Barbara Toner

 2,5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf

Fair Play und das Leben der modernen Frau: Die 1984 in Sydney geborene Barbara Toner ist Journalistin und Schriftstellerin. Schon sehr früh hat sie sich mit der Rolle der Frau der Gegenwart beschäftigt. Und zwar noch zu einer Zeit, wo es für Frauen diverse Benachteilgungen in der Arbeit, der Gesellschaft oder vor Gericht gab. Nach der Geburt ihrer letzten Tochter hat sie beschlossen die Ungerechtigkeiten in einer Kolumne im Woman Magazine beim Namen zu nennen. Toner hat ein Händchen für Wörter, aber nicht nur sie sondern die ganze Familie, weil ihr Vater Worte sehr mochte und immer interessante Diskussionen anregte. Ihre bekanntesten Werke sind "Vier ehrbare Damen suchen Teilzeit-Ehemann" und "Die sieben Leben einer Frau". Barbara Toner ist verheiratet und hat drei Töchter, sowie fünf Enkel lebt in London und New South Wales.

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Neue Rezensionen zu Barbara Toner

"Ein Plan konnte nicht funktionieren, wenn sich keiner an die Regeln hält"

Preise lügen höchst selten. Der Angebotspreis für dieses Buch ist bei den Gebrauchten deutlich gefallen. Und das in kurzer Zeit. Als ich mich für diesen Roman zu interessieren begann, hatte ich eine etwas andere Vorstellung von seinem Inhalt als er tatsächlich ist. Klappentext und Marketing trugen dazu in nicht unerheblichem Umfang bei. Und so spiegelt der geringe Preis nach ein paar Monaten wohl auch die allgemeine Enttäuschung wider, in die man beim Lesen dieses Buches erfährt.

Was zunächst wie ein "pikantes Unterfangen" klingt, erweist sich in Wirklichkeit als ein erheblich in Länge und Breite gezogenes Kleinstadt-Schauspiel von unerheblicher allgemeiner Relevanz, sieht man einmal vom aufkommenden Feminismus ab, der gelegentlich durchschimmert. Die vier Damen, Nachbarn oder in anderer enger Beziehung zueinander, brauchen ihren Teilzeit-Ehemann nicht fürs Bett, obwohl das natürlich wenigstens bei zwei der Damen unterschwellig mitschwingt, sondern für vorgeblich männliche Tätigkeiten, die ruhen, weil es eben keine Männer gibt oder weil diese gerade nach den Kriegsereignissen abkömmlich, tot oder anderweitig verhindert sind.

Der auserwählte Kandidat erweist sich als Komplettversager, was das Ganze schließlich darin kulminieren lässt, dass die Damen die Dinge selbst in die Hand nehmen. Zwar nicht ganz, aber irgendwie doch dominierend. Leider kommt die ganze Geschichte erst nur mühsam in Schwung und zieht sich dann erheblich in die Länge. Wenn man nicht vor dem Ende aufgibt, dann hält nur noch die Erwartung auf selbiges und die zunehmend herbeigesehnte Lösung aller Rätsel munter. Überraschendes kommt dann aber auch nicht mehr zutage. Umwerfend komisch fand ich dieses Buch nicht, obwohl mir so etwas versprochen wurde.

Lässt man einmal die überschwänglichen Versprechungen weg, die zwangsläufig zu einer Enttäuschung führen müssen, dann hat man es mit einem nicht schlecht geschrieben, aber viel zu langen Roman zu tun, den man vermutlich nicht lange in Erinnerung behalten wird.

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