Barbara Traber Tödliche Seilschaft: Roman

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Inhaltsangabe zu „Tödliche Seilschaft: Roman“ von Barbara Traber

Liebesgeschichte

— leserin
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  • Lieben bis zur Selbstaufgabe ...

    Tödliche Seilschaft: Roman

    goat

    30. May 2013 um 22:36

    Wie man es vom Gmeiner Verlag gewohnt ist, ziert wieder ein zum Thema passendes Bild das Cover. Eine Frau hat es sich auf einem großen Stein bequem gemacht und beobachtet einen im Schnee laufenden Mann, der ihr den Rücken zukehrt. Die Szene scheint sich auf einem Berg abzuspielen. Der Titel des Buches erscheint mir für den Inhalt jedoch etwas zu reißerisch. Erwarten würde ich eher einen spannenden Krimi, wenn ich nicht vorher gewusst hätte, dass es sich hier um eine Erzählung über eine ungleiche Liebe handelt. Der Abstand zwischen den beiden Menschen auf dem Cover wird sich - im übertragenen Sinne - auch im ganzen Fortlauf der Geschichte nicht verringern. Näher kommen sich die beiden Protagonisten nicht, weil jeder von ihnen eine andere Vorstellung von Liebe in einer Beziehung hat. Die Rollenverteilung wird bereits im Prolog und im ersten Kapitel sehr schnell deutlich. Eva nimmt an einem warmen Junimorgen den Zug nach Basel, um sich dort mit dem Geologen Alex zu treffen, der mit dem Auto aus Frankfurt kommt. Die beiden kennen sich noch nicht ganz so lange, haben sich erst zweimal getroffen und nun ein halbes Jahr nicht gesehen. Bereits jetzt geht Eva schon ein großes Wagnis ein, indem sie Alex versprochen hat, den Sommer mit ihm in seiner „eigentlichen“ Heimat Südtirol zu verbringen. Doch sie schiebt alle Bedenken zur Seite, denn Eva ist bereits Hals über Kopf in diesen wilden Naturburschen verliebt und davon überzeugt, für immer und ewig mit ihm zusammenzubleiben. Als die beiden sich im Lokal treffen, kommen Eva einen kurzen Augenblick lang Zweifel. Sie ist unsicher, ob sie weglaufen oder dableiben soll, denn Alex redet unaufhörlich von seiner Arbeit in Saudi-Arabien, man kann ihm anmerken, dass auch er unsicher ist. Aus welchem Grund er jedoch nicht zärtlich ihre Hand nimmt, sondern ihr steif gegenübersitzt, kann Eva nicht nachvollziehen und ihr ist die Enttäuschung deutlich anzusehen. Dennoch setzt Eva alles auf eine Karte … Im Juli benötigt Alex Evas Hilfe beim Transport seines Zweitwagens mit arabischem Kennzeichen von Karlsruhe nach München. Ihr Einverständnis setzt er bereits voraus, da sie ja einen Führerschein habe und dies sicher kein Problem für sie sei. Eva fühlt sich überrumpelt und auch überfordert. Sie gesteht ihm, dass sie Angst vor dem Autofahren hat und auch schon seit Jahren nicht mehr gefahren ist. Aber Alex tut dies als lächerlich ab und letzten Endes stimmt Eva mit Unbehagen zu, da sie ihn nicht enttäuschen möchte. Nicht nur, dass Alex über Evas Bedenken einfach so hinweggeht und sie diese Strecke fahren lässt, obwohl sie sich vor lauter Angst schon seit Jahren nicht hinters Steuer gesetzt hat – das Auto verliert auch noch Öl. Der Mechaniker äußert seine Bedenken, weil seiner Meinung nach etwas mit dem Motor nicht stimme. Alex‘ Verhalten ist einfach nur unverantwortlich. Das Martyrium, welches Eva in den paar Stunden auf der Autobahn durchlebt, beschreibt die Autorin sehr authentisch. Ich habe mich gut in Evas Lage versetzen können. Alleine schon die Angst vor dem Fahren und dann setzt noch Regen ein und sie verliert Alex’ Auto vor ihr immer wieder aus den Augen. Die Angst ist in dem Moment greifbar. Bereits hier wird schon deutlich, dass Eva sich aus Liebe zu Alex viel zu viel zumutet. Sie gefährdet ihre Gesundheit, um ihm zu gefallen. Ein Fehler, der Eva noch Jahrzehnte später begleiten wird, in Form von Albträumen. Der nächste Hammer, den Alex ihr eröffnet, ist, dass nach dem gemeinsamen Sommer alles vorbei ist, da er wieder für ein Jahr nach Saudi-Arabien zurück muss. Eva bietet ihm an, ihn zu begleiten, Alex winkt jedoch ab. Das Klima wäre nichts für Frauen und Wasser gäbe es auch nicht genug – nicht zumutbar … Damit ist für ihn das Thema auch erst einmal erledigt. Dass er keine Widerworte duldet, unterstreicht er durch eisernes Schweigen, welches mir noch an einigen anderen Stellen im Buch aufgefallen ist. Eva ist so sehr vor den Kopf gestoßen, dass ihr schwarz vor Augen wird. Alles, woran sie denken kann, ist, wie sie Alex davon abbringen kann, sie im Sommer loszuwerden. Wie egoistisch Alex sein kann, offenbart sich in der Szene, als die beiden einen Freund von Alex in München besuchen. Dieser ist mittlerweile verheiratet und hat ein kleines Kind. Die beiden Freunde unterhalten sich über ihr gemeinsames Hobby, das Bergsteigen, und schwärmen von alten Zeiten und den waghalsigen Abenteuern. Als Alex ihn fragt, ob er mit seiner Frau in diesem Jahr auch nach Völs komme, verneint dieser. Seine Frau fahre lieber ans Meer. Die Erklärung, er wolle seine Frau nicht so lange alleine lassen und er wäre älter und vorsichtiger geworden, lässt Alex nicht gelten. Enttäuscht und fassungslos fragt er: „Du hast das Klettern aufgegeben? Wie kannst Du nur!“ Alex zeigt sehr deutlich, dass ihm sein Hobby wichtiger ist als eine Familie. Spätestens dann hätte Eva schon merken müssen, dass sie immer nur an zweiter Stelle stehen wird. Doch auch hier sind die Gefühle wieder stärker und sie steckt zurück – immer und immer wieder. Dies geht tatsächlich so weit, dass Eva, obwohl sie es eigentlich nicht möchte, zusammen mit Alex gefährliche Touren klettert und mehr als einmal ihr Leben riskiert. Nach einem Ereignis jedoch fasst Eva einen Entschluss … Die Geschichte wird aus der auktorialen Perspektive erzählt. Eva ist mittlerweile schon etwas älter und blickt auf die Vergangenheit zurück. Während die Rückblenden – also die eigentliche Geschichte – in normaler Schrift geschrieben sind, sind die Passagen in der Gegenwart in kursiver Schrift gedruckt. Der Roman erfüllt nur bedingt meine Erwartungen. Ich habe ehrlich gesagt mit etwas mehr Spannung gerechnet. Was Evas totale Erniedrigung angeht, ist es für einen Menschen, der niemals in so einer Situation war, schwer nachzuvollziehen. Irgendwann einmal sollte man die rosarote Brille absetzen und sehen, dass man selber nicht auf der Strecke bleibt und nur für die Bedürfnisse des Partners lebt. Ich möchte nicht sagen, dass „Tödliche Seilschaft“ langweilig ist. Aber so recht ist der Funke nicht übergesprungen. Ich habe mich mit Eva nicht arrangieren können. Mir fehlte vielleicht auch einfach nur das Verständnis für ihr Handeln, die totale Selbstaufgabe. Einzig in die Szene von Evas Autofahrt habe ich mich hineinversetzen könnten. Man kann, aber muss das Buch nicht gelesen haben, weswegen es von mir auch keine explizite Empfehlung gibt. Ich schwanke zwischen zwei und drei Sternen, vergebe aber aufgrund des schon sehr komplexen Themas drei Sterne.

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  • Rezension zu "Tödliche Seilschaft: Roman" von Barbara Traber

    Tödliche Seilschaft: Roman

    Monika58097

    06. October 2012 um 11:26

    Barbara Traber Tödlche Seilschaft Liebe in den Bergen? Eva, inzwischen eine gestandene Frau, muss plötzlich an ihre längst vergangene Liebe Alex denken. Alex, der Geologe, von dem sie dachte, dass er ihre große Liebe sei. Alex, mit dem sie im Sommer mehrere Wochen in völliger Abgeschiedenheit verbracht hat. Eva gibt alles für Alex. Sie gibt sich auf, nur um ihm zu gefallen. Sie unternimmt Klettertouren mit ihm, die für sie als Anfängerin viel zu schwierig sind. Sie tut alles, obwohl sie weiß, dass es nicht richtig ist. Sie geht an ihre Grenzen, gerät so oft in gefährliche Sitationen. Ist das noch Liebe? Oft behandelt Alex sie grob, beachtet sie oftmals gar nicht. Den Sommer in den Bergen hat sich Eva wohl anders vorgestellt. Hat diese Beziehung überhaupt eine Chance? Ein Roman über eine Frau, die sich fast ganz aufgibt. Ein Roman über eine gefährlche Beziehung, über Abhängigkeiten und auch über Liebe. Eine perfekte Mischung aus Spannungliteratur und Frauenroman.

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  • Rezension zu "Tödliche Seilschaft: Roman" von Barbara Traber

    Tödliche Seilschaft: Roman

    sab-mz

    02. September 2012 um 12:41

    Das Buch um die Liebe von Eva zu dem Geologen Alex ist viel mehr als ein Liebesroman. Der Autorin ist es gelungen die Handlung rundum um einen Liebessommer zu verknüpfen mit einem sehr tiefgründigen Buch, das zum Nachdenken anregt. Lohnt es für die Liebe sich selbst aufzugeben, die eigenen Ideale zu verraten, sich auf möglicherweise lebensgefährliche Abenteuer einzulassen? In dem Roman wird ein Sommer, der sich aus Evas Sicht romantisch gestalten sollte mit einem Bergurlaub, zu einer Warnung, dass Liebe zu weit gehen kann. Dass Eva auch in eine tödliche Falle geraten könnte, wenn sie sich aufgibt und nur ihrem egoistischen Freund vertraut. Die ganze Handlung lässt sich übertragen auf viele junge Beziehungen in denen das Herz und die Liebe zu einem Mann den Kopf abschalten können. Meine Empfehlung für alle, die nicht nur seichte Unterhaltung suchen, sondern einen Roman, bei dem Mitdenken und vor allem Mitempfinden gefragt sind.

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