Barry Strauss

 4,6 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor*in von Die Geburt des römischen Kaiserreichs, Mord an Caesar und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Barry Strauss ist Professor für Alte Geschichte und Klassische Archäologie an der Cornell University (USA). Er ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet antiker Militärgeschichte und Bestsellerautor. Strauss erhielt den Journalistenpreis für Literatur und wurde zum Ehrenbürger von Salamis, Griechenland, ernannt. Seine Bücher wurden in 19 Sprachen übersetzt und von der Presse hoch gelobt, darunter »The Battle of Salamis«, »Masters of Command« oder »Die Iden des März« (wbg Theiss, 2017).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Mord an Caesar (ISBN: 9783534278329)

Mord an Caesar

 (2)
Neu erschienen am 26.03.2024 als Taschenbuch bei wbg Paperback in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg).

Alle Bücher von Barry Strauss

Cover des Buches Die Geburt des römischen Kaiserreichs (ISBN: 9783806245387)

Die Geburt des römischen Kaiserreichs

 (3)
Erschienen am 28.03.2023
Cover des Buches Der Trojanische Krieg (ISBN: 9783806221541)

Der Trojanische Krieg

 (2)
Erschienen am 01.02.2008
Cover des Buches Mord an Caesar (ISBN: 9783534278329)

Mord an Caesar

 (2)
Erschienen am 26.03.2024

Neue Rezensionen zu Barry Strauss

Cover des Buches Die Geburt des römischen Kaiserreichs (ISBN: 9783806245387)
Kristall86s avatar

Rezension zu "Die Geburt des römischen Kaiserreichs" von Barry Strauss

Ein neues Reich entsteht…
Kristall86vor einem Jahr

Klappentext:

„Es war eine der größten Seeschlachten der Antike und ein entscheidender Wendepunkt der antiken Geschichte. Mehr als 600 Schiffe, fast 200 000 Männer und eine Frau kämpften vor der griechischen Hafenstadt Actium um Caesars Erbe. Als Antonius sich in die ägyptische Herrscherin Kleopatra verliebte und Octavian in Rom offen gegen den Rivalen agitierte, zerbrach das Bündnis zwischen dem altgedienten General und dem jungen Adoptivsohn Caesars. Erneut brach ein Bürgerkrieg aus. Packend schildert Barry Strauss die Ereignisse dieses in seiner Bedeutung oft verkannten Krieges. Zahlenmäßig überlegen, nicht zuletzt der schlagkräftigen ägyptischen Flotte wegen, waren die Truppen von Antonius und Kleopatra. Doch es gelang Octavians genialem Feldherrn Agrippa, ihnen den Nachschubweg abzuschneiden. Am 2. September 31 v. Chr. kam es zur alles entscheidenden Schlacht. Der Sieg bei Actium ermöglichte es Octavian, der sich schon bald Augustus nannte, ein Reich aufzubauen, das fast 500 Jahre bestand.“


Gleich vorab: das Buch liest sich eher wie ein Krimi oder ein Geschichts-Thriller aber nicht wie ein reines Sachbuch! Autor Barry Strauss hat hier wirklich ein sehr gutes Händchen bewiesen dem Leser Geschichte verständlich und greifbar zu erklären. Das Buch ist in vier Kapitel aufgeteilt die sich chronologisch mit den großen Veränderungen und Geschehnissen der damaligen Zeit bestens befassen. Im Teil 1 erlesen wir die Zeit von 44-32 v. Chr. Im 2. Teil betrachten wir die Zeit von 32-31 v. Chr. und im Kapitel 3 eine kurze aber äußerst entscheidende Zeit von August bis 2. September 31 v. Chr. bis wir im 4. Teil die Zeit (September 31 bis Januar 27 v. Chr.) und somit die Geburtsstunde des Römischen Kaiserreiches erlesen. Strauss geht nicht nur auf kriegerische Handlungen ein sondern auch auf alle essentiellen Belange und Entwicklungen die daraus resultierten. Untermalt die das ganze mit einem farbigen Bilderteil.

Wie gesagt, man taucht als Leser hier völlig ab und erlebt eine Art Zeitreise der ganz besonderen intensiven Art. Für Geschichtsinteressierte ein absolutes Muss! 5 Sterne!

Cover des Buches Die Iden des März (ISBN: 9783806232660)
Linny1s avatar

Rezension zu "Die Iden des März" von Barry Strauss

Chronik eines historischen Ereignisses
Linny1vor 5 Jahren

Grundsätzlich geht es in dem Werk natürlich vor allem um den genauen Hergang des Mords an Caius Julius Caesar am 15. März 44 v. Chr. Dieser wird von der Vorbereitungsphase bis zu den weitreichenden Konsequenzen wie dem Bürgerkrieg, der darauf folgte, detailliert geschildert. Tatsächlich ist das Buch jedoch auch vollgepackt mit interessanten Informationen rund um eine Epoche, in der zahlreiche Weichen für die nachfolgenden Jahrtausende gestellt wurden. Zudem gelingt es dem Autor, die zutiefst menschlichen Beweggründe der Attentäter sowie der Mitwisser und  des Opfers herauszuarbeiten. Er nimmt sich Zeit, die Persönlichkeit von Caesar, Brutus, Octavian und der anderen Involvierten zu erklären, wodurch klar wird, dass hier keiner komplett böse, aber auch keiner völlig unschuldig war. Wer sich für das Ende der römischen Republik interessiert, wird dieses Buch bestimmt mögen.

Cover des Buches Der Trojanische Krieg (ISBN: 9783806221541)
wolfschwerdts avatar

Rezension zu "Der Trojanische Krieg" von Barry Strauss

Rezension zu "Der Trojanische Krieg" von Barry Strauss
wolfschwerdtvor 14 Jahren

In seinem Buch „Der Trojanische Krieg“ lässt Barry Strauss die Ebene von Troja wieder zum Schauplatz des von Homer besungenen archaischen Schlachtgetümmels werden. Es ist beileibe nicht das erste Buch, das sich mit der Frage beschäftigt, ob der trojanische Krieg tatsächlich stattgefunden hat.
Und Barry Strauss ist auch nicht der erste Autor, der am Ende seiner Ausführungen feststellen muss, dass Alles dafür spricht, dass die mykenischen Griechen Troja erobert und zerstört hatten, dass es aber eben keine endgültigen Beweise für den Wahrheitsgehalt der homerischen Dichtung gibt. Aber Strauss versucht gar nicht erst, die weitgehend bekannten archäologischen Erkenntnisse zu diesem Thema noch einmal aufzulisten. Strauss geht ein wenig anders als seine Vorgänger an die Geschichte heran und überprüft das homerische Epos auch anhand anderer schriftlicher Quellen und der Kenntnis über die Mentalität bronzezeitlicher Völker auf seine Plausibilität.
Archäologische Fakten werden in die Ausführungen eingeflochten, wenn es erforderlich ist. Und einen sehr guten und runden Überblick über die archäologische, historische und literarische Quellenlage bietet der Anhang „Bemerkungen zur alten Geschichte und zur Archäologie“.
Was bei dieser Art der Untersuchung herausgekommen ist: zunächst einmal ein unglaublich lebendiges Buch über den trojanischen Krieg. Die alten Heroen, die wir noch aus Gustav Schwabs Wiedergabe der Ilias kennen, Menelaos, Achilles, Hektor, Paris, stürmen über die trojanische Ebene, liefern sich heldenhafte Zweikämpfe, ziehen sich schmollend zurück, weinen um ihre Freunde und hecken ihre Kriegslisten aus.
Die Darstellungen von Strauss, natürlich moderner geschrieben, fesselnder und ungemein authentisch, sind weniger blutrünstig aber nicht weniger lebendig als bei Homer. Und das liegt mit Sicherheit daran, dass Strauss eben nicht nur die Ilias wiedergibt, sondern gleichzeitig den neuesten Forschungsstand über die Bronzezeit in dieser Region. Und das heißt auch: Hinter den griechischen und trojanischen Helden dürften sich real existierende Personen verborgen haben.
In die spannende Lektüre eines fesselnden historischen Romanes vertieft, erfährt der Leser, dass die Ilias, die er von Schwab kennt, gar nicht die Ilias Homers ist. Vielmehr ist die von Schwab festgehaltene Überlieferung ein Konglomerat des Werkes von Homer und anderer Epen über den trojanischen Krieg. Die berühmte Achillesferse existiert bei Homer ebenso wenig wie die Kassandrarufe. Und Homer liebte offensichtlich die Übertreibungen und hatte einen recht selektiven, verzerrten Blick auf das Geschehen. Die Ilias, so betont Strauss ist nicht die Geschichte des ganzen, angeblich zehn Jahre währenden, trojanischen Krieges. Sie behandelt nicht den typischen Ablauf, sondern das außergewöhnliche Geschehen.
Aber genau wegen dieser Übertreibungen, wegen der Art der „Berichterstattung“ ist die Ilias so authentisch. Dies weist Strauss sehr plausibel anhand korrespondierender Aufzeichungen der Hethiter und anderer Verbündeter Trojas zur Zeit des tatsächlich stattgefundenen trojanischen Krieges etwa um 1200 vor unserer Zeitrechnung nach.
Gerade unglaubwürdig erscheinende Schilderungen Homers dokumentieren nach neuesten Forschungen über die bronzezeitlichen Kulturen des vorderen Orients, dass Homer, der vermutlich rund 300 Jahre nach den Ereignissen lebte, sehr viel über die Zeit von der er in der Ilias berichtet, wusste.
Kriegstechnik, Waffen, Bräuche, Verstümmelung der feindlichen Leichen, Schreiwettkämpfe unter Königen in der Ratsversammlung, Weinen als Zeichen von Männlichkeit, all dies sind gut belegte Gegebenheiten des Lebens in der Bronzezeit. Vieles dessen, was bisher als übertrieben oder mythisch angesehen wurde, entspricht tatsächlich der Wahrheit, vieles, was als Wahr angenommen wurde, ist eher literarische Erfindung.
Berry Strauss hat es geschafft, die Wahrheit über den trojanischen Krieg sehr plausibel herauszuarbeiten und die Geschichte in vielerlei Hinsicht neu zu schreiben oder anders ausgedrückt, die neuen Erkenntnisse verschiedener Disziplinen plausibel miteinander verknüpft.
Die Überraschungen beginnen übrigens bereits im ersten Kapitel. Hier weist Strauss nach, dass der Raub Helenas wirklich der Anlass des trojanischen Krieges gewesen sein dürfte.

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