Barbara Schinko Rabenfeder

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Inhaltsangabe zu „Rabenfeder“ von Barbara Schinko

Mit dem Schattenspieler Calvin und der Zauberin Juwel flieht Maradita aus der Stadt. Bei den Rabenbrüdern, den Herrschern der Jahrmärkte, findet sie Zuflucht; doch wird Rabe sie vor dem Unheil beschützen, das ihr dicht auf den Fersen ist? … Rabenfeder von Barbara Schinko ist der zwölfte Band der Reihe "Weltenwanderer". Werden Sie zu einem Wanderer zwischen den Welten und lassen Sie sich verzaubern von der Vielfalt der unterschiedlichen Einblicke, von dem Ideenreichtum der Autorinnen und Autoren!

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  • Rezension zu "Rabenfeder" von Barbara Schinko

    Rabenfeder

    kleinfriedelchen

    06. May 2011 um 11:19

    "Man hört, dass die Feen den Menschen die Schatten wegnehmen. Sie ernähren sich von Schatten wie unsereins von Suppe und Brot; sie werden krank, wenn sie mal keine kriegen. Es heißt, das Erste, was eine frisch geschlüpfte Fee tut, ist, ihren eigenen Schatten zu fressen - sonst verhungert sie." Calvin ist ein Schattenspieler, der hinter dem Leinentuch Geschichten zum Leben erweckt. Seit jeher ist die kleine Maradita von seinem Handwerk fasziniert und hilft ihm, die Geschichte mit ihrem Schatten zum Leben zu erwecken, obwohl ihr Onkel ihr den Umgang mit den Jahrmarktleuten verboten hat. Als ein Mann im Dorf krank wird und plötzlich keinen Schatten mehr hat, flieht Calvin zusammen mit Maradita und der Zauberin Juwel, denn Schatten stehlen können nur die unheimlichen Feen, die sich von ihnen ernähren und ihre eigenen Feenbälgern den Menschen unterschieben. Und was soll ein Schattenspieler ohne Schatten anfangen? Sie schließen sich den Rabenbrüdern an, einer großen Truppen von Jahrmarktsleuten, die unter dem Schutz des Raben stehen, doch auch hier wird bald einer der Schausteller krank. Verfolgt der Schattendieb sie etwa? Und warum? _________ Meine Meinung Kurzgeschichten lese ich eher selten. Nicht weil sie schlecht geschrieben sind, sondern weil diese Art der Erzählung für mich ein kleines Manko hat: sie sind oftmals zu schnell vorbei, gerade wenn man die Charaktere lieb gewonnen hat. So ist es auch bei "Rabenfeder" von Barbara Schinko. Die Kurzgeschichte stammt aus der Sammlung "Weltenwanderer XII", bei der die Autoren ihrer Kreativität zum Thema Fantasy freien Lauf lassen konnten. Ich mag das Genre eigentlich, bin aber oftmals abgeschreckt, weil die meisten Werke 500 Seiten oder mehr haben und von Zwergen oder bogenschwingenden Elfen überrannt sind. Da ist "Rabenfeder" genau das richtige. Die wirklich gut gelungene Kurzgeschichte bietet ein kleines feines Stück Fantasy auf nur 63 Seiten und obwohl sie kurz ist, fand ich die Geschichte sehr detailreich und atmosphärisch. Die Geschichte handelt von der zwölfjährigen Maradita, die von ihrem Onkel, der sie nach dem Tod ihrer Mutter aufgenommen hat, nichts als Schläge kennt und sich zu dem Schattenspieler Calvin flüchtet und dort ein neues Leben beginnen will. Im Lager der Brüder des Raben begegnet man Maradita jedoch mit Misstrauen und besonders die alte Tobella, die greise Anführerin, lässt sie ihre Abneigung immer wieder spüren. Doch wirklich Sorgen bereitet Maradita nur der Schatten, der jeden Abend um das Lager zieht und nur auf die Unachtsamkeit der Marktleute wartet. Schon von der ersten Seite an fand ich Maradita sehr sympathisch und war von der Geschichte gefangen. Ich konnte den Jahrmarktzauber und die unheimliche Stimmung, die die Seiten versprühen, richtig spüren. Das lag wohl an Schinkos angenehm leichten Schreibstil, der glücklicherweise nicht so detailverliebt ist, wie man es bei manch anderen überladenen Fantasyromanen vorfindet, aber doch genug beschreibt, dass eine leicht mystische Atmosphäre aufkommt. Schinko verknüpft die Legende um die Feen, die den Menschen ihre Kinder stehlen und dafür ihre eigenen Feenbälger unterschieben, gekonnt mit dem Schicksal der kleinen Maradita, die bei den Jahrmarktleuten ein neues Zuhause findet. Die Charaktere erschienen mir allesamt lebendig, obwohl man gar nicht so viel über sie erfährt. Aber auch wenn ich es schade finde, so schnell wieder Abschied von den lieb gewonnenen Charakteren nehmen zu müssen, ist die Geschichte doch zuende erzählt und ein Längerziehen würde ihr wohl eher nur schaden. So wirkt sie rund und bietet einen schönen kurzen Ausflug ins Reich der Magie und Legenden.

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