Barry Lancet Tokio Kill

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Inhaltsangabe zu „Tokio Kill“ von Barry Lancet

Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt …

Ein unterhaltsamer Mystery-Thriller mit einer Prise trockenem Humor, durchaus spannend und mit zunehmendem Tempo.

— Lesen_ist
Lesen_ist

"Tokio Kill" von Barry Lancet steht für Action, japanische Kultur, Intrigen und eine fesselnde Geschichte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein guter Thriller, dem jedoch das gewisse Etwas fehlt.

— SofiaMa
SofiaMa

Ein im Großteil spannender, komplexer und actionreicher Thriller, der teilweise etwas überzogen, aber dennoch unterhaltsam und fesselnd ist.

— steffis-und-heikes-Lesezauber
steffis-und-heikes-Lesezauber

"Solider Krimi aus dem Land der aufgehenden Sonne. "

— leseratte69
leseratte69

Tokio Kill ist ein intelligenter, fesselnde Thriller aus Japan. Wenn Sie Sushi essen, dann sollten Sie auch „Tokio Kill“ lesen.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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  • Tokio Kill - Jim Brodie #2 - Barry Lancet

    Tokio Kill
    Lesen_ist

    Lesen_ist

    15. August 2015 um 16:44

    Inhalt Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt. Meine Meinung Nach »Japantown« ist dieses Buch Teil 2 der Jim Brodie Reihe. Brodie lebt mit seiner 6-jährigen Tochter Jenny eigentlich in San Francisco und ist Kunsthändler, spezialisiert auf antike, japanische Kunstgegenstände. Er ist aber in Japan aufgewachsen, beherrscht die Sprache, kennt die Sitten und ist in der japanischen Geschichte sehr bewandert. Von seinem Vater hat er die Hälfte einer Ermittleragentur in Tokio geerbt und hat schon seinen ersten, sehr gefährlichen Fall, gelöst und sich unfreiwillig einen Namen gemacht. Dieses Mal befindet er sich bereits in Tokio mit seiner Tochter. Es gab bereits acht Tote, als der sechsundneunzigjährige Akira Miura mit seinem Sohn Yoji in dem Büro von Brodie erscheint. Er erzählt eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg und glaubt, dass jemand Vergeltung an den Männern seiner Einheit übt, für etwas, das damals geschehen ist. Sein Sohn vertritt eher die Meinung, dass sein alter Herr senil ist, und hält damit nicht hinter dem Berg in einem Vieraugengespräch mit Brodie. Aber wenn es seinen Vater beruhigt, soll er den Schutz der Brodie-Agentur bekommen. Bald darauf gibt es einen sehr grausamen Mord und das Opfer wird als Yoji Miura identifiziert. Die schiere Brutalität des Verbrechens deutet in Richtung Triaden, der chinesischen Mafia. Jim Brodie erzählt wieder aus der Ich-Perspektive. Der Leser hat bereits im ersten Band das wichtigste über Brodie und seine Vergangenheit erfahren. Wer er ist, seine Kindheit und Jugend, seine Fähigkeiten und wieso er ein alleinerziehender Vater ist. Es ist natürlich ganz interessant den Hintergrund zu kennen, aber das ist alles nicht wirklich wichtig für diese Geschichte. Er beherrscht diverse asiatische Kampfkünste und ist noch immer irgendwie eine Mischung aus Chuck Norris und Jean-Claude Van Damme. Obwohl er dem Ermittlerberuf erst seit kurzem nachgeht, ist er besser als sein wortkarger, mürrischer Chefdetektiv Noda. Im ersten Buch bin ich nicht so richtig warm geworden mit ihm, das hat sich hier nur leicht verbessert. Die Widersprüchlichkeit wird dadurch vermindert, dass seine Tochter fast nicht vorkommt. Er ist sehr empathisch, was ihn natürlich auch sympathischer macht. Ich finde ihn aber zu nüchtern und kaufe ihm seine manchmal aufflammenden negativen Gefühle nicht wirklich ab. Was seine Tochter Jenny betrifft, behaupte ich, dass kaum ein sechsjähriges Kind dieser Welt sich so ausdrückt, es sei denn es ist ein Wunderkind mit einem hohen IQ. Die Geschichte selbst ist kurzweilig. Es gibt immer wieder brenzlige Situationen, wobei es doch manchmal etwas übertrieben ist, wie Brodie immer wieder da rauskommt ohne Superheldenkräfte! Vielleicht doch ein Avenger und kein Norris/ Van Damme Verschnitt?! Was mir sehr gut gefällt sind die geschichtlichen Tatsachen: wie die Japaner in China einmarschiert sind; die Plünderungen und Kriegsverbrechen; die Geschichte der japanischen Schwerter; über den japanischen Mönch und Maler Sengai und einiges mehr. Alles äußerst interessant. Diesmal ist es auch wesentlich mehr auf diese Geschichte direkt bezogen und schweift weniger ab als im ersten Band. Wer einmal in Tokio war, wird wissen, dass die Atmosphäre sehr realistisch ist, aber auch der Teil, der in Miami und die Karibik spielt, lässt die passende Stimmung aufkommen. Der Fall wird immer mysteriöser; Yakuza, Triaden, chinesische Spione, wer ist hier wirklich am Werk? Einbrüche, Morde, gestohlene und sehr wertvolle Kunstgegenstände, die plötzlich wieder auftauchen, oder sich in Wohnungen befinden, wo man sie nie vermutet hätte. Ziemlich viel, wenn es eigentlich nur darum geht, einen alten Mann zu beschützen. Wie gut, dass Brodie sich mit Kunst UND Kampfkünsten auskennt und seine beiden Berufe damit so schön verbinden kann. Wenn Indianer Jones das kann, dann auch Jim Brodie ;-) Der Plot ist gut durchdacht und sorgt am Ende für einige große Überraschungen! Der Ausgang bleibt absolut unvorhersehbar. Der Showdown dauert auch diesmal viel zu lange und ist etwas übertrieben. Es bleibt aber ein unterhaltsamer Mystery-Thriller mit einer Prise trockenem Humor, durchaus spannend und mit zunehmendem Tempo. Das wird manchmal durch die Länge einer brenzligen Situation leider etwas ausgebremst. Wie auch in »Japantown« gibt es viele interessanten Details zur Kunst, Kultur und Geschichte Japans und diesmal auch Chinas. Vor diesem lebendigen, realen Hintergrund ist mir der Protagonist zu trocken, einfach nicht authentisch genug. Mir fehlt eine charakterliche Tiefe.

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  • Absolut spannend!

    Tokio Kill
    reading-books

    reading-books

    27. July 2015 um 13:37

    Dieses Buch hat mich direkt fasziniert. Schon das Cover ist wie ich finde unglaublich ausdrucksstark und versprach Spannung auf hohem Niveau. Ich muss gestehen, dass ich den Vorgänger von Barry Lancet nicht gelesen habe und so vollkommen unbefangen an diesen Thriller gehen konnte. Im Nachhinein kann ich zudem sagen, dass dies nicht von Nachteil gewesen ist und ich der Handlung auch so sehr gut folgen konnte ohne das vorherige Buch zu kennen. Der Einstieg ins Buch ist gut, nicht zu abrupt und dennoch geheimnisvoll genug um gleich ins Geschehen eintauchen zu können. Natürlich muss man als Leser auch die Hauptfigur kennenlernen, der Thriller beginnt jedoch mit einer Art Erklärung der Ist-Situation. Die Vorstellung Brodies erfolgt während der weiteren Erzählung und über die Seiten hinweg lernt man ihn immer besser kennen. Ab und an gibt es eine kleine Erwähnung des vorherigen Buches, diese sind jedoch für den weiteren Handlungsverlauf uninterressant. Sie schüren allerdings ausreichend Neugier um mir zu verdeutlichen, dass ich wohl auch “Japan Town” unbedingt lesen sollte. "Ich rief die findige Lady selbst an, um ihr mitzuteilen, dass wir eine Verabredung mit einem Mann hatten, der mir vier mal angedroht hatte, mich umzubringen. Sie war begeistert." Zitat S. 250 Der Schreibstil Lancets ist einmalig. Er ist neutral mit der richtigen Würze an Nähe zum passenden Zeitpunkt. Dadurch wurde ich beim Lesen fast unmerklich an die Seite Brodies gezwungen und habe fieberhaft versucht den Killer zu identifizieren. Ein echtes Highlight ist der immer wieder einfließende trockene Humor, der dieses Buch zu einem echten Highlight für mich werden lässt. Kein anderer lässt Leichen und Attentate so gekonnt eiskalt und dabei fast amüsant erscheinen. An mehreren Stellen sind die Beschreibungen derart detailliert, dass das Blut fast von den Seiten tropfen könnte. Doch glücklicherweise ist dem nicht so. Insgesamt vergebe ich daher für “Tokio Kill” die vollen 5 Sterne. Dieses Buch ist kein Pageturner. Es ist ein gekonnt geschriebener Thriller, der Nervenkitzel und Gänsehaut gepaart mit trockenem Humor bietet. Barry Lancet bietet mit diesem Buch die perfekte Basis für spannende Lesestunden.

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  • Genau das Richtige für laue Sommerabende

    Tokio Kill
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. July 2015 um 16:39

    In "Tokio Kill" muss Jim Brodie sich nicht nur auf einen Job konzentrieren. Nein gleich zwei. Oder besser gesagt drei. Eigentlich ist er Kunsthändler und Experte für asiatische Kultur. Aber seit dem Tod seines Vaters hat er einen Teil seiner Ermittleragentur geerbt und versucht sein Leben zwischen Tokio und San Francisco zu koordinieren. Was zusätzlich durch seinen dritten Job als alleinerziehender Vater einer kleinen Tochter erschwert wird. Als ihn eines Tages der alternde Kriegsveteran Miura aussucht und um Hilfe bittet, ahnt niemand, Brodie am Allerwenigsten, mit was für einer Welle der Gewalt er es zu tun bekommt. Fast alle Überlebenden aus Miuras alter Einheit wurden bei Einbrüchen in ihre Häuser verstümmelt und ermordet. Als dann auch noch die Leiche eines jungen Mannes, den Brodie als den Sohn von Miura identifiziert, aufs grausamste verstümmelt tot aufgefunden wird, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn hinter der Vermutung, die Triaden könnten die Täter sein, steckt viel mehr als es zunächst den Anschein hat. Dieser spannende Krimi ist bereits der zweite Roman von Barry Lancet, der sich um den Hauptakteur Jim Brodie dreht.   Die komplette Rezension gibt es auf meinem Blog.

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  • Guter Thriller

    Tokio Kill
    SofiaMa

    SofiaMa

    20. June 2015 um 19:34

    Aufmachung: Ich liebe ja Bücher, bei denen die Innenseite des Covers auch noch gestaltet ist. Hier sieht man auf dem einen Vorsatz ein Koto-Schwert und auf dem anderen biografische Informationen über den Zeichner und Mönch Sengai Gibon sowie die Schriftzeichen seines Namens. Beides nicht unwichtig für die Handlung. Der Titel ist meiner Meinung nach ein wenig dramatisch, aber er passt.  Auf dem Cover sieht man unter dem Titel einen Teil der Tokioter Skyline mit einer Brücke, vor der ein Boot zu sehen ist. Da eine Szene im Buch so ähnlich anfängt, passt das Cover meiner Meinung nach auch. Außerdem spielt der Roman in Tokio. Meine Meinung: Da ich noch nichts über Tokio Kill gehört hatte, habe ich das Buch ohne Erwartungen angefangen. Zwar wurde ich keineswegs enttäuscht, aber wirklich lange ist mir Lancets Buch nicht im Gedächtnis geblieben, ich bin froh, dass ich mir sofort Notizen gemacht habe. Der Protagonist ist sympathisch. Zwar ist er durchaus knallhart und ziemlich heldenhaft, allerdings ist er auch nicht Superman und muss hin und wieder mal einstecken. Zudem zeigt sich dem Leser seine softe Seite, wenn er als alleinerziehender Vater mit seiner kleinen Tochter Zeit verbringt. Dass er nicht alles kann und seine verwundbare Seite, sowie die Bodenständigkeit, die von ihm durch sein Interesse an Kunst ausgeht, machen Jim Brodie authentisch, sodass er für den Leser greifbarer ist.  Auch die anderen Figuren sind allesamt auf ihre Weise sympathisch, auch wenn man als Leser oft nicht wirklich weiß, wer Brodies Gegner ist und von wem aus Gefahr droht.  Das und die damit verbundenen Wendungen machen Tokio Kill nicht nur unvorhersehbar, sondern erzeugen auch einen gewissen Grad an Spannung. Dazu kommt noch, dass Brodie durch seine Tochter, wie schon gesagt, enorm verwundbar ist. Es wäre für die Bösen ja ein Leichtes, das Mädchen bspw. entführen zu lassen. Da das so offensichtlich ist, hat man das als Leser immer im Hinterkopf, und als Leser, der keine Kinder hasst, ist man auch dadurch natürlich ständig angespannt.  Aber eben nicht nur aufgrund Brodies Tochter herrscht stets eine unterschwellige Spannung, auch, wie gesagt, durch die Ungewissheit Brodies und des Lesers, wer denn jetzt wirklich vertrauenswürdig und gefahrlos ist. Davon scheint es in diesem Buch nämlich nicht besonders viele Personen zu geben. Was mir aber auch gut gefallen hat, ist dass das Buch nicht durchgehend spannend ist, sondern auch mal ab und zu gelacht werden darf, auch wegen des fingierten Akzents von Chinesen, beispielsweise so: "Er sagt, Sie sicher, wenn alles okay. Alles okay. Wenn Freund Mister trinken, noch besser okay. In Tee auch seien ganz teuer Ginseng. Nix kosten, hi hi." (S. 218) Das wirkt zwar etwas lächerlich, aber ist doch schon lustig. Freund Mister. xD Des Weiteren habe ich noch nie einen Japanthriller gelesen und war natürlich gespannt darauf, wie das wohl so ist, da ich auch die Kultur interessant finde. Außerdem sind die Thriller bzw. Krimis, die man sonst liest, ja meistens aus Amerika, England, Schweden oder Deutschland. Japan ist mal etwas Neues. Man merkt hier, dass Lancet einiges darüber weiß und/oder sich gut über die Kultur und die Bräuche sowie die Vergangenheit Japans informiert hat, was dem Buch Authentizität verleiht. Lancets Schreibstil lässt sich trotz hin und wieder sehr langer Sätze auch nachts im Bett leicht lesen. Obwohl ich hier nur positive Dinge aufgelistet habe, hat mich Tokio Kill, wie gesagt, nicht umgehauen, ich habe sogar relativ schnell vergessen, was da alles passiert. Das liegt daran, dass das, was einen wirklich guten Thriller ausmacht, hier fehlt. Hier ist zwar viel Action, Spannung und auch viele Geheimnisse, hinter die der Leser kommen will, allerdings ist der Roman nicht mitreißend bzw. war mir immer bewusst, dass das, was ich lese nur ein Buch war. Ich wurde also nicht wirklich in die Story gezogen, was genau das ist was ich mit "das, was einen wirklich guten Thriller ausmacht" meine. Fazit: Ein guter Thriller, der von einem interessanten Plot über tolle Charaktere bis hin zu viel Spannung alles hat, dem jedoch das gewisse Etwas zum Wahnsinnsthriller fehlt. 4/5 Sterne.

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  • teilweise überzogen, doch trotzdem unterhaltsam und fesselnd

    Tokio Kill
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    09. June 2015 um 12:21

    Kurzbeschreibung: Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt … Meinung: Da ich bisher eher wenige Bücher aus dem asiatischen Raum gelesen habe und die Kurzbeschreibung mich wirklich angesprochen hat, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Dass ich den Vorgängerband „Japantown“ nicht kenne, hat sich auch in keinster Weise als Problem dargestellt. Zwar wird in diesem Roman öfters auf die Ereignisse vom Vorgänger hingewiesen, jedoch ohne wirklichen Bezug zur aktuellen Handlung. Zu Beginn von „Tokio Kill“ bekommt man einen kurzen Einblick in das Leben von Protagonisten Jim und befindet sich gleichzeitig fast sofort mitten in der Handlung. Dabei wird schnell deutlich, dass der Roman ziemlich action- und kampflastig, aber auch relativ komplex, fesselnd und teilweise durchaus brutal ist. Ein kleiner, aber durchaus passender Gegenpol wird durch die Szenen von Jim mit seiner kleinen Tochter, sowie den wenigen privaten Szenen mit der Ermittlerin Rie erzeugt. Protagonist Jim Brodie ist der einzige Charakter im Buch, der etwas genauer beschrieben wird und von dem man wirklich ein Bild bekommt. Er ist eigentlich Kunsthändler und nur durch den Tod seines Vaters zum Detektivgeschäft gekommen. Jedoch hat er auch eine solide Ausbildung in Kampftechniken, sowie diverse Kontakte, welche ihm oft nützlich sind. Auffallend ist, dass er in „Tokio Kill“ in viele, eigentlich aussichtslose Kämpfe verwickelt wird und dafür immer wieder erstaunlich gut aus der Sache herauskommt. Dabei kann man nicht abstreiten, dass seine Figur teilweise überzogen dargestellt wird, aber dennoch fand ich es hier nicht störend, sondern eher so passend und unterhaltsam. Die anderen Figuren bleiben alle etwas blass und sind durch die hohe Anzahl an ähnlich klingenden Namen manchmal etwas schwer auseinander zu halten, weshalb es notwendig ist, den Roman aufmerksam zu lesen. Doch der Autor gibt nicht nur bei den Namen oft Hilfestellungen, sondern auch bei den vielen japanischen Begriffen, Bräuchen und Orten, sowie den Einblicken in die Geschichte und Kultur des Landes. Diese sind ziemlich interessant und ergeben ein interessantes Bild von Japan, welches durch die Erklärungen im Nachwort, welche Gegebenheiten der Wahrheit entsprechen, unterstütz wird. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive, wobei der Autor manchmal Hinweise auf Zukünftiges gibt. Von Anfang an hat mir eigentlich die lockere Art des Protagonisten gefallen, der trotz der schrecklichen Ereignisse doch vieles mit einem Lächeln in seinen Worten erzählt. Abgesehen von den wenigen und Authentizität verleihenden Passagen der Chinesen in gebrochenem Deutsch hat sich der Roman trotz der vielen fremden Wörter flüssig lesen lassen. Im Mittelteil war es mir dann ein paar Seiten lang etwas zu verworren, wodurch auch die Spannung ca. 50 Seiten etwas auf der Strecke blieb. Jedoch wird das auf den letzten 150 Seiten deutlich wieder wettgemacht, da es da nicht nur unerwartete Ortswechsel, sondern auch noch einige überraschende Wendungen und einen sehr zufriedenstellend Abschluss gibt. Fazit: Ein im Großteil spannender, komplexer und actionreicher Thriller, der teilweise etwas überzogen, aber dennoch unterhaltsam und fesselnd ist. Vor allem das letzte Drittel kann mit einigen Überraschungen und einem zufriedenstellenden Abschluss punkten. Zusätzlich gibt es noch viele interessante Einblicke in die japanische Geschichte und Kultur. Alles in allem gibt es von mir solide 4 Sterne.

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  • "Solider Krimi aus dem Land der aufgehenden Sonne. "

    Tokio Kill
    leseratte69

    leseratte69

    03. June 2015 um 13:31

    Gastrezension Karl Klappentext Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt … Über den Autor Barry Lancets große Liebe zu Japan nahm vor über 30 Jahren ihren Anfang. Nach einer ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren. Meine Meinung Story Tokio Kill ist der zweite Teil einer Krimi Reihe um den in Tokio lebenden Kunsthändler und Detektiv Jim Brodie. Als der Sohn eines Klienten auf brutalste Weise ermordet wird, versucht Brodie in einem Geflecht aus chinesischen Geheimdiensten, japanischer und chinesischer Mafia Banden und Kunsträubern, den Täter zu finden. Die Spur reicht bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts, zum japanisch/chinesischen Krieg. Die eigentliche Geschichte ist ein ziemlicher Routine Krimi. Was das Buch ausmacht sind die vielen japanischen Begriffe, Orte und Bräuche, die alle schön und einfach erklärt werden. Schreibstil Das Buch ist einfach zu lesen. B.Lancet schreibt aus der Sicht von Jim Brodie. Caraktere Die Figuren werden lebhaft beschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzten, insbesondere in Jim Brodie . Mein Fazit Man merkt dem Buch an, dass Barry Lancet schon lange in Japan lebt. Er beschreibt das Leben, die Städte, die Menschen und ihre Kultur sehr lebendig und unterhaltsam ohne dabei weit abzuschweifen. Das ganze raubt der Geschichte nicht die Spannung. Der „Krimi“ Teil an sich, ist eher Durchschnitt mit den üblichen Zutaten. Von mir gibt es drei von fünf Sternen.

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  • Nette Unterhaltung

    Tokio Kill
    smilee_lady1988

    smilee_lady1988

    03. June 2015 um 08:03

    Der Klappentext beschreibst sehr gut, um was es in diesem Buch geht - daher verzichte ich auf eine kurze Zusammenfassung an dieser Stelle.   Ich wusste nicht, bis das Buch bei mir eingetroffen ist, dass es sich hierbei um einen zweiten Teil handelt. Auf die Gefahr hin, mich selbst zu spoilern, habe ich Tokio Kill dennoch gelesen, ohne den ersten Teil zu kennen - und das funktioniert ganz gut. Es wird zwar zwei - drei Mal auf die Ereignisse im ersten Teil angespielt, aber nicht detailliert und es war für dieses Buch meiner Meinung nach nicht von Bedeutung. Daher kann man dieses Buch auch gut unabhängig vom ersten Teil lesen. Die Geschichte an sich fand ich wirklich sehr interessant. Es war mein erstes Buch, dass in Japan gespielt hat und generell mit der asiatischen Kultur zu tun hatte. Das fand ich sehr spannend und ich habe einiges gelernt (viele (geschichtliche) Dinge im Buch entsprechen Fakten, wie man später vom Autor aufgeklärt wird). Leider hat es bis zur Hälfte des Buches gedauert, bis es für mich richtig spannend wurde. Ich hätte mir mehr Action erhofft, aber für mich kam es ein wenig zu kurz. Es gab zwar sehr interessante Szenen, aber die hielten sich leider in Grenzen. Was mir gut gefallen hat, sind gewisse Wendungen am Ende des Buches - damit hätte ich zum Teil wirklich nicht gerechnet. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und ich kam gut voran, nachdem ich mich eingelesen hatte. Der Autor versteht es, mit einfachen Worten eine ganz angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Charaktere Die Charaktere waren trotz der guten Geschichte für mich leider nicht richtig greifbar. Mir hat die Tiefe gefehlt - was einerseits daran lag, dass das Buch aus Jims Sicht geschrieben wurde. Dadurch werden die anderen Personen leider nicht genug beleuchtet. Aber auch er war für mich nicht fassbar, zu unnahbar. Das fand ich wirklich sehr schade, denn das hat mir gefehlt. Cover Das Cover passt unheimlich gut zur Geschichte und gefällt mir auch sehr gut. Fazit Ein guter Thriller für Zwischendurch. Daher bekommt das Buch von mir 3 1/2 Sterne.

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  • Solider spannender Thriller

    Tokio Kill
    unclethom

    unclethom

    31. May 2015 um 14:27

    Der Klappentext: Töte die Vergangenheit Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt … Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Tokio-Kill-Thriller/Barry-Lancet/e440194.rhd Der Autor: Barry Lancets große Liebe zu Japan nahm vor über 30 Jahren ihren Anfang. Nach einer ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren. Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Barry_Lancet/p519470.rhd Die Rezension: Schon auf den ersten Seiten gelang es dem Autor mich abzuholen. Von Beginn an ist das Spannungslevel recht hoch was auch bis zum Ende beibehalten wurde. Es ist kein Buch für zarter besaitete Leser, weil es halt doch recht blutig zugeht. Es ist ein Buch wo alle Aktionfans zu ihrem Recht kommen. Für mich persönlich war es besonders interessant hier viele über die Japanische Kunst und Kultur zu erfahren. Denn damit habe ich bei der Lektüre des Klappentextes so nicht gerechnet. Die Figuren erschienen mir alle recht glaubhaft, wenn auch teilweise leicht überzogen dargestellt. Der Schauplatz wurde so interessant beschrieben dass es mich neugierig machte dieses wunderschöne Land zu bereisen. Auch wenn es zwischendurch die eine oder andere Länge gab, war es nicht so dass das Buch dadurch langweilig wurde. Sicherlich zog es sich stellenweise, jedoch nicht so, dass es dem Lesevergnügen abträglich wurde. Ich fühlte mich zu jeder Zeit wirklich sehr gut unterhalten und ich werde mir wohl auch den ersten Fall des Protagonisten (Japantown) besorgen. Das Buch ist für mich für 4 von 5 Sternen gut. 

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  • Nett für zwischendurch

    Tokio Kill
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    16. May 2015 um 12:19

    Jim Brodie ist ein eigentlich ein amerikanischer Experte für asiatische, insbesondere japanische Kunst. Da er jedoch von seinem Vater die Hälfte eines erfolgreichen Detektivbüros in der japanischen Hauptstadt Tokio geerbt hat, ist er nun hauptberuflich als Ermittler tätig. Dabei helfen ihm vor allem seine Fähigkeiten in verschiedenen Kampfsportarten, die er sich im Laufe der Jahre angeeignet hat. Eines Tages taucht der 96-jährige Akira Miura zuammen mit seinem Sohn in Brodies Detektivbüro auf und erzählt, dass er von alten Feinden, die er sich in der Vergangenheit gemacht hat, bedroht wird. Miura war nämlich im Zweiten Weltkrieg ein Offizier der japanischen Armee. Obwohl alle Ermittler des Detektivbüros den alten Mann belächeln und dessen Sohn sogar meint, sein Vater leide an Paranoia, nimmt Brodie den Auftrag  an, hofft er doch, leicht verdientes Geld zu bekommen. Als keine 12 Stunden später die Leiche des Sohns gefoltert und schwer verstümmelt aufgefunden wurde, hadert Brodie mit sich, dass er dem Auftrag nicht mit dem nötigen Ernst begegnet ist und schwört sich, das Verbrechen aufzudecken. Wird er es schaffen den Mörder zu finden, oder wird ihm das Wespennest, in das er durch seine Ermittlungen sticht, zum Verhängnis? Das Cover ist auf alle Fälle einmal ein Eye-Catcher, denn nicht viele Bücher haben Rot als Grundfarbe. Die Farbgebung ist recht düster gehalten, was sich für einen Thriller sehr gut eignet. Der Großteil des Covers wird von einem schwarzen Kreis eingenommen, der ein Einschlussloch darstellen soll, in dem sich auch der Titel des Buches befindet. Im unteren Drittel sieht man noch einen Teil der Skyline von Tokio, was den Handlungsort der Geschichte vorgibt. Das Cover ist meiner Meinung nach gut gewählt. Obwohl der Mord in Tokio, dem das Buch seinen Titel zu verdanken hat im Laufe der Geschichte zur Nebensache wird, ist er doch die Motivation des Protagonisten, sich allen Gefahren zu stellen und hat sich deshalb seinen Platz auf dem Cover verdient. Der Protagonist Jim Brodie ist ein Amerikaner, der seine Kindheit in Japan verbracht hat, dann in seine Heimat zurückgekehrt ist, um dort als Experte für asiatische Kunstgegenstände zu arbeiten und schließlich das Detektivbüro seines Vaters geerbt hat. Obwohl er sich selbst nicht als den besten Ermittler seines Teams sieht, beweist er dennoch ein ziemlich großes Geschick in seinem neuen Beruf. Allerdings bringt er sich durch seine Ungeduld und vielleicht auch fehlenden Erfahrungen immer wieder in äußerst brenzligen Situationen. Zwar schafft er es durch seine körperliche Überlegenheit gegenüber den meisten Asiaten und seinen Fähigkeiten in verschiedenen Kampfsportarten, die meisten Situationen zu entschärfen, aber ab und zu muss er auch gehörig einstecken und die Konsequenzen tragen. Da er am Anfang auf leicht verdientes Geld hofft, gibt er sich selbst die Schuld am Tod des Sohnes seines Mandaten und schwört dass er den Täter finden und zu Strecke bringen würde. Neben seinem Beruf ist er auch noch alleinerziehender Vater seiner sechsjährigen Tochter. Hier möchte ich auch gleich eine Kritik anbringen. Zwar spielt das Mädchen in der gesamten Handlung nur eine Nebenrolle, aber ich muss sagen dass sie für eine Sechsjährige viel zu erwachsen wirkt. Zwar versucht ihr Vater sie von allem fern zu halten, aber die Aussagen, die sie trifft passen doch eher zu einem Mädchen das gute zehn Jahre älter ist, denn wie bloßes Nachplappern von Gesagtem wirkt das nicht. Die Idee hinter der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, vor allem die beiden unerwarteten Wendungen kurz von Ende des Buches. Trotzdem muss ich sagen, dass sich das Buch teilweise etwas in die Länge gezogen hat und deshalb war auch die Spannung war eher mäßig. Es ist oft ohne wirklich Hoch- und Tiefpunkte dahin geplätschert. Was ich auch schade fand, war der Schauplatz an dem sich das Ende des Buches abgespielt hat, aber das ist wohl Geschmackssache. Für Leser, die der japanischen Kultur nicht abgeneigt sind und in einem Kontext einer Mordermittlung noch etwas darüber lernen wollen, kann ich das Buch empfehlen. Diese Dinge haben mir sehr gefallen, ebenso der Stil in dem das Buch geschrieben wurde, denn es ließ sich trotz der hohen Seitenzahl enorm schnell weglesen. Für einen Thriller war es mir wie gesagt stellenweise etwas zu fade war und deshalb gibt es auch nur 3.5 von 5 Punkten

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  • Ein Thriller mit außerordentlichen Einblicken in die japanische Kultur

    Tokio Kill
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    14. May 2015 um 08:38

    Tokio Kill – Barry Lancet (Autor), Ulrike Clewing (Übersetzer) – 496 Seiten, Heyne Verlag (11. Mai 2015), 9,99 €, ISBN-13: 978-3453437814   In „Tokio Kill“ treffen wir den Protagonist Jim Brodie, Experte in der japanischen Kunst und Antiquitäten und Erbe der in Tokio ansässigen Detektei seines Vaters. Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn suchen Jim Brodie auf, weil er fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. In Tokio Kill entdeckt der Leser Schicht um Schicht Geheimnisse und Intrigen auf. Der Roman taucht Jim Brodie in "ein großes Kollektiv von überlappenden Netzen" ein. Viele Themen werden berührt: die Schuldgefühle von Kriegsveteranen und ihren Nachkommen. Chinesische Triaden, Spione, und Praktiker der traditionellen japanischen Kunst. Und auch scheinbar normale Menschen, die sich als viel mehr entpuppen, als sie zunächst oberflächlich erscheinen. Jim Brodie ist ein sehr sympathischer Protagonist, nicht nur wegen seinem beeindruckenden Wissen, seinem Können und seiner Intuition, sondern auch wegen seinem bewundernswerten moralischen Kompass. Brodie ist ein Mann, der sich selbst die Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen, seien sie gut oder schlecht, gibt. Er stellt selbstlose Hingabe an seine Familie, seine Mitarbeiter, seine Kunden und seine Kollegen in der Welt der japanischen Artefakte-Verehrung, die oft in schlimmen Umständen landet, Auge in Auge mit Gefahr, nur einen Atemzug entfernt vom Tod. Meisterhaft gefertigt. Jim Brodie kämpft gegen eine Reihe ehrgeiziger, grausamer und unerbittlicher Feinde. Die Wendungen sind oft überraschende, aber immer plausibel. Auch werden ernste Themen angeschnitten, wie zum Beispiel sensible Fragen in Bezug auf Japans nationaler Psyche. Keiner kann das so gut wie Barry Lancet. Er ist ein Amerikaner, der in Japan für mehr als 25 Jahre gelebt hat. Er hat ein tiefes Verständnis der japanischen Kultur und Geschichte und eine starke Sensibilität für diejenigen Aspekte des Japans, die den meisten Menschen außerhalb Japans fremd sind. Eine faszinierende und akribisch konstruierte Geschichte, die den Leser auf einige der dunkelsten und faszinierendsten Ecken von Tokio und bis in die Karibik führt. Einem angenehmes Gleichgewicht zwischen Substanz und Phantasie. Sie werden das Buch nicht mehr aus den Händen legen, wenn sie es einmal begonnen haben. Tokio Kill ist ein intelligenter, fesselnde Thriller, nicht nur für Krimifreunde sondern auch und vor allem für Leser, die ein Interesse an der japanischen Kultur haben, werden dieses Buch lieben. Wenn Sie Sushi essen, dann sollten Sie auch „Tokio Kill“ lesen. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Heyne Verlages http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Tokio-Kill-Thriller/Barry-Lancet/e440194.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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