Barbara Trapido Jonglieren

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Inhaltsangabe zu „Jonglieren“ von Barbara Trapido

Eine Familiengeschichte von Shakespearescher Leichtigkeit: Christina ist kein liebes Mädchen, obwohl sie es vielleicht gerne wäre. Ständig muss sie ihre Stacheln ausfahren. Vor allem der Vater, von dem sie bald ahnt, dass er gar nicht ihr richtiger Vater ist, geht ihr mit seinen extravaganten Ideen gegen den Strich. Ihre Mutter hingegen hat zu wenig Biss, und die Großmutter, anfangs ihre liebste Verbündete, erweist sich als gnadenlos engstirnig. Nur Pam, ihre adoptierte Schwester, liebt sie von Herzen, auch wenn sie ihr die besondere Herkunft neidet. Kein Wunder, dass ihr Weg zu den Menschen, mit denen sie durchs Leben gehen möchte, nicht geradlinig verläuft.
Im Internat lernen Pam und Christina Jago und Peter kennen, ihre männlichen Gegenstücke. Allen vier hat das Leben Schweres mitgegeben. Durch einen tragischen Vorfall werden sie in alle Winde zerstreut. Jahre später finden sie sich in Oxford wieder, zu einem Happy End mit glücklichen Paaren. Wer mit wem das bleibt bis zum Schluss spannend.
1994 zuerst erschienen, war 'Jonglieren' in England ein Bestseller, die erste Veröffentlichung in Deutschland folgte 1995. Als Klassikerin weiblicher Erzählkunst findet Barbara Trapido nun ihren Platz bei der edition fünf. (Quelle:'Fester Einband/28.08.2013')

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Die Bewertung fällt mir schwer, weil es auf der einen Seite krass und fesselnd, auf der anderen Seite so egoistisch und unmoralisch ist.

Tanja_Radi

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  • Rezension zu "Jonglieren" von Barbara Trapido

    Jonglieren

    lovely_ann

    06. March 2011 um 11:56

    Barbara Trapido hat eine wunderschöne Art zu erzählen und die Geschichte des Buches passt perfekt dazu. Skurille, liebenswerte Charaktere bevölkern das Buch. Das Buch ist eine Beziehungskomödie, ein Entwicklungsroman, eine Familientragödie, eine Verwechslungsgeschichte, mal todtraurig und mal brüllendkomisch. Da ist Christina mit ihrer Adoptivschwester Pam, da sind ihre Eltern, da sind zwei junge Männer, Peter und Jago und noch einige mehr, die sich in vielen Konstellationen mit vielen Irrungen und Wirrungen zueinander finden. Ein bißchen erinnert es an Shakespeares Sommernachtstraum. Chaotisch, voller Beziehungsfallstricke, aber nie unübersichtlich und es bleibt immer faszinierend. Es kommt nicht von ungefähr, daß Shakespeare auch als Collegearbeit Einzug hält in den Roman. Denn der Vergleich drängt sich dem Leser immer mehr und mehr auf. So schreibt die Romanfigur Christina ein College Essay über das Thema "Shakespeares Komödie - eine bessere Tragödie" "Symmetrie ist das A und O. Und wenn das Ende des fünften Aktes gekommen ist und es sind noch lose Enden übrig - eine Frau ohne Mann; ein Herzotum in den falschen Händen - , ist das kein Anlaß zur Sorge, denn Shakepeare wird stets intervenieren und eine Lösung präsentieren. Er wird aus dem Fundus arbeitsloser Schauspieler hinter den Kulissen einen herausgreifen und auf die Bühne schieben, dessen zweifarbige, geschlitzte Pluderhosen farblich auf die Szene abgestimmt sind.(...) Die Komödien enden in einem Jonglierakt; sie halten eine Balance in der Luft, die unseren Unglauben herausfordert. "

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  • Rezension zu "Jonglieren" von Barbara Trapido

    Jonglieren

    Thaila

    20. September 2010 um 10:44

    "Jonglieren" von Barbara Trapido erzählt die Geschichte von zwei Schwestern. Christina ist lebhaft und aufmüpfig, während die adoptierte Pam eher still und folgsam ist. Zeit ihres Lebens hat Christina das Gefühl von ihren Eltern weniger geliebt zu werden, als die umgänglichere Pam, die darüber hinaus noch muskisch begabt und in der Schule besonders gut ist. In der Schule lernen Pam und Christina den ebenfalls stillen, schüchternen Peter und den populären Jago kennen. Die Lebenswege der vier kreuzen sich nun immer wieder. Und auch die Lebensläufe ihrer Familien verschlingen sich zunehmend. Leider verliert die Autorin die übrigen Figuren im Verlauf der Handlung vollkommen aus den Augen, so dass der Roman letztendlich die Geschichte von Christina ist. Das fand ich persönlich schade, weil ich andere Charaktere eigentlich spannender fand. "Jonglieren" ist ein merkwürdiges Buch. Ich habe mich immer wieder an eine Soap Opera erinnert gefüllt. Zum einen entstammen die Charaktere aus einer Hochglanzwelt, wo Geld keine Rolle spielt, weil es einfach immer da ist, wo man gut aussieht und kosmopolitisch ist. Die einzelnen Figuren sind in der Eindeutigkeit der ihnen zugeschriebenen Rollen manchmal arg holzschnitthaft. Zum anderen gibt es immer wieder merkwürdige Begebenheiten, Todesfälle und Zufälle, die doch sehr an die unrealistischen Handlungsläufe einer Seifenoper erinnern. Subtext für Trapido waren allerdings die Komödien von Shakespeare, die immer wieder anzitiert werden. So endet der Roman auch in einer Weise überspitzt in einem bunter Reigen von Bäumchen-wechsel-dich, dass ich mich damit doch wieder versöhnen konnte. Keine große Literatur, aber ganz nette Unterhaltung!

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