Papa ruft an

von Bastian Bielendorfer 
4,0 Sterne bei15 Bewertungen
Papa ruft an
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B

Lustig, wie immer.

Daniliesings avatar

Das perfekte Buch, um es nebenbei in der U-Bahn zu lesen und sich dabei herrlich zu amüsieren.

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Inhaltsangabe zu "Papa ruft an"

Wenn die Floppy-Disks nicht in den CD-Spieler passen wollen und weder die Nachbarschaft noch Apples Siri jemals wieder mit Vater sprechen möchten, dann muss Bastian dran glauben. Nachdem das Lehrerkind bereits seine Mutter fit gemacht hat fürs Weppzwonull, ist nun Vater dran – und der zahlt es dem Sohn mit ungebetenen Ratschlägen zurück. Denn auch jenseits der Dreißig gelingt es Bastian kaum, die Familienbande zu entwaffnen – vor allem, weil Vater Bielendorfer auch noch Schützenhilfe am Rotstift bekommen hat: Neffe Ludger ist zwar erst zwölf, er hält seinen Babysitter Basti aber so auf Trab, dass man am Ende nicht mehr weiß, wer hier eigentlich auf wen aufpasst …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492309783
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.10.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.10.2017 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 6 Monaten
    Flach, flach

    »Das Stilmittel der Ironie verlangt, dass sich Sender und Empfänger auf demselben intellektuellen Niveau begegnen können.«

    Dieser Satz stammt von Papa. Wie wahr! Nach einem TV-Auftritt, bei dem der Autor sein Buch präsentieren durfte, hatte ich den Eindruck, satirisch-humoristisches als Lesefutter zu erhalten. Marketing kann er. Vom Buch war ich enttäuscht. Humor ist bekanntlich Geschmacksache. Schenkelklopfer hatte ich weniger erwartet, leider zieht diese Art von Humor durch das gesamte Buch. Gelacht habe ich ein, zwei Mal. Sanft, seicht, ohne Bissigkeit schleppt man sich durch die Kapitel, ab der Mitte habe ich nur noch geblättert. Ich will das Buch nicht schlecht machen, denn Humor ist eben Humor, siehe oben, Papas Zitat. Ich versuche, meinen Eindruck zu begründen.

    »Ludger nickt und kettet sich an der Heizung fest. Er weigert sich, mitzukommen … kaufe ich Ludger am Eingang einen Paradiesapfel. Ludger fragt die Frau, ob der Apfel aus biologischem Anbau kommt. Die grobschlächtige Frau sieht erst ihn an, dann mich und fragt schließlich: ›Watt is mit dem? Und warum hat der einen Heizkörper am Arm?«

    Unser Protagonist wohnt zusammen mit Ehefrau Nadja und Mops Otto, die Eltern haben nicht weit entfernt ihr Heim. Zwischen den Kapiteln gibt es: er sagt – sie sagt – Gespräche zwischen Bastian und Nadja, für mich das einzig Erfrischende in dem Buch. Hin und wieder hüten die beiden den naseweisen Ludger, das Kind einer Cousine, eine giftgrüne Walldorffamilie. Bei den Ludger-Geschichten knarzte es in meinem Hirn, Übertreibung hoch zehn, Klischee hoch zehn. Eher stöhnen als lachen.

    »›Du hast die Dose nicht ernsthaft in die Mikrowelle gestellt? Das wird doch niemals gleichmäßig heiß.‹
    ›Oh, das schon, Herr Bocuse, heiß wurde es auf jeden Fall.‹«

    Mama ruft an. Sie kauft bergeweise im Teleshopping und verteilt an die Kinder. Auch nicht prickelnd. Und irgendwann geht es wirklich mal um Papa. Hier werde ich an die Achtziger erinnert. Es wiederholt sich der flache Spaß von damals. Papa wochenlang allein zu Hause, sprengt mit einer verschlossenen Dose Ravioli die Mikrowelle in die Luft, verwüstet die Küche. Zuvor hatte er schon eine Tupperdose in der Mikro geschmolzen, eingestellt auf 15 Minuten höchste Stufe. Als Nächstes füllt Papa mangels Waschpulver Shampoo in die Waschmaschine. Das Haus von unten bis oben voller Schaum. Kalauer aus den Anfängen der Achtziger, über die ich schon damals nur schmunzeln konnte. Damals allerdings waren diese Geräte eine Neuheit, es passierte so etwas wirklich, aber Bastian, heute 33, hatte zu der Zeit noch gar nicht die Welt erblickt.

    »Vater bittet die Stewardess, zum Kapitän zu gehen, er solle das Programm ändern. Der Kapitän kommt aus dem Cockpit und droht Vater Schläge an. Vater fragt, ob er diese Drohung auch noch mal auf Deutsch haben könne. Vater sagt, er wäre bei der Bundeswehr gewesen, Panzergrenadier. Wenn der Pilot sich nicht benehme, müsse er seine Spezialausrüstung nutzen. Der Pilot geht wütend ins Cockpit zurück.«

    Die Reisetagebücher, ich muss mich leider wiederholen, für mich langweilig und übertrieben. Bastian musste als Kind täglich im Urlaub seine Eindrücke festhalten, Lehrerhaushalt, meist Bildungsreisen. Angeblich stammen diese Kapitel aus den Originalen. Na ja. Dann hatte das Kind Bastian eine überschäumende Fantasie in einer lang anhaltenden magischen Phase, nebst Ausdruck eines Erwachsenen. Nun gut. Nicht mein Geschmack, aber das heißt ja nichts, andere Leute mögen diese Art von Humor.

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    youBibianss avatar
    youBibiansvor 7 Monaten
    Wenn das Festnetztelefon klingelt

    Kennen Sie das? Sie sind zuhause und das Telefon klingelt. Was nur eines bedeuten kann: Ihre Eltern rufen an. Sie heben ab und es ertönt die Frage „Kind, wenn ich zweimal Windows 8 installiere, habe ich dann Windows 16?“
    Wenn Sie jetzt schmunzeln und sich denken das könnte auch von meinen Eltern stammen, dann ist „Papa ruft an“ von Bastian Bielendorfer genau das Richtige für Sie. Denn BIelendorfer erzählt auf humorvolle und charmante Art und Weise genau von solchen Generationskonflikten. Durch die alltägliche Ausdruckweise und den einfachen Erzählstil mit kurzen Sätzen sind die Geschichten für den Leser leicht verständlich. Wie sagt man so schön: Es geht runter wie Öl.
    Aufgelockert wird das Ganze nochmal durch die knackigen Dialoge zwischen Bielendorfer und seiner Frau, die man teilweise als klischeehaft bezeichnen kann, aber dennoch so authentisch sind, dass sie einem stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ebenso wie die unzähligen von trockenem Humor und elegantem Sarkasmus geprägten Telefongespräche zwischen Bielendorfer und seinen Eltern.

    Kurz gesagt: Dieses Buch ist Balsam für die Seele, und zwar für jedermann – egal, ob alt oder jung, verheiratet oder Single, Frau oder Mann. Und wer nicht genug kriegen kann, dem empfehle ich den Vorgänger „Mutter ruft an- Mein Anschiss unter dieser Nummer“.
    (Kendra O.)

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    Anchesenamuns avatar
    Anchesenamunvor 10 Monaten
    Rezension: "Papa ruft an" (B. Bielendorfer)

    Bastian Bielendorfer hat sich in Deutschland als Autor und Comedian einen Namen gemacht und ist vielen als "Lehrerkind" bekannt. Nach den Bestsellern "Lehrerkind", "Lebenslänglich Klassenfahrt" und "Mutter ruft an" hat er nun sein viertes Buch veröffentlicht, das sich vor allem, aber nicht nur, seinem Vater widmet.

    Ich selbst kannte bislang von ihm nur das Buch "Mutter ruft an" und habe ihn einmal im Rahmen der "Komischen Nacht" erlebt, wo ich ihn sehr lustig und sympathisch fand. Und wenn man schonmal die Mutter-Variante kennt, muss der Vollständigkeit halber natürlich auch das Vater-Buch gelesen werden! Wobei auch hier selbstverständlich Mutter Ingrid gerne im Hintergrund wütet, während Vater Robert seinen Stammhalter in den Wahnsinn treibt.

    Vater Robert ist - ebenso wie Mutter Ingrid - pensionierter Lehrer und stets mit dem Rotstift bewaffnet. Seine dezent besserwisserische Art, sein als am Existenzminimum knapsender Lehrer angebrachter Geiz und seine Unfähigkeit, alleine im Haushalt zu überleben, sorgen für viele komische und skurrile Momente. Man darf davon ausgehen, dass so manche Situation vom Autor überspitzt dargestellt und etwas ausgeschmückt wurde. Knallharte Recherchen meinerseits haben zum Beispiel ergeben, dass allein schon die elterlichen Vornamen verfälscht wurden. Aber ein gewisser Grundwahnsinn ist bei der Familie Bielendorfer sicherlich vorhanden.

    Das Buch liefert  zahlreiche Gesprächsprotokolle zwischen Eltern und Sohn. Dazu kommen noch ein paar Kindheitserinnerungen an missglückte Familienurlaube, kurze Streitgespräche zwischen Bastian und Gattin Nadja sowie Erlebnisse mit Neffe Ludger. Und natürlich dürfen Mops Otto sowie die rattenfressende Mischlingshündin Maja nicht fehlen.

    Nadja ist mir sehr sympathisch. Sie erträgt die angeheiratete Sippe mit stoischer Gutmütigkeit sowie geduldiger Grazie und kommt mit den Eigenheiten der Schwiegereltern viel souveräner zurecht als ihr Mann. Neffe Ludger ist der Sohn von Bastians Cousine und das Produkt zweier Waldorflehrer. Ich weiß nicht, ob es Ludger wirklich in dieser Form gibt, aber er ist der Grund, weshalb ich für nächste Woche einen Termin für eine Sterilisation beim Krankenhaus um die Ecke vereinbart habe.

    Der Autor versteht es wirklich, die Situationen und Gespräche mit seiner Familie plastisch wiederzugeben, so dass sofort das Kopfkino losgeht. Ich liebe Bielendorfers Humor. Er haut eigentlich permanent und eloquent einen Kracher nach dem nächsten raus, und schon allein sprachlich war das Buch für mich ein Genuss. Manche Begebenheiten waren gar nicht mal so wahnsinnig komisch, konnten mich aber allein schon durch den witzigen Schreibstil zum Lachen bringen.

    Es ist eigentlich erstaunlich, dass der Autor nicht schon längst eine Selfmade-Vollwaise ist. Aber trotz all der Macken bzw. Special Effects seiner Eltern, die es kaum überwunden haben, dass der Sohn nur Bestsellerautor (Trivialliteratur!!!) und nicht Chefarzt ist, schwingt doch auch immer unterschwellig eine kleine Liebeserklärung an die Erzeuger mit.

    Natürlich muss man noch als Kritikpunkt anmerken, dass die Grundidee nach "Mutter ruft an" nicht neu ist. Als Kenner von Bielendorfers bisherigen Büchern sollte man also nicht erwarten, dass Bastian Bielendorfer das Rad neu erfindet. Aber es ist eine nette Fortsetzung des alltäglichen Bielendorferschen Wahnsinns.

    Alles in Allem liefert "Papa ruft an" lockere und lustige Unterhaltung mit skurrilen Charakteren, die die eigene Familie plötzlich nicht mehr ganz so wahnsinnig erscheinen lässt.

    P.S.:  Bevor ich diesen Text online stelle, muss ich nochmal ganz genau Korrektur lesen, denn ich möchte nicht, dass Herr Bielendorfer senior mir irgendwann eine ausgedruckte und mit Rotstift korrigierte Version dieser Rezension zukommen lässt...

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    seschatvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bielendorfers neuester Humor-Coup ist abermals ein Fest für die Lachmuskeln.
    Wenn der Vater mit dem Sohne

    Der 33-jährige Comedian und Autor Bastian Bielendorfer ist durch eine harte Schule gegangen, denn beide Elternteile waren Deutschlehrer und haben ihr einziges Kind als Studienobjekt betrachtet; was diese m. E. sogar heute noch tun. 

    Wie in seinen bisher veröffentlichten Büchern geht es auch im neuesten Werk um Bielendorfers spezielle Eltern-Kind-Beziehung, wobei dieses Mal der hochintelligente, aber auch maulfaule und wenig alltagstaugliche Vater im Mittelpunkt steht. 

    In launiger Weise nimmt der Autor nicht nur seinen Erzeuger, sondern auch sich selbst ordentlich aufs Korn. Dabei werden u.a. einstige Familienurlaube, misslungene Kochversuche des Vaters als auch gemeinsame Gassigänge mit den Familienhunden thematisiert. 

    Im Vergleich zum Vorgängerband "Mutter ruft an" empfand ich das nunmehr vierte (Familien-)Buch als inhaltlich schwächer. Denn Überraschungen blieben aus und Altbekanntes wurde abermals durch den Kakao gezogen. Zudem waren die Schilderungen und Anekdoten über Bastian Bielendorfers Mutter wesentlich spannender und insgesamt unterhaltsamer als die väterlichen Eskapaden und Fehltritte.

    FAZIT
    Bielendorfers neuester Humor-Coup ist abermals ein Fest für die Lachmuskeln. Doch für die Zukunft wünsche ich mir neue Themen jenseits der ausgetretenen Familienpfade. 

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    Bibzaubervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Lustig, wie immer.
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    Daniliesingvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Das perfekte Buch, um es nebenbei in der U-Bahn zu lesen und sich dabei herrlich zu amüsieren.
    Kommentare: 1
    TanjaMaFis avatar
    TanjaMaFivor 12 Tagen
    L
    LovelyMvor 2 Monaten
    steinchen80s avatar
    steinchen80vor 2 Monaten
    N
    Nerdyvor 4 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    m_exclamationpoints avatar

    Papa und das Internet

    Das WordWideWeb, Smartphones, Social Media und Fragen über Fragen. Wer kennt es nicht, Mutter und Vater wollen mit der Zeit gehen und wissen am Ende doch alles besser. Noch schwieriger wird die Situation, wenn es sich bei den Eltern um Lehrer handelt, die ihr Leben lang Wissen weitergeben haben. Sich von dem eigenen Kind belehren zu lassen nagt am eigenen Ego. In der neuesten Satire „Papa ruft an“ von Bastian Bielendorfer  werden genau diese Situationen geschildert und zwar detailgetreu, mitfühlend und äußerst unterhaltsam!

    An diesem Fragefreitag habt ihr die Gelegenheit dem Autor Bastian Bielendorfer alle Fragen zu seinen Unterhaltungskrachern zu stellen und das Leben des Lehrerkindes aus allen Blickwinkeln zu beleuchten. Also ran an die Tasten und auf Rechtschreibfehler achten. Bastian Bielendorfer ist von 9 bis 12 Uhr für all eure Fragen hier. 

    Mehr zum Inhalt 
    Wenn die Floppy-Disks nicht in den CD-Spieler passen wollen und weder die Nachbarschaft noch Apples Siri jemals wieder mit Vater sprechen möchten, dann muss Bastian dran glauben. Nachdem das Lehrerkind bereits seine Mutter fit gemacht hat fürs Weppzwonull, ist nun Vater dran – und der zahlt es dem Sohn mit ungebetenen Ratschlägen zurück. Denn auch jenseits der Dreißig gelingt es Bastian kaum, die Familienbande zu entwaffnen – vor allem, weil Vater Bielendorfer auch noch Schützenhilfe am Rotstift bekommen hat: Neffe Ludger ist zwar erst zwölf, er hält seinen Babysitter Basti aber so auf Trab, dass man am Ende nicht mehr weiß, wer hier eigentlich auf wen aufpasst …

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    Wir freuen uns, dass Bastian Bielendorfer Zeit gefunden hat und wünschen euch und natürlich dem Autor ganz viel Spaß beim Fragen stellen und Fragen beantworten!
    AnneMFs avatar
    Letzter Beitrag von  AnneMFvor einem Jahr
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