Barbara Wersba

 4.6 Sterne bei 65 Bewertungen

Lebenslauf von Barbara Wersba

1932 in Chicago geboren wuchs die US-amerikanische Kinder- und Jugendbuchautorin Barbara Wersba in Kalifornien und New York City auf. Nach dem Besuch einer Privatschule und Theater Workshops studierte sie am Bard College, ehe sie erneut Schauspielunterricht nahm und schließlich mit Mitte zwanzig zu schreiben begann. Mit ihren Werken erlangte die Autorin internationale Bekanntheit und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, unter Anderem dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Alle Bücher von Barbara Wersba

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Ein Weihnachtsgeschenk für Walter

Ein Weihnachtsgeschenk für Walter

 (59)
Erschienen am 27.08.2013
Ein Weihnachtsgeschenk für Walter

Ein Weihnachtsgeschenk für Walter

 (3)
Erschienen am 07.09.2010
Ich gehe meinen Weg!

Ich gehe meinen Weg!

 (1)
Erschienen am 01.11.1995
Vanilleeis mit Schwänen

Vanilleeis mit Schwänen

 (1)
Erschienen am 01.12.1990
Den Kopf voller Träume

Den Kopf voller Träume

 (1)
Erschienen am 01.01.1996
Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft

Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft

 (0)
Erschienen am 01.05.1989
Walter

Walter

 (0)
Erschienen am 01.09.2012
Ich bin einfach ich!

Ich bin einfach ich!

 (0)
Erschienen am 01.11.1995

Neue Rezensionen zu Barbara Wersba

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stachelbeermonds avatar

Rezension zu "Ein Weihnachtsgeschenk für Walter" von Barbara Wersba

Kleine Liebeserklärung an die Literatur oder Wie Miss Pomeroy und Walter zueinander fanden
stachelbeermondvor 4 Tagen

Walter ist eine ältere, weißbärtige Ratte, die vor ein paar Monaten bei der Schriftstellerin Miss Pomeroy unter dem Wohnzimmer eingezogen ist. Er liebt Bücher und im Gegensatz zu seinen Artgenossen frisst er sie nicht, er liest sie mit nie nachlassender Begeisterung und ist immer wieder bestürzt darüber, mit wieviel Verachtung die Menschen den Ratten begegnen. Wenn man allein all die Gelegenheiten bedenkt, zu denen er vergiftet werden sollte! Dabei ist er ein reinlicher, unauffälliger Rattenherr, der poetische Zitate liebt und stets darauf achtet, keine Unordnung zu hinterlassen. Eines Tages entdeckt er in Miss Pomeroys Bibliothek die Kinderbücher, die sie geschrieben hat, und muss zu seinem größten Missfallen feststellen, dass der Held all ihrer Bücher ausgerechnet eine Maus ist. Eine Maus! Und das, obwohl Ratten intelligenter und größer als Mäuse sind und obwohl er doch mit ihr in einem Haus lebt! Das kann nicht unbesprochen bleiben, und so beschließt Walter, der kantigen Miss Pomeroy einen Brief zu schreiben…

Und dabei spinnt diese kleine, wunderbare Geschichte sich immer weiter und weiter, und man kann gar nicht anders, als entzückt weiterzulesen und auf ein Happy End zu hoffen. Miss Pomeroy ist so gar keine liebevolle, weißhaarige ältere Dame, sie hat mehr Ecken und Kanten als ein Zauberwürfel, und Walter ist so sehr Walter, dass man ihn gerne auf der Stelle adoptieren würde, egal, wieviele alte Socken und angeknabberte Äpfel einen das kosten würde. Die Geschichte ist kurz, aber prägnant, mit sehr schönen Illustrationen von Donna Diamond versehen und die ideale Vorlesegeschichte für den Advent. Dazu kommen all die wunderbaren Zitate aus vielen bekannten Büchern, aus jeder Zeile springt einem die Liebe zur Literatur entgegen. Selten, das ich einmal so etwas sage wie „Ein Kleinod“, aber hier passt es. Wunderbar. Große Empfehlung. Fünf von fünf Sternen.

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danielamariaursulas avatar

Rezension zu "Ein Weihnachtsgeschenk für Walter" von Barbara Wersba

Sehr poetisch und zeitlos schön!
danielamariaursulavor einem Jahr

Ein Weihnachtsgeschenk für Walter ist eine Liebeserklärung an die Literatur und Freundschaft wider jede Erwartung.

Die betagte Ratte Walter hat in ihrer Kindheit unter dem Dielenboden des Waschsalons festgestellt, daß sie lesen kann. Einfach so, sie hatte diese Fähigkeit einfach so von einer Laune der Natur geschenkt bekommen. Obwohl Ratten eigentlich keine Namen tragen, gab Walter sich selbst einen, zu Ehren des großen Dichters Sir Walter Scott. Inzwischen ist Walter betagt und um die Schnauze weiß geworden, von seiner Familie ist keiner mehr zu leben und auch das Nest im Waschsalon gibt es nicht mehr. Daher hatte sich Walter vor einigen Monaten ein neues zu Hause gesucht, in dem kleinen Häuschen der Kinderbuchautorin Miss Pomeroy. Diese ist ebenso alt und mag es zurückgezogen zu leben, wie auch Walter, doch vor allem besitzt sie eine traumhafte Bibliothek, in der er sich nachts gerne Bücher ausleiht. Doch als er feststellt, daß in Miss Pomeroys Büchern ausschließlich Mäuse die Heldenrolle spielen und niemals Ratten, schreibt er ihr einen Brief, um mit ihr in Kontakt zu treten.

Dieses kleine Büchlein mag für mancher Einen wie ein Kinderbuch wirken, doch ist es dies trotz der zauberhaften Illustrationen von Donna Diamond nicht. Diese sind strikt in schwarz-weiß gehalten und scheinen dennoch von innen heraus zu strahlen! Diese Lebendigkeit ist zeitlos schön, so wie auch diese Geschichte. Die Illustrationen waren es auch, die mich auf der Frankfurter Buchmesse angezogen haben und mich in das Buch verlieben ließen.

Zwei verwandte Seelen, verbunden in ihrer Liebe zur Literatur und ihrer Zurückgezogenheit, finden in dieser Geschichte in ihrer Einsamkeit zu einander. Beiden ist ihre Einsamkeit nicht bewußt und doch blühen sie auf in ihrer unwahrscheinlichen Freundschaft. Ganz sanft und zart entwickelt sie sich, in kleinen Schritten. Während Walter überlegt, wie er mit seiner Gastgeberin in Kontakt treten kann, denkt er auch über die Bücher nach, die er liest. Ob Kinder diese Gedanken nachvollziehen können, wage ich zu bezweifeln, aber der Wunsch, als Ratte nicht stets der Außenseiter der Gesellschaft zu sein, der angeblich schmutzig ist und Krankheiten überträgt, können Kinder ebenso gut verstehen, wie den Wunsch ein Held zu sein. Insofern ist dieses Büchlein zeitlos, weil diese ruhige Freundschaft der Einsamen zwar für Kinder noch nicht ganz nachvollziehbar ist, aber der belesene Rattenmann, der die Menschenwelt aus seiner Sicht beschreibt, ist für sie dennoch schön. Erwachsene Leser erfreuen sich an den Allegorien und den literarischen Anspielungen und können wahrscheinlich auch Miss Pomeroy und ihre unerwiderte Liebe besser verstehen, die ihr Leben auf den Kopf stellte.

Zeitlos schön, nicht nur weihnachtlich diese märchenhafte Geschichte von einem ach so menschlichen Rattenherren, wunderbar poetisch geschrieben.

Sehr zu empfehlen für große und kleine Leseratten, die auch ruhige Geschichten voller Gefühl mögen.

Kommentare: 5
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black_horses avatar

Rezension zu "Ein Weihnachtsgeschenk für Walter" von Barbara Wersba

Eine ungewöhnliche Freundschaft
black_horsevor 2 Jahren

Dieses kleine Büchlein über eine sehr ungewöhnliche Freundschaft ist ein kleiner Schatz. Dem Tulipan-Verlag ist es einmal mehr gelungen, ein besonderes Buch zu veröffentlichen.

Trotzdem bekommt das Buch von mir "nur" 4 Sterne. Ich habe es als Kinderbuch erwartet (es wird ein Lesealter ab 6/7 Jahre angegeben), aber nach meiner Einschätzung ist es eher für ältere Kinder (ab 10) oder Erwachsene geeignet. Es ist ein Buch über Bücher, es werden ganz viele berühmte Schriftsteller und Werke erwähnt sowie Zitate herausgegriffen. Damit können jüngere Kinder wenig anfangen und da ist es nicht so einfach für sie, sich auf die Geschichte einzulassen.

Die Rahmenhandlung dazu ist aber für alle sehr schön: Ratte Walter, der bei der Autorin Amanda Pomeroy wohnt, nimmt mit einem Brief Kontakt zu der alten Dame auf, die sehr menschenscheu und unordentlich ist. Langsam entwickelt sich daraus eine Freundschaft von zwei Wesen, die so verschieden und sich doch sehr ähnlich sind. Begleitet wird die Geschichte von ganz zauberhaften Illustrationen, die meine Tochter gleich zum Malen animiert haben.

Eine rührende Geschichte, mit vielen nachdenklichen Momenten, die nicht nur in die Weihnachtszeit passt.

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