Barbara Tuchman Der ferne Spiegel

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Inhaltsangabe zu „Der ferne Spiegel“ von Barbara Tuchman

Ein moderner Klassiker der Geschichtsschreibung Bestsellerautorin Barbara Tuchman schuf mit »Der ferne Spiegel« einen modernen Klassiker der Geschichtsschreibung. Mit sicherem und kundigem Blick für die »große« politische Geschichte und feinem Gespür für die Alltags- und Mentalitätsgeschichte gelingt es ihr, das pralle Leben im dramatischen 14. Jahrhundert und damit im Herbst des Mittelalters einzufangen. Im Mittelpunkt von Barbara Tuchmans faszinierender Schilderung des 14. Jahrhunderts steht die Lebensgeschichte des französischen Adeligen Enguerrand de Coucy VII. Im zarten Alter von 15 Jahren zieht Coucy das erste Mal als Ritter in die Schlacht, erlebt den Hundertjährigen Krieg hautnah mit und wird schließlich vom englischen König als Geisel genommen. Coucy wird im Laufe seines Lebens Zeuge dramatischer, ja scheinbar apokalyptischer Ereignisse: Die Pest sucht Europa heim, religiöse Fanatiker hetzen die Menschen auf, Papst und Gegenpapst bekriegen sich, auf Frankreichs Thron sitzt ein Wahnsinniger, und im Osten rücken die Osmanen vor. Gleichzeitig kannten die Kreativität und das Kunstschaffen der Menschen nun, gleichsam auf der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit, keine Grenzen. Boccaccio schuf sein epochemachendes Werk Decamerone, Giotto bereitete in Italien den Weg für die Renaissance und in ganz Europa entstanden Kathedralen von ungekannter Größe und Pracht.

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  • Gelebte Geschichte im 14. Jahrhundert

    Der ferne Spiegel
    Sokrates

    Sokrates

    04. June 2013 um 11:15

    Barbara Tuchman, US-amerikanische Historikerin und Journalistin, widmet sich in ihrem wohl berühmtesten Werk dem ereignisreichen 14. Jahrhundert als historischer Epoche. Das Mittelalter befand sich auf seinem Zenit, Rittertum und Herrschaftsausbildung erlebten ihre Blütezeit. Gleichzeitig wurde Europa von mehreren, sehr heftigen Pestwellen überrannt, die bis zum Ende des 14. Jahrhunderts schließlich 50 % der Bevölkerung eliminiert hatten. Tuchman gelingt etwas, das – eben weil es so anspruchsvoll erscheint – selten realisiert wird: umfassend zu beschreiben. So erklärt sie nicht nur historische Ereignisse und deren kausale Verknüpfung, sondern auch kulturelle Phänomene, Kriege, Biographien. Dies alles zusammengefasst, gelingt ihr der Versuch, ein Zeitalter derart komplex zu erfassen, dass man staunen kann. Kombiniert um eine lebendige, bildhafte und scheinbar mühelose Sprache (auch in guter Übersetzung) wird dieses Buch – auch wenn es eher für Laien geschrieben wurde – auch für den Historiker zu einem zwingenden Lesestoff.

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  • Gelebte Geschichte im 14. Jahrhundert

    Der ferne Spiegel
    Sokrates

    Sokrates

    04. June 2013 um 11:12

    Barbara Tuchman, US-amerikanische Historikerin und Journalistin, widmet sich in ihrem wohl berühmtesten Werk dem ereignisreichen 14. Jahrhundert als historischer Epoche. Das Mittelalter befand sich auf seinem Zenit, Rittertum und Herrschaftsausbildung erlebten ihre Blütezeit. Gleichzeitig wurde Europa von mehreren, sehr heftigen Pestwellen überrannt, die bis zum Ende des 14. Jahrhunderts schließlich 50 % der Bevölkerung eliminiert hatten. Tuchman gelingt etwas, das – eben weil es so anspruchsvoll erscheint – selten realisiert wird: umfassend zu beschreiben. So erklärt sie nicht nur historische Ereignisse und deren kausale Verknüpfung, sondern auch kulturelle Phänomene, Kriege, Biographien. Dies alles zusammengefasst, gelingt ihr der Versuch, ein Zeitalter derart komplex zu erfassen, dass man staunen kann. Kombiniert um eine lebendige, bildhafte und scheinbar mühelose Sprache (auch in guter Übersetzung) wird dieses Buch – auch wenn es eher für Laien geschrieben wurde – auch für den Historiker zu einem zwingenden Lesestoff.

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  • Leserunde zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    yari

    yari

    Hallo, Charlotte Lyne hat sich bereit erklärt, im Rahmen einer Leserunde "Das Haus Gottes" mit uns zu lesen. Exemplare kann ich leider keine zur Verfügung stellen. Aber vielleicht hat schon jemand das Buch oder kann es neu oder gebraucht erwerben. Der Klapptext zum Buch lautet wie folgt: Ein Schiff für den König, ein Geheimnis im Haus Gottes und die Macht einer verbotenen Liebe Portsmouth, England, 1336. Der schwelende Konflikt zwischen England und Frankreich verhilft der Hafenstadt zum Aufschwung. In dieser Blütezeit hält die lebenslustige Dorothy Hochzeit mit Symond, dem hübschen Sohn des visionären Schiffsbauers Aimery Fletcher. Voller Zuversicht sieht sie ihrem neuen Leben entgegen, doch schon bald zerbricht ihr Traum vom Glück, denn Symond entpuppt sich als Frauenheld und Luftikus. Als französische Kriegsschiffe die Stadt in Schutt und Asche legen und Dorothys kleiner Sohn in der Feuersbrunst stirbt, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung Aimery zu. Sie ist die erste Frau, die sein vor Trauer verwundetes Herz berührt, seit er als angeblicher Mörder seiner Gattin geächtet ist. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, in der nun von Krieg und Pest gebeutelten Stadt zu überleben? Wer Lust hat mitzulesen, kann sich ja einfach hier eintragen. Liebe Grüße Yari

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  • Rezension zu "Der ferne Spiegel" von Barbara Tuchman

    Der ferne Spiegel
    doktormabuse

    doktormabuse

    01. March 2013 um 13:13

    Gut als Vorhaltespiegel für den abstandshaften Blick auf die Zustände unserer Zeit, die in vielem an das Mittelalter, wie es hier dargestellt ist, erinnern. Nur die Körperstrafen fehlen. Ansonsten ist die Ausplünderei der das System versorgenden, arbeitenden Bevölkerung durch die 'edlen Herren' die gleiche geblieben. Das ist das eigentlich erschütternde Statement dieses Buches (eines, das es direkt gar nicht abgibt). Vom Titel und seiner Message einmal abgesehen, handelt es sich bei Frau Tuchmann offenbar um eine Barbara Wood der geschmiert geschriebenen anglo-amerikanischen Geschichtsschreiberei. Wer in seinem Output über das Mittelalter wie auch über den Vorabend des Ersten Weltkriegs schreibt, ist eben kein ausgewiesener Experte. Und das wird im Text nur allzu deutlich. Die Quellen sind zu dünn, zu einseitig, werden zu unkritisch hingenommen. Es ist frankophil geschrieben, von französischen Quellen belegt, die Quellenangaben mangelhaft, da einseitig (wozu ein solches Register, wenn viele interessante dinge darin nicht belegt sind...) - und auch in der Wortwahl sehr tendenziös. Fazit: gut lesbar, aber als historisches Lehrbuch mit Vorsicht zu genießen. Und: es zieht sich sehr in die Länge. Ich empfehle: 'Toppler' von E.W. Heine - eine bessere flüssig lesbare Darstellung des Mittelalters fand ich bisher nicht. Lasse mich aber gern belehren!

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  • Frage zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

    Der Name der Rose
    LESE-ESEL

    LESE-ESEL

    Wer kennt einen guten, anspruchsvollen Historischern Roman aus dem Mittelalter? - "anspruchsvoll" heißt, er soll ähnlich sein wie "Der Name der Rose" von Umberto Eco: Viel Informationen über das Mittelalter (auch philosophisch), aber kein "Herz-Schmerz-Liebesleid".

    • 19
    Mikako

    Mikako

    23. September 2011 um 12:10
  • Rezension zu "Der ferne Spiegel" von Barbara Tuchman

    Der ferne Spiegel
    ChiefC

    ChiefC

    09. October 2007 um 18:57

    Anhand einer Familie aus der Picardie beschreibt die renommierte amerikanische Historikerin Barbara Tuchman die Geschichte des 14. Jahrhunderts und alle Aspekte des Lebens jener Zeit auf packende Weise. Besser geht's nicht.