Barbara Schilling Grundlagen des Marketing

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Inhaltsangabe zu „Grundlagen des Marketing“ von Barbara Schilling

Dieses Buch vereint anschaulich die Marketing-Grundlagen aus Theorie und Praxis und ist sowohl für Marketingfachleute in der Ausbildung als auch in der Arbeitswelt geeignet. §Aus dem Inhalt: Markt und Wettbewerb, Marketing-Mix, Werbelehre, Planung, Konzeption, Kommunikationspsychologie, Multi- und Social-Media, Gestaltung, Research, Nachhaltigkeit.

Gut gedacht, aber nicht optimal

— EvyHeart
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    Grundlagen des Marketing
    EvyHeart

    EvyHeart

    07. August 2017 um 12:21

    Das Cover Das Titelbild ist einfach, aber effektiv. Zwei Drittel des Covers sind mit einem rosa Banner versehen, auf dem farblich passend Titel und Autorin stehen. Im unteren Drittel sieht man Männer in Anzügen, in denen ein Mann mit rosa Unterhose auffällt. Der einfache Gag vermittelt die einfache Botschaft - es braucht nicht viel, um einzigartig zu sein. Vielleicht nur Ehrlichkeit. Oder: Auffallen kann simple sein, indem man gegen den Strom schwimmt. Leider ist das Bild ein bisschen unscharf. Inhalt Das Buch vermittelt Grundkenntnisse in vielen wichtigen Bereich des Marketing. Beginnend mit der Historie und Werbezielen arbeitet sich die Autorin zum klassischen und zum Online-Marketing durch. Später geht sie auf Werbemittel ein und zeigt, wie man den Erfolg messen kann. Mit Kontrollfragen am Ende kann man sehen, was man im Buch gelernt hat. Für mich waren im Buch viele Fakten, die ich schon kannte z.B. das A.I.D.A.-Prinzip oder der Marketing-Mix. Neu war die menschliche Seite. Das Buch spricht (oft indirekt) die Frage an "Wie fühlt sich der Käufer?" Durch den Perspektivwechsel sah ich einiges klarer. Gestaltung Allgemeines Als ich das Buch aufschlug, fielen mir zwei Begriffe ein: geradlinig und nutzerfreundlich. Schon das Inhaltsverzeichnis ist durch die Kombination aus Großschreibung und normalen Buchstaben gut lesbar. Später nutzt die Autorin Kursiv- und Fettdruck, aber sehr sparsam. Man wird nie optisch überlastet, sondern es wird nur das hervorgehoben, was wichtig ist. Auffällig sind die halbseitigen Fotos, die manche Kapitelbereiche illustrieren. Ca. 20 gibt es davon und das ist viel. Ich finde, die Bilder sind geschickt gewählt und lockern gut auf. Problematisch ist, dass das Buch (bis das Cover) schwarz-weiß ist. Das wird durch die Bilder stellenweise kompensiert und diese Idee finde ich klasse. Aber die Kapitelüberschriften wirken wie bei einer schlechten Kopie - real wären sie dreidimensional, hier passt es nicht. Die Merk-Kästchen am Rand sind sehr schwer zu lesen, weil klein (ca. Arial 8) und hellgrau - sie wirken, als hätte man sie mit Rasterfolie gedruckt. Die Schrift im Buch ist serifenlos und der Blocksatz ist erkennbar. Dadurch ist das Buch gut lesbar, aber durch die fehlende Grafiken stand ich manchmal in einer Wüste aus Buchstaben und fühlte mich erschlagen. Es ist schick anzusehen, aber leider nicht sehr nutzerfreundlich. Merkkästchen Fußnoten bin ich gewohnt, aber Merkkästchen bzw. Randnotizen? Am Anfang habe ich mich gefreut, weil kleine Info-Häppchen am Rand interessant sein würden. Leider waren die Informationen nicht zusätzlich, sondern essentiell. Beispielsweise erklärt die Autorin auf S. 124f. das A.I.D.A.-Prinzip, indem sie auf die Historie und die Funktion eingeht. Aufgelöst wurd das Akronym aber im Merkkästchen am Rand - und dieses zieht sich bis zum nächsten Abschnitt mit der KISS-Formel. Manchmal werden sie als Zwischenüberschriften genutzt (aber nicht im ganzen Buch) und manchmal heben sie tatsächlich eine wichtige Botschaft hervor. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass nicht klar ist, wofür die Kästchen genutzt werden sollen. Ihnen fehlte die Struktur. Außerdem kann man auf ca. 3 cm Breite keine langen Botschaften notieren, weil die Lesbarkeit darunter leidet. Ich denke, für die Zwischenüberschriften sind die Randbemerkungen sehr gut, weil sie optisch auflockern (wenn sie nur grau und nicht gerastert gedruckt sind). Merk-Kästchen wären im Text oder am Ende eines Abschnittes besser gewesen. Das hätte auch fehlende Grafiken kompensiert. Auch Fußnoten wären eine gute Möglichkeit. Rechtschreibung Das Buch hat ein paar Tippfehler, aber meistens behindern sie den Lesefluss nicht. Auch Bindestriche, die kürzer sind als sie sollten, toleriere ich. Wenn man "Cannes" mit "Caen" verwechselt, wird es für den unwissenden Leser schwierig. Es gibt tatsächlich eine Stadt namens "Caen" im nordfranzösischen Departement Calvados. Das Werbe-Festival, auf das sich das Buch bezieht, findet in Cannes statt. Schreibstil Der Ton im Buch ist freundlich, kann sich aber nicht zwischen kuschlig-lebensnah und wissenschaftlich entscheiden. Es gibt Passagen, die sehr komplex geschrieben sind oder mit vielen Worten wenig aussagen. Und es gibt Passagen, die überraschen, weil die Autorin auf den Leser eingeht und man spürt, dass die Infos wichtig sind. Außerdem wünsche ich mir mehr Beispiele. Das Buch war manchmal sehr theoretisch und mit der Praxis hätte ich mich besser identifizieren können. Fazit Das Buch ist optisch außergewöhnlich und hat einige gestalterische Ideen. Inhaltlich greift die Autorin auf vieles zurück, bleibt aber oft theoretisch. Mir fehlte ein roter Faden, ein eigenes Profil.

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