Bascha Mika

 3.7 Sterne bei 27 Bewertungen

Alle Bücher von Bascha Mika

Bascha MikaDie Feigheit der Frauen
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Die Feigheit der Frauen
Die Feigheit der Frauen
 (15)
Erschienen am 17.04.2012
Bascha MikaMutprobe: Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden
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Mutprobe: Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden
Bascha MikaJung kann jeder
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Jung kann jeder
Jung kann jeder
 (3)
Erschienen am 27.01.2014
Bascha MikaDie Mythen der Rechten
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Die Mythen der Rechten
Die Mythen der Rechten
 (0)
Erschienen am 06.07.2017
Bascha MikaDie Feigheit der Frauen
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Die Feigheit der Frauen
Die Feigheit der Frauen
 (0)
Erschienen am 20.06.2011
Bascha MikaDie Feigheit der Frauen
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Die Feigheit der Frauen
Die Feigheit der Frauen
 (0)
Erschienen am 13.06.2011
Bascha MikaAlice Schwarzer
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Alice Schwarzer

Neue Rezensionen zu Bascha Mika

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Jacynthes avatar

Rezension zu "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika

"Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika
Jacynthevor 4 Jahren

Klappentext


Wir fordern ein eigenständiges Leben, aber ordnen uns freiwillig unter. Wir reden von Sebstbestimmung, aber stolpern in die Rollenfallen. Wir wollen nach vorne, aber bleiben in der zweiten Reihe stehen. Was ist nur los mit uns Frauen? Können wir nicht frei und gleich sein oder wollen wir nicht?



Meine Meinung


Ein schwieriges Thema, dem sich die Frauenrechtlerin Bascha Mika hier einmal mehr zuwendet. In mehreren Kapiteln, die einzeln oder am Stück gelesen werden können, beschreibt sie anhand von beispielhaften Frauen, die sie selbst kennengelernt hat, typische Rollenfallen, in die wir Frauen auch heute noch tappen. Diese sind unter Anderem "Die Liebeslist", "Die Modelzucht", "Das Kümmersyndrom" und "Das Hormonkomplott", und bei mir stellte sich allein schon beim Lesen der Titel ein sauerer Geschmack im Mund ein, denn ich wusste, dass das was kommt, berechtigte Vorwürfe sind.

Zugegeben - ihre Wut auf unsere Gesellschaft schlägt sich sehr stark in Sprache und Ausdruck des Buches nieder, was den Anschein mangelnder Objektivität erwecken kann. Andererseits hat sie allen Grund, wütend zu sein, das sollten wir alle. Es ist wirklich haarsträubend, wie wir Frauen uns häufig den Männern fügen, und mir fiel zu jedem der Kapitel mindestens eine Freundin oder Bekannte ein, die genauso gehandelt hat. Ihrem Mann zu liebe alles aufgab, ihre eigenen Träume sausen ließ. Vielleicht ist es auch nur durch wütende Aufrufe möglich, uns aus unserem Dornröschenschlaf zu erwecken.

Interessant ist, dass Mika in ihrem Buch nicht primär die Männer für den Zustand verantwortlich macht, der viele Frauen noch heute wie vor 100 Jahren leben lässt. Wie der Untertitel  "Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug" schon sagt, ist es ihrer Meinung nach größtenteils die Schuld der Frauen, die sich widerstandslos in ihre Rollen fügen, weil es von Mutter, Schwiegermutter und Schwester so vorgelebt und erwartet wird. Wir selbst seien es, die den Männern zu ihrer Vormachtstellung verhelfen, daher hätten wir selbst es auch in der Hand, dies zu ändern. Nein, wir hätten sogar die Pflicht dazu.

Neben ihren eigenen Erfahrungen führt Mika auch Zitate von Ärzten und Ärztinnen, Psychologen und Psychologinnen sowie anderen Menschen, die mit der Problematik der weiblichen Unterwerfung zu tun haben, auf. Man erfährt von Studien und Statistiken, die die Thesen belegen, und diese sind teilweise wirklich erschreckend. Dennoch hat Mika für dieses Buch viel negative Kritik erhalten, auch und vor allem von Seiten von Frauen, die sich selbst für das Leben als Hausfrau und Mutter entschieden haben.

Mika räumt zwar ein, dass auch solch eine Entscheidung okay ist, doch es wir mehr als deutlich, dass sie der Meinung ist, diese Frauen belögen sich selbst. Und es steckt auch viel Wahres hinter dieser Annahme. Es gibt viele Frauen, die die altbewährten "drei K" zu ihrem Lebensinhalt machen, ihre Entscheidung jedoch als selbstbestimmt und -gewollt darstellen. Die sich von ihrem Mann abhängig machen, weil sie kein Gehalt und später keine Rente beziehen, und die später hart auf dem Boden der Realität aufschlagen, wenn der Mann sie verlässt oder durch eine Krankheit aus dem Leben gerissen wird. Auch ich selbst kenne solche Frauen.

Man kann dieses Buch gut oder schlecht finden - die Hauptsache ist, dass man zum Nachdenken angestoßen wird und sich eine eigene Meinung bildet. Wie ist es eigentlich bei mir? Was sind meine Ziele und welche Rolle spielen Männer darin? Dazu ist das Buch bestens geeignet und ich vergebe  4 von 5 Wolken.

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A

Bascha Mika bearbeitet das Thema Älterwerden bei Frauen.
Diese Streitschrift liest sich leicht, einige Teile sind zu ausgiebig behandelt. Sie scheut sich nicht, Gesellschaft und Politik zu kritisieren und wählt den richtigen Ton.

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M

Rezension zu "Jung kann jeder" von Bascha Mika

Offen und ohne Scheu
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Offen und ohne Scheu

Bascha Mika weiß aus eigener Erfahrung her genau, worüber sie schreibt (vor Kurzem feierte Sie ihren 60. Geburtstag) und versteht es sprachlich, die Wichtigkeiten, um die es ihr geht, sprachlich prägnant und flüssig auf den Punkt zu bringen.

„Männer haben einen erheblichen Vorteil: Wir kriegen Falten, werden fett und glatzköpfig oder weißhaarig und keinen kümmert´s“.
So sagt es George Clooney und bringt damit indirekt die Dinge klar zur Sprache. All das, was Frauen mit dem Älterwerden passiert, die kümmern eben.

„Eine Frau kann mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend sein. Aber erst mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war“ (Coco Chanel).

Wobei Bascha Mika nicht Bascha Mika wäre, wenn sie nun in das allgemeine Horn des hilflosen Bedauerns mit einstoßen würde. Nein, so wie seit Jahrtausenden kolportiert und Usus sieht sie es, im Übrigen durchaus nachvollziehbar begründet, nicht.
„Männer werden Älter, Frauen werden alt gemacht“, formuliert Mika das Dilemma.

Nicht das „Biologische“ ist das Problem (der Frauen), sondern die kulturelle Bewertung.
Eine „perfide, soziale Geringschätzung“, die das Leben der alternden Frau zur „Hölle“ macht.

Da ist der Blick, den Mika pointiert und doch auch differenziert (Frauen als „Opfer“ lässt sie nicht gelten) auf den „falschen Schein“ richtet.

Gerade in den öffentlichen Medien, vor allem in Film und Fernsehen. Aus dem Blick einer Schauspierelin all die kleinen Tricks, die wichtiger werdende Beleuchtung und Maske bis hin zum Ausbleiben von Rollen. Wegen „Verjüngung“, natürlich.
Und zugleich bietet Mika, nicht nur in diesem Themenfeld, ein Zeugnis über die innere Entwicklung, mutig eigene Entschlüsse zu treffen.

„Keine will sich beim Älterwerden zuschauen lassen. Und die Sender wollen es auch nicht“.

Warum eigentlich nicht? Und gut ist es, das zunehmend Frauen auch „im Alter“ in Filmen zeigen (leider nicht als Regel), was die Werte, das Glück, die Kompetenzen der Erfahrung alles vermögen.

Viel mehr, legt Mika nahe, sollten Frauen sich aufregen, laut werden, wenn sie wegen des Alters „abgeschoben“ werden. Besonders aufgrund der Macht und der Einflussnahme der Massenmedien auf das Bild (und die prägenden Gesichter) der Gesellschaft.

So bleibt vor allem eines, das Mika im Buch nicht müde wird, zu betonen: Nicht einfach weichen. Nicht freiwillig vorauserfüllend „den Hut“ nehmen, sondern weiter und klarer einfordern und Gestalten, was einem wert und wichtig ist.

„Das Äußere dominiert vor dem Können“, dass ist eine Quintessenz der Lage, die Mika quer durch die Themen zieht und nicht auf sich beruhen lässt.

Mut macht sie, Impulse gibt sie, klare Wege weist sie auf, sich das nicht gefallen zu lassen. Unaufgeregt, mutig und um den eigenen Wert wissend, sich diesen nicht einfach „zuschreiben“ zu lassen.

„Gehen wir doch mal davon aus, dass Frauen ungeachtet ihres Alters im öffentlichen Raum ihren Platz hätten. Wäre das nicht ein anderes weibliches Sein in der Welt? Und ein gesellschaftliches Surplus?“.

Wäre es.

Ein interessantes, sehr gut zu lesendes Buch, dass nicht nur für die engere Zielgruppe der älteren Frauen als Lektüre sehr zu empfehlen ist. Ein Buch, dass in der Lage wäre, etwas zu bewegen. Lässt sich hoffen.

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Gespräche aus der Community

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Federchens avatar
Hallo ihr lieben Bücherwürmer,

ich habe zwei Bücher geschenkt bekommen, mit denen ich leider nicht viel anzufangen weiß. Damit sie nicht bei mir im Regal ungelesen ihr Dasein fristen, möchte ich sie gern verschenken.

Buch 2

"Mutprobe - Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden" von Bascha Mika

Klappentext:

Frauen leiden daran, älter zu werden. Sie trifft der zweite Lebensabschnitt besonders hart - viel härter als Männer. Denn bei Frauen wird unendlich viel an die Jahre gekettet: Ihre Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit, ihre erotische Anziehungskraft, ihr Wert auf dem Liebesmarkt, der Erfolg in der Arbeitswelt. Frauen werden auf verletzende Weise in Frage gestellt. Wo Männer älter werden dürfen, werden Frauen alt gemacht.
Die streitbare Journalistin und Bestsellerautorin Bascha Mika widmet sich in ihrem neuen Buch diesem höllischen Spiel, das mit Frauen getrieben wird, und ruft zum Widerstand auf.
Ihre Botschaft: Frauen haben in jeder Lebensphase das Recht auf Glück und Selbstbestimmung. Nehmen wir es uns!

Die Presse: "Eine interessante und notwendige Streitschrift. Eines jener Bücher, die man lesen sollte."

Wer Interesse an dem Buch hat, meldet sich einfach mit einem Kommentar. Ihr habt damit Zeit bis zum 02. März 2014. Sollten sich mehrere Interessenten melden, entscheidet das Los.

Ich habe mal ein Bild des Buches angehangen, es ist neu und noch folienverschweißt.

Sommerregens avatar
Letzter Beitrag von  Sommerregenvor 5 Jahren
Herzlichen Glückwunsch!!
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