Barry Sloan Pilgern auf Irisch

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Inhaltsangabe zu „Pilgern auf Irisch“ von Barry Sloan

Per Anhalter durch Europa, von Bangor in Nordirland nach Bobbio in Italien, auf den Spuren eines keltischen Mönchs, der vor 1400 Jahre lebte - Barry Sloan ist unterwegs durch die Länder, die der Heilige Columban vor so langer Zeit bereiste, um Europa zu missionieren. Dabei schreibt der Nordire, der seit mehr als 15 Jahren in Deutschland lebt, seine Erlebnisse auf: Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen, erhebende und peinliche Momente, friedvolle Natur und trostloser Asphalt. Und immer wieder gerät er auf seinem Weg ins Nachdenken über Gott, über die Men schen, die Gott gebraucht - ob im 7. oder 21. Jahrhundert -, und über seinen eigenen Glauben. Ein ehrliches und mit viel Humor erzähltes Reisetagebuch von einem Wanderer zwischen den Kulturen.

Sehr unterhaltsam, lustig & locker geschrieben. Regt zum Nachdenken an und informiert nebenbei über die keltische Spiritualität.

— grinslaus
grinslaus

Auf den Spuren des Columban - einem irischen Mönch aus dem 7. Jh. - und eine informatives, spannendes und humorvolles (Mit-) Pilgern :)

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Ein fesselndes Reisetagebuch, voller Weisheit und Humor!

— SteffiFee
SteffiFee

Die Pilgerfahrt eines protestantischen Pfarrers auf den Spuren der großen irischen Missionare.

— Ormeniel
Ormeniel

Der totale Lesespass bei dem ich viel gelernt und gelacht habe.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Lesend auf Pilgerreise mit einem Pastor gehen - das ist äußerst interessant und unterhaltsam! :-)

— TinaHerr
TinaHerr

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  • Auf Pilgerreise mit Barry Sloan - gewürzt mit irischem Humor - sehr lesenswert!

    Pilgern auf Irisch
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    "Pilgern auf Irisch" erschien im neukirchener Verlag in der 2. Auflage 2015 in Form eines sehr schönen Covers (in HC-Version) mit dem Untertitel "Ein Roadtrip auf den Spuren des St. Columban" - und obgleich es sich um religiöse Themen handelt, der Autor folgt der Route des irischen Wandermönchs Columban (6. Jh.) von Bangor/Ireland bis nach Bobbio/Italien - ist der Weg mit irischem Humor gewürzt, keinesfalls staubtrocken - sondern zuweilen sogar feucht-fröhlich ;) Der Leser erfährt vieles Wissenswerte über die Kirchengeschichte, ein Abriss bzw. ein Hintergrundwissen zu Britannien, Irland, der römischen Besetzung und über Patricius (Patrick), der Irland Mitte des 5. Jh. evangelisierte.Das "Pilgern auf Irisch" gleicht der Fähre "Oscar Wilde", mit dem der Autor nach Nordfrankreich übersetzt: Es hat Tiefe und Wellengang!Der Autor nimmt den Leser mit auf seine nicht immer unbeschwerliche Pilgerreise, wobei er einen humoristischen Sprachstil (vielleicht sogar Wesensart?) sein Eigen nennen kann, so dass es eine große Freude ist, ihn auf seinem Weg zu begleiten.Sehr interessant fand ich z.B. die Unterschiede zwischen keltischen Klosteranlagen und deren Offenheit und den eher "abgeschirmten" Abteien der katholischen Klöster im 6. Jh und den folgenden: Luxeuil-les Bains war die Wiege der keltisch-christlichen Klöster, die Columban im heutigen Europa schuf und der Leser erhält historische Einblicke in die Zeit des Columban und der Kirchengeschichte, die von Korruption und Sittenlosigkeit gezeichnet war "Bekenntnisse sind wichtig, aber Taten sind es auch" (Zitat S. 119) Letztere zeichneten die Arbeit Columbans und seiner Mönche aus. Zum Unterschied der römisch-katholischen Klöster zu dieser Zeit lehrten die keltischen Klöster (als Ausbildungsstätten) drei Dinge: Heiligkeit, Bildung und handwerkliche Fähigkeiten. Die gelehrten und sehr gebildeten Mönche gaben also ihr Wissen gezielt weiter - heute würden sie (wie ich) in der Weiterbildungsbranche arbeiten, deren zahlreiche Aufgaben sich die ev. Kirche ja auch heutzutage noch zuschreibt und wichtige Grundlagen für selbstbestimmtes Leben damit schafft. Dieser Fakt, dass es praktisch bereits zu Zeiten Columbans solche Bestrebungen gab, fand ich mehr als positiv. Barry Sloan vergleicht seine Reise, auf der er ja den Spuren Columbans nachwandelt (und dabei teils lustige Erfahrungen macht, z.B. als Couchsurfer in der Schweiz), oftmals mit dem irischen Mönch, der sicher längere Zeit benötigte und anderen Gefahren ausgesetzt war.... Die Geschichte von St. Gallen fand ich sehr interessant und wie Columban steht auch der Autor Barry Sloan für Offenheit: So nimmt er ungewollt an einer katholischen Messe teil - und ist angenehm überrascht - ganz im Geiste Columbans eben ;) Sehr kluge und kritische Gedanken des Autors kann man zur "Generation iPod ("me, myself, I) lesen, denen ich mich nur anschließen kann - jedoch wende ich ein, dass weder der Autor noch ich im 'digitalen Zeitalter' geboren wurden - und dieses vermutlich noch viel mehr die Welt (die analoge zumindest) weiterhin verändern wird... Die Stationen seiner Reise, die kurzen "Reisebegleiter", Weggefährten, wenn er als Tramper Autos anhält oder auch mit dem Zug bis nach Bobbio fährt - sind allesamt sehr humorvoll zu lesen: Die letzte Ruhestätte Columbans in Bobbio hebt er sich bis zur zum Aufbruch der Rückreise auf, wie man sich das beste Stück auf dem Teller "aufhebt" - und ist ergriffen, da am Ziel seiner Reise angekommen. Wir erfahren auch noch von der protestantischen Kindheit in Nordirland, seinem Vater, der UDA, der IRA und der Veränderung seiner Gedanken, als er älter wurde - und Theologie studierte. Die Gedanken zur Pilgerreise fasst Barry Sloan wie folgt zusammen - Aufbrechen (das kein Alter kennt) - Gutes bewirken (das ebenfalls nicht altersabhängig ist). Barry Sloan beabsichtigt, nach der Pilgerreise ebenfalls eine neue Aufgabe zu übernehmen, aufzubrechen und den sicheren "Wohlfühlbereich" zu verlassen; hauptsächlich sicher von seinem Glauben geleitet, aber auch (wie ich finde) als Teil seiner Persönlichkeit: Aufbrechen zu neuen Ufern, Nächstenliebe und das Gute unter die menschen zu bringen: Solche Menschen kann die Welt mehr denn je brauchen! Fazit: Ein wirklich ausgesprochen lesenswertes, humorvolles, interessantes und auch informatives "Reisetagebuch", in dem Barry Sloan den Leser in Gedanken mitreisen lässt: "Wir alle befinden uns auf einer Reise, auf der wir einander brauchen". (S. 202) Danke für diese Reise an den Autor und den Verlag; Sehr gerne vergebe ich 4,5 Sterne und 89° auf der Werteskala!

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    • 6
  • Leserunde zu "Pilgern auf Irisch" von Barry Sloan

    Pilgern auf Irisch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zum 1400. Jahrestag des Columban verlosen wir Bücher von "Pilgern auf Irisch" - eine Reise des Nordiren Barry Sloan auf den Spuren des Heiligen Columban. Per Anhalter durch Europa, von Bangor in Nordirland nach Bobbio in Italien, auf den Spuren des keltischen Mönchs, der vor 1400 Jahren lebte. Barry Sloan ist unterwegs durch die Länder, die der Heilige Columban vor so langer Zeit bereiste, um Europa zu missionieren. Auf seiner Reise schreibt der Nordire, der seit mehr als 15 Jahren in Deutschland lebt, seine Erlebnisse auf: Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen, erhebende und peinliche Momente, friedvolle Natur und trostloser Asphalt. Und immer wieder gerät der Autor auf seinem Weg ins Nachdenken über seinen eigenen Glauben, über Gott und über die Menschen, die Gott gebraucht - ob im 7. oder im 21. Jahrhundert. "Pilgern auf Irisch" - ein ehrliches und mit viel Humor erzähltes Reisetagebuch von einem Wanderer zwischen den Kulturen.

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    • 84
  • unterhaltsam und mit Tiefgang

    Pilgern auf Irisch
    irismaria

    irismaria

    23. December 2015 um 12:30

    Spätestens seit Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" erfreuen sich Pilgerberichte großer Beliebtheit und scheinbar entsprechen sie dem Wunsch vieler Menschen, sich auf einen Weg zu machen und dabei auch der eigenen Spiritualität nachzuspüren. Genau das hat sich der evangelische Pastor Barry Sloan für sein Sabbatjahr vorgenommen und in seinem Reisebericht "Pilgern auf Irisch" dokumentiert. Barry kommt aus Nordirland und pilgert auf den Spuren des heiligen Columban, der im 6. Jahrhundert in einer Gruppe Wandermönche und Missionare durch Europa reiste, von Irland durch Frankreich, die Schweiz bis nach Italien. Barry legt die Tour vor allem per Anhalter zurück und übernachtet bei Mitgliedern der Columbangesellschaft oder als Couchsurfer. So ist seine Tour geprägt durch viele zufällige Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen, die Barry unterhaltsam und humorvoll erzählt. Die Hauptstärke des Buches ist meiner Meinung nach aber die gute Beobachtungsgabe des Autors. Er kommt aus Nordirland, lebt in Deutschland und reist durch Europa. Dabei fallen ihm viele Eigenarten der jeweiligen Orte und Menschen auf und man schmunzelt beim Lesen oder wird nachdenklich. Auch die Erfahrungen mit unterschiedlichen Konfessionen, die Barry auf seiner Pilgerfahrt begegnen und seine religiösen Erlebnisse sind lesenswert.

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  • Lesenswerte Pilgerreise

    Pilgern auf Irisch
    SteffiFee

    SteffiFee

    19. December 2015 um 22:23

    Zum Inhalt: Barry Sloan kommt aus Nordirland und lebt seit 15 Jahren in Deutschland, wo er als Pastor tätig ist. Eines Tages begibt er sich auf auf eine Pilgerreise der besonderen Art um den Spuren irischer Mönche zu folgen, die im 6. Jahrhundert als Wandermönche und Missionare von Irland aus aufbrachen und als spirituelle Führer durch Europa zogen um den Menschen das Evangelium näher zu bringen. Unter ihnen war der heilige Columban von Luxueil, der unter anderem drei Kloster gegründet hatte und seine letzte Ruhestätte im Kloster in Bobbio fand. Die Pilgerstrecke führt den Autor von Irland über Frankreich, die Schweiz und Österreich bis nach Italien. Unterwegs lernt er viele interessante Menschen kennen und erfährt eine Menge über das Leben und Wirken des Columban. Im Vordergrund stehen auch immer wieder spirituelle und geistige Themen. Außerdem enthält das Buch etliche humorvolle Erzählungen. Meine Meinung: Mich hat das Buch interessiert, da ich ein großer Irland Fan bin und auch etwas über die Geschichte der Kelten erfahren wollte. Ich muss sagen, dass es wirklich ein Vergnügen war, Barry auf dieser Reise zu begleiten. Er hat all seine Erlebnisse sehr lebhaft und humorvoll erzählt und ich habe eine Menge über das Christentum in Europa gelernt. Viele Gedankengänge und Reflexionen des Autors zum Thema Glauben haben mich zum Nachdenken gebracht und es ist schön, dass er völlig unverkrampft und locker über alles redet. Er hat viele wunderbare Begegnungen mit hilfsbereiten Autofahrern gemacht und hat offene Gastfreundschaft kennengelernt. Besonders schön sind auch die Bilder mit eingefügten Kommentaren in der Mitte des Buches, so erhält man als Leser auch einen bildhaften Eindruck von der Reise. Fazit: Ein Buch, nicht nur für Gläubige, da es sehr interessant und aufschlussreich ist. Gut geeignet für Menschen die gerne humorvolle und geschichtliche Reiseberichte lesen.

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  • Pilgern auf Irisch - Äußerst unterhaltsam und dennoch lehrreich

    Pilgern auf Irisch
    Ormeniel

    Ormeniel

    09. December 2015 um 15:02

    Mich hat es sehr interessiert, etwas über die irischen Mönche zu erfahren, die Europa das Christentum gebracht haben. Genauso fand ich es spannend, jemanden auf einer Pilgerreise, wenn auch nur geistig, begleiten zu dürfen. Der Autor lebt schon längere Zeit als Ire in Deutschland. So kann er uns Deutschen auch oft den Spiegel vorhalten. Ebenso habe ich viel über den Nordirlandkonflikt, besser gesagt das was er mit den Menschen macht, gelernt. Als Theologe kennt er sich auch nicht nur mit den irischen Missionaren aus, sondern weiß auch um die Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen. Wobei er in beeindruckender Weise für die Einheit der Christen eintritt. Trotz des schwerwiegenden Inhalts kommt das Buch in einer sehr lockeren Erzählatmosphäre daher. Ich habe oft gelacht. Auch mit Barry mitgefiebert, wenn er mal wieder stundenlang an der Straße stand und nach einem Auto Ausschau hielt, was ihn mitnehmen konnte. Absolut offen geht er mit seinem Innenleben um. Diese Menschlichkeit ist bewunderungswürdig in einer Zeit, wo die meisten Leute nur danach trachten, sich im jeweils besten Licht zu präsentieren. Das Buch ist eine absolute Empfehlung für jeden, der etwas über das Wirken der irischen Missionare erfahren und Gottes Einladung annehmen möchte, sich auf den Weg zu machen. Gottes "Na und?" gilt für uns alle.

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