Bascha Mika Die Feigheit der Frauen

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Inhaltsangabe zu „Die Feigheit der Frauen“ von Bascha Mika

Das hochaktuelle Debattenbuch der ehemaligen taz-ChefredakteurinIn ihrer Streitschrift probt Bascha Mika den Aufstand gegen all jene Frauen, die sich kampflos in alte Rollenmuster und Abhängigkeiten locken lassen. Einerseits klug und gut ausgebildet, versuchen sie nach Einschätzung der Autorin erst gar nicht, sich zu behaupten, sondern gehen gleich den Weg des geringsten Widerstands. Aus Bequemlichkeit, letztlich aber aus Feigheit. Die ehemalige taz-Chefredakteurin analysiert überkommene Rollenfallen und entwirft einen Aktionsplan zu mehr weiblicher Selbstbestimmung. Sie macht deutlich, dass rhetorische Emanzipation nicht ausreicht, was zählt ist die Praxis.

Wichtiges Thema, interessante Thesen, aber leide teils redundante Argumentation.

— muhallebi
muhallebi

Eine Streitschrift, die zum Nachdenken anregt und einmal mehr an den Grundfesten der ungeschriebenen Gesetze unserer Gesellschaft rüttelt.

— Jacynthe
Jacynthe

Hart aber wahr. Ich befürchte es lesen nicht diejenigen, die es lesen sollten

— Eva84
Eva84

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  • "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika

    Die Feigheit der Frauen
    Jacynthe

    Jacynthe

    28. December 2014 um 17:23

    Klappentext Wir fordern ein eigenständiges Leben, aber ordnen uns freiwillig unter. Wir reden von Sebstbestimmung, aber stolpern in die Rollenfallen. Wir wollen nach vorne, aber bleiben in der zweiten Reihe stehen. Was ist nur los mit uns Frauen? Können wir nicht frei und gleich sein oder wollen wir nicht? Meine Meinung Ein schwieriges Thema, dem sich die Frauenrechtlerin Bascha Mika hier einmal mehr zuwendet. In mehreren Kapiteln, die einzeln oder am Stück gelesen werden können, beschreibt sie anhand von beispielhaften Frauen, die sie selbst kennengelernt hat, typische Rollenfallen, in die wir Frauen auch heute noch tappen. Diese sind unter Anderem "Die Liebeslist", "Die Modelzucht", "Das Kümmersyndrom" und "Das Hormonkomplott", und bei mir stellte sich allein schon beim Lesen der Titel ein sauerer Geschmack im Mund ein, denn ich wusste, dass das was kommt, berechtigte Vorwürfe sind. Zugegeben - ihre Wut auf unsere Gesellschaft schlägt sich sehr stark in Sprache und Ausdruck des Buches nieder, was den Anschein mangelnder Objektivität erwecken kann. Andererseits hat sie allen Grund, wütend zu sein, das sollten wir alle. Es ist wirklich haarsträubend, wie wir Frauen uns häufig den Männern fügen, und mir fiel zu jedem der Kapitel mindestens eine Freundin oder Bekannte ein, die genauso gehandelt hat. Ihrem Mann zu liebe alles aufgab, ihre eigenen Träume sausen ließ. Vielleicht ist es auch nur durch wütende Aufrufe möglich, uns aus unserem Dornröschenschlaf zu erwecken. Interessant ist, dass Mika in ihrem Buch nicht primär die Männer für den Zustand verantwortlich macht, der viele Frauen noch heute wie vor 100 Jahren leben lässt. Wie der Untertitel "Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug" schon sagt, ist es ihrer Meinung nach größtenteils die Schuld der Frauen, die sich widerstandslos in ihre Rollen fügen, weil es von Mutter, Schwiegermutter und Schwester so vorgelebt und erwartet wird. Wir selbst seien es, die den Männern zu ihrer Vormachtstellung verhelfen, daher hätten wir selbst es auch in der Hand, dies zu ändern. Nein, wir hätten sogar die Pflicht dazu. Neben ihren eigenen Erfahrungen führt Mika auch Zitate von Ärzten und Ärztinnen, Psychologen und Psychologinnen sowie anderen Menschen, die mit der Problematik der weiblichen Unterwerfung zu tun haben, auf. Man erfährt von Studien und Statistiken, die die Thesen belegen, und diese sind teilweise wirklich erschreckend. Dennoch hat Mika für dieses Buch viel negative Kritik erhalten, auch und vor allem von Seiten von Frauen, die sich selbst für das Leben als Hausfrau und Mutter entschieden haben. Mika räumt zwar ein, dass auch solch eine Entscheidung okay ist, doch es wir mehr als deutlich, dass sie der Meinung ist, diese Frauen belögen sich selbst. Und es steckt auch viel Wahres hinter dieser Annahme. Es gibt viele Frauen, die die altbewährten "drei K" zu ihrem Lebensinhalt machen, ihre Entscheidung jedoch als selbstbestimmt und -gewollt darstellen. Die sich von ihrem Mann abhängig machen, weil sie kein Gehalt und später keine Rente beziehen, und die später hart auf dem Boden der Realität aufschlagen, wenn der Mann sie verlässt oder durch eine Krankheit aus dem Leben gerissen wird. Auch ich selbst kenne solche Frauen. Man kann dieses Buch gut oder schlecht finden - die Hauptsache ist, dass man zum Nachdenken angestoßen wird und sich eine eigene Meinung bildet. Wie ist es eigentlich bei mir? Was sind meine Ziele und welche Rolle spielen Männer darin? Dazu ist das Buch bestens geeignet und ich vergebe 4 von 5 Wolken.

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  • Rezension zu "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika

    Die Feigheit der Frauen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. September 2011 um 11:07

    Dieses Buch der ehemaligen Chefredakteurin der „tageszeitung“ wird für Debatten sorgen. Vielleicht wird man es auch irgendwann als eine Art Startschuss für eine neue, zweite Frauenbewegung ansehen, die man dann aber nicht mehr feministisch nennen wird. Es wird kurzfristig auch die aktuellen Diskurse um eine von Frau von der Leyen propagierte Frauenquote in den Vorständen großer Unternehmen beeinflussen, die schon jetzt auch unter Frauen sehr kontrovers geführt werden. Dieses Buch mit dem provozierenden Titel „Die Feigheit der Frauen“ handelt von „Rollenfallen und Geiselmentalität“ und versteht sich als „eine Streitschrift wider den Selbstbetrug“. Die Ausgangslage ist ambivalent, das ist die Erfahrung von Millionen von Frauen, nicht nur von den wenigen, die in den Führungspositionen sitzen oder dorthin wollen, sondern von jungen und älteren, Müttern und Familienfrauen, Singles, Ehefrauen und Partnerinnen: „Wir fordern ein eigenständiges Leben, aber ordnen uns freiwillig unter. Wir reden von Selbstbestimmung, aber stolpern in Rollenfallen. Wir wollen nach vorne, aber bleiben in der zweiten Reihe stehen. Was ist nur los mit uns Frauen? Können wir nicht frei und gleich sein oder wollen wir nicht?“ In zahllosen Gesprächen mit den unterschiedlichsten Frauen aller Altersstufen, Schichten und Lebensentwürfen ist Bascha Mika diesen Fragen nachgegangen. Sie hat anhand vieler Beispiele die persönlichen Erfahrungen von Frauen zusammengebracht mit wissenschaftlichen Studien und einer ganz präzisen eigenen Beobachtung und Analyse des Alltags in unserem Land. Das Buch ist eine Zu-Mutung im wörtlichen Sinne. Ihr Frauen, sagt Bascha Mika, lasst das Jammern, verzichtet auf Entschuldigungen, warum es wieder nicht geklappt hat, und meidet das Suchen nach Sündenböcken für eure Situation. Übernehmt selbst Verantwortung dafür, habt Mut, das alte Spiel der Rollen nicht mehr mitzuspielen. Sie zeigt an vielen Stellen und Beispielen auf, dass frau sich immer entscheiden kann: für die alten Lebens-, Rollen- und Verhaltensmuster oder für die unterschiedlichsten neuen Möglichkeiten eines beglückenden Frauenlebens. Dass dies auch ein beglückendes Männerleben nach sich zieht, hat mich als Mann sehr überzeugt. Deshalb ist dieses Buch nicht nur für unzählige Frauen wichtig, sondern auch für uns Männer. Denn in der Aufgabe alter Rollenmuster durch die Frauen liegt eine große, bereichernde Chance für die Veränderung unseres eigenen Lebens und unserer eigenen, uns oft verhassten (was wir aber nie zugeben wollen) Rollenmuster. Dass die in solcherart sich verändernden Beziehungen aufwachsenden Kinder, Jungen und Mädchen, davon nur profitieren können für ihr eigenes Erwachsenwerden, sei hier nur nebenbei bemerkt.

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  • Rezension zu "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika

    Die Feigheit der Frauen
    Sokrates

    Sokrates

    Das Buch überzeugt, auch wenn mir irgendwie die Lösungen fehlen. Es sollte konstruktive Kritik geübt werden. - Schwierig ist es meiner Meinung nach, Frauen den ewigen Rückschritt in tradierte Rollen vorzuwerfen, wenn andererseits allein aus dem Frau-Sein heraus kaum eine Alternative möglich ist. Kinder-kriegen ist "leider" noch immer eine Sache der Frau; die weitere Betreuung der Kinder über einen gewissen Zeitraum nach der Geburt hinaus auch. Und leider hat sich auch bei vielen Männern noch nicht das Verständnis von Familie und Partnerschaft etabliert, was Frauen die Loslösung von tradierten Rollen erleichtern würde. Wieviele Männer nehmen heute statistisch gesehen die Hauptzeit der Elternzeit? - Und wenn ich die Lage recht beruteile, ist es heute noch immer in den meisten Fällen ein Problem, Beruf und Familie als Frau miteinander zu vereinbaren, ohne dass die berufliche Verwirklichung zurücksteht. Dass im Zweifel die Familie vorgeht, versteht sich von selbst... Dass manche Frauen die Mutter- und Hausfrauenrolle bewusst vorziehen, muss man schlicht akzeptieren; andere jedoch können beides logistisch einfach nicht unter einen Hut bringen. Dies ihnen vorzuwerfen, wäre fatal. Ich plädiere daher für die Betrachtung eines jeden Einzelfalles, nicht für eine generelle Verurteilung der Frauen, sie würden sich vorwiegend in traditionelle Rollen "verflüchtigen". - Andererseits- wenn man sich einmal im eigenen Lebenskreis umsieht, wird man auch schnell fündig: dieser Typ Frau, den Bascha Mika kritisiert, ist allgegenwärtig und leider auch in unseren Akademikerkreisen weit verbreitet. Vielleicht auch, weil sich ein regelrechter "Kult" um das Kind entwickelt hat. Einerseits, weil wenige geboren werden, andererseits, weil es offensichtlich "schick" ist, wieder Mutter zu sein. Die Mutterrolle ist - mal wieder - aufwertender Status. Dann ist es auch kein Wunder, wenn viele Frauen in diese "Rolle zurückfallen", sie mit Freude genießen, sie als "ihren Sinn" im Leben begreifen. - Schwierig wird es meiner Meinung nach auch bei dem Thema "Schick", eigene Darstellung als Frau/Mädchen, Top-Model-Wahn. Wie soll man jungen Mädchen klar machen, dass diese Einstellung falsch ist? Sie von alledem ausschließen, obwohl es allgemeiner Ton ist unter Gleichaltrigen? Das wird schwierig, v.a. für das Mädchen selbst, wo heute unter jungen Leuten ein enormer sozialer Druck existiert. Zwar kann man zu Hause eine andere Weltsicht predigen und vorleben, ob das Kind diese jedoch annehmen will / kann ist eine andere Frage; nicht jedes Kind sieht die Welt gleich wie seine Eltern; die Pubertät durchkreuzt auch oft die "Ambitionen" der Eltern. Man kann als Eltern nur still hoffen, dass der eigene "normale" und ausgeglichene Lebensstil beim Kind irgendwann - wenn die wilden Jahre vorüber sind - zu fruchten beginnt, also indirekt gewirkt hat. Dem Einfluss der Eltern sind daher m.E. bei unserer sehr medialen, konsumorientierten und auf Selbstdarstellung fixierten Welt Grenzen gesetzt, zumal das Kind die größte Zeit des Tages in der Schule/mit Freunden verbringt. - Ein bisschen fehlen mir in Bascha Mika's Buch die konstruktiven Lösungsansätze, auch wenn sie sie nur ansprechen würde. Der Schreibstil ist o.k.; nichts Charakteristisches, aber dennoch angenehm flüssig zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika

    Die Feigheit der Frauen
    julia-deluxe

    julia-deluxe

    03. April 2011 um 17:41

    Dieses Buch ist absolut lesenswert! :-) Es regt zum Nachdenken an - über sich, über seine weiblichen Familienangehörigen, über sein Umfeld... Man sieht einiges klarer und ertappt sich selbst bei vielen Dingen, die ganz unbewusst ablaufen. Das Buch ist nicht immer angenehm zu lesen und trotzdem sollte sich jede Frau mit spätestens Anfang zwanzig einmal dazu durchringen. Sich über die eigenen Wünsche und Ziele bewusst werden, sich klarmachen, was man von seiner Partnerschaft erwartet! Sehr interessant auch, dass vieles schon in jungen Jahren "eingeimpft" bzw. verinnerlicht wird - angefangen mit dem rosa Prinzessin-Lillfee-Wahn, über die Topmodel-Domina Heid Klum... Und am Ende ist man eine "beinahe gleichberechtigte" Vollzeit-Latte-Macchiato-Mutti... ;-) Positv fand ich besonders, dass die Schuldigen nicht die Männer sind - es liegt in der Macht der Frauen sich zu emanzipieren und ihren "Willen" durchzusetzen. Nur wenn genug Frauen diesen Weg gehen, werden sich auch die äußeren Strukturen ändern.

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  • Rezension zu "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika

    Die Feigheit der Frauen
    thursdaynext

    thursdaynext

    *Die Feigheit der Frauen ... dient der Bequemlichkeit der Männer* Vorab : Dieses Buch hat mich gebeutelt obwohl ich mit emanzipatorischer Lektüre durchaus vertraut bin. Bascha Mika legt es mit dieser Gesellschaftskritik sicherlich nicht darauf an gemocht zu werden und das ist gut so . In ungeschöntem Klartext beleuchtet sie den zunehmenden, unbewussten Rückschritt in eigentlich überholte Rollenklischees. Belegt wie Geschlechterprägung, auch bei modernen Eltern , schon in der Wiege beginnt . Zeigt die Hintergründe der Farbe Rosa Naiv Niedlich Harmlos auf, die nicht selten im "PrinzessinLillyfeewahn" enden und beklagt zurecht immer wieder das fehlende , (abtrainierte?) Aggressionspotential der Frauen. Männer werden in ihrem Buch nur am Rande gestreift. Hier geht es einzig um Frauen und ihre Lebensentwürfe. Beeindruckend analysiert sie den Klumschen Modelzirkus, seine gesellschaftlichen Auswirkungen und die perverse Botschaft die da lautet : Selbstaufgabe führt zum Erfolg. Erfolg ??? Als kalorienreduzierter , besserer Kleiderständer der sein Gehirn an der Theke abgegeben hat ?! Ausführlich beschäftigt sie sich mit dem Hormonkomplott, den daraus resultierenden "Latte Macchiato Müttern" und ihrer Komfortzone Versorgerehe. Sachlich, schmerzhaft in den wunden Punkten der Frauen stochernd. Fies, weil Ausreden in aller Deutlichkeit auch so genannt werden und von uns Frauen verlangt wird die Schuld nicht den Männern zuzuschieben sondern aufzustehen und uns das zu holen was wir wollen ! Hart zu lesen, teilweise zum an die Wand klatschen, aber eine glasklare Fortsetzung von Simone de Beauvoirs emanzipatorischer Pflichtlektüre " Das andere Geschlecht" . Topaktuelle, niveauvolle Weiterführung von " Böse Mädchen kommen überall hin", sollte sich niemand, egal ob weiblich oder männlich, entgehen lassen, auch wenn´s wehtut. Als kleines Schmankerl : Es ist richtig flüssig zu lesen ;)))

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