Barbara Siwik

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Interview mit Barbara Siwik

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ernst zu nehmende Gedichte schrieb ich während meines ersten Studiums (Sozialpädagogik). Zu einigen stehe ich heute noch. Das zweite Studium (Bibliothekswesen) begann ich mit dem Hintergedanken, fürs Schreiben qualifiziertes Rüstzeug zu erwerben. Stattdessen sorgte ich dann während eines langen Berufslebens dafür, die literarischen Schöpfungen anderer unter die Leute zu bringen. Zeit zum Schreiben fand ich erst in den letzten zehn Jahren und bevorzuge die Genres Lyrik und kürzere Prosa (Märchen, Erzählungen). Abgesehen von Veröffentlichungen in Anthologien, überredete mich 2007 ein anderer ’Schreiberling’, mit ihm gemeinsam ein Bändchen politisch-satirische Lyrik zu veröffentlichen. Dem Fhl-Verlag Leipzig bot ich 2010 meinen (schon einige Jahre im PC schlafenden) Fantasy-Roman an, weil ich sporadisch immer mal versuchte, ihn bei Verlagen unterzubringen – in der Regel erfolglos. Diesmal lief es zufällig anders.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Sich von einem Autor inspirieren lassen, halte ich für gefährlich. Das gerät sehr schnell in die Nähe von Nachahmung. Beeindruckt haben mich schon einige Schriftsteller. Allerdings findet man sie kaum auf einer modernen Bestsellerliste: Wolfgang Borchert und Johannes Bobrowski z.B. und beide in Bezug auf die Wahl ihrer Themen und ihren Erzählstil. Lew Tolstoi und Hemingway dürften vielleicht etwas bekannter sein.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

In dieser Hinsicht ernte ich auf fruchtbarem Feld – dem eigenen Leben und den Vorkommnissen innerhalb eines ausgedehnten Bekanntenkreises. Ich kratze auch ein wenig an Ereignissen und Legenden der Vergangenheit und gewinne ihnen neue Seiten ab. Insoweit es die Lyrik betrifft, schöpfe ich aus meinen grüblerischen Anwandlungen über Gott, die Welt und das Dasein.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Wenn ein paar mehr zusammenkommen – durch Veranstaltungen. Wenn sich für das, was ich schreibe, nur einer interessiert – durch Gespräche. Und gar nicht so selten entstehen Kontakte auf den dahinrasenden Strömen des Internets.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese nachts, da stört mich nichts außer dem unverhofft eintretenden Schlaf. Ich lese nichts von dem, was mich verleiten könnte zu stehlen: Das Unterbewusstsein ist nämlich ein einsamer und gefährlicher Jäger.