Barry Napier Die Nester: Endzeit-Thriller

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Inhaltsangabe zu „Die Nester: Endzeit-Thriller“ von Barry Napier

Die Ungeheuer kamen aus dem Nichts. Wir hatten keine Ahnung, woher. Auch dann nicht, als wir sie mit Nuklearsprengköpfen beschossen. Sie waren riesig und töteten einen Großteil der Bevölkerung, der Rest starb durch die Bomben oder den Fallout. Die wenigen, die überlebt hatten, zogen durchs Land, auf der Suche nach Vorräten und anderen Überlebenden. Dann entdeckten wir die Nester. Sie lagen in der Landschaft wie herabgesunkene Gewitterwolken, von den Monstern zurückgelassen. Doch irgendetwas lebte darin … Kendra und Eric müssen sich mit anderen Problemen herumschlagen, als sie sich auf die Suche nach einer der mysteriösen Sicherheitszonen begeben. Sie haben ein Baby bei sich, und hinter jeder Ecke lauert die Gewalt. Die Nester stellen für sie kein Problem dar - so lange, bis man sie zwingt, eines zu betreten. Darin lauern nur Tod und Wahnsinn - und wer überleben will, muss sich anpassen …
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  • Beklemmend und düster

    Die Nester: Endzeit-Thriller
    chuma

    chuma

    14. June 2015 um 18:00

    Worum geht's? Sie kamen scheinbar aus dem Nichts und hinterließen eine verwüstete Welt. Das, was nicht durch die Wesen selbst zerstört wurde, vernichteten die Atombomben, die man im verzweifelten Kampf gegen sie einsetzte. Was bleibt ist eine trostlose, graue Welt – 80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung sind ausgelöscht, die verbliebenen 20 Prozent ziehen plündernd durchs Land oder verstecken sich. Eric, Kendra und ihr Baby gehören zu Letzteren, sie haben sich in einem verlassenen Haus verschanzt und stellen sich jeden Tag auf´s Neue dem Überlebenskampf. Doch eines Tages tauchen zwei Fremde auf und sie erfahren von den Sicherheitszonen. Kendra und Eric fassen den Beschluss ihre Zuflucht zu verlassen, um eine dieser Zonen zu finden. Auf dem Weg drohen ungeahnte Gefahren und nicht alle sind menschlicher Natur, denn es gibt schwarze, gewitterwolkengleiche Nester der Wesen – in ihnen ist Nichts als Dunkelheit, Kälte und Wahnsinn. Leseeindruck: In knapp 170 Seiten gelingt es Barry Napier ein düsteres und faszinierendes Szenario zu schildern, das mich vom ersten Kapitel an in seinen Bann ziehen konnte. Der Schreibstil ist klar und fesselnd, es gibt keine Verschnörkelungen und doch hat er einen besonderen, eingehenden Stil. Napier benutzt eine durchaus einfache aber bildhafte Sprache, die mir sehr gefallen hat. "Die Bäume am Straßenrand wirkten fremdartig, wie das verdrehte Gebälk bizarrer Gebäude." "... die Straßen so tot wie die Welt, durch die sie führten. Über uns lastete immer noch der schiefergraue Himmel, und wie wir so durch das offene Terrain liefen, konnte man sich gut vorstellen, dass er zu Asche werden und als vergifteter Schnee auf uns herabfallen könnte." Die Geschichte wird geradlinig aus Erics Sicht erzählt. Es gibt nur einen Handlungsstrang, der lediglich durch einige Erinnerungen Erics kurzzeitig in die Vergangenheit führt. So wird teilweise das Geschehene reflektiert oder erklärt. Seine Charaktere führt Napier ohne großartige Umschreibungen ein, lediglich über Kendra und Eric erfährt man nach und nach mehr und erhält so einen tieferen Einblick in ihr Gefühlsleben und ihre Gedanken. Diese beiden Figuren, ihr Weg durch die trostlose, zerstörte Welt, ihre Hoffnungen und Ängste und natürlich ihr Zusammenspiel im Hinblick auf das Baby bilden den Kern der Geschichte. Es gibt natürlich auch Action- und Horrorszenen, dennoch sind sie nicht kennzeichnend für dieses Buch. Vielmehr lebt die Geschichte von der Beklommenheit und Düsternis, die wir gemeinsam mit Eric und Kendra erfahren. Bei anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass es Kritik an der "vernachlässigten Vorgeschichte" gab, doch mir persönlich hat genau das gefallen. Das, was erwähnt wird, ist zwar oft nur angedeutet, vieles wird vermutet aber genau so passt es zur gesamten Geschichte. Für mich war das der zusätzliche Horror in diesem Buch. Es war authentisch, weil der Leser sich so noch besser in die Protagonisten hineinversetzen konnte, denn weder Eric, noch Kendra wissen, was genau mit ihrer Welt passiert ist, sie können lediglich spekulieren und Mutmaßungen anstellen. Fazit: "Die Nester" ist eine kurze, spannende aber auch intensive Geschichte, die schnörkellos aber dennoch bildhaft erzählt wird und so seine beklemmende und düstere Wirkung voll entfalten kann. Ein gelungenes Lesevergnügen, das Lust auf mehr macht und von mir deshalb 4,5 von 5 Sternen bekommt.

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