Barbara Reiter

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Barbara Reiter

Jahrgang 1971, geboren in Niederösterreich, studierte Rechts- und Handelswissenschaften in Wien. Nach einem längeren Aufenthalt in der Schweiz, wo das Reisehandbuch »Genferseeregion« entstand, lebt und arbeitet sie als Reisebuchautorin in Wien und in Braunschweig. Von hier aus recherchiert sie sozusagen vor ihrer Haustüre, in den schönsten Ecken Österreichs, Ungarns und Norddeutschlands.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Barbara Reiter

Cover des Buches Wachau Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783956546181)

Wachau Reiseführer Michael Müller Verlag

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Erschienen am 25.06.2020
Cover des Buches Harz Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783956541346)

Harz Reiseführer Michael Müller Verlag

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Erschienen am 30.07.2019
Cover des Buches Wachau (ISBN: 9783899534160)

Wachau

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Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Genferseeregion (ISBN: 9783899538403)

Genferseeregion

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Erscheint am 27.09.2024
Cover des Buches Reiseführer Ostseeküste (ISBN: 9783942504041)

Reiseführer Ostseeküste

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Erschienen am 31.07.2013

Neue Rezensionen zu Barbara Reiter

Neu

Rezension zu "Wachau Reiseführer Michael Müller Verlag" von Barbara Reiter

Die drei großen Ws der Erholung in Österreich
aus-erlesenvor 4 Monaten

Kaum vorstellbar, aber es gibt Menschen, die Wien überdrüssig sind und ihren Erlebnishorizont erweitern wollen. Und es vor allem auch können. Denn vor den Toren der Donaumetropole liegen – ganz ohne W, wie Wien, geht es doch nicht – die Wachau, das Wald- und das Weinviertel. Und von einem Viertel Erlebnis ist man hier meilenweit entfernt. Das volle Programm erwartet einen hier. 

Selbst kleine Erhebungen von nicht einmal dreißig Metern schaffen ein Erlebnis, das man sonst lange suchen muss. Wie die Aubergwarte bei Zwettl im Kamptal im mittleren Waldviertel. Ein Aussichtsturm, der schon von Unten eine Augenweide ist. Ein gigantischer Holzturm, von dessen Aussichtsplattform man nach 130 Stufen einen umfassenden Rundumblick genießen kann. 

Dürnstein in der Wachau gehört zu den Must-Dos der Region. Der einmalige blaue Kirchturm prägt jede Erinnerung an den nicht einmal tausend Einwohner zählenden Ort. Ob Richard Löwenherz sich ebenso verträumt an den Ort erinnert, darf bezweifelt werden. Er saß im Kerker oberhalb und hätte sicher gern auf diese Aussicht verzichtet. Damit ist er wohl der einzige Besucher des Ortes, der keine schönen Erinnerungen hat. 

Beim Weinviertel hat jeder Genussmensch sofort nur einen Gedanken: Hoffentlich bleibt’s nicht dabei. Ein Viertele ist zu wenig. Und setzt man den ersten Schritt ins Weinviertel ist man jeder Sorge entledigt. Auf Schritt und Tritt begegnet man dem, was man noch in Jahren im Kopf herumschwirren hat. Die wuchtige Burg Kreuzenstein, die futuristische Turmschnecke in Stetten oder eine Kanufahrt in den Stockauer Donau-Auen. Man muss im Buch nur einmal umblättern und hat schon Ideen für mehrere Tage Erlebnisreisen. 

Um sich zurechtzufinden in der Fülle an Erlebnistouren, die man hier erleben kann, ist der Reiseband exzellent gegliedert. Die Lotsenseiten geben einen raschen Überblick über die kommenden Seiten. So wird die Tagesplanung für die nächsten Tag ein Kinderspiel. Selbst wer nicht so viel planen möchte, kommt schon beim bloßen Lesen und Durchblättern in Zeitnot. Und für das Quäntchen Zusatzwissen sorgen die einmaligen farbig angesetzten Infokästen, die mit Anekdoten die kleinen grauen Zellen zum Schwingen bringen.

Moderne Architektur, traditionelle pittoreske Fassaden im gebrauchsfertigen Gewand lassen diesen Reiseband nicht oft im Rucksack verschwinden. Er schmiegt sich fest in die Hand und sein Inhalt setzt sich im Kopf fest, so dass die drei Viertel im Norden Wiens schon bald zum festen Ausflugsprogramm gehören werden. Auch ohne Wienabstecher gehören Wachau, Waldviertel und Weinviertel zu den unumstrittenen Höhepunkten. 

Den Autoren Barbara Reiter und Michael Wistuba wurde es sicher leicht gemacht ihre Reisetipps zusammenzutragen. Sie in handhabbarer Form zu präsentieren ist ein Kunst, die die beiden exzellent beherrschen.


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Rezension zu "Salzburg & Salzkammergut" von Barbara Reiter

Gehaltvoller als eine Mozartkugel
aus-erlesenvor einem Jahr

Das ist mal gutes Tourismusmarketing: Salzburg an der Salzach, zu Füßen des Salzkammerguts. Klingt nach einem würzigen Erlebnis. Und als Highlight eine der süßesten Verführungen. 

Bleiben wir doch gleich bei den süßen Verführungen. Noch bevor man Festspiele sagen kann oder die eine oder andere Sonate von Mozart gehört hat, bringt jeder von klein auf Salzburg mit den Mozartkugeln in Verbindung. Doch Vorsicht! Es gibt tonnenweise Fälschungen! Die Echten Mozartkugeln sind in Silberfolie mit blauem Aufdruck versehen. Da der Markenname nicht geschützt ist, darf jeder ein bisschen Marzipan mit Schokolade überziehen und diese Kugeln dann Mozartkugeln nennen. Original sind selbst in Salzburg nur wenige. Wo es sie gibt, das wissen natürlich die Autoren Barbara Reiter und Michael Wistuba. 

Hat man dieses Must Have hinter bzw. in sich, kann man sich auf die Socken machen und Salzburg genauer unter die Lupe zu nehmen. Gestärkt ist man schließlich. Und wer meint, dass mit Mozart, dem Schloss Mirabell und der Burg da oben auf dem Berg (Festung Hohensalzburg) der Stadt Genüge getan ist, irrt sich mächtig. Salzburg hat mehr zu bieten als nur einen Tag in dieser Stadt gehaltvoll zu verbringen. Es dauert allein schon ein paar Stunden, um alles zu erlesen, was man staunend erlaufen und laufend bestaunen kann. Das reicht von den Katakomben, vermutlich Gebetsräume, die in den Fels gehauen wurden, mehr als anderthalb Jahrtausende alt. Und es zieht sich durch ganz Salzburg wie der Almkanal, der wenn er das Tageslicht erreicht architektonisch ein Hingucker ist. Den Brückenschlag in die Moderne vollendet dann das gleichnamige Museum auf dem Mönchsberg. Der Glanz vergangener Tage scheint in Salzburg immer noch taghell, selbst wenn einmal Wolken den Blick nach Oben verschleiern sollten. Und wer das Wasser scheut, also das von Oben, für den haben die Autoren mindestens genauso viel Tipps die Zeit sinnvoll herumzubekommen, wie für alle, denen ein paar Regentropfen nichts ausmachen. 

Das Salzkammergut erstreckt sich östlich bis südöstlich von Salzburg. Attersee und Wolfgangsee (der mit dem Weißen Rössl) sind sicherlich die bekanntesten Orte. Dachstein und Totes Gebirge sind für Wanderer und Bergsteiger ein Begriff. In Bad Ischl muss man am Traunufer flanieren wie einst die Habsburger. In Obertraun, genauer um die Koppenbrüllerhöhle herum, laufen einem die Augen über. Reißende Gewässer, wie gemalte Brücken, saftige Natur – was braucht man mehr? Darauf gibt es nur eine Antwort: Diese Reiseband. Mit viel Liebe zum Detail, einem enormen Erfahrungsschatz und dem Willen dem Leser eine Region schmackhaft zu machen, die allzu oft hinter anderen Regionen Österreichs zurückstecken muss. Salzburg als Ausgangspunkt ins Salzkammergut ist kein schlechter Anfang, um diese Region zu erkunden. Und alles ist so einfach, wenn man sich die Zeit nimmt dieses Buch als vollwertigen Reiseguide anzunehmen.


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W

Rezension zu "Salzburg & Salzkammergut" von Barbara Reiter

Das einzige was fehlt
wschvor 2 Jahren

ist der sprichwörtliche Salzburger 'Schnürlregen', der aus den Seiten raustropft. Soll heißen, bisher hatte ich das relative Glück, Salzburg sieben oder acht Mal in den verschiedenen Jahreszeiten besuchen zu können. Und bestimmt fünf Mal hat es geregnet oder zumindest genieselt. Eben 'Schnürlregen'...

Relativ war das Glück aus dem einfachen Grund: weder eine vorhergehende noch die Neuauflage hatte ich dabei. Anderbfalls hätte ich von Salzburg ganz sicher sehr viel mehr kennen gelernt und gesehen. Denn alles, was die Stadt an der Salzach und das ganze Salzkammergut so schön, besuchens- oder auch urlaubswert macht, beschreiben die beiden Autoren Barbara Reiter und Michael Wistuba sehr nett lesbar, reich bebildert, mit vielen Hintergrundinformationen.

Für Salzburg selbst fehlt weder die Stiftsbäckerei St. Peter (S. 79) noch das altösterreichische Kaffeehaus Tomaselli. Bei der Stiftsbäckerei, in der seit mehr als 700 Jahren ein herausragend gutes Brot gebacken wird, hat sich insofern ein kleiner Fehler eingeschlichen, als dass die Öffnungszeit nicht ganz richtig angegeben wurde: laut aktueller Auskunft der Touristeninformation öffnet die Bäckerei Montag und Dienstag nicht um 7:00, sondern um 8:00 Uhr. Frisches Brot wird dann ab 8:30 Uhr verkauft. Aber welcher Hotel- oder Pensionsgast stellt sich schon früh morgens um 7:00 Uhr an, um dort Brot zu kaufen?

Ansonsten fehlt in dem Reiseführer nichts. Weder Schloss Hellbrunn, weder die Salzburger Festspiele, weder der Toplitzsee oder der Kammersee. Im Kapitel "Von Salzburg nach Bad Ischl" lässt sich nicht nur die Information finden, dass Helmut Kohl wohl um die 30-mal dort seinen Urlaub verbrachte. Sondern ein paar Seiten weiter in einem der für die Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag typischen gelb hinterlegten Textkasten mit ihren Nebenbei-Informationen steht die Gesichte des berühmten Weißen Rössels am Wolfgangsee. Wobei im Übrigen bei der Entstehung der gleichnamigen Operetten-Revue gar nicht das Weiße Rössl in St. Wolfgang gemeint war. Sondern das in Lauffen südlich von Bad Ischl. Die Wirtin des gleichnamigen Hotels in St. Wolfgang hat sich den Operetten-Namen und das Brimborium darum dann geschickt 'unter den Nagel gerissen, als das Weiße Rössl in Lauffen im Laufe der Zwanziger Jahre geschlossen wurde...

Bei diversen grösseren Ortschaften ist wiederum MM-typisch ein kommentierter Auszug aus einem Stadtplan zu finden. Am Ende des Buches gibt es 16 Vorschläge für Spaziergänge und Wanderungen. Dass die ersten 60 Seiten allgemeinen Informationen gehören, von A(nreise) bis Z(oll) ist eh klar.

Beim nächsten Salzburg-Besuch wird es zu befürchtender Weise wieder schnürlregnen. Egal, es gibt noch viel zu entdecken und zu sehen.

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