Visby

von Barbara Slawig 
4,2 Sterne bei32 Bewertungen
Visby
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Visby kaufte ich nur, weil ich mein Buch für die Zugfahrt vergessen hatte - was für ein Glücksgriff! Ein wunderschön geschriebener Roman!

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Was für ein tolles Buch - aufwühlend, spannend und mit einer wunderschönen Sprache geschrieben. Eine absolute Lesempfehlung!

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Inhaltsangabe zu "Visby"

Dhanavati war fünf, als ihre Mutter bei Visby von den Klippen sprang. Danach brach alles auseinander. Die spirituelle Kommune, in der sie gelebt hatten, löste sich auf, Eglund, der Kopf der Gruppe, wurde wegen Drogenhandels verhaftet. Sogar Adrian, der sich stets liebevoll um Dhanavati gekümmert hatte, ließ sie allein. Jetzt, über zwanzig Jahre später, will die junge Mathematikerin endlich Klarheit. Warum hat ihre Mutter Selbstmord begangen? Und wer ist ihr Vater? Adrian, der inzwischen mit Annika zusammenlebt? Oder der charismatische Guru Bengt Eglund?

Eine Spurensuche beginnt - und nimmt schnell eine bedrohliche Wendung, als sich herausstellt, dass Eglund inzwischen im internationalen Waffen­geschäft tätig ist. Zwei Unbekannte heften sich an Dhanavatis Fersen, sie wird beschuldigt, Forschungsgeheimnisse ihres Instituts verraten zu haben. Plötzlich ist niemand mehr auf Dhanavatis Seite, und ihre Suche gerät zur Flucht.

Visby ist ein Roman darüber, dass jeder Mensch einen Anker braucht, eine innere Gewissheit, in diese Welt hineinzugehören - und darüber, wie verletzlich und manipulierbar uns diese Sehnsucht macht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783827010872
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Berlin Verlag
Erscheinungsdatum:20.08.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    chiaras avatar
    chiaravor 4 Jahren
    Die Suche nach der eigenen Vergangenheit

    Meine Meinung:
    Ich gehöre auch zu dem Personenkreis, den dieses Buches nicht so richtig überzeugen konnte. Warum dies so ist, kann ich gar nicht genau sagen. Aber ich versuche es trotzdem einmal. Zum einem bin ich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, was bei den vielen positiven Meinungen, die ich gelesen habe, natürlich nicht ausbleibt. Zum anderen hatte ich eine temporeiche Geschichte erwartet, weil der Roman dem Thriller-Genre zugeordnet wurde. Diese Einordnung kann ich im Nachhinein nicht wirklich verstehen. Das Buch ist zwar recht spannend geschrieben, aber ich hatte nie das Gefühl durch die Geschichte zu rasen, wie bei einem Thriller oft der Fall ist. So fühlte ich mich vom Verlag doch etwas in die Irre geführt. Die allgemeine Zuordnung "Roman" wäre vielleicht doch besser gewesen. Und als dritten und letzten Punkt muss ich leider die Figuren nennen. Irgendwie lagen alle einfach nicht auf meiner Wellenlänge und insbesondere bei Annika konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, warum sie so gehandelt hat. Die einzige Figur, die mir zumindest etwas sympathisch war, war Jens.

    Aber es gab auch Aspekte an diesem Buch, die mir sehr gut gefallen haben. Hier ist allen voran der ständige Wechsel der Erzählperspektiven zu nennen. Gerade in Bezug auf Dhanavati hat mir es sehr geholfen die Figur irgendwie zu verstehen. Wenn die komplette Geschichte nur von ihr erzählt worden wäre, hätte ich Dhanavati noch weniger verstanden als ohnehin. Aber dadurch dass verschiedene Personen die Geschichte erzählen, bekommt der Leser einen guten Rundumblick und ein besseres Verständnis. Vielleicht hätten Zeitangaben zu Beginn eines Kapitels geholfen das Gelesene besser im Gesamtzusammenhang einzuordnen. So musste man halt immer wieder etwas nachdenken, was auch nicht so dramatisch ist. Auch wenn mich das Buch nicht so fesseln konnte wie ein Thriller, war es doch spannend geschrieben und voller überraschender Wendungen.

    Den vielen positiven Stimmen kann ich mich leider nicht anschließen. Für mich hatte das Buch seine guten und aber auch seine schlechten Seiten, so dass ich am Ende 3 Sterne vergebe.

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    wandablues avatar
    wandabluevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Stolpernder Versuch tiefgründig zu sein!
    Krimi - um Tiefgründigkeit bemüht

    Dhanavati Reinerts ist eine junge Mathematikerin, die am Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie in Dänemark, Arhus, angestellt ist. Die Institutsleiterin,  Prof. Dr. med. Maria Kingsley, ist gerade dabei das Projekt, an dem Dhanavati arbeitet, an die Firma IAI zu verkaufen, eine Firma, die Rüstungsforschung betreibt und ausserdem Biowaffen entwickelt. Wegen des Verkaufs dieser Ergebnisse geraten die beiden aneinander. Auch Dhanavati soll an das IAI wechseln.

    Am IAI oder aber an Maria Kingsleys Institut gibt es eine Sicherheitslücke, sensible Daten geraten an die Öffentlichkeit. Der Chef des IAI gibt einem Jens Nilsson den Auftrag, diese Lücke zu schliessen – wie auch immer.

    In diesen Hintergrund hinein kreuzen einerseits die Suche der Mathematikerin Reinerts nach ihrem unbekannten Vater sowie deren Identitätsproblematik als auch die Suche nach dem Lebenspartner Annika Ottens, Arhaus. Die Fäden laufen bei einer Kommune zusammen, deren Mitglieder vor mehr als zwanzig Jahren in Visby lebten.

    Der Plot hört sich spannend an, aber die Ausführung krankt an dem schon fast verzweifelt zu nennenden Versuch der Autorin, Tiefgründigkeit herzustellen, was auf Kosten sowohl der Glaubwürdigkeit der Protagonisten wie auch einer stringenten Handlung geht. Sowohl Haupt - wie Nebenpersonen agieren zumindest verhaltensauffällig. Der Stil ist ein wenig schwerfällig, aber ich kann ihm doch etwas abgewinnen.

    Der Handlungsstrang um Annikas Suche nach ihrem Partner, der einen grossen Teil der Erzählung einnimmt, sollte Verwicklungen suggerieren, wo gar keine sind und wäre vollkommen entbehrlich gewesen. Ein paar sehr gute Ideen sind allerdings zu verzeichnen, deshalb gibt es auch noch drei Sterne, dennoch lautet mein

    Fazit: Ich klappe das Buch zu und sage: So what?



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    elisabethjulianefriedericas avatar
    elisabethjulianefriedericavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Fesselnde Geschichte mit Raum zum Nachdenken, lesenswert !
    Was geschah in Visby vor 20 Jahren ?

    Zum Inhalt:


    Dhanavati war fünf, als ihre Mutter bei Visby von den Klippen sprang. Danach brach alles auseinander. Die spirituelle Kommune, in der sie gelebt hatten, löste sich auf, Eglund, der Kopf der Gruppe, wurde wegen Drogenhandels verhaftet. Sogar Adrian, der sich stets liebevoll um Dhanavati gekümmert hatte, ließ sie allein. Jetzt, über zwanzig Jahre später, will die junge Mathematikerin endlich Klarheit. Warum hat ihre Mutter Selbstmord begangen? Und wer ist ihr Vater? Adrian, der inzwischen mit Annika zusammenlebt? Oder der charismatische Guru Bengt Eglund? Eine Spurensuche beginnt - und nimmt schnell eine bedrohliche Wendung, als sich herausstellt, dass Eglund inzwischen im internationalen Waffen­geschäft tätig ist. Zwei Unbekannte heften sich an Dhanavatis Fersen, sie wird beschuldigt, Forschungsgeheimnisse ihres Instituts verraten zu haben. Plötzlich ist niemand mehr auf Dhanavatis Seite, und ihre Suche gerät zur Flucht. Visby ist ein Roman darüber, dass jeder Mensch einen Anker braucht, eine innere Gewissheit, in diese Welt hineinzugehören - und darüber, wie verletzlich und manipulierbar uns diese Sehnsucht macht.

    (Quelle: Lovelybooks)


    Die Autorin:

    1956 in Braunschweig geboren, aufgewachsen im Suaerland, lebt in Berlin. Sie hat Biologie studiert und eine Doktorarbeit über Meningitis-Epidemien in Afrika geschrieben, bevor sie der Wissenschaft den Rücken kehrte. Seit 1990 übersetzt sie englisch-sprachige Belletristik. Sie schreibt Erzählungen und Romane, häufig mit phantastischem Einschlag. 200 erschien ihr Romandebut "Die Lebenden Steine von Jargus" - später unter dem Titel "Flugverbot" neu aufgelegt. 2012 erschien "Visby". Unter dem Pseudonym Carla Rot hat sie außerdem zwei Kriminalromane veröffentlicht.

    (Quelle Lovelybooks)


    Mein Leseeindruck:

    Dieses spannende Buch, dessen Genre vielleicht nicht als Thriller festzulegen ist , mich aber ungeheuer fasziniert und gefesselt hat, war wie ein spannender Film, der in meinem Kopf ablief. Die Figuren waren authentisch mit Stärken und Schwächen, die Handlung in 2 Zeitebenen – heute und vor 20 Jahren – interessant angelegt und abwechslungsreich durch verschiedene Erzählperspektiven (Dhanavati, Annika und Jens Nilsson) , Emails und Zitate aus Songtexten (Verzeichnis hinten im Anhang). Das Ende war verwirrend und laesst wirklich Raum zum Nachdenken, wie koennte es weitergehen im Leben der Protagonisten ? Auf alle Faelle war es eine richtig spannende, anspruchsvoll geschriebene Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende, abwechslungsreiche und realistische Geschichte, die im heute und in der Zeit vor 20 Jahren spielt. Unbedingte Leseempfehlung!
    Zwei Frauen - zwei Mal Verlust - spannend erzählte Suche

    „…Gibt es eine überabzählbare Teilmenge der reellen Zahlen, die in ihrer Mächtigkeit kleiner ist als die der reellen Zahlen?...“

     

    Das Buch beginnt mit zwei kurzen Szenen, zwischen denen 20 Jahre liegen.

    Ein Kind, 5 Jahre alt, sieht, wie ihre Mutter bei Visby von einer Klippe springt.

    Annika, eine junge Frau, bekommt Besuch von Dhanavati. Diese fragt nach Adrian. Annika aber glaubte, Adrian, ihr Lebensgefährte, wäre zu Dhanavati gefahren. Nun macht sich Annika auf den Weg nach Visby, um Adrian zu suchen.

    Annika und Dhanavati sind die beiden Frauen, die im Mittelpunkt des Romans stehen. Beide wurden gut charakterisiert.

    Dhanavati ist Mathematikerin. Sie arbeitet an einem Modell zur Vorhersage der Ausbreitung von Epidemien. Doch sie ist auch auf der Suche nach ihren Wurzeln. Wer ist ihr Vater? Warum sprang damals ihre Mutter? Diese Fragen möchte sie beantwortet haben. Ihre sachliche und logische Vorgehensweise gefällt mir.

    Annika hat sich in vielen Dingen auf ihren Lebensgefährten Adrian verlassen. Die Probleme in der Beziehung hat sie nie gesehen oder sehen wollen. Adrians Fortgang trifft nicht nur ihre Tochter Nina hart, er bedeutet für  Annika auch finanzielle Sorgen.

    Das Buch zeigt, wie unterschiedlich die beiden Frauen mit dem Verlust eines Angehörigen umgehen. Dabei spricht Annika ihren Part selbst, während Dhanavatis Geschichte in der dritten Person erzählt wird.

    Zusätzliche Brisanz kommt in die Handlung, als Jens Nilsson auftaucht. Er ist der Sicherheitsbeauftragte einer Firma, die Dhanavati einen Job angeboten hat. Als Interna in der Öffentlichkeit auftauchen, bekommt Jens den Auftrag, die Quelle zu finden. Auch er spricht seinen Teil der Geschichte selbst.

    Der Roman beginnt spannend. Doch der Autorin gelingt es, diesen Spanungsbogen noch zu steigern. Dhanavati stößt mit ihrer Untersuchung in ein Wespennest. Plötzlich zeigt sich, dass die Vergangenheit bis heute nachwirkt.

    Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Dabei ist sie geschickt aufgebaut. Die Autorin wechselt nicht nur zwischen den drei Protagonisten, sie erlaubt auch nur nach und nach einen Blick in die Vergangenheit. Die Einbeziehung von E-Mails und Fanfiction bringen neue Möglichkeiten, die Handlung voranzutreiben.

    Sehr gut gelingt es ihr, Gefühle und  unterschwellige Strömungen darzustellen. Das gilt insbesondere dann, wenn es um das Leben vor 20 Jahren geht. Die neue alternative Lebensform erweist sich als Alptraum. Dafür sorgt ein kompliziertes Beziehungsgeflecht aus Liebe, Eifersucht, Machtstreben und den Kampf um Anerkennung.

    Auch die Gegenwart wird sehr realistisch geschildert. Welche Finessen und Winkelzüge es bedarf, um an dringend benötigte Forschungsgelder zu kommen, wird eindrucksvoll dargestellt. Der einzelne ist dabei nur eine unwichtige Figur im Spiel des Lebens, die man hin- und herschieben kann.  

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu beigetragen haben neben der abwechslungsreichen Handlung die unterschiedlichen Protagonisten, die sich als Menschen mit Stärken und Schwächen zeigen, und die angesprochenen politischen Probleme. Außerdem hat sich die Autorin nicht gescheut, ab und an mathematische Aufgabenstellungen zu erwähnen. Für Dhanavati waren sie Halt in schwierigen Situationen. Obiges Zitat gehört dazu. Mathemuffel können problemlos darübreg lesen, ohne dass der Handlungsablauf gestört wird.

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    AngelikaJos avatar
    AngelikaJovor 5 Jahren
    Spannend, vielschichtig, schön

    Dhanavati, eine junge Naturwissenschaftlerin, sucht die Spuren ihrer Vergangenheit – per Internet, in Foren und schließlich auf eigene Faust; Annika, Künstlerin in nicht ganz einfachen Lebensumständen, sucht den Mann, der sie verlassen hat mit Hilfe eines Detektivs. Und zwei ziemlich zwielichtige Gestalten sind hinter Dhanavati her. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, eine spannende Spurensuche mit zahlreichen überraschenden Wendungen, die im Machtbereich eines zumindest nicht hundert Prozent unsympathischen Waffenhändlers endet. 


    Überraschend ist auch der Blick auf die Vergangenheit, dem Dhanavati und Annika eine je eigene Antwort auf ihre Fragen entnehmen müssen. Der Roman von Barbara Slawig nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die vom  Jetzt in die Epoche von Flowerpower und Indientrips reicht. Vielschichtig sind die Beziehungen der Protagonisten untereinander gestaltet, ein jeweils ganz eigener Ton kennzeichnet die drei Erzähler (Annika, Dhanavati und den Detektiv Jens), stilistisch wechseln nüchterne Berichte mit emails, Forumspostings, Songtexten und sehr schönen poetischen Beschreibungen immer dann, wenn Annika das Wort ergreift. Auch eine der schönsten und ergreifendsten Liebesszenen habe ich in diesem Roman gefunden, der sich wohl als Thriller lesen lässt, daneben aber auch das Bedürfnis nach einer scharfsinnigen Psychologie und klugen Sprache bedient.


    Sehr beeindruckt gebe ich fünf Sterne.

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    DaniB83s avatar
    DaniB83vor 5 Jahren
    Eine Insel im schwedischen Meer

    Gotland

    Auf der schwedischen Insel Gotland lebte die Protagonistin Dhanavati Reinerts etwa fünf Jahre lang mit ihrer Mutter Gisela, Adrian, Nandin, Indrasena und Bengt. Dhani musste mit ansehen, wie sich ihre Mutter von den Klippen in den Tod stürzte und ist nun auf der Suche nach ihrem Vater und dem Grund für die Freitodentscheidung ihrer Mutter. Dabei gerät sie nicht nur einmal in Gefahr. Der zweite Erzählstrang betrifft Annika, die Lebensgefährtin von Adrian, mit dem sie eine gemeinsame Tochter namens Nina hat. Adrian verschwindet nämlich fast zeitgleich mit dem Auftauchen von Dhanavati. Jens Nilssons Bericht reiht sich zwischen die Annika-Dhanavati-Passagen ein und wirkt erklärend und ergänzend.

    Meine Meinung

    Als ich das Buch begonnen hatte, war ich sehr neugierig, denn der Stil lockte meine Augen zum Weiterlesen. Nicht nur die unterschiedlichen Personen haben es mir angetan, sondern auch die verschiedenen Blickwinkel, aus denen der Thriller besteht. So sind die Passagen rund um Annika in der Ich-Perspektive geschrieben, Dhanis Geschichte aus der allwissenden Er-Form und Nilssons Empfindungen in Berichtform. Dazwischen mischen sich immer wieder mal E-Mails und Foreneinträge in den Fließtext, was das Lesen um einiges auflockert.

    Die Spannung des Romans hält sich bis ins letzte Drittel, ab dann wurde es für mich ein bisschen ‘dubios’. Einige Personen wurden nicht ganz glaubwürdig gezeichnet (ein Drogenboss und korrupter Waffenhändler, der dann doch irgendwie hilfsbereit und verständnisvoll ist), andere gelten als längst vergessen und tauchen dann wieder in einer nicht erwarteten Form auf – was für mich leider nicht so unerwartet sondern gar offensichtlich war und somit das Finale etwas in die Länge gezogen hat.

    Die wenigen Szenen des Werkes, die an einen Thriller erinnern, waren überwiegend sehr mitreißend und überzeugend geschrieben – das Mitfiebern mit Dhani bleibt also nicht aus! Alles in allem ein spannender Roman mit interessanter Wendung und charakterlich starken ProtagonistInnen.

    Vielen Dank an LovelyBooks, Barbara Slawig und den Berlin Verlag für dieses kurzweilige Leseexemplar!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Die gefährliche Suche nach Antworten

    Die Mathematikerin Dhanavati muss mit 5 Jahren mit ansehen, wie sich ihre Mutter die Klippen runterstürzt. Nun beschließt sie herauszufinden was sie dazu bewegt hat und wer ihr Vater ist. 
    Adrian kümmerte sich nach dem Tod ihrer Mutter um sie, selbst seine Frau Annika wusste nicht von allen Umständen. 
    Doch in was sie sich bei der Suche nach Antworten begibt, ahnt selbst sie nicht. Und auch Adrian ist plötzlich verschollen und lässt Annika und ihre gemeinsame Tochter ohne Lebenszeichen zurück, so beschließt Annika nach ihm zu suchen.

    Die Handlung ist sehr spannend, der Einstieg wird dem Leser sehr leicht gemacht, der Schreibstil ist sehr bildlich. Die Ansichten werden gewechselt, sodass man von allen Seiten mit dabei ist. 
    Doch muss ich leider zugeben, dass ich an manchen Stellen überrollt wurde und mich in dem Plot erstmal wiederfinden musste. Dennoch lässt man sich davon nicht entmutigen und möchte des Rätselns Lösung wissen. 

    Ein sehr spannendes Buch, was man nicht nebenbei lesen sollte. Also hängt mit jeder Zeile an der Geschichte und ihr werdet es nicht bereuen.

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    AddictedToBookss avatar
    AddictedToBooksvor 5 Jahren
    Spannend von Anfang bis Ende - anspruchsvoll, aber sehr zu empfehlen!

    Barbara Slawig erzählt in ihrem Thriller "Visby" von zwei Hauptprotagonisten, Dhanavati und Annika, die ein großes Ziel verfolgen: Jemanden, der ihnen wichtig ist, zu suchen und auch zu finden. Dhanavati war noch ein kleines Kind, als sie miterleben musste, wie ihre Mutter, mit der sie zusammen in einer Kommune lebte, Selbstmord begann. Sie kann den Vorfall nicht vergessen und macht sich zwanzig Jahre später auf die Suche, nach Antworten, und ihren Vater, den sie nicht kennt.
    Annika sucht ihren Lebensgefährten Adrian, den sie zuerst bei Dhanavati vermutet, da er ihr bei der Suche geholfen hat. Doch da war er nicht - er war spurlos verschwunden.
    Die beiden machen sich auf die Suche und versuchen, zu verstehen, was alles passiert ist. Werden Sie alle Geheimnisse lüften?

    "Visby" ist ein Buch, das mich sehr positiv überrascht hat. Ich hatte nicht erwartet, dass ich es so lieben werde.
    Barbara Slawigs Schreibstil ist spannend von den ersten Seiten bis zum Ende. Durch den bildlichen Stil konnte ich mir jedes kleine Detail genau vorstellen. Einige Textstellen waren etwas anspruchsvoll, aber genau das hat mir hier sehr gut gefallen. Ich fand auch die Zeitsprünge sehr gelungen, aus denen das ganze Buch besteht. Diese sind hier - wie in anderen Büchern oft nicht der Fall - überhaupt nicht verwirrend, sondern sehr verständlich geschrieben. Ich war nach einigen Leseminuten richtig im Geschehen und habe die Hauptprotagonisten gleich in mein Herz geschlossen. Vor allem Dhanavati werde ich wohl so schnell nicht wieder vergessen.

    Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne spannende Bücher liest und der der Meinung ist, dass in Thriller nicht immer Blut verspritzt werden muss. Letzteres war gerade für mich ein riesiger Pluspunkt, denn ich finde, Thriller sollten vor allem richtig spannend sein, und nicht eklig und erschreckend. Deshalb erhält "Visby" von mir ohne eine Sekunde zu zögern 5 Sterne.

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    Gela_HKvor 5 Jahren
    Suche nach den Wurzeln

    Dhanavati, eine junge Mathematikerin will nach über zwanzig Jahren endlich wissen, warum ihre Mutter Selbstmord beging und wer ihr Vater ist. Dabei wirft sie immer mehr Fragen auf, als dem Ziel näher zu kommen. Wer waren die Mitglieder der spirituellen Kommune, in der sie mit ihrer Mutter lebte. Adrian, ein ehemaliges Mitglied und Vertrauter, unterstützt Dhanavati, verschwindet dann aber spurlos. Vermeintliche Helfer erweisen sich als Gegner. Am Ende muss sie um ihr Leben fürchten und befindet sich auf der Flucht.

    Die Autorin Barbara Slawig verbindet verschiedene Handlungsstränge und unterschiedliche Erzählperspektiven miteinander. Dadurch gelingt es ihr, die einzelnen Akteure deutlich herauszuarbeiten.
    Als Beobachter erlebt man Dhanavatis Handlungen. Ihre Zerrissenheit und ihre Ängste kommen dadurch noch deutlicher zum Vorschein. Lediglich die klaren Strukturen der Mathematik geben ihr Halt und retten sie vor dem Fall in die Isolation.
    Ganz anders erlebt man Annika. Durch die Ich-Form ist der Leser ganz nah und nimmt jede Gefühlsregung der Protagonistin wahr. Die Angst, den Mann zu verlieren, den Zusammenhalt der Familie in Gefahr zu wissen, spürt man direkt.
    Dann ist da noch Jens, der Ermittler, der eigentlich Nachforschungen für den zukünftigen Arbeitgeber von Dhanavati anstellen soll. Seine Erlebnisse werden in einer Art neutralem Bericht wiedergegeben, die es dem Leser ermöglichen die vielfältigen Details des Geschehens besser zu verstehen.

    Nicht immer führt eine Suche zum gewünschten Ziel, manchmal bleibt man unwissender zurück.

    Ein Roman der zum Nachdenken anregt und nachwirkt.

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    Solengelenvor 5 Jahren
    Visby


    Dhanavati, die als Kind mit ihrer Mutters in einer Sekte lebt, muss mit ansehen, wie sich ihre Mutter in den Tod stürzt. 

    Adrian hat mit Annika eine neue Familie gegründet. Plötzlich ist er verschwunden und  Dhanavati taucht auf. Ebenso zwei Männer, die ihn suchen. Was verheimlicht er Annika, was war auf Gotland, wer ist Dhanavati Vater? Annika macht sich auf die Suche nach Antworten, auf die Suche nach Adrians Vergangenheit. Jeder ist in irgendeiner Art und Weise auf der Suche. Die Autorin verbindet in ihrem Buch die verschiedenen Handlungen und Protagonisten miteinander. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden miteinander "verwoben" Jeder "erzählt" seine eigene Sicht auf die Ereignisse. 

    Als Leser taucht man tief in die Geschichte ein, wechselt zwischen den Zeiten, muss seine "Meinung" des Öfteren neu überdenken und wird immer wieder zum "Mitdenken" aufgefordert. 

    Es bleibt bis zum Ende spannend. Durch den bildhaften Schreibstil bin ich von Anfang bis Ende mittendrin gewesen. Auch den Wechsel zwischen den Zeiten konnte ich relativ gut folgen. Ein Krimi, der anderen Art. 

    Dieses Buch ist empfehlenswert, für allem für Leser, die kein "dahin plätscherndes" Buch suchen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Weißt Du, wem Du trauen kannst?

    Barbara Slawig: VISBY



    Zwei Frauen auf der Suche. Sie haben Fragen, die ihnen nur eine Reise in die Vergangenheit beantworten kann, und sie geraten in ein Gestrüpp aus Liebe, Verbrechen und Verrat — und an Menschen, die sehr weit gehen würden, um sich zu schützen. Doch auch sie müssen sich entscheiden: Wollen sie festhalten, was sie haben, oder alles riskieren?
    Dhanavati war fünf, als ihre Mutter bei Visby von den Klippen sprang. Danach brach alles auseinander. Die spirituelle Kommune, in der sie gelebt hatten, löste sich auf, Eglund, der Kopf der Gruppe, wurde wegen Drogenhandels verhaftet. Sogar Adrian, der sich stets liebevoll um Dhanavati gekümmert hatte, ließ sie allein. Jetzt, über zwanzig Jahre später, will die junge Mathematikerin endlich Klarheit. Warum hat ihre Mutter Selbstmord begangen? Und wer ist ihr Vater? Adrian, der inzwischen mit Annika zusammenlebt? Oder der charismatische Guru Bengt Eglund?

    Eine Spurensuche beginnt — und nimmt schnell eine bedrohliche Wendung, als sich herausstellt, dass Eglund inzwischen im internationalen Waffen- geschäft tätig ist. Zwei Unbekannte heften sich an Dhanavatis Fersen, sie wird beschuldigt, Forschungsgeheimnisse ihres Instituts verraten zu haben. Plötzlich ist niemand mehr auf Dhanavatis Seite, und ihre Suche gerät zur Flucht. 

    Die Autorin Barbara Slawig hat Biologie studiert und eine Doktorarbeit über Meningitis-Epidemien in Afrika geschrieben, bevor sie der Wissenschaft den Rücken kehrte. Seit 1990 übersetzt sie englischsprachige Belletristik. Sie schreibt Erzählungen und Romane, häufig mit phantastischem Einschlag. 2003 erschien Flugverbot; unter dem Pseudonym Carla Rot veröffentlichte sie 2009 und 2010 Kriminalromane. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie das Arbeitsstipendium des Berliner Senats.
    Website: http://home.snafu.de/jargus/

    Barbara Slawig wird an der Leserunde teilnehmen!

    Leseprobe

    Wir verlosen 20 Taschenbuch-Exemplare von VISBY unter allen Bewerbern, die folgende Frage der Autorin beantworten: 

    Gab es schon mal eine Situation in deinem Leben, in der dir Mathematik geholfen hat?



    Viel Spaß beim Bewerben und genauso viel Glück bei der Verlosung wünscht
    Euer Berlin Verlag!
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