Barbara Maurer

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Autor von Kraftort Alpen, Von Katzen, die ein Schiff versenkten und weiteren Büchern.

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Barbara MaurerKraftort Alpen
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Kraftort Alpen
Kraftort Alpen
 (1)
Erschienen am 12.09.2013
Barbara MaurerVon Katzen, die ein Schiff versenkten
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Von Katzen, die ein Schiff versenkten
Von Katzen, die ein Schiff versenkten
 (0)
Erschienen am 25.02.2016
Barbara MaurerHochschulschriften zu Schwarzafrika (1960-1978)
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Hochschulschriften zu Schwarzafrika (1960-1978)

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Rezension zu "Kraftort Alpen" von Barbara Maurer

Mit „anderen“ Augen geschildert und gezeigt
michael_lehmann-papevor 5 Jahren


 

Das mit diesem Bildband „Kraftort Alpen“ etwas anderes vorliegt, als nur ein schöner Fotoband mit „gewinnträchtig“ klingenden, prominenten Autorennamen und dass dieser Fotoband die vielleicht Ersterwartungen des Lesers nach ausschließlich „kräftigen Bergbildern“ zunächst nicht unbedingt aufnimmt, verweist schon zu Beginn der Lektüre darauf, dass sich Mauer, Mittermeier und Neureuther in bewusster und anderer Weise der „Heimat Alpen“ zuwenden, als man das vielleicht hätte denken könnten. Einen ganz bestimmten „inneren Weg“ mit der Auswahl und Abfolge der Darstellungen eröffnen wollen

 

Ein Baum mit einer Bank in eher ebener Landschaft und darauf folgend eine alte Haustreppe, so beginnt das eigentliche Buch nach zwei Fotografien, die mit einem schroffen Berg und einem knorrigen Baum den Leser ohne Worte auf die Polarität und die Kraft der Alpen einstimmen.

 

Goethes Gedanken zu den Alpen, „Es gibt keine Worte, die die Größe und Schönheit dieses Anblicks beschreiben“ sind es, die wohl nicht nur Christian Neureuther sondern auch so manch andern dort geborenen von Kindheit an vertraut sind. Und dennoch wagen Mittermeier und Neureuther mit Hilfe der Fotografin Mauer einen „anderen Blick“. Schauen noch einmal neu und geraten dabei ins Staunen über die innere Aussagekraft der Natur und der Bilder.

 

Dass eben nicht die „Idylle“ den Blick für das „Wesentliche“ verstellen soll, sondern dass in der Idylle das Wesentliche zu finden ist. Wenn man wirken lässt und genauer hinschaut, das ist das eigentliche Anliegen dieses Buches.

 

Ein Anliegen, dass als gelungen zu bewerten ist. Nicht alleine wegen der Bilder, die vielleicht doch zu rasch hier und da als „nur Idylle“ einsortiert werden könnten, sondern vor allem aufgrund der begleitenden Texte, in welchen die Autoren das Besondere der jeweiligen Aufnahmen und Orte herausheben und unterstreichen.

 

Ruhe, Weite, ein Blick, der begrenzt ist (gerade angesichts schroffer Berge) und doch in die Weite führt. In Betrachtung der monumentalen Felsen, der klaren, ruhigen Wasser der Seen, der Pracht der Natur auch in unwirtlicher Umgebung. Zu „inneren Sicht“ lädt es da auch ein, die „Schönheit einer einfachen Treppe“ in Ruhe zu entdecken. Dieses Zeitlose und doch Gemachte, dieses „nach oben Wegweisende“ und doch Unscheinbare.

 

So gehen die Autoren mit dem Leser Schritt für Schritt vom „Unscheinbaren“ zum „Beeindruckenden“, vom „Einfachen und Einzelteil“ zum komplexen „Großen Ganzen“.

 

Ein Weg, in dem durch die Auswahl der Landschaften und der dazugehörenden Bilder „eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Gestaltungsformen und Erscheinungen“ vor Augen geführt wird, die Symbol und sichtbare Ausdruckformen des Lebens selbst und der „Geister“ dieses Lebens sind. Gerade weil die Alpen ein System sind, in dem „alles nahtlos ineinandergreift“ vom kleinsten Insekt bis zum hohen Berg, vom Baum und Wald über die Wiese und Alm bis zum schroffen Felsen, teils unter Sommersonne, teils unter Schnee begraben.

 

Das ist sehr gelungen, diese vielfachen, verschiedenen Orte, von schlicht bis massiv beeindruckend, in denen immer wieder die „Kraft der Natur“ in Bild und Wort zum tragen kommt und zum Leser transportiert wird. Wasserfall am Spitzing, Wasserfarbsiele am Eibsee und die „Heiligenecke“ in einem Haus in Frauenbündl, mit offenen Augen findet der Leser den roten Faden und das, was all das miteinander verbindet.

 

Fotografien von hoher Qualität und Texte, die in einfachen Worten die Dinge auf den Punkt bringen machen diesen Bildband zu einem sehr anregenden und beeindruckenden Erlebnis. Bis hin zu der alten, verwitterten, verschlossenen und doch ästhetisch schönen Tür, die als Symbol für jene Tür, die jeder einmal öffnen werden muss, das Buch beendet.

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