Vom Klappentext her habe ich mir deutlich mehr erwartet. Versprochen wurden Spannung, Grusel und düstere Visionen – bekommen habe ich leider keinen dieser Punkte.
Die Atmosphäre eines alten, geheimnisvollen Hauses wollte sich bei mir nie einstellen. Die angeblich bedrohlichen Visionen werden gleich zu Beginn erklärt und als harmlos eingeordnet, wodurch nie das Gefühl entsteht, dass die Figuren wirklich in Gefahr sind.
Barbara Michaels schreibt solide, aber ohne besonderen Stil oder Tiefe. Die Dialoge wirken oft hölzern und wenig lebendig, und auch die Figuren bleiben eher blass oder überzeichnet.
Das einzig Positive war, dass ich trotz allem weiterlesen wollte – in der Hoffnung, dass irgendwann noch etwas Spannendes passiert.
Die Auflösung am Ende ist nett, aber unspektakulär und kommt ohne echten Höhepunkt daher. Immerhin werden die offenen Fragen geschlossen, was mich dazu bringt, dem Buch noch zwei Sterne zu geben.
Vielleicht funktioniert der Roman für Leser:innen, die eher sanfte Mysterygeschichten mögen – für mich war er zu harmlos und zu konstruiert, um wirklich zu fesseln.












