Barbara Steinitz

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Schnurzpiepegal, Siehste Rot? Daumenkino und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Barbara Steinitz

Barbara Steinitz, geboren 1978 in Freiburg, studierte Kommunikationsdesign und Illustration in Saarbrücken und Barcelona. Für ihre Illustrationen in „Rosie und der Urgroßvater" (Text: Monika Helfer und Michael Köhlmeier, Hanser Verlag) wurde sie u.a. mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Mit Björn Kollin gründete sie ein Ensemble, das mit Inszenierungen für Papiertheater und Live-Musik in aller Welt gastiert. Barbara Steinitz arbeitet für diverse Verlage und Theaterprojekte und lebt in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Barbara Steinitz

Cover des Buches Schnurzpiepegal (ISBN: 9783957280558)

Schnurzpiepegal

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Erschienen am 15.03.2018
Cover des Buches Siehste Rot? Daumenkino (ISBN: 9783933273482)

Siehste Rot? Daumenkino

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Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches Hattrix - reloaded (ISBN: 9783933273413)

Hattrix - reloaded

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Erschienen am 01.03.2006

Neue Rezensionen zu Barbara Steinitz

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Rezension zu "Schnurzpiepegal" von Barbara Steinitz

Sie stärkt Kinder auf einfühlsame Weise sich selbst zu akzeptieren, Mut zum Anderssein zu haben
WinfriedStanzickvor 2 Jahren


 

Es ist bekanntes Phänomen, dass viele Hundebesitzer mit der Zeit ihren Hunden ähneln. Auf der ersten Doppelseite dieses nun wieder aufgelegten Bilderbuches von Barbara Steinitz sind etliche Exemplare davon abgebildet.

 

Doch bei Leonora und Joschka ist das anders. Leonora liebt Opern und ihren Hund Fidelio. Zwei Straßen weiter wohnt Joschka glücklich mit seinem Hund Pistazia zusammen.  Doch wenn sie mit ihren Hunden auf der Straße sind, regen sich die Leute über sie auf, weil sie überhaupt nicht zu ihren Hunden passen. Doch den beiden macht das nichts aus, fast nichts…

 

Eines Tages begegnen sie sich auf der Straße und sie beschließen ihre Hunde zu tauschen. Doch wieder zu Hause spüren alle vier, dass sie damit nicht glücklich sind. Dann begegnen sie sich ein zweites Mal und dann ist alles klar. Die Liebe hat es bewirkt.


Eine witzige Liebesgeschichte, in der es um Außenseitertum, Einsamkeit und Selbstakzeptanz geht. Sie stärkt Kinder auf einfühlsame Weise sich selbst zu akzeptieren, Mut zum Anderssein zu haben und sich nicht von anderen Menschen beirren zu lassen.

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Rezension zu "Schnurzpiepegal" von Barbara Steinitz

Ein Lieblingsbuch zum Thema Toleranz, das zeigt wie schön es sein kann so zu sein wie man möchte
Kinderbuchkistevor 3 Jahren

Eine wundervolle Geschichte zum Thema Toleranz und Individualität

für Kinder ab 3 Jahren

Wie schön, das dieses Buch wieder auf dem Buchmarkt ist.
In neuem Verlag mit neuer, wunderbarer Aufmachung. Das Cover allein schon ist hinreißend. Die Farbkombinationen und Muster brillant, konträr und trotzdem wunderbar zueinander passend. Farbharmonie die einen einlädt.
Barbara Steinitz Figuren, die uns gleich beim Aufschlagen des Buches, in Bilderrahmen verewigt, anschauen leben von ihrer pointierten Überzeichnung. Sie verleiht ihnen genau den Ausdruck , der über jede Figur auf einen Blick, Bände erzählt.
Wer kennt nicht die "Volksweisheit", dass Menschen ihren Hunden mit der Zeit immer ähnlicher werden? Genau hiervon handelt Barbara Steinitz wunderbare Geschichte.
Sie stellt uns die unterschiedlichsten Typen Menschen mit ihren gleich gewordenen Vierbeinern so herrlich real-komisch vor, dass man, so tragisch es eigentlich auch ist, immerfort schmunzeln muss.
Da sehen wir z.B. eine Dame mit dem Pudel, die die Nase so hoch trägt als würde sie die Wolken berühren den Rennfahrer mit dem Windhund genauso wie einen schlaksigen, langhaarigen Kerl mit einem Wesen aus dessen langem Fell nur vorne die schwarze Nase herausguckt.
Besonders gut hat unseren Lesekindern Anton gefallen. Ein frecher, schelmischer ,sommersprossiger Junge mit breitem Grinsen dessen Dackel ein ebensolches aufweist. Alle Hunde ähneln nicht nur im Wesen, sondern auch in der optischen Wirkung nach außen, ihrem Menschen. Gleiche Farbe, gleiche Mimik und Gestik.
Das wäre nun ja noch nicht alles so schlimm würde man nicht wie ein Außerirdischer angesehen und verspottet wenn man einen Hund hat, der eben nicht so aussieht wie man selbst.
Das ist nämlich bei Leonora der Fall. Leonora ist eine fröhliche, rundliche Frau, die Opern liebt und von morgens bis abends Opern hört und mit singt. Sie trägt ein figurbetontes blaues Trägerkleid mit hübschem Schnörkelmuster. Ihr Hund Fidelio liebte es ebenfalls zu singen, wenn gleich die Nachbarn es mehr als unzumutbares Jaulen betrachteten.

Die Liebe zur Musik teilten die beide doch ähnlich sehen sie sich so gar nicht denn Fidelio ist schmal und orange-rot kariert. Und weil sich Leonora und Fidelio so gar nicht ähnlich sahen wurden sie von ihren Mitmenschen oft ausgelacht. Eigentlich war das Leonora egal aber manchmal wenn sie sich zum Beispiel gemeinsam im Spiegel sah, da rollten dann doch ein paar Tränen über ihr rundliches, liebes Gesicht.
Aber Leonora und Fidelio waren nicht das einzige ungleiche Paar in der Stadt. Ein paar Straßen weiter wohnte Joschka. Ein hochgewachsener, sehr dünner Mann mit schütterem rotblondem Haar, einer Nickelbrille und einem sehr ungewöhnlichem orange-rot kariertem Anzug. Im gleichen Muster war seine Mütze. Die Schuhe orange wie seine Krawatte. Joschka liebte es Pralinen zu kreieren. Auch er war stolzer Besitzer eines Vierbeiners der ihm so gar nicht ähnlich war.
Vielleicht ahnt der ein oder andere schon wie seine Hündin aussieht. Richtig! Recht wohlbeleibt, rund, blau mit hübschem Schnörkelmuster

Es ist ein so wunderbares Buch, das nicht nur Kindern gut gefällt. Auch die Senioren in unserem Lesekreis waren mehr als begeistert.

*
Es ist ein sehr wichtiges Buch, denn die Toleranz gegenüber Menschen die anders sind wird immer geringer. Grade bei Kindern bzw. Jugendlichen ist dies in schon fast erschreckender Weise zu beobachten. Mode und Menschen, die mit der Mode gehen gab es immer schon aber eine "Uniformierung" wie wir sie heute erleben, die teilweise weit über die Kleidung hinaus geht, ist schon erschreckend. Das jemand ausgegrenzt wird weil er sich bestimmte Markenkleidung nicht leisten kann gab es auch schon länger. Aber das  nicht nur verbal beschimpft und gemobbt wird ( was schon schlimm genug ist) sondern körperlich angegriffen das scheint in letzter Zeit mehr zu werden.
Das Buch trägt dazu bei, dass Kinder im Kindergartenalter, wie aber auch Grundschulkinder sensibilisiert werden, nicht dieser Uniformierung zu folgen. Jeder wie er mag, so lange er niemandem schadet, das sollte das Lebensmotto sein.
Die Geschichte zeigt wie schön es ist wenn die Welt bunt ist.
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Nach der Lesung war selbst den jüngsten Lesekindern klar, das es schön ist anders zu sein. Viele erzählten davon wie toll sie es finden wenn sie z.B. ein besonders Kleid, das Mutter oder Oma genäht hatten anziehen können. Etwas zu haben was nicht jeder hat erkannten sie nach der Geschichte als kleinen Schatz. Viele hatten sich vorher darüber noch keine Gedanken gemacht.
Und ein Kind sagte:" wenn mich noch mal jemand schubst und sagt du siehst blöd aus mit der altmodischen Brille dann sage ich:
das ist mir doch "schnurzpiepegal!"
Schön wenn ein Buch, eine Geschichte so zum Nachdenken anregt.
*
Jetzt habe ich noch gar nicht viel über die hinreißenden Illustrationen erzählt, doch ich denke, die Bilder sprechen hier auch für sich.
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Unsere Lesekinder zumindest haben ein neues Lieblingsbuch!






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