Im 22. Jahrhundert stehen einem Studenten der Geschichte ganz andere Hilfsmittel zur Verfügung als heute.
Mit Elektroden im Gehirn steht er in direkter Verbindung mit einem Computer, der ihm Szenen der Vergangenheit simuliert. Zeit: das Jahr 2116. Aufgabe: eine Rekonstruktion der Ermordung John. F. Kennedys am 22. November 1963 in Dallas, inszeniert mit dem Lumpenproletariat des verfallenden New York im Jahre 2016. Für den Prüfling wird der Ausflug in die Vergangenheit zum Horror-Trip. Er taucht in ein Kaleidoskop der Gewalt und der Ausweglosigkeit, ist selbst Kennedy in Dallas, ist Malcolm X und Martin Luther King, ist Killer und Opfer zugleich, erleidet immer wieder die schreckliche Todeswunde.
Ich weiß nicht was mir dieses Buch sagen will. Ist es politisch und prangert die Unterdückung von Miderheiten an, dazu ist es zu vage und spielt vergeblich mit den SF Elementen.
Auch die Charaktere sind nicht ausgeprägt und die SF Elemente dienen wohl nur als Staffage.
Rezension zu "Die Zerstörung Des Tempels," von Barry N., Malzberg


