Barbara Noack Eine Handvoll Glück

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Inhaltsangabe zu „Eine Handvoll Glück“ von Barbara Noack

Der Roman erzählt die Geschichte von Luise Hartwig und Jolande Genthin und ihrer gemeinsamen ereignisreichen Jugend. Sie lernen sich in der Schule kennen und werden Freundinnen, obwohl sie in Wesen und Charakter grundverschieden sind. Jolande weiß immer, was sie will, Luise weiß es meist erst hinterher. Die beiden sind jung in einer schweren Zeit, die sie sich freiwillig nicht ausgesucht haben. Weil es aber ihre einzige Jugend ist, nehmen sie sich das Recht auf Fröhlichkeit, wann und wo immer es sich ihnen bietet. (Quelle:'Flexibler Einband/01.03.1997')

In den letzten 15 Jahren sehr oft gelesen - immer wieder toll!

— innsb

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    Eine Handvoll Glück

    MademoiselleMeow

    14. July 2017 um 17:50

    Ich habe es von der ersten Seite an gern gelesen und ein wichtiger Grund dafür, mag die Erzählweise sein. Die ist nämlich ganz selbstverständlich, nicht gekünstelt und liest sich so, als würde man mit der Erzählperson gerade ein Gespräch führen. Dabei wird auch ganz oft der berlinerische Dialekt so ausgeschrieben, wie er gesprochen wird. Liest sich unheimlich lustig, ich rede manchmal selber so und dabei komme ich gar nicht aus Berlin. Die Erzählperson ist Luise, auch wenn die ersten Kapitel erst einmal die Geschichte der Mütter von Luise und Jolande erzählen. Durch einige Tagebucheinträge bekommen wir auch mal die Sicht der Dinge von Jolandes Seite aus geschildert, aber meistens erhält Luise das Wort. Luise war mir auch die sympathischste Person im Buch. Egal wie es gerade aussah, sie hat immer versucht ihren Spaß zu haben. Sie hat sich von Rückschlägen nie groß beeindrucken lassen, sie hat immer weitergemacht und dabei nie ihren Humor verloren. Selbst im Krieg, und das habe ich bei vielen Büchern die in jener Zeit spielen, lässt sie den Kopf nicht hängen. Ich weiß natürlich nicht, ob die Frauen damals wirklich so beinhart waren, aber ich finde es immer wieder bewundernswert und nehme mir diese Frauen immer dann zum Vorbild, wenn es in meinem Leben mal wieder kriselt. Nicht rumjammern, sondern aufstehen und weitermachen! Das finde ich immer wieder sehr motivierend. Mit Jolande dagegen bin ich nicht so warm geworden. Am Anfang konnte ich ihr Verhalten noch nachvollziehen. Das sie lieber zu den Großeltern zieht, weil sie ihre Mutter ständig allein lässt und die Probleme von Freunden als wichtiger empfindet als die ihrer Tochter. Aber das sie Luise hängen lässt, um in der Gunst des Klassenoberhaupts zu steigen, das fand ich mies. Oder auch, das sie Luise für ihre Denkweise verurteilt. Man muss doch nicht immer komplett gleicher Meinung sein, um befreundet sein zu können. Luise tut in diesen Fällen das, was wohl das Beste ist, sie lässt sie gehen, ohne sie weiter beirren zu lassen. Letztendlich finden sie doch immer wieder zueinander. Dann ist es schön zu sehen, das eine Freundschaft auch Krisen überstehen kann, solange man noch größere Krisen gemeinsam durchsteht. Um Freundschaft geht es in diesem Buch ja auch hauptsächlich. Darum, wie sie sich mit dem Erwachsenwerden entwickelt, denn Luise und Jolande lernen sich in der Grundschule kennen. Natürlich wird auch der Krieg mit behandelt und was die Mädels in dieser Zeit alles mitmachen mussten, von Feriendienst bis zum Kriegsdienst. An dieser Stelle war auch ganz lustig, was die beiden mit Hilfe eines befreundeten Medizinstudenten alles veranstaltet haben, um nicht zum Kriegsdienst bestellt und zum Studium zugelassen zu werden. Auch die Liebe darf nicht fehlen, die meiste Zeit allerdings ziemlich lustig und unsentimental erzählt. Leider geht die Liebe nur für eine von beiden gut aus. Da es sich um einen autobiografischen Roman handelt, kann man davon ausgehen, das Luise die Autorin darstellt. Immerhin leistet auch Luise ihren Kriegsdienst in der Munitionsfabrik ab. Hier würde es mich interessieren, wie viel von dem was Luise erlebt hat, auch wirklich der Autorin passiert ist. Das Buch endet mit dem Kriegsende, ziemlich offen. Es ist aber auch ein Ende, mit dem man gut leben kann. Durch Zufall habe ich erst jetzt erfahren, das es mit „Ein Stück vom Leben“ einen Nachfolger gibt. Oder gab, denn wie gesagt, sind die Romane nur noch als Ebook erhältlich. Weil ich aber zu gern wissen möchte, wie es mit Luise und Jolande weiterging, habe ich mit einer Freundin, die ein Ebook hat, einen Deal ausgehandelt, das ich mir das mal borgen kann. Vorher bekommt aber „Eine Handvoll Glück“ von mir ganze 5 Sterne. Einfach, weil es ein herrlich leicht zu lesendes Buch ist, das einen Mut macht und einen auch ganz oft zum lachen bringt. Ein Buch über ein realistische Freundschaft mit Höhen und Tiefen.

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  • Rezension zu "Eine Handvoll Glück" von Barbara Noack

    Eine Handvoll Glück

    gst

    24. November 2010 um 10:02

    Was wissen wird denn über die Jugend unserer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern? Manche tiefliegenden Erinnerungen wurden erzählt, aber der Alltag blieb oft im Dunkeln. Aufschluss kann man in diesem Buch von Barbara Noack (*28.9.1924) bekommen. Es erzählt von einer Berliner Göre der gehobenen Gesellschaft in den Dreißiger und Vierziger Jahren. Es erzählt von Träumen und Spinnereien junger Mädchen, die sich gar nicht so sehr von denen der heutigen Generation unterscheiden. Sicher gab es damals mehr Personal und die Wohnungen verfügten noch über Ofenheizungen, aber Freundschaften waren ebenso wichtig wie heute: niemand wollte Außenseiter sein. Nur wenige hatten den Mut "aus der Reihe zu tanzen". Jolas Mutter und Stiefvater gehörten zu den Mutigen und trieben so das Kind aus dem Haus ... Hauptfigur in diesem Roman ist Luise, Jolas Freundin. Die Erzählung beginnt mit dem Kennenlernen ihrer Eltern während der Weltwirtschaftskrise in den Zwanziger Jahren. Das Mädchen verarbeitete - ebenso wie die Autorin - schon früh eigene Erinnerungen in farbenprächtigen Erzählungen. Uns Lesern präsentiert sich das Bild eines sehr lebhaften "Backfisches", der von seinen Eltern auch auf Auslandsreisen mitgenommen wird. Wir erleben mit ihr die "erfolgreichen" Kriegsjahre, erfahren nebenbei, wie wenig die Bevölkerung von Verschleppungen mitbekam und wie gleichgültig die Jugend der Politik gegenüber stand - bis sie so unmittelbar vom Krieg betroffen war, dass sie sich nicht mehr entziehen konnte ... Dieser leicht zu lesende Roman beschreibt sehr nachvollziehbar, wie Menschen vor 65 oder 75 Jahren empfunden haben. Was so unbeschwert und siegessicher begonnen hat, endete im Chaos großer Ängste und Schmerzen. Sicher gibt es Menschen, die von all dem Leid viel stärker betroffen waren. Doch gerade diese Suche nach Ablenkung in einer schwierigen Zeit spricht mich an ... Kommentar

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