Barbara Lueg

Lebenslauf von Barbara Lueg

Barbara Lueg, geboren 1965, ebenfalls aus dem Rheinland, studierte Kunstgeschichte und Politik und arbeitet als Fernsehreporterin für aktuelle Nachrichten und längere Dokumentationsformate. Sie ist Mutter von drei erwachsenen Kindern, wohnt in München mit ihrer Lebensgefährtin und rätselt schon länger, wo ihr Platz im Alter sein könnte.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Barbara Lueg

Cover des Buches Das Schönste an uns sind wir (ISBN: 9783961610570)

Das Schönste an uns sind wir

 (5)
Erschienen am 29.03.2021
Cover des Buches Statt einsam gemeinsam (ISBN: 9783961611102)

Statt einsam gemeinsam

 (4)
Erschienen am 29.03.2021

Neue Rezensionen zu Barbara Lueg

Cover des Buches Statt einsam gemeinsam (ISBN: 9783961611102)Buecherwurm1973s avatar

Rezension zu "Statt einsam gemeinsam" von Christiane Hastrich

Wie leben im Alter
Buecherwurm1973vor einem Jahr

Ich habe lange überlegt, ob dieses Buch lesen soll. In meiner Generation ist in der Schweiz die Angst vor der Altersarmut nicht so gross. Mit Pensionskasse sind wir gezwungen, für das Alter zu sparen. Also leben wir bis es die Gesundheit nicht mehr zulässt meist in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Ich habe trotzdem mal ins Buch gespienzelt und wurde neugierig.

2018 haben sich die beiden Autorinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg mit dem Wendepunkt 50. Geburtstag im Leben einer Frau befasst. Das neue Buch befasst sich mit der Frage „Wie will ich im Alter leben?“ Es ist nach demselben Schema auf aufgebaut: Selbstversuch – Nachgefragt – Faktencheck und wenn möglich ein Experteninterview. So haben die beiden Frauen einen Selbstversuch in einer Alter-WG, in einem Tinyhouse, in einer Bauernhof-WG, auf einem Campingplatz, im Ausland, in einem Mehrgenerationenhaus und einer Seniorenresidenz gemacht. In der Rubrik werden Menschen interviewt, die bereits auf diese Weise leben. Es ist spannend zu lesen, wie sich andere Menschen mit der Lebensweise befassen. Vor allem wie sie sich das Leben nach dem Job vorstellen.

In den Interviews wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich früh damit befassen sollte, wie man im Alter leben möchte. Da die Plätze in den alternativen Wohnformen zum Altenheim noch ziemlich dünn gesät sind. Dieses Buch gibt einen Denkanstoss dafür.

 Sollte ich im Alter einmal alleine leben, würde mich ein Mehrgenerationenhaus reizen.  

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Cover des Buches Statt einsam gemeinsam (ISBN: 9783961611102)N

Rezension zu "Statt einsam gemeinsam" von Christiane Hastrich

Interessante Lektüre - mit Wermutstropfen
Nadezhdavor einem Jahr

Die Frage, in welcher Wohnform man gerne alt werden möchte und kann, liegt zwar noch ein Stück weit vor mir, bewegt mich aber dennoch gelegentlich. Daher habe ich mit Interesse dieses Buch gelesen und war auch über weite Strecken recht zufrieden damit. Die Autorinnen schildern ihre Erlebnisse in einer Weise, die nicht verbirgt, dass es eben subjektive Eindrücke sind, die sich nicht unbedingt auf andere Menschen und deren Wahrnehmung übertragen lassen. Interviews mit verschiedenen Personen sollen diese Eindrücke ergänzen - allerdings war für mich nicht immer ersichtlich, ob die zu Wort kommenden Personen auch immer in der jeweils im Kapitel zuvor beschriebenen Wohnform leben; oft schien mir das nicht der Fall zu sein und das hat mich verwirrt.

Gut gefallen haben mir der Humor der beiden Autorinnen und die oft tiefgehenden und dennoch sanft selbstironischen Reflexionen zum Thema „Altwerden“. Dass man in den eigenen Fünfzigern und nach wenigen Tagen „Selbstversuch“ noch nicht wissen kann, welche Lebensform einem zwanzig oder dreißig Jahre später wirklich liegt (und überhaupt noch möglich sein wird), kam mir dabei ein wenig zu kurz.

Mein größter Kritikpunkt liegt allerdings im Kapitel "Selbstversuch Mehrgenerationenhaus". Hier wird aus dem „Wir“ der konkreten Kindheitserinnerungen der beiden Autorinnen gleitend ein kollektives „Wir“ der Leser*innen, „die meisten von uns Babyboomern“ – es geht ums Wirtschaftswunder und die traurige Tatsache, dass Frauen in „Deutschland“ erst seit 1962 ein eigenes Bankkonto eröffnen durften und bis in die Siebzigerjahre ohne die Zustimmung ihres Mannes keinen Arbeitsvertrag unterschreiben durften. Die Rede ist jedoch von der Bundesrepublik. Alle Leser*innen, die aus der DDR stammen, werden plötzlich aus dem kuscheligen „Wir“ herausgestoßen, denn die abgebildete Lebenswirklichkeit entspricht zwar den Gesetzen und Gepflogenheiten des alten Westdeutschlands, mitnichten aber denen der DDR, wo Frauen und Männer seit der ersten Verfassung aus dem Gründungsjahr 1949 in jeglicher Hinsicht gleichgestellt waren, nachzulesen z.B. hier: http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr1949.html . 

Diese Erfahrung macht man als „DDR-Kind“ auch 31 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer wieder: Dass die Geschichte und Vergangenheit der früheren DDR einfach wegradiert werden, die DDR-Vergangenheit undifferenziert in die der BRD eingeschmolzen wird, als hätte man dort keine eigenen (und eben völlig anderen!) Erfahrungen gemacht. Die Lebenswelt in der DDR wird entweder einfach unter die der BRD subsumiert oder komplett ignoriert und so die Geschichte eines „Deutschlands“ dargestellt, dass es so aber nicht gab – oder eben nicht ausschließlich gab. Dass dies gestandenen Journalistinnen passiert und vom Verlag nicht korrigiert wurde, finde ich sehr traurig und muss leider sagen, dass es mir die sonstige Freude am Buch stark vergällt hat. 

 

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Cover des Buches Statt einsam gemeinsam (ISBN: 9783961611102)Ilarys avatar

Rezension zu "Statt einsam gemeinsam" von Christiane Hastrich

Die Zeit nach dem Job
Ilaryvor 2 Jahren

Das Autorinnenduo, selbst in den 60er Jahren geboren, beschäftigte sich mit den Zukunftsplänen und Wohnmöglichkeiten ihrer Jahrgänge, und zwar für die Zeit nach dem Job. Das Buch ist ganz klar strukturiert in die verschiedenen Wohn-Alternativen. An die Kapitel anschließend finden sich Interviews mit Bewohnern der jeweiligen Einrichtung, außerdem bewertet jede Autorin ganz persönlich und subjektiv ihr Pro und Contra dieser Einrichtung und ferner gibt es einen Faktencheck. Einfließen lassen die beiden immer wieder passende Liedertexte.


So erfährt der Leser Grundsätzliches über das Wohnen in der Alters-WG, dem Tinyhouse, dem Pflegebauernhof, dem Campingplatz, dem Wohnen im Ausland am Beispiel der Schweiz und Thailand, im Mehrgenerationenhaus und der Seniorenresidenz.



Die Autorinnen sind das Thema positiv angegangen, sie haben die jeweilige Wohnform getestet und dann Bilanz gezogen. Interviewt wurden vor allem geistig vital gebliebene, gebildete Betroffene. Ferner gut situierte, denn in den meisten Fällen sind diese Wohnmöglichkeiten an ein gewisses Einkommen bzw. finanziellen Rückhalt gebunden. Es wird in den Interviews vor allem auch das Thema Einsamkeit im Alter angeschnitten - die meisten Interviewpartner hatten allerdings Kinder und Enkelkinder.


Zum Einstieg in das Thema gibt das Buch oberflächlich einen Überblick über einige Wohnalternativen. Es kann auch nur ein Puzzleteilchen bei anstehenden Überlegungen und vor allem Diskussionen sein. Die Frage was uns glücklich macht, bleibt jedenfalls auch im Alter spannend.

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