Barry Lancet Japantown

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Inhaltsangabe zu „Japantown“ von Barry Lancet

Mein Name ist Jim Brodie. Ich bin in Tokio aufgewachsen, lebe in San Francisco und verbringe meine Zeit vor allem damit, antike Vasen zu reparieren. Ab und zu helfe ich der Polizei. Heute Nacht haben sie mich nach Japantown gerufen. Eine japanische Familie wurde auf brutale Weise hingerichtet. Doch das ist nicht alles. Am Ort des Verbrechens fand ich ein japanisches Schriftzeichen – dasselbe Zeichen, das vor drei Jahren bei meiner ermordeten Frau entdeckt wurde. Dies wird der Fall meines Lebens, der Fall, den ich lösen muss, koste es, was es wolle.

Nach etwas Eingewöhnung sehr begeistert. Über knapp 600 Seiten Spannung, Geheimnisse und kulturelle Infos über Japan :-)

— AnnMan

Ein guter Thriller, besonders für Japan-Fans. Die Charaktere fand ich beiderseits etwas übertrieben.

— Lesen_ist

Mir gefiel das Buch sehr gut sehr spannend und überzeugend geschrieben durchaus rasant zu nennen

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Weitgehend spannender Thriller mit Einblicken in die japanische Lebensart. Teilweise arg übertrieben.

— Uibui

Verspricht mehr als es letztendlich hält.

— virgislife

Tiefe Einblicke in die japanische Kultur, faszinierend, aber leider nicht durchgehend spannend.

— Nina2401

Kurzweilige Ermittlungsarbeit, die gut unterhält, auch wenn man sie nicht unbedingt für bare Münze nehmen sollte.

— gst

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  • Japantown - jim Brodie #1 - Barry Lancet

    Japantown

    Lesen_ist

    05. July 2015 um 14:10

    Heyne hat Band 2 dieser Reihe, »Tokio Kill« in einem Newsletter erwähnt, und weil ich die Beschreibung ganz interessant fand, habe ich jetzt Band 1 gelesen. Erstmal vielen Dank an Heyne und das Bloggerportal für mein Rezensionsexemplar! In San Francisco, wie in vielen Großstädten der USA, gibt es nicht nur ein Chinatown, sondern auch ein Japantown, daher stammt der Titel von diesem Thriller. Die amerikanische Familie Brodie lebte bis zum 17. Lebensjahr von Jim in Tokio, wo sein Vater eine Ermittleragentur gegründet und mit einem Partner betrieben hat. Seine Mutter hat sich scheiden lassen und ist mit dem Teenager Sohn nach Los Angeles gezogen. Jetzt, mit 32, lebt Jim in San Francisco mit seiner sechsjährigen Tochter Jenny. Seine Frau ist gestorben unter sehr unklaren Umständen. Jim ist vom Beruf Kunsthändler, spezialisiert auf antike, japanische Kunstgegenstände. Da er in Japan aufgewachsen ist, spricht er die Sprache und kennt sich aus in der japanischen Kultur, mit all ihren Sitten und Gepflogenheiten. Für Lieutenant Frank Renna von der San Francisco Polizei, Mordkommission, fungiert Jim als inoffizieller Berater, wenn es um Verbrechen in Japantown geht. Und dies ist nun der Fall. Eine vierköpfige Familie ist regelrecht hingerichtet worden, ein weiter Mann der bei ihnen war auch. Keine Zeugen, keine Spuren, nichts. Nur ein Kanji, ein japanisches Schriftzeichen auf einem Stück Papier, wird am Tatort zurückgelassen. Jim kennt dieses Kanji, obwohl er dessen Bedeutung nicht kennt. Jim Brodie erzählt seine Geschichte selbst, es gibt aber immer wieder Kapitel, die erzählen, was gerade anderorts passiert. Anfangs erfahren wir einiges an Background Information von Brodie. Er ist nicht nur Kunsthändler, sondern, seit sein Vater vor neun Monaten gestorben ist, Teilhaber dessen Ermittleragentur in Tokio. Er ist mit diversen asiatischen Kampfkünsten aufgewachsen, die er in Los Angeles weiter ausgeübt und verfeinert hat. Man könnte sagen, dass er eine Mischung zwischen Chuck Norris und Jean-Claude Van Damme ist. Ich bin nicht richtig warm geworden mit ihm, obwohl ich nicht mal genau sagen kann wieso. Ich finde seinen Charakter etwas widersprüchlich. Natürlich liebt er seine Tochter über alles und will sie vor allem beschützen, andererseits scheint er sie immer zur Nachbarin abzuschieben und dann bringt er sie sogar selbst mit seinen Aktionen in Gefahr! Einerseits ist er weich und fast weinerlich, andererseits ist er der harte Kerl, der sich in die Höhle des Löwen begibt. Er ist nicht unsympathisch, vielleicht ist er einfach nicht mein Typ :D Ich dachte oft, dass es besser gewesen wäre, die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive von Brodie zu erzählen. Der Leser erfährt viel über die japanische Kultur, über die Gesellschaft und ihre Art mit Problemen umzugehen. Es ist eine komplett andere Lebensphilosophie und gesellschaftliche Struktur. Wer sich etwas für Japan interessiert erfährt in diesem Thriller viel Interessantes.  Manches fand ich etwas überflüssig, weil es mit der Geschichte selbst nichts zu tun hatte. Der Plot und die Hintergründe der Morde in Japantown sind kompliziert und lange Zeit undurchsichtig. Der Fall führt Jim nach Tokio und in ein kleines, unscheinbares Bauerndorf. Glaubt man das Motiv zu kennen und zu ahnen wer dahinter steckt, wird man am Ende doch eines Besseren belehrt. Wie in vielen Filmen muss der Antagonist immer ewig lange reden und Erklärungen abgeben, bevor er den Protagonisten kaltblütig ermordet. Klar, der hat damit Zeit, sich aus der Situation zu befreien. Ich habe noch nie verstanden, wieso das so ist! Da es einen zweiten Band gibt, weiß der Leser bereits, dass Jim Brodie überlebt. Der Showdown geht über fast 100 Seiten und schien mir dann doch etwas zu unglaubwürdig und übertrieben. Ich kann leider nicht ins Detail gehen, wieso ich das finde, weil ich nicht spoilern möchte. Das Verhalten der sechsjährigen Tochter, vor allem am Ende des Buches, fand ich unwahrscheinlich und teilweise extrem unrealistisch. Ein guter Thriller, besonders für Japan-Fans. Die Charaktere fand ich beiderseits etwas übertrieben. Mit Jim Brodie konnte ich leider keine Verbindung herstellen. Der Plot selbst ist gut durchdacht, wenn auch am Ende etwas übertrieben viel dahinter steckt. Den zweiten Band werde ich aber trotzdem lesen und hoffen, dass mir Brodie mehr ans Herz wachsen kann.

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  • Die japanische Gefahr

    Japantown

    Lerchie

    16. March 2015 um 19:32

    Jim Brodie wohnte in San Francisco. Er ist in Tokio geboren und aufgewachsen, bis seine Eltern sich scheiden ließen. Seine Mutter zog mit ihm in die USA. Da er ab und zu der Polizei hilft, wurde er nach Japantown gerufen. Zwei Männer, eine Frau und zwei Kinder sind bestialisch ermordet worden. Mitten in der Fußgängerzone. Und es findet sich ein japanisches Schriftzeichen, ein Kanji bei den Ermordeten. Jim kennt das Zeichen, denn es ist das gleiche, dass auch bei der Ermordung seiner Frau Mieko vor vier Jahren gefunden wurde. Doch das Zeichen ist ihm unbekannt.  Die Ermordeten waren Verwandte des japanischen Medienmoguls Katsuyuki Hara, und dieser beauftragte Jim und mit ihm die Brodie Security in Japan mit der Aufklärung, eigentlich erwartete er sogar, dass Jim die Mörder umbrachte… Jim Brodies Vater Jake war Teilhaber dieser Security gewesen und Jim hatte seinen Anteil geerbt. Und so flog er nach Tokio um sich u. A. zu informieren. Mit einem Kollegen ging er zu dem Dorf, von dem ein Bruder eines Brodie-Mitarbeiters gesprochen hatte. Doch er stach in ein Wespennest, denn es ging um eine gemeingefährliche Vereinigung, und aus diesem Dorf war noch niemand lebend zurückgekehrt, der nicht dazugehörte… Als Jim jedoch wieder zurück in den USA war, erwartete ihn etwas unermesslich Grausames… Wird Jim Haras Wunsch nach Tötung der Mörder erfüllen? Jim ist  nicht so ein Mensch, der kurzerhand andere tötet, auch wenn diese getötet haben. Wie haben es Jim und Noda geschafft in dieses Dorf hinein, und vor allem lebend wieder heraus zu kommen? Und was ist mit Jenny? Wird er sie finden du befreien können? Das alles liest man in diesem Buch. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil war unkompliziert, man muss sich nicht fragen, was der Autor da gerade meint. Die Spannung begann mit Rennas Anruf bei Jim Brodie und den Morden in Japantown. Sie hielt sich über das ganze Buch bis zum Schluss. Ich war auch gleich von Anfang an in der Geschichte drin und konnte mich sehr gut in alle Protagonisten hineinversetzen. Ich litt mit Jim wenn er an den Tod seiner Frau dachte, ich freute mich, als er Homeboy verprügelte, der ihm danach drohte. Und ich hatte mir ihm Angst, als er sie hatte. Auch wenn das Buch ab und zu mal Längen hatte, hauptsächlich wenn es um japanische Kunst und Kultur ging, blieb es doch durchgängig spannend. Vier Sterne von mir dafür.

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  • Ermittler in zwei Welten

    Japantown

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2015 um 09:20

    Jim Brodie wird mitten in der Nacht aus dem Bett geklingelt und zu einem Mordschauplatz in Japantown gerufen. Das ist etwas untypisch: Der Antiquitätenhändler Brodie hilft der Polizei in San Francisco zwar hin und wieder, seine Aufträge aber hatten bisher in der Regel verständlicherweise mehr mit Kunst zu tun. In dieser Nacht allerdings wurde eine ganze japanische Familie Opfer eines kaltblütigen Anschlags. Vor Ort liegt ein kalligraphiertes Kanji, ein japanisches Schriftzeichen, mit dem die Polizei nichts anfangen kann. Brodie jedoch kennt es nur zu gut: Als seine Frau starb, fand er seinerzeit genau dasselbe Zeichen vor der Haustür. Und das Besondere daran ist, dass er es trotz langer Recherchen nicht entschlüsseln konnte; es war in keinem Verzeichnis zu finden und scheint offenbar nicht zu existieren. In den kommenden neun Tagen wird Brodie keinen Schritt mehr tun, der nicht mit dem Mord in Japantown zu tun hat. Der Vater der ermordeten Frau beauftragt Brodie mit Nachforschungen und nicht zuletzt wird Brodie selbst wieder neugierig. Er hofft auf Grund der Verbindung zum Kanji erneut, den Tod seiner Frau aufklären zu können. Zunächst beginnt es vergleichsweise ruhig: Brodie kontaktiert die Tokyoter Detektei, bei der er seit dem Tod seines Vaters Mitinhaber ist. Sein bester Ermittler Noda findet -im Gegensatz zu Brodie damals- bei einem Sprachwissenschaftler sehr schnell einen Hinweis auf das Kanji. Es hat mit einem entlegenen Dorf namens Soga-jujo zu tun. Dass dieses Dorf eine ganz heiße Spur ist, wird klar, als der begeisterte und naive Sprachwissenschaftler dort aufkreuzt und spurlos verschwindet. Brodie reist selbst nach Tokyo und muss ab sofort höllisch aufpassen, dass er das Abenteuer heil übersteht. Es gibt Thriller wie "Dreizehn Stunden" von Deon Meyer, die über die gesamte Länge sehr glaubwürdig bleiben. Es gibt solche wie Jamie Frevelettis "Lauf", denen jegliche Glaubwürdigkeit fehlt. Japantown bewegt sich so gekonnt zwischen diesen beiden Polen, dass die genretypischen Übertreibungen verkraftbar bleiben. Denn der Rahmen ist durchaus stimmig. Brodie ist ein gut ausgebildeter Kampfsportler, der seine Fähigkeiten schon früher nicht nur auf der Matte im Dojo verbessert hat. Das wird ihm im Buch bei heimtückischen Angriffen sehr helfen und macht ihn als reaktionsschnelle und sportliche Figur glaubhaft. Ganz alleine arbeitet er zum Glück auch nicht und sein Partner Noda aus der Detektei weiß aus eigener Erfahrung, dass alles, was mit Soga-jujo zusammenhängt, tödlich ausgehen kann. Nur warum, erzählt er leider nicht sofort: "Allein, was ich denke, könnte uns unter die Erde bringen. Kommen Sie nach Tokio. Falls sie in einem Stück eintreffen, reden wir." Auf japanischer Seite folgen viele Personen realen Vorbildern. Die bestens geschulten und gut ausgerüsteten Gegner sind wohl übertrieben, finden ihr historisches Original aber in Kämpfergruppen, die früher tatsächlich von Herrschern für Spionageaufgaben, Sabotage oder Mord engagiert wurden und die vielfach wirklich aus entlegenen Dörfern kamen. Genau dieses Muster findet sich im Buch wieder. Und wie damals ergibt sich der Name dieser Gruppen oft aus dem Ort oder der Region, aus der sie kamen. Heute würde man solche Kämpfer gerade außerhalb Japans als Ninja bezeichnen; getreu der historischen Realität aber fällt dieser Begriff konsequenterweise nicht im Buch. Es gibt auch die großen Tycoone wie Hara oder Kozawa; es gibt die mächtigen und reichen Männer im Hintergrund, die die Geschicke von Unternehmen und Politik steuern durch "unsichtbare Machenschaften. Typisch japanisch." Und dass so ein Tycoon den ohnehin ermittelnden Brodie benutzt, um seine eigenen Interessen mit dessen Hilfe durchzusetzen, erscheint da keineswegs mehr so weit hergeholt. Japantown ist ein wahrhaft rasanter Thriller und Pageturner. Fast 600 Seiten lesen sich in Windeseile, weil man mit Brodie mitfiebert und das Geheimnis um Soga-jujo entschlüsseln möchte. Dass die geheimnisvollen Angreifer trotz ihrer Zahl und ihrer Ausbildung gegen Jim Brodie keine Chance haben und seltsame Fehler machen, macht den "Thrill" im Thriller aus. Barry Lancet schreibt so flüssig und spannend, dass man Lust auf mehr Unterhaltung dieser Art bekommt.

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  • Warum schreiben nicht alle Debütanten so gut ?

    Japantown

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2014 um 16:23

    Japantown vom Autor Barry Lancet hat mich von der ersten Minute die ich begann das Buch zu lesen in seinen Bann gezogen. Locker, leicht gelang mir der Einstieg, denn ich lernte die Personen, ihren Charakter und ihr Umfeld auf eine angenehme , gar nicht langweilige Art kennen. Obwohl einige Personen im Laufe der Handlung hinzu kamen verlor ich aufgrund des erzählerischen Geschicks des Autors nie wirklich den Überblick. Alle Personen wirkten auf mich echt und unverstellt- ja ich könnte mir vorstellen dass es diese Personen im wahren Leben gab und sie genauso agieren würden. Die Authentizität der Personen , ihr teilweise unvergleichliche Humor und Art zu handeln machten den Roman auch so unglaublich spannend. Der Spannungsbogen verlief zu Beginn auf und ab wobei das Spannungslevel zu jeder Zeit auf einem sehr hohen Niveau lag, das ich kaum von guten Bestsellern Autor gewohnt bin. Die ideale Mischung von Spannung und Entspannung war es dann n auch zu verdanken das man recht schnell auf den letzten 100 Seiten war, ab da war einfach nur noch pure ANspannung angesagt und die Seiten flogen so dahin. Dass der Autor immer wieder einen uns Europäern doch recht fremden Kulturkreis einfließen ließ machte ich mich umso mehr neugierig wie die Geschichte laufen würde. Dabei habe ich einiges über diesen Kulturkreis gelernt der mir bis dahin auch ein wenig fremd erschien und den ich jetzt in einem sehr viel symphatischerischen Licht sehe. FAZIT: Es war eine wahre Freude diesen Thriller zu lesen und der Autor braucht sich keinesfalls vor großen Namen des Business verstecken. Für mich ein absoluter Geheimtipp und sollte es weitere Bücher von ihm geben möchte ich diese auf jeden Fall und unbedingt lesen. Absolut verdiente 5 von 5 Sternen und eine absolute Kaufempfehlung für den Sommerurlaub.

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  • ein etwas anderer Ermittler

    Japantown

    robbylesegern

    19. July 2014 um 11:06

    Jim Brodie, der Protagonist dieses Romans , ist in Japan aufgewachsen. Seine Mutter war Japanerin und hat ihm die japanische Kultur und Kunst näher gebracht, sein Vater unterhielt ein Sicherheitsunternehmen und ließ ihn in verschiedenen Kampftechniken ausbilden. Heute lebt Jim Brodie in San Franzisco mit seiner 6 jährigen Tochter und betreibt ein Geschäft für japanische Kunst. Seine Frau ist bei einem Brand ums Leben gekommen und die Todesumstände sind bis heute ungeklärt. War es ein Unfall oder Mord ? Durch seine Japankenntnisse wird Brodie des Öfteren vom San Franzisco Police Department bei der Klärung von Kriminalfällen hinzugezogen. Als er eines Abends nach " Japantown " zu einem grausamen Verbrechen gerufen wird ,erlebt Brodie einen Schock. Neben den Leichen liegt ein Papier mit japanischen Schrift, ein Kanji. Genau das gleiche Zeichen wurde auch vor dem Haus gefunden, in dem seine Frau verbrannt ist. Zufall. Brodies Ermittlungen gehen also auch in eine persönliche Richtung und führen ihn nach Japan. Dabei kommt er einigen Leute gefährlich nahe, die seine Ermittlungen für ihn gefährlich machen. Trotz mancher Längen , die dieses Buch schon aufweist, wenn es um japanische Kunst und Kultur geht, konnte der Autor die Spannung bi zum Schluss halten. Der Protagonist hebt sich als Ermittler etwas von Einheitsbrei ab und ist zudem noch sympathisch. Auch die anderen Figuren beleben die Geschichte. Der Schreibstil ist bis auf die Länge locker und teilweise humorvoll und kann über die fast 600 Seiten gut unterhalten. Obwohl mich das Buch am Schluss nicht ganz überzeugen konnte, habe ich es gerne gelesen.

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  • Sehr guter Einstieg, sehr unglaubwürdig und übertrieben im Verlauf

    Japantown

    sabatayn76

    Inhalt: Jim Brodie ist in Tokio aufgewachsen und kennt dadurch die japanische Kultur sehr gut. Nun lebt er in San Francisco, repariert antike Vasen und hilft gelegentlich der Polizei bei der Wiederbeschaffung von gestohlenen Kunstgegenständen. Eines Nachts wird er nach Japantown gerufen, eine Familie wurde regelrecht hingerichtet, in der Nähe der Leiche liegt ein Papier mit einem Kanji-Schriftzeichen. Das selbe Zeichen wurde Jahre zuvor neben der Leiche von Jim Brodies Ehefrau gefunden. Keiner weiß, was es bedeutet, das Kanji ist in keinem Lexikon zu finden, doch es wurde an mehreren Mordschauplätzen in Japan und den USA gefunden. Was hat es mit dem Kanji auf sich, wer ist der Täter und was ist das Motiv für die Tat? Mein Eindruck: Der Einstieg ins Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich habe mich sehr auf ein Buch gefreut, dass flüssig geschrieben ist, bei dem ich noch etwas über Japan und über Kanjis lernen kann und das mich zudem gut unterhält. Leider kam es ab Seite 50 zu diversen Kämpfen, die über die nächsten 550 Seiten immer mehr an Unglaubwürdigkeit zunahmen. Auch empfand ich das Buch mehr und mehr als langatmig, die Wendungen und Ereignisse waren extrem übertrieben, das Buch hat sich schließlich als einzige Qual herausgestellt. Ich habe das Buch fertig gelesen, da ich noch ein klitzekleines bisschen neugierig war, wie sich die Sache entwickelt, allerdings muss ich zugeben, dass ich die letzten 300 Seiten eher überflogen habe, dass ich froh war, als es endlich vorbei war, und dass ich am Ende nicht das Gefühl hatte, dass es sich doch irgendwie gelohnt hatte. Mein Resümee: Für mich eine unnötige Lektüre. Ich gebe 2 Sterne, da ich anfangs zumindest neugierig gemacht wurde und etwas Neues gelernt habe.

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    • 3
  • Ein neuer Antiheld

    Japantown

    Nina2401

    30. June 2014 um 20:28

    Der grausame Mord an einer Familie in einem Einkaufszentrum zeigt mir von Anfang an, auf was ich mich hier eingelassen habe. Aber Barry Lancet schwelgt nicht in dieser Blutorgie, die er sehr behutsam beschreibt. Ich erkenne schnell, was ihm wichtig ist. Und das sind die Hintergründe, in die er mir tiefe Einblicke gewährt. Die japanische Kultur ist so ganz anders. Ich erfahre viel über Land und Leute … vor allem über die kriminellen Vereinigungen. Man spürt zwischen den Zeilen die Liebe des Autors zu Japan. Er kennt sich wirklich sehr gut aus und davon profitiere ich als Leser. Man merkt allerdings auch, dass Barry Lancet eigentlich Bücher über japanische Kunst und Kultur schreibt. In diesen Erzählungen blüht er auf. Vieles ist Fiktion, aber vieles beruht auch auf Tatsachen. Barry Lancet erzählt sehr ausschweifend und dadurch entstehen immer wieder Längen, die leider den Spannungsbogen etwas lockern. Dabei benutzt er viele landestypische Begriffe, die nicht immer erklärt werden und mich ein bisschen im Regen stehen lassen. Barry Lancet lässt Brodie in der Ich-Form erzählen und überlegen. So bin ich in seinen Gedanken und sehr nah dran. Faszinierend fand ich, wie Brodie so ganz allmählich immer mehr Licht in die tiefschwarzen Geheimnisse bringt. Lediglich einige wenige Kapitel beschreiben Ereignisse, an denen Brodie nicht beteiligt ist, die für mich als Leser aber wichtig sind. Das hat Barry Lancet wirklich sehr gut gelöst. Nicht so gelungen finde ich, dass er immer wieder vom Hauptthema abschweift. Ich war natürlich neugierig, wie es weiter geht und dann lässt er Brodie über Vergangenes sinnieren und mir immer wieder von seinen Ängsten berichten. Beim ersten Mal fand ich es noch sympathisch, dass so ein harter Kerl, der einige Kampfsportarten perfekt beherrscht, so offen seine Ängste zu gibt und sich ständig Sorgen um seine Tochter macht. Aber das muss er ja nicht ständig wiederholen, so dass ich ihn fast schon für ein Weichei halte. Die ganze Geschichte ist in 8 Teile bzw. Tage und 80 Kapitel gegliedert. Bei Ortswechseln werde ich schon in der Überschrift darauf hingewiesen und die einzelnen Tage habe vielsagende Überschriften, die mich sehr neugierig gemacht haben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Barry Lancet versteht es schon sehr gut, Spannung aufzubauen. Brodie erzählt in der Vergangenheit, was mir oft die liebste Erzählform ist und hier perfekt passt. Fazit: Tiefe Einblicke in die japanische Kultur, faszinierend, aber leider nicht durchgehend spannend.

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  • Superman in Action

    Japantown

    gst

    09. June 2014 um 08:11

    Jim Brodie kennenzulernen lohnt sich! Denn solch einen Superman trifft man nicht alle Tage. Er kann mit ruhiger Hand antike japanische Vasen reparieren, besitzt einen außergewöhnlich scharfen Verstand und einen sportlichen Körper. Obwohl er einen Antikhandel betreibt und zusätzlich von seinem Vater eine erfolgreiche Sicherheitsfirma in Tokio geerbt hat, ist er kein Glückspilz. Vor wenigen Jahren fiel seine Frau und Mutter seiner sechsjährigen Tochter einem Brand zum Opfer. Was aussah wie ein Unfall, war in Wirklich brutaler Mord. Trotz eines japanischen Schriftzeichens, dessen Bedeutung er bisher nicht eruieren konnte, blieb ihm der Grund für ihr Sterben bisher verborgen. Als er in San Francisco nach Japantown gerufen wird, entdeckt er dieses Schriftzeichen – Kanji genannt – wieder. Auf Wunsch seines Freundes, Lieutenant Frank Renna vom San Francisco Police Department, mischt er sich mit seiner Sicherheitsagentur in die Ermittlungen zum Mord einer ganzen Familie ein. Dazu muss er sogar nach Japan reisen... Mir hat dieser Thriller sehr gefallen, auch wenn ich nicht alles als bare Münze nahm und teilweise über diesen Superman schmunzeln musste. Als Romanfigur ist er grandios! Ihn erschüttert fast nichts. Er kann wie kaum ein anderer denken, klettern und reagieren. Zusammen mit seinem japanischen Kollegen Noda bildet er ein Spitzenteam, das die gefährlichen Gegner nicht nur einmal in ihre Schranken weist. Neben der althergebrachten japanischen Kampfkunst kommt auch die moderne Hackerszene zum Tragen. Dem Leser begegnen auf knapp 600 Seiten diverse Varianten des Guten und des Bösen. Er muss über einige Leichen hinwegsteigen und kann sich nach dem Ende des Buches nur wundern, wie schnell die neun Ermittlungstage vergangen sind … Fazit: Die Lektüre der 80 Kapitel hat mir Spaß gemacht und mich Neues über Japan gelehrt. Ich vergebe vier Sterne für die gelungene Unterhaltung.

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