Barbara Zoeke Bewegliche Labyrinthe

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Inhaltsangabe zu „Bewegliche Labyrinthe“ von Barbara Zoeke

3. Oktober 1990. Der Kalte Krieg ist zu Ende. Selbst in New York wird die deutsche Wiedervereinigung gefeiert. Henry öffnet eine Flasche Champagner. Sein Freund Eric trinkt und schweigt. Aber dann ruft ihn ein Toter, den er in jungen Jahren vergöttert hat, nach Europa zurück.
Die Tage mit Fedja und Kern, mit seiner schönen Mutter und seinem Freund Fritz, sie werden wieder lebendig. Und mit Regine trifft er noch einmal die Liebe.

zur Lektüre empfohlen

— VolkerKaminski

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  • Reise in die Vergangenheit

    Bewegliche Labyrinthe

    VolkerKaminski

    28. January 2017 um 15:21

    Die beweglichen Labyrinthe – titelgebend für Barbara Zoekes Roman – sind die verschlungenen Irrwege der eigenen Geschichte, die fernen, längst entschwundenen Orte der Kindheit, nach denen sich ihre beiden Helden gleichwohl auf den Weg machen: Eric, ein 70jähriger Kulturanthropologe aus New York, und Regine aus Frankfurt, bedeutend jünger als er, verabreden sich in Rodengrün, einer (fiktiven) Kleinstadt in Thüringen, um eine Erbschaft anzutreten. Sie besichtigen ein Haus, das ihnen zu gleichen Teilen ein alter Freund vermacht hat, ein Kunsthandwerker und Genießer kubanischer Zigarren. Der Verstorbene pflegte zu beiden Familien freundschaftliche Beziehungen und spielte sowohl für Eric als auch für Regine eine besondere Rolle in ihrem Leben. Doch so reizend das kleine Haus auch ist, ein wahres Schmuckstück im Bauhausstil in der Form eines Hufeisens, für Eric und Regine sind allein die Erinnerungen wichtig, die sich an Haus und Umgebung knüpfen, an den kleinen Ort in der thüringischen Provinz, mit dem sie zentrale Geschehnisse ihrer Familiengeschichten verbinden.Während ihres kurzen Aufenthaltes ergreifen die Erinnerungen regelrecht Besitz von ihnen und lassen sie die Vergangenheit erneut durchleben. Vor allem Eric, der doch scheinbar in weitem Abstand von seiner Herkunft das gesicherte Leben eines Professors und Vaters zweier erwachsener Söhne führt, erfährt durch die Reise nach Deutschland einen regelrechten „Flashback“. Das Leid, das seine russischstämmige Familie durch Emigration und Vertreibung zuerst aus dem bolschewistischen Russland, dann durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg erfahren hat, wird durch das Schicksal Regines ergänzt, das ebenfalls recht dramatisch verlief: Sie wurde als fünfzehnjähriges Mädchen von ihrer Mutter aus dem Ostteil Deutschlands in den Westen gebracht, nur wenige Monate vor dem Mauerbau, was einen tiefen Einschnitt in ihrer Biografie hinterlassen hat.  Es sind faszinierende Erinnerungswege, auf denen die zwei so unterschiedlichen Menschen bei ihrer „Sentimental Journey“ gemeinsam wandeln. Mit großer erzählerischer Raffinesse verschafft uns Barbara Zoeke unerwartete Einblicke in die bizarren Lebensläufe jener Emigranten und Entwurzelten, die von den Katastrophen des 20. Jahrhunderts getroffen wurden. Der Autorin gelingen überzeugende Charakterzeichnungen: der eigensinnige, leicht knurrige und spürbar verletzte Eric tritt uns ebenso klar vor Augen wie die attraktive, etwas geheimnisvolle Regine. Man ist als Leser nicht einmal besonders verwundert darüber, dass sich zwischen den zwei altersmäßig getrennten Menschen eine Liebesbeziehung entspinnt, während sie durch die grünen Landschaften ihrer Kindheit flanieren und in sämtlichen verrauchten Kneipen der kleinen Stadt Station machen, um unermüdlich das Mosaik ihrer Erinnerungen zusammenzusetzen.Geschickt werden fehlende Teile aus der Geschichte der zwei Erinnerungssucher in Form von aufgefundenen Briefen und Tagebuchaufzeichnungen in den Roman eingestreut. Eine kluge Entscheidung der Autorin war es, dass sie sich nicht auf die Vergangenheit beschränkt, sondern auch aus Erics amerikanischer Gegenwart erzählt. Dessen Erlebnisse mit seinem besten Freund Henry und seiner getrennt von ihm lebenden Frau Ett, einer Kunstmalerin, sind nicht weniger spannend und schließen den Bogen des Romans. So ist es kein Zufall, dass es die Bilder Etts sind, in denen das Labyrinthische Programm zu sein scheint. Vor einem ihrer „gnadenlosen Bilder“ steht Eric rätselnd und etwas ehrfurchtsvoll, ehe er sich auf seine Odyssee in die Vergangenheit macht.  Ein Roman voll plastischer, ergreifender Lebensbilder, der trotz seines bescheidenen Umfangs von 200 Seiten erstaunlich große Zeiträume zwischen der Epoche vor dem Zweiten Weltkrieg bis ins Jahr 1992 umfasst.

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