Barbara Pope

 3.4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Jakobsblut, Im hellen Licht des Todes und weiteren Büchern.

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Barbara PopeJakobsblut
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Jakobsblut
Jakobsblut
 (11)
Erschienen am 12.08.2010
Barbara PopeIm hellen Licht des Todes
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Im hellen Licht des Todes
Im hellen Licht des Todes
 (6)
Erschienen am 01.06.2008
Barbara PopeThe Missing Italian Girl
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The Missing Italian Girl
The Missing Italian Girl
 (0)
Erschienen am 03.04.2014

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Rezension zu "Im hellen Licht des Todes" von Barbara Pope

Cézanne unter Mordverdacht
Sabine17vor 5 Jahren

1885 wird in Aix-en-Provence in einem Steinbruch die Leiche der jungen Solange Vernet gefunden.
Es gibt zwei Verdächtige: den Engländer Charles Westerbury, der mit Solange zusammenlebte und geologische Vorträge und Kurse für die vornehme Gesellschaft gehalten hat und Paul Cézanne, den französischen Maler, der in Solange verliebt war.

Da mitten im Hochsommer bei Gericht alle im Urlaub sind, wird der unerfahrene Richter Bernhard Martin mit der Untersuchung betraut. Unterstützt wird er von dem unsympathischen Polizeiinspektor Franc. Dieser drängt ihn dazu, schnell einen der beiden Verdächtigen zu überführen.

Dann wird ein kleiner Junge ermordet aufgefunden, der Solange die Nachricht überbracht hat, die sie in den Steinbruch gelockt hat.
Westerbury beteuert seine Unschuld, obwohl er sich aus Eifersucht mit Solange vor ihrem Tod heftig gestritten hat.
Paul Cézanne, dessen vornehme und einflussreiche Familie in Aix-en-Provence lebt, war Solange verfallen, wurde aber von ihr abgewiesen. Ein zerrissenes Gemälde wird von ihm am Tatort gefunden. Doch Cézanne ist vorerst abgetaucht.

Im Verlauf von Martins Ermittlungen tauchen immer mehr Fragen als Antworten auf. Und dann gibt sich auch noch der berühmte Émile Zola die Ehre und setzt sich für Cézanne ein.

Babara Pope ist Historikerin und hat diesen fiktiven Kriminalfall mitten in Cézannes Leben eingebaut. Es war interessant, anhand dieser Geschichte etwas über sein Leben zu erfahren. Ebenso über seine Freundschaft zu Zola, mit dem er sich später zerstritten hat.
Es ist auch nicht zu überlesen, dass Frau Pope neben Geschichte Frauenforschung lehrt. Sie setzt sich in dem Buch sehr kritisch mit dem damaligen Frauenbild auseinander.

Leider kam keine große Spannung auf und die Handlung plätscherte so vor sich hin, daher habe ich nur knapp 4 Sterne gegeben.

 

 

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Rezension zu "Jakobsblut" von Barbara Pope

Rezension zu "Jakobsblut" von Barbara Pope
anywaysvor 7 Jahren

Im Jahre 1894 wird im französischen Teil Lothringens, in der Stadt Nancy die grausam zugerichtete Leiche eines männlichen Säuglings gefunden. Dessen Eltern behaupten, ein jüdischer Hausierer hätte das Kind gestohlen, umgebracht und ausgeweidet. Genügend politischer Zündstoff, befindet sich Frankreich doch mitten in der so genannten Dreyfus-Affäre in der ein jüdischer Offizier verdächtigt wird, für die Deutschen spioniert zu haben.

Der Richter, dem der Fall des Säuglingsmordes übertragen wird ist ebenfalls Juden und schreckt zu Recht vor dieser Aufgabe zurück. Er bittet seinen Freund, Richter Martin, um Übernahme des Falles. Nach anfänglichen zögern willigt dieser ein, trotz der prekären Zwickmühle in der er sich privat befindet. Aber nicht nur die Schwangerschaft seiner Frau und der baldige Geburtstermin des Kindes, sondern auch die Blockaden seines Freundes, der wider erwarten möglichst wenig Hintergrundinformationen über seinen jüdischen Glauben preisgeben will, lassen Martin schier verzweifeln an seinem neuen Fall. Für seinen Freund steht hingegen nur fest, „Ein Jude bringt keinen Juden um“. Und dann werden doch zwei hoch angesehene und reiche Juden ermordet. Ein antesemitisches Pulverfass…





Ein wirklich sehr explosiver (nimmt man das Beispiel der Deutsche Geschichte nur rund 40 Jahre später) aber auch sehr langatmiger Kriminalroman. Die Rolle des jüdischen Richters gefiel mir nicht ganz so, enthebt die Autorin in doch von jedem Verdacht, dass auch Juden zu Untaten fähig sind. Dabei sind Juden, wie wir alle, Menschen mit Schwächen und Fehlern und auch unter ihnen gibt es schwarze Schafe. Wie in jeder Religion, denn im Namen derer mussten schon viele Menschen ihr Leben über Jahrhunderte hinweg lassen. Die Szenen in der der Mob wahllos auf Juden (oder hier noch als Israeliten bezeichnet) vorgeht, ist erschreckend realistisch dargestellt. Geradezu beängstigend, wie sich die Massen durch gezielte Provokationen, gestreute Lügen und Unwahrheiten aufwiegeln lässt.

Eine Sache, die mir an historischen Romanen immer schwer zu vermitteln ist, ist die Rolle der Frau. Auch in diesem Roman hat sich die Frau nur ums Heim, ums Kinder bekommen und Krankheiten zu lindern, zu kümmern. So etwas ist halt Sache der Frauen, damit sich die Männer fast gleichgültig was Familientragödien angeht, wieder in die Arbeit stürzen können. Wobei hier die Frau des Richters Martin fast schon eine Feministin ist, ist sie doch Lehrerin für die höheren Töchter. Geradezu fortschrittlich und deshalb von allen Nur- Ehefrauen fast geächtet. Eine klaustrophobisch wirkende Szene ist hierbei das geschäftliche Abendessen, das die Martins besuchen. Sehr gut beschreibt die Autorin wie die damaligen Frauen noch sehr von ihren Männern abhängig waren, und diese Abhängigkeit auch gar nicht störend empfanden. Ein sehr interessanter Kriminalroman, der bis auf ein paar zähe Stellen und der eher willkürlichen Fahndung nach dem Täter, in einem durchaus plausiblen Finale endet.

Ein kleines Manko ist in meinen Augen die Illustration des Buches, sie sagt so gar nichts über dessen Inhalt aus.

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Rezension zu "Jakobsblut" von Barbara Pope

Rezension zu "Jakobsblut" von Barbara Pope
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Es ist das Jahr 1894 und die Dreyfus-Affäre ist in aller Munde. Als ein verstümmelter Säugling gefunden wird und die Eltern dazu vernommen werden, wird ganz schnell von jüdischem Ritualmord gesprochen, woraufhin die Situation noch mehr eskaliert, denn nun werden einige wichtige jüdische Bürger umgebracht. Untersuchungsrichter Bernard Martin will nicht glauben, dass des Rätsels Lösung so einfach ist und verfolgt seine ganz eigenen Annahmen.

In diesem Buch liegt ein Genremix von Krimi und historischem Roman vor. Die Elemente der beiden Gattungen sind ganz klar zu erkennen. Der historische Hintergrund wird sehr detailliert und auf wahren Fakten basierend dargestellt, hierzu gibt es auch noch ein paar Ausführungen am Ende des Buches. Die Autorin schafft es, die Geschichte lebendig erscheinen zu lassen, so dass man nicht das Gefühl hat nur langweilige Theorie aneinander gereiht vorzufinden. Gleichzeitig sind immer wieder Spannungskurven eingebaut, die den kriminalistischen Hintergrund ausfüllen. Auch wenn diese nicht überwiegen, so sind sie doch ganz klar zu erkennen.

Die Schreibweise der Autorin ist flüssig, so dass man dem Geschehen gut folgen kann. An manchen Stellen jedoch scheint die Handlung still zu stehen, so dass sich die Passagen in die Länge ziehen. Diese sind zwar nicht überwiegend zu finden, dennoch ist es schade, dass es zwischenzeitlich langweilig wirkt.

Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, so dass man von Beginn an eine gewisse Verbindung zu ihnen spürt. Vor allem das Privatleben des Untersuchungsrichters wird ausführlich und sehr detailliert beschrieben, so dass man oft das Gefühl hat selber im Wohnzimmer dabei zu sitzen. Hin und wieder erscheinen auch diese Beschreibungen zu viel, aber im Nachhinein muss man sagen, dass sie doch allesamt hilfreich waren, um einen richtigen Gesamteindruck zu erlangen. Obwohl dies schon der zweite Band der Serie um den Untersuchungsrichter Martin ist, hat man nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben oder etwas nicht zu wissen, denn es wird alles ausreichend erläutert und am Ende bleiben keine Fragen offen.

Die Lektüre ist auf alle Fälle zu empfehlen, auch wenn das Ende doch recht vorhersehbar ist. Aber der historische Hintergrund ist so lebendig dargestellt, dass man sich fast in dieser Zeit verlieren kann, auch wenn sie nicht eine der besten war. Die Autorin schafft es aber dem heutigen Leser diese Fakten nahe zu bringen, so dass man sich auch im Nachhinein noch Gedanken darüber macht. Alles in allem auf alle Fälle ein schönes Buch, welches absolut lesenswert ist und nicht nur historischer Roman, sondern auch Krimi ist.

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