Barbara Siwik

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autorin von Das Erbe des Casparius, High-matt-Land und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Barbara Siwik

Barbara Siwik lebt in Braunsbedra bei Merseburg. Sie absolvierte ein sozialpädagogisches Fachschulstudium in Berlin und arbeitete einige Jahre als Erzieherin. Nach einem späteren bibliothekarischen Fachhochschulstudium in Leipzig war sie als diplomierter;Bücherwurm in der Stadtbibliothek Merseburg tätig, die sie von 1991 bis zum Ruhestand leitete. Barbara Siwik verfasst bevorzugt Lyrik, schreibt aber auch Erzählungen sowie Märchen im klassischen und Fantasy-Stil. Mit ihren Arbeiten ist sie in zahlreichen Anthologien vertreten. Derzeit arbeitet sie an einem historischen Roman.

Alle Bücher von Barbara Siwik

Das Erbe des Casparius

Das Erbe des Casparius

 (3)
Erschienen am 22.10.2010
High-matt-Land

High-matt-Land

 (1)
Erschienen am 16.05.2007
Das Erbe des Casparius

Das Erbe des Casparius

 (0)
Erschienen am 01.02.2015
Das nicht Greifbare

Das nicht Greifbare

 (0)
Erschienen am 02.02.2018
Der unwegsame Pfad der Zeit

Der unwegsame Pfad der Zeit

 (0)
Erschienen am 31.03.2018
Das Buch der magischen Sprüche

Das Buch der magischen Sprüche

 (0)
Erschienen am 19.06.2015
Wohin du gehen wirst

Wohin du gehen wirst

 (0)
Erschienen am 23.10.2015
Der Schatz aus der Truhe

Der Schatz aus der Truhe

 (0)
Erschienen am 08.10.2017

Interview mit Barbara Siwik

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ernst zu nehmende Gedichte schrieb ich während meines ersten Studiums (Sozialpädagogik). Zu einigen stehe ich heute noch. Das zweite Studium (Bibliothekswesen) begann ich mit dem Hintergedanken, fürs Schreiben qualifiziertes Rüstzeug zu erwerben. Stattdessen sorgte ich dann während eines langen Berufslebens dafür, die literarischen Schöpfungen anderer unter die Leute zu bringen. Zeit zum Schreiben fand ich erst in den letzten zehn Jahren und bevorzuge die Genres Lyrik und kürzere Prosa (Märchen, Erzählungen). Abgesehen von Veröffentlichungen in Anthologien, überredete mich 2007 ein anderer ’Schreiberling’, mit ihm gemeinsam ein Bändchen politisch-satirische Lyrik zu veröffentlichen. Dem Fhl-Verlag Leipzig bot ich 2010 meinen (schon einige Jahre im PC schlafenden) Fantasy-Roman an, weil ich sporadisch immer mal versuchte, ihn bei Verlagen unterzubringen – in der Regel erfolglos. Diesmal lief es zufällig anders.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Sich von einem Autor inspirieren lassen, halte ich für gefährlich. Das gerät sehr schnell in die Nähe von Nachahmung. Beeindruckt haben mich schon einige Schriftsteller. Allerdings findet man sie kaum auf einer modernen Bestsellerliste: Wolfgang Borchert und Johannes Bobrowski z.B. und beide in Bezug auf die Wahl ihrer Themen und ihren Erzählstil. Lew Tolstoi und Hemingway dürften vielleicht etwas bekannter sein.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

In dieser Hinsicht ernte ich auf fruchtbarem Feld – dem eigenen Leben und den Vorkommnissen innerhalb eines ausgedehnten Bekanntenkreises. Ich kratze auch ein wenig an Ereignissen und Legenden der Vergangenheit und gewinne ihnen neue Seiten ab. Insoweit es die Lyrik betrifft, schöpfe ich aus meinen grüblerischen Anwandlungen über Gott, die Welt und das Dasein.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Wenn ein paar mehr zusammenkommen – durch Veranstaltungen. Wenn sich für das, was ich schreibe, nur einer interessiert – durch Gespräche. Und gar nicht so selten entstehen Kontakte auf den dahinrasenden Strömen des Internets.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese nachts, da stört mich nichts außer dem unverhofft eintretenden Schlaf. Ich lese nichts von dem, was mich verleiten könnte zu stehlen: Das Unterbewusstsein ist nämlich ein einsamer und gefährlicher Jäger.

Neue Rezensionen zu Barbara Siwik

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LisaMariees avatar

Rezension zu "Das Erbe des Casparius" von Barbara Siwik

Rezension zu "Das Erbe des Casparius" von Barbara Siwik
LisaMarieevor 7 Jahren

Die Geschichte hat mir gefallen, denn es ist wirklich ein schönes und spannendes Kinder-bzw Jugendbuch.
Man reist mit Caspar mit, lernt ihn kennen und hat ihn genau wie seine Freunde einfach liebgewonnen.
Man taucht sofort in die Geschichte ein, denn schon gleich am Anfang wird es spannend. Man liest verschiedene Perspektiven, einmal den Caspar, den Teufel und die Hexe Brechzahn. Es gibt in diesem Buch keine Kapitel. Liest man eine andere Perspektive wird es mit einem Zeichen gekennzeichnet.
Zu den Charakteren, die haben mir wirklich sehr gefallen, ob es Caspar war oder die Prinzessin oder Grit. Aber ja ich bin ehrlich- meine aller liebster Charakter in diesem Buch war Hexe Brechzahn. Ich fand die soooo lustig. Ich mag die wirklich so gern.
Jetzt kommen wir leider zum Mangel der Geschichte. Der Schreibstil. Es tut mir wirklich so leid, aber ich kam mit dem nicht klar. Ich habe mich ab und zu wirklich gedrückt das Buch weiter zu lesen, weil mir der Schreibstil nicht gefallen hat. Und ich muss zugeben ich hatte das wirklich fast noch nie. Aber das Buch war auf so andere Weise geschrieben und es wurden wirklich ältere Wörter benutzt. Das verstehe ich zwar, denn eigentlich passt es auch total gut zur Geschichte aber ich musste mich wirklich daran gewöhnen.
Das Cover wiederum, finde ich wirklich sehr passend. Das sehr alte Buch vorne, trifft genau den Kern der Geschichte. Denn ohne das Buch, würde der Teufel und der Edelstein gar nicht in Caspars Leben treffen. Deswegen finde ich das alte Buch vorne abzudrucken eine wirklich sehr tolle Idee.

Ich glaube das diese Buch, eine echt schöne Zeichentrick Verfilmung werden könnte;) Das habe ich mir öfters beim Lesen vorgestellt.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Das Erbe des Casparius" von Barbara Siwik

Rezension zu "Das Erbe des Casparius" von Barbara Siwik
barbara_siwikvor 8 Jahren

Das eigene Buch sollte man nicht rezensieren.
Deshalb füge ich hier in Auszügen die Rezension von Ralf Julke ein.
Zwei weitere Beurteilungen von anderen Lesern stehen bei Amazon.

... Was Barabara Siwik ... als Buch veröffentlicht hat, ist so eine Fantasy vom Feinsten - ein bisschen Märchen, ein bisschen moderne Fantasy. Sie selbst ist ... ausgebildete Diplom-Bibliothekarin ... Wer so mit Büchern zu tun hat, der greift natürlich auf den gelesenen Fundus zurück. Das muss schon beim ersten Puppenspiel so gewesen sein, das Barbara Siwik zur Eröffnung der Merseburger Kinderbibliothek schrieb. Da kam auch schon der Caspar drin vor. Doch er benahm sich ein wenig anders als in den üblichen Kaspariaden mit Räuber (kommt auch drin vor), Polizist (dito), Hexe (gleich doppelt) und Krokodil (das kommt nicht drin vor).
Barbara Siwik spinnt um die nur scheinbar vom Puppenspiel festgelegten Gestalten eine Geschichte, die in einem Nest namens Dorfstadt spielt. Caspar ist zwar der eigenwillige Enkel von Oma Fröhlich. Aber irgendwo gibt es da eine große Familienlegende, die zurückreicht bis zu seinem Urahn Casparius, der als Magier wirkte und dabei den Schlüssel fand ins sagenhafte Reich jenseits der Wirklichkeit.
Hier greift die belesene Autorin fröhlich auf keltisches Erzählmaterial zu, das auch in einigen germanischen Überlieferungen zu finden ist: Überall in der "richtigen" Welt gibt es Tore in die andere Welt der Feen und guten Geister. Dort sind auch die Wasserelfen, Faune und Einhörner zu Haus. In der Regel sind es stille Seen im Wald oder verwunschene Quellen, die den Zugang zur anderen Welt bilden.
Und einer hätte in diesem Buch nur zu gern den Zugriff auf die Welt des Guten: der Teufel höchstpersönlich, mit dem es Caspar zu tun bekommt, als sich die Kette der Ereignisse entspinnt, die mit einem alten Zauberbuch beginnt, das ihm auf den Kopf fällt, und mit einer Teufelsbeschwörung in finsterer Nacht weiter geht.
Hier leuchtet dann das durchaus christliche Sagenmaterial des deutschen Mittelalters durch, als Beelzebub noch zum gewöhnlichen Aberglauben gehörte. Jedes Nest in Deutschland kennt solche Sagen über die Streiche, die pfiffige Leutchen dem Teufel spielten. Und um die Macht heiliger Dinge, an denen die Umtriebe des Teufels scheitern. Kirchen etwa oder das Läuten der Glocken. Auch die Hexen gehören hierher. Doch man merkt: Die belesene Autorin bleibt bei den Standardhexen der deutschen Märchenwelt nicht stehen. Ihre Hexen sind ganz unübersehbar von den sehr britischen Hexen eines Terry Prattchet oder anderer Autoren der modernen Fantasy angesteckt: die eine ist eine moderne Wahrsage-Hexe in der Stadt, die andere ein vergessliches Kräuterweiblein im Wald hinter Dorfstadt, das sich dennoch nicht vom Unaussprechlichen über den Löffel balbieren lässt.
Und noch eine Erzähltradition schimmert durch: Die des Jugendromans des 19. Jahrhunderts, die im Wesentlichen ein Mädchenroman war - mit verwunschenem Schloss, Prinzessin, zugemauerten Türmchen und einem verschlossenen Vater, der über den Tod seiner Gemahlin nicht hinwegkommt. Auch hier steckt eine lange Familien-Saga in einem uralten Buch, einer versteckten Truhe und einem Frauenbildnis, das immer mal wieder von der Wand fällt. Es ist also auch ein sehr weiblicher Fantasy-Roman, der sich auf 300 Seiten entfaltet, Caspar und seine Freundinnen Grit und Louise aus einem Abenteuer ins nächste stürzt und dabei nicht nur die verschiedenen Familiengeschichten entdecken lässt, sondern auch den Zugang in die verborgene Welt. Dabei bekommt Herr Beel regelmäßig eins auf die Hörner in seiner Gier auf den roten Edelstein, da schreckt er auch vor der Entführung der Prinzessin nicht zurück - auch wenn das genauso misslingt. Caspar ist eben nicht der kecke Spaßmacher aus dem Puppenspiel, sondern ein pfiffiger Jugendlicher, in dem der Charakter seines Vorfahren schlummert. Natürlich geht die Entführung schief und Beel veranstaltet ein Unwetter, wie es Dorf und Stadt noch nicht gesehen haben, lässt den Bockert ausbrechen, eben noch Schauplatz des letzten Hexen-Jahrmarkts. Man merkt: Auch die Sagen um den Blocksberg haben ihr Plätzchen in der Geschichte gefunden. Ist ja nicht so weit von Merseburg aus oder von Braunsbedra, wo die Autorin wohnt.
Das Ganze also: ein gefühlvoller Fantasy-Roman mit vielen Facetten, die insbesondere Mädchen gefallen werden (besonders die vorsichtig sich anbahnende Liebesgeschichte ...).

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