Bis ans Ende, Marie

von Barbara Rieger 
4,1 Sterne bei18 Bewertungen
Bis ans Ende, Marie
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Positiv (16):
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Ein besonderer, sehr lesenswerter Roman

Kritisch (2):
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"Schwerfälliger Schreibstil"

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Inhaltsangabe zu "Bis ans Ende, Marie"

Sie lernt Marie in einer Bar kennen. Sofort entwickelt sich eine innige Freundschaft. Marie ist alles, was sie nicht ist: attraktiv und beliebt, dominant und extrovertiert. Und sie überschreitet gerne Grenzen. Marie ist immer an ihrer Seite und so nahe wie niemand sonst, manchmal zu nahe, zu fordernd, zu bestimmend und verletzend, dennoch die Einzige, die sie versteht. Die Mutter ist hysterisch, der Vater hat stets das passende Medikament parat und ihr Schwarm und Studienkollege Dominik schenkt ihr keine Beachtung – also bleibt nur Marie.
Was wie eine gewöhnliche Freundschaft beginnt, wird allmählich zu einem Vexierspiel. Die Begegnungen mit Marie werden merkwürdiger, die Erinnerungen bruchstückhafter, als würde etwas nicht stimmen, eine Art Störbild, das sich über die Realität legt. Wie im Tanz führt Barbara Rieger ihre zwei Figuren durch den Roman, mal verschmelzen sie miteinander, mal werden sie durchgeschüttelt, immer aber bleiben sie im Takt der Sprache.

"Ich schiebe sie zur Seite, sie lacht laut und vibriert in meinem Bett, vibriert wie ein Wecker, mein Wecker, ich schalte den Wecker aus, blonde Haare stecken in meinem Hals, ich huste, würge. Bevor ich ersticke, wache ich auf."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783218011204
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum:26.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    TeleTabi1s avatar
    TeleTabi1vor 9 Tagen
    Eine ungewöhnliche Freundschaft

    "Bis ans Ende, Marie“ ist die Geschichte zweier junger Frauen, bestehend aus der namenlosen Erzählerin und Marie, deren Geschichte als normale Freundschaft in einer Bar in Wien beginnt, sich dann jedoch zu einer Art Hass-Liebe entwickelt. Anfangs ist die junge Studentin fasziniert von der Kellnerin Marie, die so selbstbewusst, lebensfroh und attraktiv, so komplett anders zu sein scheint als sie selbst. Denn sie ist unzufrieden mit ihrem Leben und nichts läuft wirklich rund bei ihr. Doch mit der Zeit werden die Begegnungen mit Marie merkwürdiger und anstrengend...

    Ein außergewöhnliches Buch mit einer ebenso außergewöhnlichen Sprache, die durch bruchstückhaft-kurze und teilweise sehr verwirrende und undurchsichtige Sätze perfekt das Durcheinander und das Chaos widerspiegelt, das die junge Erzählerin empfindet. Deren Gedanken und Gefühle werden in der Ich-Perspektive im Präsens wiedergegeben, sodass der Leser sich unmittelbar in ihre Situation versetzt fühlt. Die Emotionen und das Erleben der Protagonistin stehen bei diesem Buch bewusst im Vordergrund und nicht immer ist klar, wann es sich dabei um Realität oder Traum beziehungsweise Einbildung handelt. Häufig habe ich als Leser mich dadurch ein wenig in die Irre geführt und verloren gefühlt. Trotzdem hat es mich meist gut unterhalten und scheint mir daher ein lesenswertes Buch zu sein.
    Der Debütroman von Barbara Rieger verfügt zudem über ein außerordentlich hübsch gestaltetes Hardcover, das direkt ins Auge sticht. Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch definitiv um einen sehr besonderen, außergewöhnlichen und schrägen Roman – eben typisch kremayr & scheriau! :-)

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    Toxicass avatar
    Toxicasvor einem Monat
    Sehr empfehlenswert!

    Der Roman ist in mehrere kurze Abschnitte gegliedert und wird aus der Ich-Perspektive einer namenlosen Hauptprotagonistin erzählt. Im Präsens, was nicht unbedingt meinen persönlichen Geschmack trifft, jedoch hervorragend zur Handlung des Buches passt. Die junge Frau stammt aus einer gutbürgerlichen und recht konservativen Familie, die sie mehr unter ihren Fittichen hält, als ihr lieb ist. Sie schafft es jedoch nicht, klare Grenzen zu ziehen und sich vollständig vom Druck ihrer Familie zu lösen. Selbst zum Medizinstudium möchten die Eltern sie zwingen, und es wirkt beinahe wie eine Lächerlichkeit auf sie, dass sie dieses auf Grund ihrer Hematophobie abbrechen muss. Stattdessen wählt sie ein geisteswissenschaftliches Studium, was ich ob ihrer eigenen psychischen Verfassung ziemlich skurril finde. Ein ernst zu nehmender Zustand, der gewiss seine Gründe hat. Da wären zum einen die schwer kranke Großmutter, mit der sie zusammen in einer Wohnung lebt und die im weiteren Verlauf stirbt, zum anderen ihr attraktiver Studienkollege Dominik, der partout auf keine Annäherungsversuche reagiert. Man bekommt das Gefühl, dass sie ihren Platz in der Welt noch sucht. Da ist Marie die perfekte willkommene Abwechslung ...

    Marie arbeitet als Kellnerin in einer Kneipe. Sie ist ziemlich selbstbewusst, beliebt und absolut draufgängerisch. Alles, was unsere Ich-Erzählerin eben nicht ist. Recht schnell freunden sich beide an und werden zum ultimativen Duo Infernale.

    "Ich greife nach dem Telefon, sehe eine Nachricht von Marie, ich will sie nicht lesen, will nicht an sie denken, will nicht wieder mit ihr saufen und tanzen, danebenstehen, wenn sie flirtet, mir ausmalen, wie sie fickt." (S. 31)

    Dieses Zitat beschreibt wunderbar das Verhältnis zwischen den beiden Freundinnen, die eigentlich keine sind. Es ist vielmehr wie eine Art Hassliebe zwischen ihnen. Ein Ja wird zeitgleich zu einem Nein, ein vernünftiger Gedanke geht direkt über in den nächsten Drogen- oder Alkoholkonsumrausch. Die Ich-Erzählerin schwankt in Unsicherheit, ihre Gefühle verändern sich stetig und am Ende weiß sie selbst nicht mehr so genau, was wahr ist und was nicht.

    Oft war mir nicht ganz klar, ob die jeweilige Handlung in der Realität stattfindet oder lediglich in den Träumen bzw. Wahnvorstellungen der Ich-Erzählerin. Die Autorin ließ die Grenzen geschickt miteinander verschmelzen, sodass man sich sogartig vorwärts bewegte, gefangen und getrieben in einem Strudel aus Erinnerungen und Einbildungen. So verwirrend das auch war, so sehr faszinierte es mich, zeigte es doch deutlich, wie schnell man selbst die Kontrolle über seinen Verstand verlieren kann.

    Der Schreibstil ist außergewöhnlich - und gewöhnungsbedürftig. Meistens sind die Sätze ziemlich kurz oder unvollständig, weil sie das geistige Durcheinander der Protagonistin widerspiegeln. Dadurch verliert man zwischendurch den Überblick bzw. die Orientierung, wovon man sich nicht abschrecken lassen sollte. Im Nachhinein betrachtet war das genau richtig so. Ich nehme an, die Autorin wollte, dass ich mich - wie ihre Ich-Erzählerin - im Durcheinander bewege, dass ich die Zerrissenheit spüre und irritiert nach etwas Greifbarem in einem nicht kohärenten Ganzen suche.

    "Er sagt, er wundert sich, dass sie mit so einem Typen -, sie hält ihm den Mund zu, er sagt, er hat noch nie mit einer Frau gefickt, die so geil und gleichzeitig so intelligent, Marie sagt nichts, kommt ein zweites Mal, einmal für mich, denke ich, und schläft zufrieden und gehalten ein, diese pseudofeministische Tussi." (S. 27)

    Mir fehlten bei den Dialogen die Anführungszeichen, was das Lesen etwas erschwerte. Daran hatte ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen können.

    "Wohin?, frage ich sie und schenke Wein nach.
    Nach Hause, sagt sie und legt die Gabel zur Seite.
    Wo ist das?
    Marie schüttelt den Kopf." (S. 42)

    "Du siehst heiß aus, sagt Marie.
    Ihr seht heiß aus, sagt Clemens." (S. 53)

    Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches.

    (Recensio Online)

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    Simi159s avatar
    Simi159vor einem Monat
    Eine junge Frau auf der Suche

    Die Icherzählerin der Geschichte, lernt Marie in einer Bar kennen. Diese hat alles, was der Erzählerin ihrer Meinung nach fehlt. Erfolg bei den Männern, tolles Aussehen und irgendwie einen Plan für ihr Leben. 

    Die Erzählerin selbst steckt fest, hat keinen richtigen Spass am Studium, ihre Eltern meckern, weil sei sich von ihrem Freund getrennt  hat und nicht das Leben führt, daß diese sich für sie vorstellen. 

    Ihr neuer Schwarm Dominik scheint sie ebenfalls nicht wahrzunehmen. Vielleicht kann ja die Freundschaft zu Marie etwas an all dem ändern….



    Fazit:

    Wow, als Leser wird man voll und ganz in die Gedankenwelt der Icherzählerin hineingezogen.Schon nach wenigen Seiten kann man Fiktion, Erinnerungen und tatsächliches Erleben dieser Frau fast nicht mehr auseinander halten.

    Doch es braucht bis zum Ende des Buches um den Knoten platzen zu lassen. Ja man ahnt vielleicht schon vorher etwas, doch richtig fassen kann man das nicht. Man zweifelt und verzweifelt fast, wie dieser zerbrechliche Charakter, der aus seinem Leben erzählt und einen mitnimmt in dieses innerlich zerrissen sein, das nicht gehört und beachtet werden von den Eltern, das nicht wissen wohin mit den eigenen Gefühlen und dem eigenen Leben. 


    Genau dieses Verwirrspiel, diese hohe Emotionalität und dass es keinen roten Faden zu geben scheint, hat mir besonders gut gefallen. 

    Auf diese emotionale Achterbahnfahrt sollte/muß man sich einlassen, dann wird einem dieses gut lesebare Buch gefallen.


    4 STERNE.

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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein besonderer, sehr lesenswerter Roman
    Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

    Sie ist Psychologiestudentin in Wien und hat es nicht leicht: Ihre Mutter ist hysterisch und überbesorgt, ihr Vater will ihr ständig Medikamente verabreichen, ihre Großmutter ist sehr krank, und ihr Schwarm, Kommilitone Dominik Dokter, beachtet sie kaum. Aber da gibt es noch Marie, die so ist, wie sie gerne wäre: beliebt, frech, extrovertiert und mutig. Partys und Alkohol sind für sie eine gute Ablenkung. Doch die Begegnungen mit Marie werden immer merkwürdiger...

    „Bis ans Ende, Marie“ ist der ungewöhnliche Debütroman von Barbara Rieger.

    Meine Meinung:
    Der Roman ist eingeteilt in viele, oft sehr kurze Abschnitte. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin - und zwar im Präsens. Die Übergänge sind sehr abrupt, einiges wirkt unzusammenhängend und etwas wirr. Das macht ein aufmerksames Lesen erforderlich.

    Auch der Schreibstil ist ziemlich außergewöhnlich. Die Sätze sind meist recht kurz, immer wieder auch unvollständig. Sprachlich ahmt der Roman das Durcheinander der Gedanken der Protagonistin und deren Achterbahnfahrt der Gefühle in gelungener Weise nach. Dabei entwickelt sich beim Lesen zunehmend ein Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.

    Die Hauptprotagonistin ist ein reizvoller Charakter, ist jedoch nur schwer zu erfassen. Nur langsam nähert man sich ihr und erfährt, was vor sich geht.

    Inhaltlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Erinnerungen, Traum und Einbildung immer stärker. Zunehmend verstärkt sich der Eindruck, dass irgendwas ganz und gar nicht in Ordnung ist und die Protagonistin ein Problem hat. Die Atmosphäre wird unheimlicher. Die Erinnerungen werden immer bruchstückhafter, die Sprünge zwischen den einzelnen Passagen größer, die Beziehung zu Marie kippt.

    Gut gefällt mir die dem Roman zugrundeliegende Problematik, die sich erst zum Schluss in Gänze offenbart. Dabei greift die Autorin nicht nur ein wichtiges Thema auf, das zum Nachdenken anregt, sondern zeigt auch, dass der Aufbau ihres Werkes clever konstruiert ist.

    Obwohl lange im Unklaren bleibt, was eigentlich passiert, kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Erst nach und nach kam bei mir ein Verdacht auf, der sich letztlich bestätigt hat. Dennoch liefert der Roman viel Interpretationsspielraum und Diskussionsstoff, da auch am Ende nicht alle Fragen gänzlich beantwortet werden. Ein Pluspunkt ist außerdem eine Liste mit Musiktiteln, der Soundtrack zur Geschichte.

    Das Cover passt meiner Ansicht nach hervorragend zum Inhalt. Auch der Titel ist treffend gewählt.

    Mein Fazit:
    „Bis ans Ende, Marie“ von Barbara Rieger ist ein besonderer, sehr lesenswerter Roman. Eine moderne Lektüre, die mich überzeugen konnte und noch lange bei mir nachklingen wird.

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    Nadl17835s avatar
    Nadl17835vor 2 Monaten
    Unvergleichliches Versteckspiel

    Die namenlose Ich-Erzählerin trifft in einer Bar auf die extrovertierte und leichtlebige Marie und von da an beginnt eine unvergessliche Reise in der die beiden zu verschmelzen scheinen und oft nicht klar ist wer wer ist und wer was tut. Manchmal sind sie Marie und die Erzählerin und manchmal sind sie ein und dieselbe Person was die Wahrnehmung und das Denken angeht. Die Erzählerin lernt sich durch Marie besser kennen und weiß aus welchen Gründen sie etwas tut und warum sie es tut oder eben nicht. Sie eifert der scheinbar perfekten Marie geradezu hinterher und verliert sich in ihr...

    Hoch loben möchte ich den Schreibstil, der wirklich genial konstruiert ist, was man allerdings in seiner Gesamtheit erst gegen Ende des Buches erfährt. Die kurzen und klaren Sätze, die oftmals verwirrend und konfus wirken, lassen einen nur so durch das Buch gleiten und treiben die Geschichte voran, auch wenn diese wenige klare Handlungen erkennen lässt. Die Eindrücke der Erzählerin sind oft nicht nachvollziehbar bzw. so außergewöhnlich und andersartig geschrieben, dass es schwierig ist einen logischen Zusammenhang zu finden und dem folgen zu können. Doch gerade daraus ergeben sich viele fantastische Momente, die unterschwellig und subtil ihre Wirkung entfalten und die Handlungen so zu etwas Besonderem machen und Tiefgründigkeit erkennen lassen, die nicht direkt erkennbar ist. Bis zur Hälfte fand ich die Geschichte okay, aber nicht herausragend - der Schreibstil sei hier ausgenommen - doch dann beschleunigte sich die Handlung und es wurde auf einmal total spannend und die verwirrenden Momente nahmen weiterhin zu. Das Ende lässt dann die "Bombe" platzen und offenbart die Wahrheit, die manchmal versteckt oder auch nicht versteckt im Schreibstil enthalten ist und dem aufmerksamen Leser aufgefallen sein mag. Mit dieser Erkenntnis liest man das Buch anders  und erkennt die Hinweise, die wahrlich klug und genial gestreut wurden, den Leser aber dennoch zu irritieren vermögen.

    Für aufmerksame Leser, die einen tiefgreifenden Roman mit verwirrendem Sprachstil und einer gewaltigen Desillusionierung mögen, gut geeignet! 

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    awogflivor 2 Monaten
    Abstieg in den Keller eines verwirrten Geistes

    Puh, der Plot dieses Romans hat was von einem Roofies-Trip: wirr, nur Fetzen von Erinnerungen und Eindrücken, die sich allmählich sehr mühsam zu einem Ablauf des Geschehens zusammensetzen. Das ist auch durchaus beabsichtigt und soll den völligen Kontrollverlust der Protagonistin dokumentieren. Dieser Trip ist dramaturgisch etwas à la Hangover gestaltet, aber nicht lustig augenzwinkernd wie der Hollywoodfilm, sondern live von einer total widerlichen abgeranzten Psychopathenfront.

    Die Protagonistin ohne Namen, eine Psychologiestudentin, ist völlig auf die lebenslustige Marie und ihren unerreichbaren Schwarm, den Studienkollegen Dominik fixiert und irrt orientierungslos mit ihren Freunden meist besoffen durch Wien, inklusive zweier Kurztrips – einer Landpartie ins Salzkammergut und zu einem Festival nach Venedig. Der Gegenstand der Obsession der Studentin, die Freundin und Kellnerin Marie, ist eigentlich gar kein Katalysator der Handlungen, sie bewirkt so gut wie gar nichts, sondern lebt nur ihr Leben und versucht, der Hauptfigur vor allem eine gute Freundin zu sein und ihr ein bisschen Lebenslust beizubringen. Das ist aber sehr schwer, denn die Protagonistin hat von Anfang an einen extrem tiefen Sprung in der Schüssel, der sehr weit von einer jugendlichen Verwirrtheit entfernt ist. Ganz subtil wird auch auf den sehr lockeren Umgang des Vaters mit rezeptpflichtigen Psychopharmaka hingewiesen, ob sich dieser aber irgendwann als Langzeitschaden in der Jugend oder in der gegenwärtigen Geschichte auf die Psychologiestudentin ausgewirkt hat, bleibt auch ungelöst, würde aber vieles erklären.

    ALS ICH WIEDER zu Bewusstsein komme, steckt etwas in meiner Vagina. Ich ziehe es aus mir heraus, beginne die Fäden der Erinnerung zu entwirren, ich suche die Spinne in meinem Netz (1. Satz und Einstieg in diesen Roman)

    Eines muss ich der Autorin ja lassen: Chapeau! Sie hat diesen wirren Stil sehr konsequent und konsistent durchgezogen. Leider ist die Protagonistin derart kaputt im Oberstübchen, dass das für einen normalen Menschen (Ok, das ist jetzt sehr überheblich, denn was ist schon normal) extrem verwirrend und undurchschaubar ist. Somit war – zumindest für mich als Leserin – die Rezeption der Handlung, des genauen Ablaufs der Ereignisse und die Motivationslage der Psychologiestudentin kaum verständlich, zumal sich der dekonstruierte, wirre Stil vom Beginn bedauerlicherweise zum Ende des Romans auch nicht zu entflechten und mäßigen vermochte. Bis zum Schluss war mir nicht klar, was wirklich passiert ist, und was mir die Autorin mit diesem Buch abgesehen von dieser Verwirrtheit sonst noch als Inhalt mitgeben wollte. So klappte ich letztendlich auf Seite 203 sehr fassungslos und mit einem fragenden Gesichtsausdruck die Buchdeckel zusammen und fragte mich, was zur Hölle ich da überhaupt gelesen habe. Und ehrlich gesagt, es war zwar wirklich, wie auf dem Buchrücken versprochen, eine emotionale Achterbahnfahrt (insofern ist der Verlag Kremayr & Scheriau immer punktgenau ehrlich bei der Bewerbung und Beschreibung seiner herausgegebenen Werke), aber ich wusste weder wohin ich gefahren bin mit dieser Achterbahn, wer mit mir im Wagen saß, noch was wirklich während der Fahrt passiert ist.

    Fazit: Die komplette Dekonstruktion von Hirn, Wahrnehmung und Geist. Kann man mögen, war aber für mich doch nicht nur um eine Nuance, sondern viel zu abgedreht. Schräg, innovativ und unorthodox ist er auf jeden Fall, dieser Erstlingsroman der Autorin.

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    dreamlady66vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Begegnung mit Marie
    Begegnung mit Marie

    (Inhalt, übernommen)
    Sie lernt Marie in einer Bar kennen. Sofort entwickelt sich eine innige Freundschaft. Marie ist alles, was sie nicht ist: attraktiv und beliebt, dominant und extrovertiert. Und sie überschreitet gerne Grenzen. Marie ist immer an ihrer Seite und so nahe wie niemand sonst, manchmal zu nahe, zu fordernd, zu bestimmend und verletzend, dennoch die Einzige, die sie versteht. Die Mutter ist hysterisch, der Vater hat stets das passende Medikament parat und ihr Schwarm und Studienkollege Dominik schenkt ihr keine Beachtung – also bleibt nur Marie.

    Was wie eine gewöhnliche Freundschaft beginnt, wird allmählich zu einem Vexierspiel. Die Begegnungen mit Marie werden merkwürdiger, die Erinnerungen bruchstückhafter, als würde etwas nicht stimmen, eine Art Störbild, das sich über die Realität legt. Wie im Tanz führt Barbara Rieger ihre zwei Figuren durch den Roman, mal verschmelzen sie miteinander, mal werden sie durchgeschüttelt, immer aber bleiben sie im Takt der Sprache.

    Über die Autorin:
    Barbara Rieger, 1982 in Graz geboren, Studium der Kultur- und Sozialanthropologie und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Wien. Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur.
    Lebt und arbeitet als Autorin und Schreibpädagogin in Wien.
    "Bis ans Ende, Marie" ist ihr erster Roman.

    Schreibstil/Fazit:

    Die Autorin Barbara Rieger schreibt hier eine Geschichte über eine emotionale Achterbahnfahrt einer jungen Frau.
    Der Schreibstil war für mich als Leser vollkommen neu auch teilweise doch auch ziemlich kompliziert, das Buch liest sich mal eben nicht nur so zwischendurch.
    Man konnte manches nicht erkennen und die richtigen Zuordnungen treffen. Die Erzählungen waren teilweise verworren, skurril und kaum nachvollziehbar.
    Die Sätze sind kurz und nicht immer fließend geschrieben.
    Der Leser muss hier viel überlegen und nachdenken, kommt aber dennoch mit der Handlungsweise zurecht, besonders, wenn man es zweimal liest :)

    Es ist ein Buch zum Nachdenken mit außergewöhnlichen Passagen.
    Also ein Buch für Leser, die ausgefallene Erzählungen und deren Auslegungen mögen, hierfür steht Kremayr & Scheriau!

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    Frollein_von_Kunterbunts avatar
    Frollein_von_Kunterbuntvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte auf dem schmalen Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit, fesselnd und faszinierend.
    Eine Geschichte auf dem schmalen Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit, fesselnd und faszinierend.

    „Bis ans Ende, Marie“ ist das Erstlingswerk von Autorin Barbara Rieger und auch mein erstes Buch aus dem Verlag Kremayr-Scheriau und ich kann sagen, dass es auf allen Seiten eine gelungene Premiere war.  


    Der Roman ist so ziemlich das außergewöhnlichste, das ich bisher gelesen habe. Ausschlaggebend dafür ist der ganz besondere Schreibstil der Autorin. Ganz anders als in den meisten Romanen gibt es hier keinen Fließtext mit langen Sätzen und einfacher Wortwahl, sondern das Buch besteht aus bruchstückhaften und zusammengesetzten Erinnerungsfetzen der Protagonistin, einzelnen Sequenzen aus ihrem Leben und kurzen Splittern ihrer Illusionen und Fantasien. In Kombination mit kurzen Sätzen, einer prägnanten Wortwahl und dem Mut, die Protagonistin manche Sätze mitten im Reden oder Denken abbrechen zu lassen sorgt dafür, dass man schon nach wenigen Seiten komplett die Orientierung verloren hat und nicht mehr weiß, ob das eben Geschehene nun die Realität der namenlosen Protagonistin war oder reine Illusion. Die Geschichte entwickelt sich somit immer auf der schmalen Spur zwischen Wahn und Wirklichkeit, balanciert darauf und lässt den Leser irritiert zurück. 

    Was abschreckend klingt, ist jedoch in Wahrheit ein absoluter Garant für eine ganz außergewöhnliche Leseerfahrung. Auch wenn die Handlung und die Personen in diesem Buch durch den Schreibstil schwer zu greifen sind und man sich als Leser an manchen Stellen verloren fühlt, so merkt man doch bereits am Anfang, dass sich die Geschichte auf ein faszinierendes Finale hin bewegt. Rasant, fesselnd, beklemmend und verwirrend zugleich lässt einen das Buch wie in einem Rausch zurück und es fühlt sich an wie eine Trance, sobald man es aus den Händen legt. 


    Ebenso wie dem Leser ergeht es auch den beiden Frauen, von denen das Buch handelt. Die Beziehung zwischen den beiden ist ein Wechselspiel aus Zuneigung und Abscheu, Kühle und Vertrautheit und hat etwas von einer Hassliebe. Die beiden hegen eine beängstigende Faszination füreinander, die ungeahnte Ausmaße annimmt und am Ende in einem furiosen Finale endet. 


    Dieses Erstlingswerk der Autorin ist keine leichte Kost, verliert jedoch niemals an Spannung und steigert während des Lesens kontinuierlich die Neugierde des Lesers. Ein Buch, das man nicht nur wegen des schönen Covers nicht mehr aus der Hand legen kann. 

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    classiques avatar
    classiquevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: "Schwerfälliger Schreibstil"
    "Skurrile Geschichte"

    Der Roman "Bis ans Ende Marie" umfasst ca. 208 Seiten.

    Kurzer Plot:

    Die Ich - Erzählerin, und bis zum Ende namenlose Protagonistin, erzählt diese "Geschichte". 

    Eine junge Frau denkt viel über ihr "Leben" nach. Sie selbst ist ein ziemlich unscheinbarer Mensch, und voller Selbstzweifel. 

    Dann begegnet sie in einer Bar - Marie. Marie ist genau das Gegenteil von ihr selbst, aber trotzdem entwickelt sich eine innige Freundschaft. 

    Aber allmählich wird ihre Freundschaft zu einem Vexierspiel, und Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen ineinander. 

    Mein Fazit:

    Das Cover gefällt mir gut, der Schreibstil ist jedoch sehr anstrengend, und trifft bestimmt nicht jeden Geschmack. 

    Eine "skurrile Geschichte" mit einem Schreibstil der mich leider nicht überzeugen konnte. Sehr schwerfällig!



    2. Sterne!

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    Bookster_HROs avatar
    Bookster_HROvor 2 Monaten
    Barbara Rieger | BIS ANS ENDE, MARIE

    Als ich wieder zu Bewusstsein komme, steckt etwas in meiner Vagina. (Seite 5)

    Fetter erster Satz. Haut rein wie ein Preisboxer. Wer jetzt schon nicht gefangen ist, wird’s auch nicht mehr werden, denn die Geschichte um die Hassliebe zwischen der namenlosen Ich-Erzählerin und ihrer Freundin Marie hat es in sich, und das sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Barbara Rieger (*1982) zeigt sich in ihrem Debütroman experimentierfreudig, bedient sich gekonnt allen möglichen Stilmitteln und spielt mit ihren Lesern Katz und Maus.

    Dabei ist eigentlich gar nicht so viel Story vorhanden, dass ein solcher schriftstellerischer Aufwand gerechtfertigt wäre. Hier die Eckdaten: Die junge Frau hadert viel mit ihrem Leben – die Eltern verstehen sie nicht, die Oma liegt im Sterben, ihr Uni-Schwarm beachtet sie nicht. Sie fühlt sich fehl am Platz, und überhaupt scheinen alle anderen mehr Spaß am Leben zu haben, als sie selbst. Besonders Marie, die das Leben genießt wie ein Kind den Spielplatz, die alles in sich aufnimmt, was sie nur zu fassen kriegt und wieder ausspuckt, was ihr nicht schmeckt. Die Unterschiede zwischen den beiden Frauen sind also vergleichbar mit denen zwischen schwarz und weiß – selten hat ein Coverbild so gut zum Roman gepasst.

    Die reine Story ist also in ein paar Sätzen erzählt, doch Rieger hat vorgesorgt und ihre Geschichte mit mehreren tiefer liegenden Ebenen beschwert und mit sirupdicker Prosa gefüllt. Man watet bis zur Hüfte in einem schweren Schlamm aus formvollendeten Sätzen und kämpft sich voran bis hin zu einem Ende, bei dem man fast gezwungen ist, gleich nochmal von vorn zu beginnen. Denn die Beziehung zwischen der jungen Frau und Marie beginnt mehr und mehr zu wanken, bekommt Falten und schließlich Risse. Riegers Kunst besteht darin, diese Fehler nicht nur in der zwischenmenschlichen Ebene zu beschreiben, sondern auch in den Text zu übernehmen: Szenen werden vage, Dialoge überkreuzen sich, das ganze Buch kippt – und am Ende weiß man, warum.

    Sehr lesenswert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    Autoren oder Titel-Cover"Ich schiebe sie zur Seite, sie lacht laut und vibriert in meinem Bett, vibriert wie ein Wecker, mein Wecker, ich schalte den Wecker aus, blonde Haare stecken in meinem Hals, ich huste, würge. Bevor ich ersticke, wache ich auf."


    Worum gehts?

    Sie lernt Marie in einer Bar kennen. Sofort entwickelt sich eine innige Freundschaft. Marie ist alles, was sie nicht ist: attraktiv und beliebt, dominant und extrovertiert. Und sie überschreitet gerne Grenzen. Marie ist immer an ihrer Seite und so nahe wie niemand sonst, manchmal zu nahe, zu fordernd, zu bestimmend und verletzend, dennoch die Einzige, die sie versteht. Die Mutter ist hysterisch, der Vater hat stets das passende Medikament parat und ihr Schwarm und Studienkollege Dominik schenkt ihr keine Beachtung – also bleibt nur Marie.

    Was wie eine gewöhnliche Freundschaft beginnt, wird allmählich zu einem Vexierspiel. Die Begegnungen mit Marie werden merkwürdiger, die Erinnerungen bruchstückhafter, als würde etwas nicht stimmen, eine Art Störbild, das sich über die Realität legt. Wie im Tanz führt Barbara Rieger ihre zwei Figuren durch den Roman, mal verschmelzen sie miteinander, mal werden sie durchgeschüttelt, immer aber bleiben sie im Takt der Sprache.

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    > Informationen zum Buch

    Barbara Rieger,
    geboren 1982 in Graz. Studium der Kultur- und Sozialanthropologie und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Wien. Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur. Lebt und arbeitet als Autorin und Schreibpädagogin in Wien. Leiterin des Lehrgangs Schreibpädagogik. Betreibt seit 2013 gemeinsam mit Alain Barbero den trilingualen Literatur- und Fotoblog „Café Entropy“, aus dem das Buch „Melange der Poesie“ hervorging. „Bis ans Ende, Marie“ ist ihr erster Roman.

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    Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

    Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

    Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

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