"Kati Küppers und der gefallene Kaplan" ist der erste Band der Reihe "Niederrhein-Krimis mit Herz, Hirn und Humor" von Barbara Steuten. Pater Remigius hat sich eine ordentliche Grippe eingefangen. Gut dass in dem kleinen Ort Niederbroich er sich auf seine Küsterin Kati Küppers und den Kaplan Overath verlassen kann. Doch bei der Vorbereitung der Morgenmesse geraten sich diese beiden in die Haare. Zu unterschiedlich sind ihre Auffassungen bei der Nutzung des Pfarrheim. Und als Kati wutentbrannt dem Kaplan droht und die Kirche verlässt, eskaliert das Ganze. Am nächsten Tag findet man den Kaplan tot auf. Natürlich gerät Kati sofort unter Hauptverdacht. Es gilt also schnellstens ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Täter ausfindig zu machen. Der Einstieg in diesen Krimi ist gut gelungen, er ist von Beginn mit viel Lokalkolorit gespickt. Teils gewürzt mit rheinischem Dialekt ist lt. Cover dies der "erste Fall für die Miss Marple vom Niederrhein". Solche Versprechen bergen natürlich die Gefahr einer gewissen Erwartungshaltung, denn das Original von Agatha Christie setzte eine sehr hohe Messlatte. Und genau diese Messlatte wurde für mich gerissen. Ist auf der einen Seite die Küsterin Kati und auf der anderen Seite der junge Kommissar Rommerskirchen, so sind hier noch Parallelen. Dann aber verliert sich ein wenig, wer denn jetzt tatsächlich ermittelt, fast scheint es mehr der Enkel der Küsterin zu sein. Die Autorin fängt gut das Dorfleben mit Klatsch und Tratsch ein, aber es fehlte mir an der nötigen Spannung. Auch Cosy-Crime benötigt das essentielle Stilmittel für einen Krimi. Wenn nur phasenweise, aber doch an den richtigen Stellen Spannung. So lässt sich dieser Niederrhein-Krimi gut und flüssig lesen, aber er hinterlässt mich zwiespältig. Ich hätte mir dann doch etwas mehr Miss Marple und Spannung gewünscht. Die Umsetzung des Handlungsortes und des niederrheinischen Flairs im beschaulichen Niederbroich sind aber sehr gut gelungen.
Barbara Steuten

Lebenslauf
Sie ließ schwarze Limousinen und giftige Chemikalien nach Asien verschiffen, studierte Wirtschaftsformeln und Algorithmen, schönte Statistiken und Protokolle und behauptet trotz aller krimineller Kompetenzen, erst 2014 auf die Idee gekommen zu sein, Kriminalromane zu schreiben.
Sie mischt mit beim Bundesverband junger Autoren und Autorinnen, obwohl sie nicht mehr jung ist, fördert Autorinnen bei den Mörderischen Schwestern, obwohl sie auch männliche Komplizen schätzt, und unterstützt das SYNDIKAT, obwohl sie so harmlos lächelt.
2011 gewinnt sie den Leverkusener Short-Story-Sonderpreis für „Idylle“.
2014 belegt sie den 2. Platz des Moerser Literaturpreises mit „Flugbahn“, und ihr Romanprojekt „Back-Wahn“ ist für den C.S.Lewis-Preis nominiert.
2016 erscheint ihr Krimi-Debüt „Kati Küppers und der gefallene Kaplan“ im edition oberkassel Verlag, Düsseldorf. Es folgen 2018 „Kati Küppers und der entlaufene Filou“ und im März 2020 „Kati Küppers und der liegende Holländer“.
Alle Bücher von Barbara Steuten
Kati Küppers und der entlaufene Filou
Kati Küppers und der liegende Holländer
Kati Küppers und der gefallene Kaplan
Kati Küppers und der gefallene Kaplan
Neue Rezensionen zu Barbara Steuten
Darum geht es (Klappentext):
Nach mehreren Morden in Niederbroich braucht die Küsterin Kati Küppers dringend Erholung. Sie fährt mit ihrem Mann Jo nach Hochmoor, einem verschlafenen Ortsteil von Gescher im Münsterland. Als ihr Enkel Bene zu Besuch kommt, sorgt beim Beobachten der Sterne ein Lichtschein am Horizont für Irritationen. Bei einer Radtour am nächsten Tag gehen sie dem geheimnisvollen Leuchten auf den Grund und entdecken auf einem verfallenen Gehöft eine Cannabisplantage. Doch ein junger Mann jagt sie vom Hof. In der folgenden Nacht taucht das Leuchten wieder auf: Das Gehöft brennt. Am Tatort nennt der junge Mann den Namen Eric Parcer und bricht zusammen. Für Kati steht sofort fest, dass Eric Parcer der Brandstifter sein muss. Aber die Polizei geht münsteranisch gelassen an die Ermittlungen heran. Wieder einmal folgt die resolute Küsterin ihrer Spürnase und ist bald Leuten auf der Spur, die mit ihren kriminellen Aktivitäten auch Niederbroich nicht verschonen.
Meine Meinung:
Kati Küppers kann es nicht lassen! Sie stolpert wieder in einen Kriminalfall und ermittelt wieder, statt mit ihrem mann Jo Urlaub zu machen.
Das ist mein erstes Buch von Barbara Steuten und ich bin sehr überrascht worden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein einfach geschriebener Kriminalroman dem man als Leser sehr gut folgen kann. Es war mir eine große Freude dieses Buch gelesen zu haben. Die Charaktere sind gut gewählt und ausgearbeitet worden. Der Spannungsbogen steigt langsam an und bleibt zum Ende hin auf einer Höhe.
Kati hat sich langsam in mein Herz geschlichen ;) Das Thema das den Krimi behandelt kann aktueller nicht sein. Drogen auf dem Land sind genauso aktuell wie in der Stadt. Kati löst den Fall natürlich nicht alleine, sondern hat einige Mitstreiter die ihr helfen. Was Kati alles herausfindet verrate ich natürlich nicht.
Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und passt gut zum Cover des Buches. Der Krimi ist für alle Leser die es auch weniger blutig mögen.
*Klappentext*
Nach mehreren Morden in Niederbroich braucht die Küsterin Kati Küppers dringend Erholung. Sie fährt mit ihrem Mann Jo nach Hochmoor, einem verschlafenen Ortsteil von Gescher im Münsterland. Als ihr Enkel Bene zu Besuch kommt, sorgt beim Beobachten der Sterne ein Lichtschein am Horizont für Irritationen. Bei einer Radtour am nächsten Tag gehen sie dem geheimnisvollen Leuchten auf den Grund und entdecken auf einem verfallenen Gehöft eine Cannabisplantage. Doch ein junger Mann jagt sie vom Hof. In der folgenden Nacht taucht das Leuchten wieder auf: Das Gehöft brennt. Am Tatort nennt der junge Mann den Namen Eric Parcer und bricht zusammen. Für Kati steht sofort fest, dass Eric Parcer der Brandstifter sein muss. Aber die Polizei geht münsteranisch gelassen an die Ermittlungen heran. Wieder einmal folgt die resolute Küsterin ihrer Spürnase und ist bald Leuten auf der Spur, die mit ihren kriminellen Aktivitäten auch Niederbroich nicht verschonen.
*Meine Meinung*
"Kati Küppers und der liegende Holländer" von Barbara Steuten ist der 3. Fall mit der sympathischen Küsterin Kati Küppers oder auch Miss Marple vom Niederrhein genannt.
Die Idee, dass eine Küsterin ermittelt, finde ich richtig gut und auch die Umsetzung gefällt mir. Der Schreibstil der Autorin ist spannend, aber auch humorvoll, man ist schnell im Geschehen.
Die Charaktere sind lebendig und authentisch. Kati und Jo kenne ich bereits aus dem vorherigen Band. Auch da waren mir beide gleich sympathisch, Kati ist es resolute Frau, die gerne mit anpackt. Sie hat eine sehr liebenswerte Art an sich und dann ihre Marmeladenkreationen, einfach witzig. Außerdem ist sie sehr neugierig, nicht nervig neugierig, sondern auf eine nette Art. Als sie dem geheimnisvollen Leuchten nachgeht, war mir ja schon klar, dass der nächste Fall auf sie warten. Jo ist ihr Ruhepol und die Idee der zu erledigenden Dinge bis man 100 Jahre alt ist, finde ich spannend. Aber auch die Nebencharaktere sind gut beschrieben, Mirko ist ein Kleinkrimineller, der aber durch seine Einsicht mir dann doch noch sympathisch wird.
*Fazit*
Wer Cosy-Krimis mag, ist hier genau richtig. Hier ist Humor und Spannung vereint, und obendrauf gibt es eine sympathische Kati.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Gespräche aus der Community
Bevor das Buch in den Buchhandel kommt, lade ich euch zur Leserunde mit der neugierigen Küsterin Kati Küppers ein. Dieser Wohlfühlkrimi ist in sich abgeschlossen. Ihr könnt euch also bewerben, unabhängig davon, ob ihr die ersten beiden Bände gelesen habt oder nicht. Wer Geschichten von Pater Brown oder Miss Marple mag und gerne miträtselt, ist in dieser Runde genau richtig.
HIer kommt nun auch meine Rezension, die ich gerade auch im Netz verteilt habe:
Danke, dass ich hier mitlesen durfte, es hat mir viel Spaß gemacht.
"Kati Küppers und der entlaufene Filou"
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