Helene und Ludwig begegnen sich in den Achtzigerjahren, und zwischen den beiden Jugendlichen entsteht eine tiefe Freundschaft, aus der mit der Zeit Liebe wird. Beide haben ein Handicap, das sie zum Außenseiter macht. Während Ludwig eine körperliche Versehrung hat, ist Helenes Verletzung seelischer Natur. Gerade durch ihr eigenes Problem können sie den anderen so gut verstehen. Das erste Kennenlernen, wie sie sich einander annähern, das vorsichtige Herantasten und die gegenseitige Offenbarung des jeweils eigenen Traumas, das schildert die Autorin wunderschön und sehr einfühlsam, ohne dabei ins Sentimentale abzugleiten. Besonders lebendig wird die damalige Zeit durch authentische Ereignisse der Achtziger dargestellt, in die Helene und Ludwig verwickelt sind oder die in ihrem Umfeld stattfinden.

    Fünfundzwanzig Jahre später begegnen sich die Protagonisten durch einen Zufall auf dem Münchner Hauptbahnhof. Trotz der langen Zeit der Trennung und der verschiedenen Leben, die sie führen, stellt sich sehr schnell wieder eine Vertrautheit ein, als wären sie kein Vierteljahrhundert getrennt gewesen.
    Gemeinsam erinnern sie sich, und es gibt viele Rückblicke in die damalige Zeit, als sie ein Liebespaar waren. Kulisse der Handlung in der Gegenwart ist weitgehend Tisch 10 in einer Bahnhofsgaststätte, wo sie sich nach ihrer Begegnung niederlassen. Es „passiert“ nicht wirklich viel in dieser Geschichte, und doch ist sie so reich an Gesprächen und Erinnerungen. Ich fand es faszinierend, mich den Protagonisten immer stärker anzunähern und ihre Lebensgeschichten zu erfahren, über ihre Ängste und Sorgen aber auch über ihre Hoffnungen und Sehnsüchte zu lesen,und über allem steht für beide die Frage, ob man das Glück wohl noch einmal versuchen kann. Mit ihren markanten, unvergleichlichen und liebenswerten Charakteren, dieser ganz besonderen Geschichte und ihrem wunderbaren Erzählstil ist es Barbara Leciejewski erneut gelungen, mein Herz zu erobern.

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    Lesotopias avatar
    Lesotopiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bewegende Geschichte, erzählerisch anspruchsvoll umgesetzt
    Bewegende Liebesgeschichte mit Niveau erzählt

    Barbara Leciejewskis Roman fällt aus der Masse der Liebesromane spürbar heraus. Das verdankt er der geschliffenen Komposition der Erzählung, der sorgfältig gewählten Sprache sowie zahlreichen, unaufdringlichen Weisheiten, die sich durch die Geschichte ziehen.

    Cover und Titel haben mich zunächst etwas in die Irre geleitet, weil ich dadurch eine eher seichte, unterhaltsame Liebesgeschichte erwartet habe. Am Ende konnte ich jedoch keine Bezüge zwischen dem Cover und der Geschichte  erkennen. Der Titel begegnet einem hingegen in der Geschichte wieder, auch wenn ich ihn nicht optimal gewählt finde. Das sind jedoch die einzigen Kritikpunkte, die ich anbringen kann.

    Die Geschichte beginnt damit, dass Helena ihren ungeliebten Mann am Bahnhof verabschiedet und kurz darauf zufällig Ludwig, ihrer großen Liebe aus Jugendjahren, begegnet. 25 Jahre lang haben sie sich nicht gesehen, jetzt setzen sich gemeinsam in ein Restaurant und reden. Die fünf Stunden dieser Begegnung werden mit den fünf gemeinsamen Jahren in der Vergangenheit verflochten. Stück für Stück erfährt man mehr über die beiden Menschen, ihre gemeinsame Geschichte, ihre Gegenwart und die Gründe für die damalige Trennung. "Versuchen wir das Glück" hat keine Angst vor Politik und ernsten Themen, sondern lässt die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse  der Vergangenheit, sowie die Stimmung der bewegten Jahre gekonnt einfließen. Dabei wirkt alles sehr natürlich, so als müsste es auf genau diese Weise erzählt werden.

    Die Figuren haben mich gleich mit der ersten Seite in ihren Bann gezogen, waren mir dann bei den ersten Ausflügen in die Vergangenheit unsympathisch und sind mir schließlich zunehmend ans Herz gewachsen. Sie sind alles andere als perfekt, eigenwillig, sehr individuell und echt. Leicht irritierend ist dabei von Zeit zu Zeit die Perspektive des Erzählers, die nach Belieben zwischen den Wahrnehmungen der Figuren hin- und herspringt und auf keine Innensicht festgelegt ist.
    Psychologisch fein und stimmig gezeichnete Profile machen die Geschichte ebenso wie das Zeitgeschehen greifbar und authentisch. Dadurch hat mich die Geschichte sehr berührt und auch noch lange nach der letzten Seite beschäftigt.

    Die Geschichte dreht sich um Entscheidungen im Leben, um die Päckchen, die jeder für sich zu tragen hat, um unterschiedliche Definitionen von Glück und um die große Liebe, um Themen also, die jeden betreffen. Diese Themen werden mit einer gleichermaßen poetischen wie nüchternen Sprache behandelt. Es ist, als entstünde die 'Poesie' durch das Leben selbst. Kitschige Schnörkel hat die Geschichte schlicht nicht nötig, ebenso wie neunmalkluge Glückskekssprüche. Die Erkenntnisse der Figuren werden von Schicksalsschlägen und Erfahrungen geprägt und aus einem intelligenten Geist geboren. Dadurch wirken sie fast beiläufig weise und nie bevormundend.

    Kurz: Eine poetische Geschichte, leise und nüchtern erzählt und damit absolut lesenswert.


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    thoresans avatar
    thoresanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Muss für Liebhaber von Worten die das Herz berühren.
    "Versuchen wir das Glück"

    Zum Inhalt (Klappentext):


    Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft - bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert.


    Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück?


    Über die Autorin:


    Barbara Leciejewski schrieb ihren ersten Roman mit zwölf. Einen Liebesroman. Kitschig, naiv, etwa vierzig krakelige DIN-A5-Blockseiten, kariert. Kariert war ihr immer lieber als liniert. Der Berufswunsch danach war klar: Schriftstellerin. Ebenso klar war: Das wird man nicht, das ist kein Beruf. Also dann: Abitur, vom Land in die Großstadt München gezogen, studiert (Germanistik und Theaterwissenschaft), Jobs am Theater (Regieassistenzen, Statisterie, Bühnenkram), Magisterarbeit über Kriminalromane geschrieben, Synchroncutterin geworden, Familie gegründet. Karierte Blöcke gekauft - da war doch was. Man muss nicht Schriftstellerin sein, um zu schreiben, aber nur wenn man schreibt, kann man es werden. Computer gekauft (das hilft), geschrieben, verworfen, die Festplatte zugemüllt, geschrieben, den zweiten Roman beendet. Bisher haben vier Romane ihren Weg zu Verlagen gefunden. Nach wie vielen sich die Autorin Schriftstellerin nennen wird, ist ungewiss, gewiss ist nur: Sie schreibt weiter.


    Mehr Informationen über die Autorin erhalten ihr hier:

    Barbara Leciejewski


    Allgemeine Informationen zum Buch:


    "Versuchen wir das Glück" ist im Tinte Feder Verlag erschienen und umfasst 253 Seiten. Es ist als Taschenbuch zum Preis von 9,99 Euro sowie als Kindle Edition erhältlich.


    Hier gehts zur Leseprobe!


    Meine Gedanken zum Buch:


    Inzwischen habe ich bereits einige Bücher von Barbara Leciejewski gelesen und oute mich inzwischen ganz klar als süchtige  Wiederholungstäterin :) Ich liebe Geschichten, die mich emotional berühren und das ist Barbara Leciejewski bisher mit jedem ihrer Bücher gelungen, so auch mit dem aktuellen "Versuchen wir das Glück". Hierbei geht es um eine ganz besondere Begegnung zwischen zwei Menschen, die sich einst sehr liebten und seit 25 Jahren nicht mehr gesehen haben. Als die beiden sich nach so langer Zeit an einem Bahnhof wieder begegnen sind die 25 Jahre, in denen sie keinen Kontakt hatten, wie ausgeloschen, als hätte es sie niemals gegeben. Sie begeben sich gemeinsam in ein Cafe und spüren sofort das unsichtbare Band, das schon immer zwischen ihnen bestand.


    Die Erzählung in unterteilt in zwei Zeitzonen. Auf der einen Seite erhält der Leser einen Einblick in das, was früher geschah, welche Verbindung überhaupt zwischen den beiden stand, was sie alles gemeinsam erlebt haben. Im Wechsel dazu darf der Leser Helene und Ludwig in die Gegenwart begleiten, in das Hier und Jetzt und erfährt, was nun in den Köpfen der beiden vorgeht. Die Autorin beherrscht ihr Handwerk wie nur wenige andere, die mich in diesem Genre bisher fesseln konnten. Sie schafft es, mich durch ihren flüssigen Schreibstil und ihre Wortwahl, ab der ersten Seite auf eine Achterbahn der Gefühle mitzunehmen. Ich erlebe das emotionale Auf und Ab, kann mich bildlich und emotional in Helene und Ludwig hinein versetzen, ich bange mit ihnen, fühle mit ihnen, empfinde Helenes Ängste und Ludwigs Hoffnungen und ich spüre den tiefen, inneren Wunsch der Beiden, es noch einmal miteinander zu versuchen.


    Die Geschichte um Helene und Ludwig hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Sie hat mich angeregt, mir über mein eigenes Leben Gedanken zu machen, darüber, ob wohl alle Entscheidungen die richtigen waren. Und sie hat mich zu der Erkenntnis gebracht: Ja, alle Entscheidungen waren und sind richtig, denn sie werden aus einer tiefen Überzeugung heraus getroffen. Und auch, wenn eine Entscheidung negative Konsequenzen nach sich zieht, für irgendwas ist es gut, das Schicksal meint es gut mit uns und wenn wir Vertrauen haben, dann kann eine Entscheidung aus Überzeugung nur die richtige sein.


    5 von 5 Sternen - Ein Muss für Liebhaber von Worten die das Herz berühren.


    Vielen Dank an Barbara Leciejewski und den Tinte Feder Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

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    santinas avatar
    santinavor einem Jahr
    Ein Jahreshighlight

    Die Protagonisten und ihre Geschichte

    Helene „Lene“ Thomas ist Ende 40, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Ihr Mann, ein Unternehmensberater, betrügt sie mit seiner wesentlich jüngeren Assistentin.

    Ludwig Breuer ist ein Jahr älter als Helene. Er hat seinen Traum, Journalist zu werden und aus den Krisengebieten der Welt zu berichten, verwirklicht.

    Als Helene auf dem Münchner Hauptbahnhof auf ihre Jugendliebe Ludwig trifft, ist die Magie zwischen ihnen sofort wieder spürbar, zaghaft zwar noch, aber ausreichend genug, um sich nicht direkt wieder zu trennen sondern zusammen einen Kaffee trinken zu gehen. Sie erzählen sich, was in den letzten 25 Jahren passiert ist, erinnern sich daran, wie unzertrennlich sie waren und wie es trotzdem zum Scheitern ihrer Beziehung kam. Sie blicken sich in die Augen, sie berühren sich – zunächst schüchtern  – und am Ende des Nachmittags steht die Frage „Versuchen wir das Glück“.

    Meine Gedanken zur Geschichte

    Als ich mit diesem Buch begonnen hatte, hatte ich keine Vorstellung davon, wie sehr es mich berühren würde, zwischendurch habe ich mich gefragt, wie Barbara Leciejewski es schafft, mich so in den Bann der Geschichte zu ziehen, obwohl die beiden Protagonisten einen größeren Teil des Buches nur an einem Tisch in einer Bahnhofsgaststätte sitzen und reden und am Ende war ich einfach sprachlos und absolut begeistert.

    Diese Kapitel, die in der Gegenwart in einer Bahnhofsgaststätte spielen, sind so unspektakulär und ruhig und dennoch konnte ich nicht erwarten, zu erfahren, wie es mit Helene und Ludwig weiter geht. Im Wechsel dazu erzählt die Autorin von der gemeinsamen Vergangenheit der beiden, von ihrem Kennenlernen, ihrer tiefen Freundschaft, ihrer Beziehung und dem jähen Ende der großen Liebe. Diese Kapitel sind sehr abwechslungsreich und Barbara Leciejewski nimmt oft Bezug auf reale Ereignisse wie den Fall der Mauer oder das Geiseldrama von Gladbeck, aber auch hier hat sie die eher nachdenklichen und leisen Töne gewählt. Es gibt meiner Meinung nach einen einzigen Paukenschlag und selbst der ist in wenigen ruhigen Worten abgehandelt.

    Die beiden Protagonisten stehen in der Mitte ihres Lebens und so geht die Autorin in dieser Geschichte auch ganz gezielt auf die zwischenmenschlichen Sorgen und Nöte dieser Altersgruppe, wie zum Beispiel das Bedürfnis, nach einer Trennung nicht allein sein zu wollen, ein. Darüber hinaus haben sowohl Helene als auch Ludwig mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und auch diesen Themen nähert sich Barbara Leciejewski behutsam an.

    „Versuchen wir das Glück“ ist kein Liebesroman, den man einfach zwischendurch weglesen kann. Es ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die noch einmal dort beginnen könnten, wo sie vor 25 Jahren aufgehört haben, mit den gleichen Unwegsamkeiten wie damals, aber mit 25 Jahren mehr Lebenserfahrung.

    Barbara Leciejewski hat es geschafft, mit einem völlig unaufgeregten Schreibstil ein wunderbares Buch zu schaffen, das mich bezaubert und tief beeindruckt hat. „Versuchen wir das Glück“ ist für mich ein Jahreshighlight 2017

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    Lesemama1970s avatar
    Lesemama1970vor einem Jahr
    Sooooo schön

    Meine Meinung:

    Ich bin mehr durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, wobei es ja vielleicht kein Zufall war, wer weiß das schon.

    Das Cover kommt eher unscheinbar daher, was total täuscht. Der Klappentext ist spannend und spiegelt den

    Schreibstil der Autorin sehr gut. Die Geschichte wird spannend, lebhaft und ausführlich erzählt. Es gibt immer

    ein Kapitel in der Gegenwart und dann eines mit Rückblende in das frühere Leben der Protagonisten.

    Normalerweise stört es mich in einem Buch, wenn man von der Gegenwart in die Vergangenheit wechselt im

    Lesefluss, hier aber finde ich es richtig spannend. Wie das Leben von Helene und Ludwig beschrieben wird ist

    unbeschreiblich. Ich hatte das Gefühl in dem Restaurant dabei zu sein, und mit den Protagonisten zusammen

    eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Ich habe geweint vor Angst und Erleichterung. Das Ende des

    Buches ist so schön und gefühlvoll.

    In mir bleibt nach dem lesen ein Gefühl von „angekommen zu sein“ zurück.

    Ich kann das Buch zu 1000% weiterempfehlen. Auf alle Fälle ist dies eines meiner Highlights im Jahr 2017.

     

    Versuchen wir das Glück ist im Oktober 2017 von Barbara Leciejewski bei Tinte & Feder erschienen.

     

    Produktinformation

    Taschenbuch: 254 Seiten

    Verlag: Tinte & Feder (3. Oktober 2017)

    ISBN-10: 1542048729

    ISBN-13: 978-1542048729

    Preis: 9.99 Euro

    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 2287 KB

    ASIN: B073TTBTFV

    Preis: 3.49 Euro

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    Y
    YH110BYvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wundervoller Roman, sehr gefühlvoll und bewegend!
    Eine zweite Chance für die Liebe?

    Helene und Ludwig sehen 25 Jahre nach dem Ende ihrer Beziehung das erste Mal durch einen Zufall auf dem Bahnhof wieder. Sie nutzen Ludwigs Wartezeit auf seinen Zug und setzen sich in ein Cafe am Bahnhof. Die beiden erzählen darüber, was sie in den letzten 25 Jahren erlebt haben. Parallel dazu springt die Geschichte immer wieder in die Vergangenheit zurück. Man erfährt, wie Helene und Ludwig sich an ihrem ersten Schultag in einem neuen Gymnasium kennengelernt haben und nimmt an der Entwicklung ihrer Freundschaft bishin zur Entstehung ihrer Liebe zueinander teil.
    Der Roman hat mir total gut gefallen. Er hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht. Helene und Ludwig wurden sehr schön beschrieben, so dass ich mir beide richtig gut vorstellen konnte. Im Laufe des Buches sind mir die beiden richtig ans Herz gewachsen. Der Schreibstil hat mich total gefesselt. Es gab viele Stellen im Buch, die mich sehr berührt haben und wunderschön geschrieben waren. Die Geschichte war viel zu schnell zu Ende gelesen und war ein richtiges Leseerlebnis für mich!

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    gsimaks avatar
    gsimakvor einem Jahr
    Versuchen wir das Glück

    Zum Inhalt
    Helene bringt ihren Mann zum Zug. Winkt ihm nach. Ist unglücklich. Vermisst die Gemeinsamkeit und Liebe zu ihrem Mann.Die Lehrerin zieht gedanklich Bilanz. Was ist das für ein Leben, das sie führt? Wann hat sie angefangen so unglücklich zu sein? Sie sieht einen Mann von hinten. Diese Gangart kennt sie. Sie geht ihm nach und spricht ihn an. Es ist tatsächlich Ludwig. Ludwig, ihre große Liebe. Ludwig, ihr  Retter in der Not. Sie besuchen gemeinsam das Bahnhofsrestaurant. Teilen sich eine Suppe. Trinken Kaffee. Einer lässt den anderen an seinem Leben teilnehmen. Durch Worte und Gesten arbeiten sie 25 Jahre auf. 25 lange Jahre, seit ihrer Trennung.
    Ludwigs Zug hat Verspätung. Hat auch die Liebe Verspätung?
    Meine Meinung
    Ein kalter Bahnsteig, Durchsagen und viele Menschen, die entweder gerade verreisen oder ankommen. Ein Mann den man nicht liebt. Man steht da und winkt ihm nach.
    Die Melancholie dieser Szene ist sehr gut eingefangen. Helenes Depression spürbar. Ihre Freude Ludwig zu treffen ebenso.Von Anfang an spürt man die starken Gefühle, die beide für einander hegen. 
    Ich fand es sehr spannend, in Rückblicken Helene und Ludwig als junge Menschen kennenzulernen. Beide haben ein großes Traumata hinter sich. Bei Ludwig ist es äußerlich erkennbar. Helenes Seele hat als Kind großen Schaden genommen.Sie sind zusammen in die Schule gegangen. Haben beide für Gerechtigkeit gekämpft. Waren einfach anders als andere. Ludwig der Vernünftige. Helene die temperamentvolle, die ihr Herz stets auf der Zunge trug. Einer stand für den anderen ein. Sie waren unzertrennlich. Es war jedoch ein langer Weg, bis die beiden ein Paar wurden.
    25 Jahre, in denen sich beide vermisst haben. Man erfährt, was zu ihrer Trennung geführt hat.Ich fand das sehr traurig und unnütz. Ich dachte mir, dass es bestimmt eine andere Lösung gegeben hätte. Helene und Ludwig kommen sehr sympathisch rüber. Ich habe gehofft, dass die beiden wieder zusammen kommen. 
    Tisch 10 in der Bahnhofsgaststätte wird für beide ein ganz wichtiger Ort. Ein zaghaftes Näherkommen und das Gefühl, einen längst verlorenen Schatz wieder gefunden zu haben.
    Mein Fazit
    Bei dieser Geschichte weiß ich wirklich nicht wo ich anfangen soll. Sie ist sehr emotional, ohne dabei in´s Kitschige abzudriften. Die Liebe zum Detail ist bei jedem Wort spürbar. Eine vielschichtige Geschichte, die einem das Gefühl gibt, die beiden wirklich zu kennen. Die Story handelt überwiegend von zwei Personen. Helene und Ludwig sind sehr unterhaltsam. Man möchte als Leser gar nicht viel mit anderen Protagonisten zu tun haben. Die Beiden genügen. Ihre Geschichte ist interessant und berührend. 

    Der Schreibstil ist gefühlvoll und flüssig und wird aus der Sicht von Helene erzählt.
    Von der jugendlichen Unbedarftheit ist nicht mehr viel übrig. Gerade die ist es doch, die das Leben leichter macht. Die Gefühlen freien Lauf lässt. 
    Ob beide sie wieder ein bisschen zurückholen können? Ich sage nur: Zimmer 212!

    Eine absolute Empfehlung von mir!

    Meine Lieblingszitate

    Helene:
    >>.....er war ein Naturereignis, man konnte sich dem nicht entziehen, und man konnte nicht dagegen ankämpfen. Helene hatte das noch zuvor so intensiv empfunden ......<< (34% auf dem Reader)

    Ludwig
    >>Ich habe das oft vermisst. Menschen mit deiner Ehrlichkeit, die freiheraus das sagen, was sie denken, ohne Rücksicht auf irgendwelche Nachteile für sich selbst oder die eigenen Interessen.<< (36% auf dem Reader)

    Danke Barbara Leciejewski.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    barbaraleciejewskis avatar
    Liebe LovelyBooks-LeserInnen,

    Am 3. Oktober wird mein neuer Roman Versuchen wir das Glück bei Tinte und Feder erscheinen, und ich möchte euch heute zu einer Leserunde einladen. Jeder, der Lust auf einen regen Gedankenaustausch zu dem Roman hat, ist herzlich willkommen.

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft – bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert.
    Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück?

    Weitere Informationen sowie eine kurze Leseprobe findet ihr hier:
    https://www.barbara-leciejewski.de/meine-romane/versuchen-wir-das-gl%C3%BCck/

    Was erwartet euch?
    Viele Emotionen und eine ganze Menge zum Grübeln, denn in dem Roman geht es um einiges mehr als um die Liebesgeschichte zweier Menschen. Der Titel ist doppeldeutig zu verstehen. Das Glück zu versuchen, kann auch bedeuten: das Glück herausfordern. Doch was man herausfordert, kann sich gegen einen wenden und einen verletzten. Grund genug, um auf das Glück zu verzichten?
    Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel: dass es nach zwei eher heiteren Romanen diesmal wieder deutlich ernster wird.

    Wie könnt ihr dabei sein?
    Um im Lostopf zu laden müsst ihr den Bewerben-Button anklicken.
    Und dann wüsste ich gern von euch:
    1. Was spricht euch an dem Roman an
    2. Was assoziiert ihr persönlich mit Glück.

    Wichtig:
    Mit dem Gewinn verpflichtet ihr euch zur aktiven, zeitnahen Beteiligung an der Leserunde, sowie zu einer abschließenden Rezension hier auf Lovelybooks. (Idealerweise auch auf Amazon und, falls vorhanden, dem eigenen Blog).
    Habt bitte Verständnis dafür, dass Bewerber ohne Rezensionen oder mit privatem Profil nicht berücksichtigen werden können.

    Der Verlag stellt für die Leserunde 12 Taschenbücher zur Verfügung.
    Jeder, der das Buch bereits besitzt oder gelesen hat, ist herzlich eingeladen, sich ebenfalls an der Runde zu beteiligen.

    Viel Glück!

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