Die Krimis von Barbara Neuhaus sind erfrischend 'anders'. Keine 0815-Fälle und immer über interessante Charaktere. Empfehlenswert und spannend.
"Über die Untreue wäre ich vielleicht weggekommen. Aber daß sie mich mit diesem windigen Burschen hintergangen hat, mit so einem Versager, der sie dreizehn Jahre bloß hingehalten hat, das war zuviel. Ich hab ihr eine gescheuert. Und das war mein Fehler. Sie haßte das Schlagen. Nicht mal den Kindern hat sie einen Klaps gegeben, soviel sie auch schimpfen konnte. Aber als das passiert war, hat sie kein Wort gesagt. Überhaupt ncht mehr. Ich war Luft für sie."
Doris Kubascha hatte schon immer ihren eigenen Kopf, aber diesmal konnte sie sich nicht entscheiden: Ralf Dossow war ihr zu brav, zu fleißig - Hans Schultzki war ihr zu unstet, zu unsicher. Vielleicht war sie deshalb zu ihrer alten Tante Auguste nach Hainshof geradelt, um sich Rat zu holen. Aber das ganze Dorf hat andere Probleme, es soll dem Expansionsdrang des Stöllpitzer Braunkohletagebaus weichen. In wenigen Wochen muß das ganze Dorf geräumt sein, und dann würde Tante Auguste eh zu Doris Kubascha ziehen. Doch so überraschend wie Doris Kubascha gekommen ist, verschwand sie auch wieder. Und das für immer. So vermutet es jedenfalls der Abschnittsbevollmächtigte Schorsch Grimmer, der erst nach längerem Zögern die Fahndung einleitet. Doch die letzten Tage des Dorfes Hainshof stecken für Schorsch Grimmer voller Prbleme und Tücken. Gezielt werden verlassene Häuser geplündert und ausgeschlachtet. Ein Gespenst soll sein Unwesen treiben und in einem verlassenen Gasthof funkenstiebend zugange sein. Bei der näheren Untersuchung des vermeintlich verhexten Geländes macht Grimmer eine entsetzliche Entdeckung ...







