Basma Abdel Aziz

 3 Sterne bei 57 Bewertungen
Autor von Das Tor, Das Tor: Roman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Basma Abdel Aziz

Basma Abdel Aziz wurde 1976 in Kairo, Ägypten, geboren. Sie arbeitet als Künstlerin, Schriftstellerin und Psychiaterin, wobei sie auf die Behandlung von Folteropfern spezialisiert ist. In ihrer Heimat setzt sie sich unermüdlich für den Kampf gegen Unterdrückung und Verletzung der Menschenrechte ein. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Autorin lebt in Kairo.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Basma Abdel Aziz

Cover des Buches Das Tor (ISBN: 9783453320468)

Das Tor

 (56)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Das Tor: Roman (ISBN: B07ZTFR2KY)

Das Tor: Roman

 (1)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Das Tor (ISBN: 9783837151398)

Das Tor

 (0)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Queue (ISBN: 9780993414909)

Queue

 (0)
Erschienen am 02.06.2016

Neue Rezensionen zu Basma Abdel Aziz

Cover des Buches Das Tor (ISBN: 9783453320468)Saasmann01s avatar

Rezension zu "Das Tor" von Basma Abdel Aziz

Intelligente Dystopie? Kann es nicht wirklich beurteilen, aber interessant war es definitiv nicht.
Saasmann01vor 9 Tagen

Trotz des eigentümlichen, interessantes Settings einer geheimnisvollen Diktatur eines Nahost Staates, schafft es das Buch nicht, das Thema dem Leser in irgendeiner Weise nahe zu bringen. Zumeist kryptisch angehaucht und mysteriös statt präzise und klar, ist es langatmig und zäh. Schade.  

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Cover des Buches Das Tor (ISBN: 9783453320468)Miyako_Mtjss avatar

Rezension zu "Das Tor" von Basma Abdel Aziz

Gesellschaftskritisch gut
Miyako_Mtjsvor 5 Monaten

Worum geht es?
Nach einer nicht erfolgreichen Revolution ändert sich im Land alles. Alle Bürger brauchen für alles eine Genehmigung des so genannten Tores. Wirklich alles muss genehmigt werden. Im Großen und Ganzen geht es um die Veranschaulichung eines totalitären Staates. Beleuchtet wird dies durch den fiktiven Hauptcharakter Yahya, der bei einem Tumult angeschossen wurde und eine Genehmigung durch das Tor benötigt, um operiert zu werden. Die Kugel frisst sich zusehends durch seinen Körper, während er in der riesigen Schlange vor dem Tor steht, die täglich länger wird. Gerüchte besagen, das Tor öffnet täglich, doch in Wahrheit öffnet es nie.

Wie hat mir das Buch gefallen?
Es war durchaus etwas komplett anders. Gesellschaftskritisch genauso wie politisch mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor. Eine Irrfahrt, eine Reise, die irgendwie nie enden will.
Normalerweise bin ich eine Einführung der Charakter gewöhnt, dass man sich in Personen hinein versetzen kann, dass man sie versteht und mit fühlt, ihre Geschichte voll und ganz durchlebt. Es gibt aber kaum wörtliche Rede in diesem Buch, die Charaktere sind einfach so da und man muss sich selbst viel zusammenreimen. Die Geschichte beginnt abrupt und endet auch so. Zwischenzeitlich einfach sehr sehr schleppend.
Dennoch ist die Story sehr wichtig und leider einfach sehr realistisch. Nicht weit weg vom Wahren Leben, was einen manchmal sehr erschüttert. Es könnte eine wahre Gegebenheit sein und das macht das Buch so einzigartig. Wenn man ein Roman erwartet, indem alles toll ist, findet man es hier nicht. Ich persönlich finde die Idee dahinter erschreckend wie genial.
Daa Buch ist, das muss man an dieser Stelle sagen, nicht einfach und nicht schön zu lesen. Die abrupten Enden und schnellen Wechsel stören teilweise. Aber das ist damit nicht gemeint. Das Buch hält dem Leser eine Welt vor, die zwar so nicht existiert, aber einige Regierungen und Staaten dieser Welt bewegen sich schnell in eine solche Richtung. Kleinigkeiten halten das ganze Volk in Schacht. Die Regierungen regiert ohne sich selbst zu zeigen und bestimmt absurde Dinge, bewacht jeden Schritt der Bürger. Ein wichtiges Buch, das einen nachdenklich zurücklässt.
Da ich etwas anderes erwartet habe und es mir zwischenzeitlich schwer fiel am Ball zu bleiben, könnte ich hier jede Menge Punkte abziehen. Aber aufgrund der Message und der unwahrscheinlichen Wichtigkeit über das Verständnis des Geschriebenen bekommt das Buch von mir 4,5 von 5 Punkten.

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Cover des Buches Das Tor (ISBN: 9783453320468)buchstabenwalds avatar

Rezension zu "Das Tor" von Basma Abdel Aziz

Unterschwellig und Unkoventionell
buchstabenwaldvor 6 Monaten

Puh wo fang ich an. Worum geht es? Ein Land im fernen Osten wird durch eine alleinige Macht beherrscht: Das Tor. Aber nicht nur im übertragenen Sinne, sondern durch ein wirkliches Tor. Für jede Genehmigung und jeden Antrag muss man sich anstellen und warten, bis sich das Tor öffnet. Aber das Tor öffnet sich nicht. Und die Schlange davor wird immer länger.. 

Das Tor als alleinige und autoritäre Macht, das willkürlich Gesetze und Regeln nach eigenem Ermessen aufstellt, bei dem das einzelne Leben nichts zählt, dem Pressefreiheit und Redefreiheit fremd sind.. Klingt für so fremd und ist in unserer Welt vermutlich vielen Menschen doch so vertraut. 

In diesem Buch verbinden sich viele Einzelschicksale: Yahya, der bei einem Aufstand angeschossen wurde und nun nicht operiert werden darf, da das Tor diesen verleugnet. Ines, die Lehrerin, die ihre Schüler ermuntert hat frei zu denken und nun ihren Job verloren hat. Schilabi, dessen Cousin zum Töten gezwungen wurde. Ihab, der freie Journalist, dem doch der Mund verboten wird. Umm Mabrouk, die ein besseres Leben für ihre Kinder will. Sie finden sich alle gemeinsam in der Warteschlange wieder, hoffen gemeinsam, fürchten sich gemeinsam, sind gemeinsam wütend und resignieren gemeinsam..

Unkonventionell ist wohl das Wort, das am besten zu diesem Buch passt. Eine unkonventionelle Herangehensweise an das Thema. Zu Beginn merkt man gar nicht, wie allmächtig das Tor ist, es wirkt harmlos und unschuldig. Mit Fortlauf der Geschichte kommt aber das Grauen.. und die Beklemmung. Und gleichzeitig die Freude über das eigene glückliche und sorgenfreie Leben. 

Ein nachhaltiger Einblick, wie das Leben sonst noch so laufen könnte. Die Figuren bleiben nicht im Kopf, auch die Geschichte als Ganzes nicht. Aber das Gefühl und die Menschen, die bleiben irgendwo hängen.


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Gespräche aus der Community

Die Ägypterin Basma Abdel Aziz erzählt in "Das Tor", ihrem ersten Roman, über Repression und Absolutismus im modernen Orient. In bester Orwell-Tradition zeigt sie, wie ein fiktiver Staat versucht, ein Volk mit Lügen zu steuern und wie es sich mit der einzigen Waffe dagegen wehrt, die es hat: Hoffnung. Lust auf diese neue Runde im Literatursalon?

"Er machte genau das, was die anderen taten, obwohl er nicht daran glaubte, was sie sagten, nämlich dass das Tor möglicherweise am frühen Morgen oder sogar tief in der Nacht öffnen würde."

Möchtet ihr wissen, ob sich das Tor öffnen wird? Möchtet ihr mehr über das Leben in diesem totalitären Staat erfahren? Wie leben die Leute? Wie gelingt ihnen einen Alltag unter diesen Bedingungen?

Dann bewerbt euch für eins von 30 Exemplaren von "Das Tor", die wir zusammen mit Heyne für unsere Leserunde im Literatursalon verlosen.

Bewerbteuch bis zum 19.4.2020, indem ihr auf folgende Frage antwortet:

Keiner der Bewohner des fiktiven orientalischen Landes will die Hoffnung aufgeben, dass das Tor eines Tages aufgeht. Glaubt ihr an die Macht der Hoffnung? Wie hilf diese Menschen in schweren Zeiten?

Ich bin schon jetzt sehr neugierig auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!


*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

1303 BeiträgeVerlosung beendet
Larischens avatar
Letzter Beitrag von  Larischenvor einem Jahr

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