Die stille Braut

von Barbara Wendelken 
4,8 Sterne bei49 Bewertungen
Die stille Braut
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Ein sehr spannender 2. Martinsfehn-Krimi, der Appetit auf den 3. Band macht!

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Spannend von Anfang bis am Schluss! Eine gelungene Fortsetzung der Reihe!

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Inhaltsangabe zu "Die stille Braut"

Gerade erst von ihren Verletzungen genesen nimmt Oberkommissarin Nola van Heerden ihren Dienst wieder auf. Gleich ihr erster Fall führt sie erneut nach Martinsfehn. An einem Badesee findet man die als Braut zurechtgemachte Leiche einer jungen Frau, die vor vier Jahren aus einer Internatsschule für Gehörlose verschwunden ist. Bei ihren Ermittlungen stößt Nola auf ein düsteres Geheimnis. Bald gibt es weitere Tote und es scheint, als wäre der Täter ihr immer einen Schritt voraus …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492307062
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:14.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    AnnetteTraksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender 2. Martinsfehn-Krimi, der Appetit auf den 3. Band macht!
    Spannung pur

    Im Dezember war Oberkommissarin Nola van Heerden von der Kripo Leer bei einem Einsatz schwer verletzt worden. Nun, im Februar, ist sie gerade seit einer Woche wieder im Dienst, als sie und ihre Kollegen einen neuen Fall bekommen:

    Am Kreihenmeer bei Martinsfehn - einer im Winter verwaisten Freizeitanlage - haben Gemeindearbeiter die Leiche einer etwa 20 Jahre alten Frau gefunden, die wie eine Braut zurechtgemacht ist.

    Kurz darauf steht fest, dass es sich bei der Toten um Leona Sieverding handelt, die vor 4 Jahren aus einer Internat-Förderschule für Gehörlose verschwunden ist. Damals hat Renke Nordmann, Leiter des Polizeireviers Martinsfehn, ermittelt, konnte aber die Umstände des Vorfalls nicht klären, und von der damals 15-jährigen Leona fehlte bis jetzt jede Spur.

    Nola van Heerden vertieft sich in die alten Akten, wundert sich über Merkwürdigkeiten in Bezug auf Renke Nordmanns damalige Ermittlungen und kommt hinter schlimme Vorgänge, die sich zur Zeit von Leona Sieverdings Verschwinden im Internat ereignet haben müssen. Sie ahnt, dass mehrere Schülerinnen und möglicherweise auch Leona darin verwickelt waren.

    Bei ihren Recherchen kommt sie einigen Personen offensichtlich zu nahe und kann nicht verhindern, dass es weitere Leichen gibt. So sehr sie sich selbst unter Zeitdruck setzt, scheint der Mörder ihr immer einen Schritt voraus zu sein.

    Resümee: 
    Wie schon der erste Fall, den Renke Nordmann und Nola van Heerden zu lösen hatten, ist auch dieser von Anfang bis Ende temporeich und spannend.

    Dabei erstrecken sich die Ermittlungen auf 2 Gebiete, die aber miteinander in Zusammenhang stehen:
    • das Verschwinden der damals 15-jährigen Leona Sieverding aus der  Internat-Förderschule für Gehörlose, das nie geklärt werden konnte, und
    • die aktuellen Morde nach Auffinden ihrer Leiche 4 Jahre später.

    Durch Verhalten und Äußerungen der Protagonisten kann man zu beiden Themenkomplexen Theorien entwickeln. Wobei die Motivlage in Bezug auf die aktuellen Bluttaten klar zu sein, der Kreis der Täter sich durch ebendiese gleichzeitig einzuengen scheint. Aber weit gefehlt! Erst gegen Schluss habe ich meine Denkrichtung geändert, konnte die "richtige" Person allerdings nicht dingfest machen: Zu vage sind die Infos über sie, zu sehr bleibt sie im Hintergrund - anders als im 1. Band.

    Ähnlich verhält es sich mit den Umständen zum Verschwinden Leonas - wobei ich hier allerdings schon relativ früh eine Ahnung hatte, die sich bestätigte.

    Die gesamte Aufklärung erfolgt erst am Schluss und ist letztlich der scharfen Beobachtungs- und Kombinationsgabe Nola van Heerdens zu verdanken.

    Der Geschehensverlauf erhält immer wieder neue Wendungen, auch dadurch, dass einige Verdächtige ermordet werden.

    Trotz aller Spannung und Dramatik hat die Handlung mich emotional nicht so mitgerissen wie im ersten Fall.

    Die Charaktere sind auch hier wieder hervorragend gestaltet: allesamt Personen, wie sie genau so mit ihren Problemen und Freuden, menschlichen Schwächen und Stärken, Veranlagungen und Sehnsüchten unter uns leben könnten.

    Das Hin und Her zwischen Nola und Renke mit ihrer Hass-Liebe zueinander war mir etwas zu viel, zumal auch der neue Pathologe überdeutlich Interesse an der Oberkommissarin zeigt und sie nicht abgeneigt ist.

    Fazit: ein spannender 2. Martinsfehn-Krimi, der Appetit auf den 3. macht.

     

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    MissRichardParkers avatar
    MissRichardParkervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend von Anfang bis am Schluss! Eine gelungene Fortsetzung der Reihe!
    Gelungen!

    Da ich gleich nach dem ersten Band der Reihe Fan geworden bin, war ich auf die zweite Geschichte sehr gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Story ist von Anfang an Spannend und bleibt es bis am Schluss. Ständig glaubt man zu wissen wer der Täter ist, und dann wird man doch noch eines besseren belehrt. 
    Tolle und spannende Unterhaltung mit Protagonisten die sich stets weiterentwickeln. Super!

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 3 Jahren
    Das Böse lauert überall, auch im beschaulichen Ostfriesland


    Es ist einfach noch zu kalt für die Jahreszeit in Martinsfehn. Da wird an einem Badesee ein grausiger Fund gemacht. Ein junges Mädchen liegt aufgebahrt und geschminkt wie eine Braut. Sie trägt einen Ehering. Sie ist fast noch ein Kind. Kommissarin Nola van Heeren ist gerade wieder einsatzfähig, dann so etwas. Das Mädchen wurde 4 Jahre zuvor als vermißt gemeldet. Sie ging auf eine Gehörlosenschule in Jemgum.

    Es war Renkes Fall damals. Haben sie nicht gründlich gesucht? Nola beginnt noch mal von ganz vorne mit ihrer Recherche und stößt auf viele Ungereimtheiten. Vieles wurde nicht gründlich hinterfragt, wie es scheint. Denn irgendwo muss das Mädchen ja gewesen sein.

    Barbara Wendelken hat einen sehr guten und schlüssigen Krimi nachgelegt, der dem 1. Band in nichts nachsteht. Dieser Krimi, der in Ostfriesland spielt, hat wieder zum kombinieren und rätseln angeregt, da es hier vor Überraschungen nur so wimmelte, aber auch eine recht bedrückende Story beinhaltete.  Die einzelnen Figuren sind charakterlich gut dargestellt, wie die Besitzerin des Blumenladens mit ihren jüngeren Lover, oder Renkes Tante Meta, die dem Nachbarn nicht über den Weg traut und ihn anfängt zu beobachten. Wenn so ein Krimi meine ganze Aufmerksamkeit hat, ich ihn nicht mehr aus der Hand legen kann, dann war er für mich
    sehr gut.

    Im Herbst erscheint ihr 3. Krimi und darauf freue ich mich schon. Auch auf die angekündigte Lesung in unserer Stadt im Oktober.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit überraschenden Wendungen und sympathischen Ermittlern
    Wenn niemand deine Schreie hört...

    Das Buch:Gerade erst von ihren Verletzungen genesen, nimmt Oberkommissarin Nola van Heerden ihren Dienst wieder auf. Ihr zweiter Fall führt sie wieder nach Martinsfehn. Dort findet man an einem Badesee die Leiche einer jungen Frau, die vor vier Jahren aus einer Internatsschule für Gehörlose spurlos verschwunden ist. Bei ihren Ermittlungen stösst Nola auf ein düsteres Geheimniss. Bald darauf gibt es weitere Tote und es scheint als wäre der Täter immer einen Schritt voraus...

    Der zweite Fall von Nora van Heerden führt sie wieder nach Martinsfehn und somit auch wieder in die Nähe von Renke Nordmann. Die gespannte Situation führt sich an dieser Stelle weiter fort und nimmt viel Platz in der Geschichte ein. Mich persönlich hat es nicht gestört, da ich es mag, wenn sich Figuren weiterentwickeln und man etwas über deren Leben erfährt. Einige kleinere Längen waren jedoch enthalten.

    Die Geschichte selbst war sehr spannend zu lesen und konnte mit einigen überraschenden Wendungen aufwarten. Sympathisch war ausserdem der Aspekt, dass auch Ermittler nicht unfehlbar sind. 

    Das Cover ist sehr gut gewählt und konnte mich nachdem ich dieses Buch gelesen hatte noch mehr überzeugen. 

    Jedem der gerne Krimis mit Lokalkolorit und sympathischen Ermittlern liest, den es nicht abschreckt etwas mehr über das Privatleben der Protagonisten zu erfahren, kann ich diesen Krimi wärmstens empfehlen.

    Kommentare: 1
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    twentytwos avatar
    twentytwovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannung ohne große Überraschungen, mit interessanten Charakteren.
    Die Tote am See

    Nachdem die Tote am See, als die vor Jahren spurlos verschwundene Internatsschülerin identifiziert ist, sieht Oberkommissarin Nola van Heerden mit gemischten Gefühlen der Konfrontation mit Renke Nordmann, dem damaligen ermittelnden Kommissar entgegen. Beide sind sich während eines früheren gemeinsamen Falles näher gekommen ohne richtig zueinander zu finden.
    Neue Spuren im Fall „Leona“, führen immer weiter in die Vergangenheit und fördern so manches Versäumnis der damaligen Ermittlungsarbeiten zutage. Dies ist dem Verhältnis von Nola und Renke natürlich nicht zuträglich und es kommt zu neuen Reibereien und Verstimmungen.
    Ein Mordfall, dessen Ermittlungen sich noch im Kreise drehen, während man langsam ahnt, wer nicht nur mit dem Mord, sondern auch mit der Entführung zu tun hatte. Durch die gute Herausarbeitung der Charaktere bleibt es aber weiterhin spannend und man wird mit immer neuen Wendungen in den Nebenhandlungen überrascht. Und es stellt sich am Ende für so manchen die Frage, ob der Tod von Leona nicht zu verhindern gewesen wäre.


    Fazit
    Ein Mordfall, bei dem man schnell ahnt was Sache ist, so dass die Aufklärung keine wirkliche Überraschung mehr darstellt. Da die privaten Probleme von Nola und Renke viel Raum einnehmen und häufig die Handlung dominieren, kommt es zu einigen unnötigen Längen. Insgesamt aber ist 'Die stille Braut' ein durchaus lesenswerter Krimi, für lange Abende.

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    yaris avatar
    yarivor 3 Jahren
    Atmosphärisch dichter und spannender Krimi aus Ostfriesland

    Nachdem Oberkommissarin Nola van Heerden von ihren Verletzungen genesen ist, nimmt sie ihren Dienst wieder auf.

    Erneut wartet in Martinsfehn ein neuer Fall auf sie.
    Die Leiche einer jungen Frau, die vier Jahre zuvor aus einem Internat für Gehörlose verschwunden ist, wird an einem Badesee aufgefunden. Die Tote ist wie eine Braut hergerichtet.

    Nola stößt während ihrer Ermittlungen auf ein dunkles Geheimnis, und es gibt weitere Tote. Wird es ihr gelingen den Täter zu stellen, bevor weitere schreckliche Dinge geschehen?

    Barbara Wendelken hat mit "Die stille Braut" den zweiten Band um Oberkommissarin Nola van Heerden geschrieben, der sehr fesselnd und unterhaltsam, aber auch atmosphärisch dicht ist.

    Der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen erhöht sich bis zum Ende hin stetig. Die Handlung selbst ist gut durchdacht und schlüssig.

    Die Protagonisten sind tiefsinnig und detailreich gezeichnet.
    Renke verfällt, wohl aufgrund seiner privaten Probleme, immer mehr dem Alkohol. Eigentlich ist er ein sympathischer Mann, aber er steht sich selbst im Weg.
    Nola ist eine nette und selbstbewusste Frau, die viel Empathie für ihre Mitmenschen hat, aber auch dickköpfig sein kann.

    "Die stille Braut" hat mich sehr gut und spannend unterhalten, da dieser Krimi abwechslungsreich und vielschichtig geschrieben ist. Von mir bekommt dieses Buch fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

    Kommentare: 3
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    Kendras avatar
    Kendravor 3 Jahren
    Nervenaufreibend und packend bis zum Ende


    „Die stille Braut“ von Barbara Wendelken ist ein neuer Martinsfehn-Krimi mit der sympathischen Kommissarin Nola van Heerden und mit dem komplizierten und von einigen Rückschlägen heimgesuchten Renke.
    Da es jedoch ein neuer Fall ist, den die beiden hier aufklären, kann man diesen Band also ruhig auch ohne den Vorgänger zu kennen lesen:-)
    Jedoch ist es dennoch schön, wenn man einige Bekannte aus dem ersten Band hier wieder trifft und man auch einige Hintergrundinformationen zu den beiden Hauptpersonen bereits kennt .

    Auch dieser Fall versteht es wieder gekonnte den Leser zu fesseln und zu überraschen!
    Besonders hervorheben möchte ich wieder die gelungene Erzählkunst , die sich insbesondere auf die detaillierte Figurenbeschreibung niederschlägt und jedem Charakter somit sehr viel Leben einhaucht! Auch die verschiedenen Erzählperspektiven der unterschiedlichsten Personen finde ich äußerst gelungen und dadurch bekommen wir sogar nähere Einblicke in die Gedanken von Nebenfiguren, die damit ihren ganz eigenen Auftritt bekommen :-)

    Als Gemeindemitarbeiter eine als Braut zurechtgemachte Leiche finden , beginnt ein wirklich sehr interessanter und letztendlich erschreckend schockierender Fall, der nach und nach ans Licht kommt.
    Denn bei der Toten handelt es sich um die vor 4 Jahren verschwundene 16 jährige Leona. Renke ermittelte damals, der bereits da mit einigen anderen Dingen in seinem Privatleben zurechtkommen musste, und daher nicht mit vollem Einsatz diesen Fall bearbeitete.
    So stößt Nola bei ihre neuen Nachforschungen auf einige Schwachstellen in der damaligen Ermittlungsarbeit und deckt dabei einige tragische und Besorgnis erregende Vorfälle auf, die sich damals in dem Internat für Gehörlose zugetragen haben, indem auch Leona war.
    Doch wie hängt dieses damaliges Drama mit der aktuellen Mordserie zusammen, die eine ganz besondere seltsam verbundene Gemeinschaft bzw. deren Mitglieder heimsucht? Und wo befand sich die Tote während den verschollen 4 Jahren? Erst am Ende bekommt der Leser eine wirklich überraschende Auflösung geboten! :-)

    Nervenaufreibend und packend bis zum Ende! Erneut schafft es die Autorin ihren Krimi wirklich wunderbar ausgeklügelt , scharfsinnig und spannend zu gestalten! Daher freue ich mich bereits jetzt auf einen neuen Fall in Martinsfehn.

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    Mira20s avatar
    Mira20vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: spannend bis zur letzten Seite
    Spannend bis zur letzten Seite!

    Das Kleinstadtidyll – jeder kennt jeden, alle beäugen einander, neugierig lauscht man dem Klatsch. Seine Vorurteile bekommt man bestätigt, nichts kann einem mehr so richtig überraschen! Oder doch?
    Das fiktive Martinsfehn wird herrlich von der Autorin beschrieben, die Protagonisten sind wunderbar ins Städtchen eingepflanzt, das Geflecht von Beziehungen, Liebschaften, Arbeitsgeber und Angestellte machen diesen Krimi sehr interessant und spannend.

    Eine junge, seit vier Jahren vermisste Frau wird tot aufgefunden. Obwohl schnell klar ist, dass sie nicht ermordet sondern an einer unbehandelten Blinddarmentzündung gestorben ist, findet man Spuren von Misshandlungen an ihrem Körper. Wo also wurde sie  vier Jahre lang versteckt? Wurde damals tatsächlich seriös ermittelt? Oberkommissarin Nola van Heerden muss sich diese Frage bald stellen. Denn schnell deckt sie so einiges auf, dass man damals problemlos hätte herausfinden können…..

    Fazit

    Dieser Krimi war grossartig. Die verzweigten Handlungsstränge sind gut miteinander verflochten. Welcher Nebenschauplatz wird zum Hauptschauplatz? Die Autorin deckt genug auf um dem Leser etwas zum Nachdenken zu geben, verrät aber zu wenig, als dass er die Lösung zu früh finden kann.
    Der rote Faden ist ebenfalls als Ganzes zu sehen. Das Bild wird langsam sichtbar, ähnlich wie beim Puzzeln.
    Nola, die Kommissarin ist sympathisch. Auch hier beschränkt sich die Autorin aufs Wesentliche - keine langatmige Vergangenheitsbewältigungen! Dass der Revierleiter von Martinsfehn ihr durchaus gefällt, aber eine Annäherung im ersten Band offenbar gescheitert ist, macht sie echt und menschlich. Überhaupt sind die Figuren sehr lebendig beschrieben und ihre Charakteren überhaupt nicht stereotyp.

    Von dieser Autorin freue ich mich auf mehr! Band 1 werde ich ganz sicher auch noch lesen.

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    dorlis avatar
    dorlivor 3 Jahren
    Rezension zu "Die stille Braut" von Barbara Wendelken

    Martinsfehn im Februar. In der Freizeitanlage am Kreihenmeer finden Gemeindearbeiter die aufgebahrte Leiche einer jungen Frau. Schnell steht die Identität der Toten fest: es handelt sich um die vor 4 Jahren aus einem Internat für Gehörlose verschwundene Leona Sieverding. Oberkommissarin Nola van Heerden von der Kripo Leer macht sich auf die Suche nach Täter und Hintergründen und stößt dabei auf ein Netz aus Lügen und Geheimnissen…

    „Die stille Braut“ ist bereits der zweite Fall für Nola van Heerden und ihren Kollegen Renke Nordmann - für mich war dieser Einsatz in dem fiktiven Dorf Martinsfehn der erste, den ich mit den beiden sympathischen Ermittlern erleben durfte. Auch ohne Kenntnis des vorhergehenden Bandes habe ich die beiden Kommissare gut kennengelernt und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen würden.

    Barbara Wendelken hat mir mit „Die stille Braut“ alles geboten, was für mich zu einem fesselnden Krimi dazugehört. Eine flüssig und spannend erzählte Geschichte, die mich ruckzuck ins Geschehen gezogen hat, deren Spannungskurve durch eine vielschichtige und abwechslungsreiche Handlung stets auf einem hohen Niveau bleibt, die schlüssig aufgebaut ist und die mir durch zahlreiche offene Fragen und unerwartete Wendungen viel Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln über Zusammenhänge, Motive und Täter gegeben hat.

    Die Beschreibungen der Schauplätze sind bestens gelungen und auch die Akteure werden allesamt interessant und vielschichtig präsentiert. Man lernt die handelnden Personen durchweg gut kennen und erlebt alles, was den Einzelnen beschäftigt, sehr intensiv mit. Ich habe jedem seine Probleme geglaubt und konnte das jeweilige Verhalten sehr gut nachvollziehen.

    Außerordentlich gut hat mir gefallen, dass die Autorin unterschiedliche Nebenfiguren zu Wort kommen lässt, die aus ihrer Sicht von den Ereignissen in Martinsfehn berichten.
    So wundert sich Blumenhändlerin Annerose, dass ihr Lebensgefährte Hanno ständig zu seinem Bruder muss und geht der Sache nach, während Meta Schoon täglich das undurchsichtige Geschehen auf dem Nachbargrundstück von ihrem Bodenfenster aus beobachtet. Und Kneipier Charlie macht sich so seine Gedanken über seine Gäste.

    Barbara Wendelken versteht es ausgezeichnet, den Leser an der Nase herumzuführen. Irgendwie scheint jeder der zahlreichen Akteure etwas zu verbergen zu haben. Geschickt lenkt die Autorin meinen Blick von einem Verdächtigen zum nächsten und ich jage jeder neuen Fährte hinterher, nur um dann doch wieder in einer Sackgasse zu landen.

    Zwischenmenschliche Beziehungen und private Angelegenheiten der Ermittler fügen sich ohne aufgesetzt zu wirken in den Verlauf der Handlung ein, lockern die eigentliche Krimihandlung auf und machen das gesamte Geschehen noch authentischer.
    Besonders Renke schleppt eine große Last mit sich herum. Nicht nur der Verlust von Ehefrau und Tochter vor einigen Jahren macht ihm noch schwer zu schaffen, auch der Gedanke, in dem Entführungsfall Leona Sierverding vor 4 Jahren etwas Entscheidendes übersehen zu haben, so dass der Verbleib von Leona nie geklärt werden konnte, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Und dass Nola sich zu dem neuen Rechtsmediziner hingezogen fühlt, gefällt ihm ganz und gar nicht.

    „Die stille Braut“ ist ein fesselnder, angenehm zügig zu lesender Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite spannende Unterhaltung bietet. Absolute Leseempfehlung.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 3 Jahren
    Die stille Braut

    Oberkommissarin Nola van Heerdens nächster Fall führt sie erneut nach Martinsfehn. Am Kreihenmeer wurde von zwei Gemeindemitarbeitern die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie liegt in einem Hochzeitskleid mit Rosenblättern verziert und von Kerzen beleuchtet auf einer Bank in der eisigen Kälte. Kurz darauf stellt sich heraus, dass es sich um die seit vier Jahren verschwundene gehörlose Leona handelt, die schon Kommissar Renke Nordmann seinerzeit erfolglos suchte. Hat er bei seinen Ermittlungen aufgrund privater Probleme geschludert? Denn Nola ermittelt nun in ihrer gesamten Umgebung und stößt gleich zu Beginn auf Vorfälle an der Schule, die bisher ein gut gehütetes Geheimnis geblieben sind und die niemand für möglich gehalten hätte.
    „Die stille Braut“ ist der zweite Band um die Oberkommissarin Nola van Heerden. Dieser kann aber gelesen werden, ohne den vorherigen zu kennen, denn die Krimifälle sind jeweils andere und beendet. Lediglich die Ermittler und deren Privatleben, welches auch hier wieder reichlich zur Sprache kommt, lernen wir so gleich besser kennen. Auch dieses hat guten Unterhaltungswert, denn nur zu gut versteht man Renkes Ausnahmezustand, aber auch die Gefühlswirrungen von Nola. Diese beiden Charaktere sind besonders tiefgründig beschrieben worden, sodass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Aber auch die anderen Figuren wirken in die Handlung hinein sehr authentisch. Das Geschehen ist sehr vielschichtig, aber es gelingt der Autorin wunderbar, dass man nie den Faden verliert. Alles passt zueinander, auch wenn man immer wieder neue Überraschungen erfährt. Bis zum Ende ist das Mitraten gegeben, und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Auch der Schreibstil ist klar und angenehm zu lesen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    BarbaraWendelkens avatar

    Liebe Leser von Kriminalromanen,

    heute ist im Piper Verlag  mein neuer Kriminalroman „Die stille Braut“  erschienen und ich möchte euch zu einer neuen Leserunde einladen. Dafür stellt der Verlag 25 Bücher zur Verfügung.


    Ein neuer Fall für Kriminaloberkommissarin Nola van Heerden, die gerade erst von ihren Verletzungen genesen ist. An einem kalten, unfreundlichen Februartag finden Gemeindearbeiter an einem Badesee in Martinsfehn die Leiche einer jungen Frau. Ein langes weißes Nachthemd, Rosenblätter, ein Ehering. Nicht nur Nola denkt sofort an eine Braut. Schnell findet sie heraus, dass die tote Frau bereits seit vier Jahren vermisst wird. Sie verschwand spurlos aus einem Internat für Gehörlose.
    Renke Nordmann,  inzwischen Revierleiter in Martinsfehn, hat damals die Ermittlungen geleitet. Nola rollt die Untersuchung neu auf und stellt dabei einige seiner Ergebnisse in Frage.
    Bei ihrer Suche nach dem Täter fördert Nola ein gut gehütetes Geheimnis zutage. Während sie noch versucht, die Zusammenhänge zu verstehen, geschehen weitere Morde. Es scheint, als wäre der Täter ihr immer einen Schritt voraus. 


    Bei dem Roman handelt es sich um die Fortsetzung von „Das Dorf der Lügen“.  Es ist aber nicht zwingend notwendig, den ersten Teil gelesen zu haben.

    Wer wissen möchte, wie es in Martinsfehn weitergeht oder ganz neu in die Reihe einsteigen will, kann sich bis zum 21. September bewerben. Wie immer wird erwartet, dass ihr aktiv an der Runde teilnehmt und am Ende eine Rezension schreibt. 

     
    Eine Leseprobe findet ihr unter:
    http://www.piper.de/buecher/die-stille-braut-isbn-978-3-492-30706-2

    Weitere Infos zu dem Buch und der Autorin unter www.barbarawendelken.de

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