Barry Strauss Der Trojanische Krieg

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Inhaltsangabe zu „Der Trojanische Krieg“ von Barry Strauss

Der berühmte Trojanische Krieg - fand er wirklich statt? Was spricht dafür, was dagegen? Wo hat Homer in seiner Ilias Recht, wo übertreibt er maßlos und wo flunkert er eindeutig?

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  • Rezension zu "Der Trojanische Krieg" von Barry Strauss

    Der Trojanische Krieg

    wolfschwerdt

    18. May 2010 um 20:53

    In seinem Buch „Der Trojanische Krieg“ lässt Barry Strauss die Ebene von Troja wieder zum Schauplatz des von Homer besungenen archaischen Schlachtgetümmels werden. Es ist beileibe nicht das erste Buch, das sich mit der Frage beschäftigt, ob der trojanische Krieg tatsächlich stattgefunden hat. Und Barry Strauss ist auch nicht der erste Autor, der am Ende seiner Ausführungen feststellen muss, dass Alles dafür spricht, dass die mykenischen Griechen Troja erobert und zerstört hatten, dass es aber eben keine endgültigen Beweise für den Wahrheitsgehalt der homerischen Dichtung gibt. Aber Strauss versucht gar nicht erst, die weitgehend bekannten archäologischen Erkenntnisse zu diesem Thema noch einmal aufzulisten. Strauss geht ein wenig anders als seine Vorgänger an die Geschichte heran und überprüft das homerische Epos auch anhand anderer schriftlicher Quellen und der Kenntnis über die Mentalität bronzezeitlicher Völker auf seine Plausibilität. Archäologische Fakten werden in die Ausführungen eingeflochten, wenn es erforderlich ist. Und einen sehr guten und runden Überblick über die archäologische, historische und literarische Quellenlage bietet der Anhang „Bemerkungen zur alten Geschichte und zur Archäologie“. Was bei dieser Art der Untersuchung herausgekommen ist: zunächst einmal ein unglaublich lebendiges Buch über den trojanischen Krieg. Die alten Heroen, die wir noch aus Gustav Schwabs Wiedergabe der Ilias kennen, Menelaos, Achilles, Hektor, Paris, stürmen über die trojanische Ebene, liefern sich heldenhafte Zweikämpfe, ziehen sich schmollend zurück, weinen um ihre Freunde und hecken ihre Kriegslisten aus. Die Darstellungen von Strauss, natürlich moderner geschrieben, fesselnder und ungemein authentisch, sind weniger blutrünstig aber nicht weniger lebendig als bei Homer. Und das liegt mit Sicherheit daran, dass Strauss eben nicht nur die Ilias wiedergibt, sondern gleichzeitig den neuesten Forschungsstand über die Bronzezeit in dieser Region. Und das heißt auch: Hinter den griechischen und trojanischen Helden dürften sich real existierende Personen verborgen haben. In die spannende Lektüre eines fesselnden historischen Romanes vertieft, erfährt der Leser, dass die Ilias, die er von Schwab kennt, gar nicht die Ilias Homers ist. Vielmehr ist die von Schwab festgehaltene Überlieferung ein Konglomerat des Werkes von Homer und anderer Epen über den trojanischen Krieg. Die berühmte Achillesferse existiert bei Homer ebenso wenig wie die Kassandrarufe. Und Homer liebte offensichtlich die Übertreibungen und hatte einen recht selektiven, verzerrten Blick auf das Geschehen. Die Ilias, so betont Strauss ist nicht die Geschichte des ganzen, angeblich zehn Jahre währenden, trojanischen Krieges. Sie behandelt nicht den typischen Ablauf, sondern das außergewöhnliche Geschehen. Aber genau wegen dieser Übertreibungen, wegen der Art der „Berichterstattung“ ist die Ilias so authentisch. Dies weist Strauss sehr plausibel anhand korrespondierender Aufzeichungen der Hethiter und anderer Verbündeter Trojas zur Zeit des tatsächlich stattgefundenen trojanischen Krieges etwa um 1200 vor unserer Zeitrechnung nach. Gerade unglaubwürdig erscheinende Schilderungen Homers dokumentieren nach neuesten Forschungen über die bronzezeitlichen Kulturen des vorderen Orients, dass Homer, der vermutlich rund 300 Jahre nach den Ereignissen lebte, sehr viel über die Zeit von der er in der Ilias berichtet, wusste. Kriegstechnik, Waffen, Bräuche, Verstümmelung der feindlichen Leichen, Schreiwettkämpfe unter Königen in der Ratsversammlung, Weinen als Zeichen von Männlichkeit, all dies sind gut belegte Gegebenheiten des Lebens in der Bronzezeit. Vieles dessen, was bisher als übertrieben oder mythisch angesehen wurde, entspricht tatsächlich der Wahrheit, vieles, was als Wahr angenommen wurde, ist eher literarische Erfindung. Berry Strauss hat es geschafft, die Wahrheit über den trojanischen Krieg sehr plausibel herauszuarbeiten und die Geschichte in vielerlei Hinsicht neu zu schreiben oder anders ausgedrückt, die neuen Erkenntnisse verschiedener Disziplinen plausibel miteinander verknüpft. Die Überraschungen beginnen übrigens bereits im ersten Kapitel. Hier weist Strauss nach, dass der Raub Helenas wirklich der Anlass des trojanischen Krieges gewesen sein dürfte.

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