Ich soll nicht töten

von Barry Lyga 
4,2 Sterne bei89 Bewertungen
Ich soll nicht töten
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Neue Kurzmeinungen

Jacky2708s avatar

Spannend geschrieben, aber das gewisse Etwas fehlt.

susi86s avatar

Einfach nur spannend. Konnnte es kaum aus der hand legen

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Inhaltsangabe zu "Ich soll nicht töten"

Stell dir vor, der berüchtigtste Serienkiller der Welt wäre dein Vater …

Heimlich beobachtet der 17-jährige Jasper 'Jazz' Dent ein Ermittlerteam am Schauplatz eines brutalen Mordes. Dem jungen Mann wird sofort klar, dass er in großen Schwierigkeiten steckt. Denn der Killer hat seinem Opfer mehrere Finger abgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Und genau das war das Markenzeichen von Jazz’ Vater. Doch der berüchtigte Serienmörder befindet sich seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Jazz weiß, dass nun alle ihn für den Täter halten müssen – bis er den wahren Schuldigen zur Strecke bringt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442380435
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:18.02.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Gutes Buch mit leichten Schwächen.

    Theoretisch fand ich es gut. Praktisch gesehen konnte ich nicht verstehen, warum es als Jugendliteratur gehandelt wird. Offensichtlich nur, weil Jazz erst 17 Jahre alt ist. Denn schon auf den ersten Seiten werden Dinge beschrieben, die man bei Criminal Minds niemals zu sehen bekommen würde. Es war heftig, blutig, und mit Leichen gespickt. Gleichzeitig fand ich es lächerlich, dass die Polizei Jasper zu jedem Tatort schleppt und die Leichen dort analysieren lässt, aber gleichzeitig das Jugendamt informiert, weil Jaspers Großmutter Alzheimer hat, und das kein Umfeld für ein Kind ist. Logik, Mr. Lyga? Aber sieht man darüber hinweg hat man ein tolles Serienmörderbuch.

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    luans avatar
    luanvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der Sohn eines Serienkillers ist einem Mörder weit überlegen.Klasse.
    Klasse


    Durch einen Polizeifunk erfährt Jasper von einem Mord an einer Frau.Er schleicht zum Tatort und Beobachtet vom Gebüsch aus die Polizei.Der Leiche fehlen Finger und Jasper ist sich sicher,das es sich um einen Serienmörder handelt.Er versucht die Polizei davon zu überzeugen,dass es nicht der letzte Mord war, dass der Täter wieder zuschlagen wird.Der Sheriff glaubt nicht an seine Theorie aber Jasper ist sich sicher,denn als Sohn eines Serienkillers,der von seinem Vater Billy als Kind zum Mörder "ausgebildet" wurde,weiß wie ein kaltblütiger Killer tickt,wie er denkt,wie er handelt und wie er vorgeht.als er erschreckend feststellt,das die Morde eine Kopie seines Vaters Billy sind,glaubt er dem Killer weit überlegen zu sein und mit Hilfe seines besten Freundes Howie,sucht er den Killer auf eigene Faust...


    Anfangs war ich etwas skeptisch und konnte mich in dieser Geschichte nicht wirklich anfreunden.Vllt lag es daran das der Protagonist ein 17 jähriger Teenager ist und das Buch eher in Richtung Jugendbuch geht.Aber um so mehr ich las und in die Tiefe dieser Story tauchte,war es um mich geschehen.Jasper und Howie sind mir beide ans Herz gewachsen. Howie,ein bluter,der seinem besten Freund immer zur Seite steht,hat mich mit seinen Sprüchen mehrmals zum schmunzeln gebracht.Und auch Connie,Jaspers Freundin,die Jasper versucht zu überzeugen,dass er nicht wie sein Vater ist,war mir besonders sympathisch.Jasper ist besorgt,dass er wie sein Vater wird,weil ihm die Morde kalt lassen,weil er keine Emotionen aufbauen kann,weil sein Vater ihn so erzogen hat;er sollte der Abklatsch Billys werden.
    Ich habe das Buch als Ebook gelesen und mir auch direkt den zweiten Teil runtergeladen.Von mir aufjedenfall 5 Sterne

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    Flohs avatar
    Flohvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wahrer Graus, verstörende Persönlichkeiten mit dem Drang der Unterdrückung...
    Ein psychologisch eindringlicher Thriller. Sehr gut!

    Ich habe schon viele Thriller gelesen, und auch schon viele Themenbereiche beschritten, aber das was mich in "Ich soll nicht töten" von Autor Barry Lyga erwartete, dass hat mich definitiv sprachlos gemacht. Psychologisch ein abgrundtief packender und schockierender Auftakt.

    Zum Inhalt (Klapptext):
    "Stell dir vor, der berüchtigtste Serienkiller der Welt wäre dein Vater …
    Heimlich beobachtet der 17-jährige Jasper »Jazz« Dent ein Ermittlerteam am Schauplatz eines brutalen Mordes. Dem jungen Mann wird sofort klar, dass er in großen Schwierigkeiten steckt. Denn der Killer hat seinem Opfer mehrere Finger abgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Und genau das war das Markenzeichen von Jazz’ Vater. Doch der berüchtigte Serienmörder befindet sich seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Jazz weiß, dass nun alle ihn für den Täter halten müssen – bis er den wahren Schuldigen zur Strecke bringt."

    Handlung:
    Billy Dent. Bekannter und gefürchteter Serienkiller. Jazz Dent. Sohn eines Serienkillers. In dem verschlafenen kleinen Städtchen, in dem Jazz mit seinen Großeltern aufwächst passieren shlimme Morde. Sie tragen die gleiche Handschrift wie die Morde von Jazz Vater. Kann das sein? Will hier jemand seinen Vater nachahmen? Jazz will alles dafür tun, um den Täter zu fassen, seinen guten Charakter zu beweisen und sich frei von psychopathischen Zügen zu sprechen. Ein psychologischer Sog aus Wunsch und Wahnsinn.

    Schreibstil:
    Wer zu diesen schreiberischen Werkzeugen greift, wie es unser Autor Barry Lyga in "Ich soll nicht Töten" tut, der beweisst eindeutig Mut und ist sich seinem Genre Thriller absolut sicher. Das was Barry Lyga hier auftischt, ist nichts für zarte Gemüter und reicht schon fast ins Genre Psychothriller. Gnadenlos nennt er die Dinge beim Namen und sorgt somit für ungefiltertes Entsetzen und Sprachlosigkeit. Der Autor Lyga weiß es die Leser gleich zu Beginn an die Seiten zu fesseln. Unfreiwillig gerät man hier durch seinem Schreibstil direkt in das Geschehen und kann sich nicht mehr von den Seiten lösen. Autor Lyga besitzt einen sehr durchdringenden Schreibstil, denn er schafft es problemlos und ohne störende Längen die Handlung spannend zu beginnen und diese bis zum Schluß aufrecht zu erhalten und dem Leser kaum Zeit zum Luftholen zu lassen. Sein Wiedererkennungswert ist hier zweifellos der gnadenlose und direkte Ton und die psychologischen Aspekte und Gedanken eines 17 Jährigen Teenagers. Autor Barry Lyga bedient das Genre perfekt. Er hat eine verstörende und grausamme Story erschaffen, die er mit gekonnten und höchst intelligentem Wortschatz, bildhaften Darstellungen, tiefen Emotionen aus Gefühl, Angst und Entsetzen, authentischen Charakteren, brutalen Wendungen und einem Wechselspiel der Perspektiven an den durchaus perplexen Leser wiedergibt. Lygas Schreibstil bringt die Handlungen, die Schauplätze und die Protagonisten sehr nahe an den Leser und fesselt ihn an die Seiten.

    Charaktere:
    Jazz, ein 17 jähriger Teenager, der es ohnehin nicht leicht hat. Sein Vater, ein bestialischer Killer, seine Großeltern verfallen zusehends, neue Morde, die die Handschrift seines Vaters tragen. Jazz, der Angst hat, selber so zu werden wie sein Vater. Sehr nah und eindringlich schildert der Autot den starken Hauptprotagonisten Jazz.
    Viel Geschick und Können beweist der Autor bei der Darstellung seiner Charaktere, wenn das Böse und die kranke Psyche einen Namen hätte, stünde dieser hier im Buch geschrieben. Ich habe noch niemals eine so derart ausgefeilte Zusammenstellung an Rollen und Nebenrollen in einem Buch vorgefunden....Diese Persönlichkeiten lassen den Leser nicht mehr los. Der Opfer-Täter-Status ist nicht klar definiert und wird zum Ende der Story der reinste Albtraum...

    Meinung:
    Das ganz besondere an diesem Thriller ist, dass er mich wirklich geschockt und sprachlos werden lassen hat. Das gelingt kaum einem Autor. Am liebsten würde ich mehr als 5 Sterne vergeben. Dieser Autor traut sich was und hat seinen Schritt jedoch zuvor gut recherchiert. Dieser Thriller ist hart und gnadenlos, dennoch regt der Fall zum Nachdenken an. Mir gefällt zudem der sachliche und sprachlich geschickte Wortlaut des Autors. Er glänzt mit Intelligenz, Wissen, Erlebtem und Vielseitigkeit. Sprachlos. Ein gutes Werk, was zum Nachdenken anregt und einen bitteren Geschmack hinterlässt. Thriller wie er sein muss. Ohne Schwächen!

    Cover:
    Dieses Cover ist sehr gut gelungen. Ein Blickfang in hoher Qualität.

    Der Autor:
    "Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City."

    Fazit:
    Einer der wenigen Thriller bisher, die von mir mehr als 5 Sterne verdient haben! Psychologisch ausgefeilt und hammerhart!

    Kommentare: 8
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    NiliBine70s avatar
    NiliBine70vor 4 Jahren
    Gelungener Auftakt

    Inhalt:

    Jasper, genannt Jazz Dent ist eigentlich ein ganz normaler 17jähriger. Eigentlich. Und dann ist da die Tatsache, dass er der Sohn des berüchtigsten, brutalsten, inhaftierten Serienkillers der USA ist, William Cornelius "Billy" Dent. Und auch wenn der Junge sich bemüht, so normal wie irgend möglich zu sein, das Leben mit seinem Vater, das Erleben der Vorbereitungen und Nachbereitungen der Taten seines Vaters haben ihm ein anderes Aufwachsen beschert, als anderen Kindern. Er weiß genau, worauf es ankommt, um einen Mord perfekt auszuführen, keine Fehler zu machen, was zu beachten ist. Und so denkt er. Fühlt er. Weiß er einfach Bescheid. Und er bemüht sich, dem Verlangen, das sein Vater in ihn gepflanzt hat, nicht nachzugeben. Im Gegenteil, er will der Polizei behilflich sein, einen Killer zu fassen der derzeit scheinbar die Taten seines Vaters im beschaulichen Lobo´s Nod wieder aufleben lassen will. Und Jazz stellt sich manchmal zwar nicht immer geschickt an, aber er scheint dem Mörder immer und immer näher zu kommen, was aber auch eine Gefahr darstellen könnte. Nicht nur für ihn, sondern auch für das Leben seiner besten Freunde.

    Meine Meinung:

    Gelungener Auftakt

    Ich war überrascht, als mir dieses Buch ins Haus flatterte, allein schon die Verpackung, offenbar blutverschmiert und auch das Cover… Nun, alles haargenau mein Beuteschema. Das ließ doch alles darauf hoffen, dass mich hier eine Story erwartete, die mich packen will. Und ja, streckenweise hat sie mich auch gepackt. Die Figur von Jazz ist einfach liebenswert. Manchmal leicht verstörend, weil er beim Anblick einer Leiche nicht erschauert, weil er Angst bekommt oder ihn das Grauen erfasst, sondern eher, weil er schon gedanklich dabei ist zu rekonstruieren, was passiert ist oder was jetzt passieren könnte, wenn er der Mörder wäre… Nun, eigentlich ist Jazz ein armer Junge, der bei einem brutalen Serienmörder aufwachsen musste, der ihm vermittelt hat, dass die unterschiedlichen Arten des Tötens etwas ganz natürliches sind, wie etwa Milch kochen und da wundert es nicht, wenn er jetzt so denkt.

    Aber in ihm steckt eben auch dieser normale Teenager. Und als solcher hat er Freunde. Sogar die besten, die er sich wünschen kann. Auch wenn sein bester Freund Howie ein Bluter ist, mit dem sonst eigentlich niemand etwas zu tun haben will und der auch schon mal eine merkwürdige Art Humor besitzt, so gehen die beiden doch durch dick und dünn. Und als dritte im Bunde ist da noch Connie zu nennen, seine Freundin, die auch schon viel ertragen hat und die ihn eigentlich liebt, doch wie lange wird sie es noch mitmachen, dieses teilweise gruselige Gebaren von Jazz?

    Und vor allem stellt sich die Frage, werden alle überleben? Und wer steckt hinter den Morden, die bis auf ein Detail den Morden von Jazz´ Vater bis ins kleinste gleichen? Man fragt es sich beim Lesen und ich finde, damit ist der Auftrag dieses Buches doch schon erfüllt. Es ist immerhin der Auftakt zu einer Serie, da muss der Autor ja auch erst mal anfüttern und dann vielleicht ja im nächsten Band zum großen Schlag ausholen. Ich würde mich freuen, ich mag den Stil, der leicht und locker lesbar ist und die Figuren jetzt schon sehr!

    Ja, auch hier gibt es wieder ein paar unappetitliche Details, es ist schließlich ein Thriller, kein Kinderbuch! Und wenn man sich vor Augen führt, dass ein 17jähriger gleichmütig an blutige Messer denkt, wie man sie am besten wirklich sauber bekommt, als würde er übers Frühstück nachdenken, dann ist doch klar, dass es nichts für zartbesaitete Gemüter ist, oder?

    Fazit:

    Ein lockerer Auftakt zu einer Reihe, wie sie Thrillerfans gefallen dürfte, wenn der Autor so weitermacht, wie er hier begonnen hat! Deswegen gibt es für mir 4 von 5 Nilpferden in der Hoffnung, dass einer der nachfolgenden Bände eine Steigerung darstellt!

    Danke an Blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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    HappiestGirls avatar
    HappiestGirlvor 4 Jahren
    Menschen zählen, Menschen sind echt

    Was würdest Du tun, wenn Du der beste Schüler eines Serienkillers
    wärst?
    Was würdest Du tun, wenn dieser Serienkiller Dein Vater wäre?
    Was würdest Du tun, wenn Du einen Schauplatz beobachtest, an
    dem eine Leiche gefunden wird, und alles danach aussieht, daß
    Dein Vater wieder zugeschlagen hat, Du aber genau weißt, dass er
    seit Jahren in einem Hochsicherheitstrackt sitzt?
    So geht es dem 17jährigen Jasper, der eines Tages aus einem
    Gebüsch heraus die Arbeit der Polizei beobachtet. Dem Opfer
    fehlen einige Finger, die der Täter als Trophäe mitnimmt, bis auf
    einen. Den lässt er am Tatort zurück.
    Da Jasper klar ist, dass alle Welt ihn für den Täter halten wird (denn der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm), setzt er alles daran, um der Polizei bei ihrer Ermittlung zu helfen.
    Ist es „nur“ ein Nachahmer oder ist sein Vater aus dem Gefängnis geflohen? Kann er den Täter stoppen? Denn Jasper kann sich Dank seinem Vater mehr in die Materie einfügen, als ihm lieb ist.....

    Meine Meinung:
    Also Jasper ist ein tougher 17jähriger, der einen besten Freund hat, der ihn trotz seiner Vergangenheit und seines Vaters, nicht von der Seite weicht und mit ihm durch Dick und Dünn geht-. Ebenso wie seine Freundin Connie, die ihm trotz aller Widerstände nicht von der Seite weicht und zu ihm steht. Er kämpft gegen sein Wissen, welches er ungewollt durch seinen Vater erlangt hat. Und manchmal hat man das Gefühl, dass er sich selbst nicht mehr über den Weg traut. Die Zweifel, so zu enden, wie sein Vater, wiegen schwer.
    Man spürt die Zerrissenheit, die Jasper begleitet. Er steht für das Gute und dennoch überkommt ihn immer wieder ein harter Kampf mit sich selbst, nicht auf die schlechte Seite gezogen zu werden.
    Und dann ist da noch seine Gramma, die er tagtäglich pflegt, sie mit Essen versorgt. Er liebt sie über alles, und dennoch würde er sich ihrer am liebsten entledigen.
    Ein ungeheueres Szenario, welches Barry Lyga hier gelungen ist. Man klebt an den Seiten, um zu erfahren, ob Jasper dem Bösen (in sich) widerstehen kann. Ist er seinem Vater doch ähnlicher als er selbst glaubt, bzw. sich schön redet? Immer wieder holt er sich auf die gute Seite zurück, denn Menschen zählen, Menschen sind echt. Über sie darf man nicht so einfach bestimmen.....
    Und am Ende stellt sich die Frage: würdest Du töten, wenn es die Umstände von Dir „verlangen“?

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    D-Rogues avatar
    D-Roguevor 5 Jahren
    Jugendthriller vom feinsten!

    Dammisch, ich hab keine Ahnung, warum ich so lange gewartet habe, das in die Hand zu nehmen! Wahrscheinlich, weil ich noch nicht wieder in einem Thriller-Fieber war, also danke, danke, danke an die Grinsemietz und ihre Challenge! Sobald ich es dann einmal angefangen hatte, war es auch ganz schwer wieder wegzulegen.

    Als ich damals davon gehört habe, fand ich erstmal die Prämisse sehr interessant: der Vater als berühmter Serienmörder. Na aber hallo, da kann man doch so einiges draus machen. Und Jasper ist wirklich kein schlechter Charakter geworden, sehr zwiegespalten und manchmal verwirrend, und da wir so nah an seinem inneren Kampf teilhaben, auch sehr sympatisch. Aber -- wer mich kennt, weiß schon, was jetzt kommt -- natürlich waren die Nebencharaktere genauso Gold wert, und zwar pures Gold!
    Jaspers bester Freund war eigentlich ein Schwächling und ein bisschen ein Nerd, er hat mich ziemlich an Simon von den Chroniken der Unterwelt erinnert. Sowas ist super als bester Freund, ich muss über solche Typen immer lachen, so unangemessen ihre Witze in den Situationen vielleicht auch sein mögen. Mein Mann ist auch so ein Typ und ich kann einfach nicht anders, er kann das bestätigen.
    Und dann war da noch Connie, Jaspers feste Freundin, die quasi das Gold am Ende des Regenbogens ist. Erstmal war sie schwarz, was ich deshalb anmerke, weil ich glaube sonst noch nicht über ein gemischtes Pärchen gestolpert bin, besonders nicht im Bereich Jugendliteratur. Und dann hatte sie eine ganz eigene Weltanschauung, die zwar logisch/rational und bodenständig war, dabei Gefühle aber nicht komplett unter den Tisch kehrte -- womit sie mich sehr an mich selbst erinnert. Ehrlich, sie hat einige krasse Dinge blicken lassen, die ich so auch gesagt/getan und vor allem so begründet hätte. Ich habe ab jetzt also offiziell mein eigenes Buch-Ich
    Natürlich gab es da auch noch ein paar andere. Die Ermittlerfraktion, z.B. G.William hat die Normalität schlechthin in dieser Geschichte verkörpert, ohne dabei eine blasse Figur zu machen. Ich habe aber dennoch eher eine neutrale Einstellung zu ihm, so ganz geglänzt hat er meinen Augen noch nicht. Und Erickson, den Jazz mit in Verdacht hatte, hatte ich ziemlich schnell wieder aus dem Raster gestrichen, weil viel zu offensichtlich. Aber er ist mit dennoch unglaublich unsympatisch, aber ich kann mir irgendwie vorstellen, dass er sich noch mausern und zu einem wahren Verbündeten für Jazz und Co. werden könnte.
    Und natürlich die Kehrseite der Medallie -- die Star-Psychos. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie krank manche Leute (ja tatsächlich) sind, und mit Jaspers noch tieferem Einblick... *schauer* Da ich nicht so viele Krimis & Thriller zum Vergleich lese, kann ich gar nichts groß weiter dazu sagen, außer dass sie mir auf jeden Fall durchgeknallt, brutal und gruselig genug waren. Jaspers geisteskranke Oma übrigens auch. Ich habe keine Ahnung, warum er sich so an sie klammert, bei mir ist sie jedenfalls auf der Liste der Bösen gelandet.

    Was die Geschichte und ihren Verlauf anging, war ich auch positiv überrascht. Dass Jazz als "Junge des Killers" quasi der gefürchtete und gemiede war, war von vorn herein klar, aber normalerweise geht man ja davon aus, dass die Allgemeinheit einfach einen Knall hat, zu abergläubisch und viel zu einfach zu manipulieren ist. Wenn man aber einen Blick in Jaspers Kopf geworfen hat, sind ihre Reakionen schon irgendwie verständlicher... aber für meinen Sinn immer noch übertrieben, logisch. Denn was es da so alles zu lesen gab... wow. An einem gewissen Punkt war ich sogar etwas geknickt, dass es nicht noch mehr davon gab, aber sonst gäbe es ja gar keine Geheimnisse für die Fortsetzung mehr.
    Ansonsten fand ich die Storyline des Impressionisten ganz interessant, vor allem, da schnell klar wird, dass er nicht irgendein Trittbrettfahrer ist, sondern das nach Schüler-Lehrer-Anweisungen abzieht (keine Panik, damit habe ich noch keinen spannenden Wendepunkt verraten). Was den Schluss angeht, habe ich etwas eher geschnallt, wer denn der Impressionist tatsächlich ist und mir ordentlich an den Kopf gegriffen, dass es Jazz nicht gleich geschossen ist, aber der Junge stand ja so unter Strom, dass nicht alle Synapsen 100% funzen müssen -- hat ihm aber sicherlich eine Lektion erteilt.
    Und dann die letzten Epilog-Kapitel, da hab ich nochmal scharf die Luft eingezogen! Der Leser bekommt da noch ein entscheidendes Detail zugespielt, was für die Fortsetzung sehr wahrscheinlich eine immense Rolle spielt -- und dann fällt direkt der Vorhang! Ich hab direkt geschaut, ob Blanvalet schon ein Titel/Datum für die Forsetzung festgesetzt hat. Zu meinem Glück ist der Nachfolger Blut von meinem Blut (was im englischen der Titel des dritten Buches ist, was mich von Berufswegen natürlich total irritiert, aber seis drum) vor ein paar Tagen, am 14. Feburar, erschienen ist. Hab ihn direkt wieder als Geburtstagsgeschenk für meine bessere Hälfte bestellt (ja, diesen hier gabs letztes Jahr ^^), werd ihn also hoffentlich zeitnah noch aufsaugen können, bevor die lange Wartezeit für Band 3 anbricht...

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    dicketillas avatar
    dicketillavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe lange kein mehr so spannendes, geniales und verstörendes Buch gelesen.
    Nicht einmal ich weiß, dass ich nicht töten werde

    Er hatte während seiner gesamten Kindheit immer nach den Anweisungen seines Vaters gehandelt.
    Jasper Francis Dent, genannt Jazz , Sohn eines Serienmörders.
    Sein Vater befand sich seid vier Jahren im Gefängnis.
    Seine Mordlust blieb jahrelang unentdeckt, 124 Tote,
    und ausgerechnet in seinem Heimatort Lobo`s Nod, wurde er vom Sheriff überführt.
    G.William, der sich seitdem um den jetzt 17 jährigen Jazz kümmert,
    der allein mit seiner jähzornigen Großmutter lebte,
    mit den gleichen kalten Augen seines Vaters.
    Die gute Sache in seinem Leben war seine Mutter,
    die aber plötzlich verschwand als er acht Jahre alt war.
    Jazz beobachtete wie eine weibliche Leiche gefunden wird, und er denkt wie der Mörder dachte.
    Sein Vater hatte ihn bereits schon früh in die Kunst der Beseitigung von Spuren eingeführt,
    mit dem Ziel seinen Sohn als seinen Nachfolger zu formen, perfekt zu machen.
    Er musste früh die Throphäen des Vaters verwalten, Tötung des eigenen Hundes miterleben.

    Jazz ist der Erste, der an einen Serienmörder glaubt, und er sollte Recht behalten.
    Doch dieser kopiert die Morde seines Vaters , und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt,
    der auch für Jazz nicht ungefährlich ist.
    Ihm zur Seite steht sein einziger Freund Howie, der an einer Bluterkrankheit leidet,
    und seine farbige Freundin Conni.
    Voller Misstrauen wird er im Ort der Sohn des Serienmörders genannt.

    Jazz wird ständig in die Gedankenwelt seines Vaters versetzt.
    Wie ein Geschwür gräbt er sich in seinen Kopf.
    Er nimmt seine Anweisungen und Hinweise entgegen, und fragt sich, ob er nicht doch zu dem
    wird, zu dem ihm sein Vater erschuf.
    Zu sehr wurde ihm beigebracht,
    dass nur das eigene Leben zählt, und das der anderen unbedeutend sei.
    Alpträume quälen ihn, lassen ihn zweifeln, ob er nicht selbst schon mit dem Messer tötete.

    Zwischen den einzelnen Kapiteln lernt der Leser den Impressionisten,
    wie der Serienkiller sich nennt, kennen.
    Scheinbar immer einen Schritt voraus, und Jazz im Auge behaltend.

    Ich habe lange kein mehr so spannendes, geniales und verstörendes Buch gelesen.
    Der Autor hat eine sehr originelle Art des Erzählens gewählt,
    die Horror, Entsetzen, Erschrecken und auch Verzweiflung erzeugt.
    Schon allein die Schilderungen, wie Jazz aufwuchs, lassen uns erschauern.
    ein Kind das zerstückeln, beseitigen einer Leiche als normal empfindet.
    Und dennoch werden keine bizarren Bilder erschaffen, der Autor weist hin,
    uns Lesern das Kopfkino entstehen lässt.
    Die Spannung bleibt bis zum Schluss bestehen,
    lässt jedoch am Ende einem gemeinen Chliffhanger zurück.

    Auch wenn er Dich töten könnte, lies dieses Buch, und sei Dir niemals sicher !

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 5 Jahren
    1. Band der Jasper-Dent-Reihe

    Der 17-jährige Jasper "Jazz" Francis Dent ist auf den ersten Blick ein ganz  normaler Teenager - allerdings wirklich nur auf den ersten Blick, denn Jazz ist der Sohn von William Cornelius "Billy" Dent, dem berüchtigtsten Serienmörder aller Zeiten der USA. Vor vier Jahren gelang Sheriff G. William Tanner das fast unmöglich: Nachdem Billy zwei Morde in Lobo´s Nod begangen hat, seinem Heimatort, konnte Tanner Billy endlich überführen. Seitdem lebt Jazz bei seiner verrückten Großmutter, der Mutter von Billy. Seine Mutter "verschwand" einfach eines Tages.


    Jazz lebt immer noch in Lobo´s Nod und an einem Sonntagmorgen beobachtet er ein Ermittlerteam am Fundort einer Leiche. Durch seinen Polizeifunk-Scanner erfuhr er von dem Leichenfund und machte sich umgehend auf den Weg dorthin. Denn auch wenn Jazz aussieht wie ein normaler Teenager und sich bemüht, wie einer aufzutreten, ist er dennoch durch Erziehung / Vererbung / Prägung auf "Serienmörder" programmiert. Er denkt nicht wie ein "normaler" Teenager, sondern immer aus dem Blickwinkel eines Mörders, sodass er sich natürlich solch einen Leichenfund nicht entgehen lassen kann. Schon am Fundort wird Jazz klar, dass dieser Leichenfund in Lobo´s Nod kein Zufall sein kann, denn genauso hat sein Vater vor vielen Jahren ebenfalls eines seiner Opfer zurück gelassen. Bei diesem Opfer fehlen lediglich zusätzlich noch Finger.


    Jazz, der niemals so werden will wie sein Vater, beschließt, der Polizei bzw. Tanner seine Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens anzubieten, denn Jazz weiß einfach, wie Serienmörder ticken. Tanner lehnt natürlich die Hilfe des Jugendlichen ab, sodass sich Jazz förmlich gezwungen sieht, selbst zu ermitteln. Ihm zur Seite steht ihm sein einziger Freund Howie, ein Bluter, dem er als Kind einmal in einer Notsituation geholfen hat. Seitdem sind die Beiden unzertrennlich, daran konnte auch Connie, die Freundin von Jazz nichts ändern und wollte es auch nicht. Auch als Jazz und Howie beim Einbruch ins örtliche Leichenschauhaus erwischt werden, ist Jazz nicht bereit, seine Ermittlungen einzustellen. Als eine weitere Leiche auftaucht, wird Jazz schnell klar, dass es sich hierbei um einen Nachahmungstäter handelt, der die ersten Morde seines Vaters nachstellt. Zwar kommt Jazz dem Täter immer näher, doch dieser ist weiterhin auf der Jagd und hat seine nächsten Opfer schon im Visier ...



    Der 1. Band der Jasper-Dent-Reihe! Der Plot wurde realistisch und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor die Geschichte in einer Kleinstadt angesiedelt hat, in der vor vier Jahren bereits ein Serienkiller gestellt werden konnte bzw. dass die Geschichte zu einem Großteil auf den Ereignissen um diesen damaligen Serienmörder beruht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch verarbeitet, wobei mir hier die Figur des Jazz ganz besonders ans Herz gewachsen ist, da dieser wirklich gewillt ist, alles nur Erdenkliche zu tun, um nicht so zu werden, wie sein Vater bzw. es seine Umwelt mehr oder weniger von ihm erwartet. Besonders gut fand ich seinen emotionalen Zwiespalt zwischen dem, was er sein will (ein normaler Teenager) und dem was er ist (ein Killer, der noch nicht getötet hat) dargestellt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und durchaus packend zu lesen, wobei ich mir an machen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht hätte. Nichts desto trotz bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung "Blut von meinem Blut".

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Gut das es kein Einzelband ist...

    Es ist ein tolles Buch, dass mich wirklich fasziniert hat.
    Die Hauptfigur ist spannend und interessant gehalten. Auch gibt es Geheimnisse und Rätsel, welche zwar für die Storyline eher unwesentlich sind, aber die gesamte Geschichte vieschichtiger und spannender macht.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Wenn der Vater ein Serienmörder ist...

    Der 17-jährige Jasper "Jazz", die Hauptfigur des Romans, musste sich von frühester Kindheit an die grauenhaften Beschreibungen der vom Vater begangenen 124 Morde anhören. Der Vater ist inzwischen zu vielfach lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt worden und verbüßt die Strafe gerade. Jasper selbst ist durch des Vaters Erzählungen zu einem Experten in puncto Serienmörder geworden. So erkennt er vor den ermittelnden Behörden, dass die neuen Morde in der kleinen Stadt einen solchen Killer zuzuschreiben sind. Der Tatverdacht fällt aber recht schnell auf Jazz, frei nach dem Motto: Wie der Vater so der Sohn. Weil er kein Gehör findet, ermittelt Jasper auf eigene Faust.

    Der 17-jährige Jasper Dent ist eine interessante Figur. Seine Ängste, zu werden wie der Vater, seine Selbstzweifel, seine innere Zerrissenheit wurden gut dargestellt, trotzdem blieb er für mich ein wenig konturlos und eindimensional. Eine Entwicklung des Jungen, der selbst gern lügt und manipuliert, konnte ich nicht erkennen.

    Der Sprachstil ist sehr einfach, somit ist der Thriller leicht und schnell gelesen. Aufgrund der anglizismenlastigen Sprache passt der Roman gut zum jugendlichen Alter des Protagonisten, was aber zur Folge hat, das dieser Thriller stellenweise auch wie ein Jugendbuch wirkt. Das steht jedoch im auffallenden Widerspruch zum Inhalt des Thrillers.

    Im Laufe der Handlung kommt es dann zur Zusammenarbeit der Polizei mit Jazz, dieser Part erschien mir nicht glaubwürdig, ebenso wie die Szenen mit der Mitarbeiterin des Jugendamtes. So muteten große Teile des Thrillers für meinen Geschmack sehr überzogen an.
    Der Klappentext war vielversprechend, die hinter dem Thriller stehende Idee stimmte mich hoffnungsvoll, wirklich spannungsgeladene Lesestunden vor mir zu haben. Leider habe ich dieses Buch von der ersten Seite an mit sehr großer Distanz gelesen, durchgehend fehlte es mir an Spannung, auch am Ende kam diese nicht bei mir auf. Vielleicht waren auch einfach meine Erwartungen wegen des Vergleichs mit "Das Schweigen der Lämmer" zu hoch. Solche Vergleiche hinken immer, dieser war an den Haaren herbeigezogen.

    "Ich soll nicht töten" ist sicher kein schlechter Roman, lediglich meinem Geschmack und meinem persönlichen Anspruch an spannende Literatur hat er nicht entsprochen.

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