Häuptling Dicke Backe

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Ein absolutes Highlight unter den Büchern zum Thema Zahnarzt und Zahnschmerzen

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Inhaltsangabe zu "Häuptling Dicke Backe"

Keine Angst vorm Zahnarzt!

Auch wenn Indianer eigentlich keinen Schmerz kennen, so haben sie doch auch mal Zahnschmerzen. Bruno ist so ein Indianer. Auf seinem Pferd Donnerkeil reitet er durch die Prärie. Die Fische, die er vor seinem Tipi brät, sind echt lecker. Mutig vertreibt er alle Eindringlinge aus seinem Indianerland. Doch was ist das? Es zwickt, es zwackelt. Autsch! Es wackelt ein Zahn. Auf keinen Fall geht er zum Zahnarzt! Aber plötzlich hat auch Donnerkeil ganz dolle Zahnschmerzen. Klar, dass er als echter Indianer seinen besten Freund zum Zahnarzt begleitet. Der ist zum Glück ein weiser Medizinmann und ernennt Bruno zum tapferen Häuptling Dicke Backe.

Eine augenzwinkernd geschriebene und illustrierte Bilderbuchgeschichte für alle kleinen Indianerhelden, die nicht so gern zum Zahnarzt gehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783737354745
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:32 Seiten
Verlag:FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum:26.09.2018

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    Kinderbuchkistes avatar
    Kinderbuchkistevor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Ein absolutes Highlight unter den Büchern zum Thema Zahnarzt und Zahnschmerzen
    Ein absolutes Highlight unter den Büchern zum Thema Zahnarzt und Zahnschmerzen

    Eine Zahngeschichte, mit Wackelzahn

     Häuptling Dicke Backe und einem Medizinmann
    Eine großartige Mutmachgeschichte
    für alle, die Angst vor dem Zahnarzt haben
    für Kinder ab 3 Jahren
     
    Ein absolutes Highlight unter den Neuerscheinungen im Herbst 2018 ist dieses absolut grandiose, witzige und einfühlsame Bilderbuch aus der Feder der wundervollen Autorin Barbara van den Speulhof!!
     
    Seit wir dieses Buch haben vergeht kein Tag an dem nicht mindestens 3-4 Kinder nach ihm fragen und es vorgelesen bekommen möchten.
    Das Thema Zahnschmerzen aber vor allem Zahnarztbesuch ist für die meisten Kinder aber auch Erwachsenen ein rotes Tuch, dabei ist es im Grunde gar nicht nötig Angst zu haben. Ja, die Gerätschaften, die Geräusche und auch der Geruch ist vielleicht nicht so einladend aber wenn man regelmäßig zum Zahnarzt geht und sich gut die Zähne putzt wird der Zahnarzt in der Regel auch nicht viel finden, was bei einer Behandlung Schmerzen verursachen kann. Der Innere Schweinehund ist es wohl der uns da mit spielt.
    Gut das es so großartige Bilderbücher wie "Häuptling Dicke Backe gibt".
    Auf äußerst amüsante Weise erzählen Barbara van den Speulhof und Jan Birck von einem kleinen Jungen, der am liebsten Indianer spielt. Eines Tages jedoch hat er einen Wackelzahn. Egal was er auch versucht zu essen immer wackelt der Zahn mit und verursacht Schmerzen. Durch das Wackeln und beanspruchen entzündet sich leider das Zahnfleisch, er bekommt eine dicke Backe.
    Gut gemeinte Versuche der Eltern ihn zum Zahnarzt zu bringen scheitern, bis Opa Glitzernde Glatze sich dem Fall annimmt. Häuptling Dicke Backe erzählt ihm von seinem Pferd Donnerkeil, das furchtbares Zahnweh hat. Das kann ja unmöglich so weiter gehen. Gemeinsam bringen sie Donnerkeil zum Zahnarzt.
    Dort trifft er zunächst auf eine sehr verständnisvolle Frau am Empfang, sieht im Wartezimmer, das es noch einige andere gibt, die Zahnweh haben und trotzdem am liebsten schnell unverrichteter Dinge nach Hause gehen würden und erlebt dann wie der Medizinmann sich zunächst unglaublich einfühlsam um Donnerkeils Gebiss bemüht aber beim besten Willen keinen Grund für Donnerkeils Zahnschmerzen finden kann.Doch diese Aktion ermutigt unseren kleinen Bruno alias Häuptling Dicke Backe sich dem großen Medizinmann anzuvertrauen, der schnell dem Übeltäter findet. Er fühlt mit dem tapferen kleinen Häuptling, geht auf ihn und seine Ängste medizinmännisch von Blutsbruder zu Blutsbruder ein so dass Häuptling Dicke Backe gar keine Angst mehr hat und das Beste, Opa Glitzernde Glatze musste noch nicht einmal mit ins Behandlungszimmer kommen.
     
    Die Geschichte an sich ist ja schon toll. Seinen besonderen Charme und Witz jedoch bekommt sie über die Bilder.
    Hat man beim Lesen der Geschichte bestimmte Bilder im Kopf wird man beim Betrachten der Illustrationen eines anderen belehrt  was uns immer wieder und wieder schmunzeln lässt.
    Es ist einfach genial wie und mit welchen Details uns Jan Birck in die kindliche Phantasiewelt des kleinen Bruno mit nimmt, uns immer wieder überrascht.
    So heißt es zum Beispiel:
    "Wenn Bruno Durst hat, trinkt er frisches Quellwasser......"
    Vor unserem inneren Auge tauchen sofort Bilder auf. Ein Junge in der Prärie, vielleicht ein Wasserfall oder ein Bächlein, aus dem er trinkt.
    Tatsächlich sehen  wir, wie er sich über den Wasserhahn beugt und trinkt.
    Oder:
    " Wenn er Hunger hat, fängt er Fische und brät sie über dem Feuer...."
    Unsere Phantasie lässt uns ein Lagerfeuer sehen, in dem ein Fisch an einem Stock brät.
    Tatsächlich sehen wir einen Umzugskarton, auf dem ein Feuer aufgemalt ist. Zwei Äste und ein Pfeil, die zu einem Grillspieß zusammengesteckt wurden an der eine Fischstäbchenpackung aufgespießt ist.
    Ob die liebevollen, witzigen Details mit ihrer verblüffenden Bildsprache oder die Namen aller Beteiligten, alles ist so herrlich, witzig, dass es einfach ein unglaublicher Lese- und Enterspaß ist. Mimik und Gestik spielen hierbei ebenfalls eine sehr gewichtige Rolle.
    Nicht nur die des Protagonisten, der so wunderbar, grimmig, überlegen, dreimal- neinmalklug und wichtig drein schauen kann. Auch die Erwachsenen allem voran der Zahnarzt werden hinreißend illustriert.
     
    Unsere Lesekinder kamen aus dem Entdeckermodus gar nicht mehr heraus. Sie erkannten recht schnell, dass ihre Bilder mit denen im Buch nicht übereinstimmten.
    Dabei ist uns sehr stark aufgefallen, dass die Kinder wesentlich schneller vor ihrem inneren Auge entstehen lassen als die Erwachsenen. Angesichts der Tatsache, das das kindliche Gehirn einfach schneller ist kein Wunder, doch darum wussten die meisten Erwachsenen nicht, was zuweilen zu witzigen Situationen während der Vorlesestunden führte.
     
    Besonders lustig war die Vorlesestunde bei einem unserer Zahnärzte. Die Kinder durften in Indianerverkleidung kommen und auch er war dementsprechend gekleidet.
    Kakteen waren im Behandlungszimmer extra aus anderen Bereichen geholt und stimmungsvoll drapiert. Indianermusik spielte im Hintergrund und er laß selber vor. Später durften die Kinder mutig alles ausprobieren. Vom Behandlungsstuhl bis zum Bohrer wurde alles neugierig begutachtet. Am Ende bekam jeder seinen ganz besonderen Kopfschmuck. Stattfedern mit drei Zahnbürsten in unterschiedlichen Farben.
    Toll wenn es Zahnärzte wie unseren gibt, die mit so viel Feingefühl und Spaß den Kleinen ( und auch Großen) die Angst vor dem Zahnarzt nehmen.
    Und toll das es Barbara van den Speulhof und Jan Birck gibt, die uns immer wieder mit ihren wunderbare Büchern verzücken.

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