Bastian Ludwig Des Teufels Mörder

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Inhaltsangabe zu „Des Teufels Mörder“ von Bastian Ludwig

1863: In dem kleinen Rhöndorf Solkers treibt der Legende nach ein Riesenwolf sein Unwesen. Ist ihm jetzt auch der Bürgermeisterknecht Jakob zum Opfer gefallen? Everd Edinger, seines Zeichens Privatdetektiv, kann dies nicht so recht glauben. Das mysteriöse Verschwinden des Mannes muss eine natürliche Ursache haben. Everd macht sich an die Aufklärung des Falls. Zur Seite steht ihm dabei die findige und bezaubernde Ella. Doch bald schon ergeben sich neue Schwierigkeiten durch eine Sturzflut und eine seltsame Epidemie unter den Dorfbewohnern.

Tolles Buch

— abetterway
abetterway

Dunkel, düster,.. Geheimnisvoll

— Ivonne_Gerhard
Ivonne_Gerhard

Ein gelungener historischer Krimi von Bastian Ludwig!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Unterhaltsame Geschichte mit erzählerischen Schwächen.

— MarioL
MarioL

Historischer Krimi der mich nicht mitreißen konnte.

— samea
samea

Sehr interessanter und grusseliger Thriller.

— Vampir989
Vampir989

Spannende und mysteriöse Geschichte mit sympathischen Ermittlern. Für mich ein gelungener historischer Krimi!

— Talitha
Talitha

Kurzweilige Unterhaltung und eine spannende Geschichte vor einem historischen Hintergrund, der eine spannende Thematik aufgreift.

— Ladybella911
Ladybella911

Historischer Krimi mit kleinen Schwächen

— Langeweile
Langeweile

zäher langatmiger Einstieg und wenig Spannung, konnte mich nicht begeistern

— Engel1974
Engel1974

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1094
  • Des Teufels Mörder

    Des Teufels Mörder
    abetterway

    abetterway

    19. April 2017 um 21:01

    Erst mal vielen lieben Dank, dass ich das Buch lesen durfte. Ich bin nicht allzugroßen Erwartungen in das Buch gegangen, allerdings hat mich der Krimi von der ersten Seite an gefesselt. Teilweise zwischen Mystik und Realität...sehr düster und spannend. Manchmal ist es wirklich gruselig und manche Anschauungen von der Vergangenheit haben nun einfach einen andere Ausschauung.  Das was mir besonders gefallen hat ist, dass man sehr gut mitraten kann und somit wirklich in das Buch miteinbezogen wird. Ein toller Krimi von einem tollen Autor. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.  

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  • Geheimnisvoll. Mystisch. Düster. Historisch .

    Des Teufels Mörder
    Ivonne_Gerhard

    Ivonne_Gerhard

    16. March 2017 um 14:57

    Ein Buch welches ich zuerst dachte es liegt mir nicht wirklich,.. Aber nach dem ersten Abschnitt, fing es an mir zu gefallen,,. Zeitweilen erinnert es an Jack the Ripper mit den düsteren Straßen Englands und den schaurigen Geschichten,... Hier befinden wir uns aber in einem Rhöndorf ;-) Die Spannung kam dann auch ab dem ersten Drittel des Buches,.. Bis zum Schluss blieb diese aber dann erhalten,.. Gefallen hat mir die Taffe Frau Ella an der Seite des Ermittlers Evered,.. Die 2 waren ein gutes Team,... Unterschiedlich und gegensätzig aber erfolgreich ,... Die Geschichte war faszinierend, mit dem aberglauben der Dorfleute gepaart,.. Entwickelte sich aus einem Menschen mit einer Krankheit eine mystische Bedrohung,.. Das verschwinden von Jakob erfordere einige Ermittlungen und Spurensuchen,.. Welche wir begleiten,... Immer wieder treffen wir auf verschiedene geheimnisvolle Personen, Wendungen und Ereignisse,.. Das gefiel mir sehr gut,.. Der Schluss gab eine Einblicke auf die Vergangenheit noch,.. Und schlüsselte auf, was passiert ist und wer wirklich dahinter steckt,,.. Ich würde mich freuen auf eine Fortsetzung mit Ella und Evered,.. Was mir beim Verlag gefällt ;-) zu jedem Buch hat gmeiner das passende Lesezeichen sofort dabei ;-) das ist immer eine schöne Geste ;-)

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  • Der Wolf von Solkers

    Des Teufels Mörder
    Maddinliest

    Maddinliest

    13. March 2017 um 20:31

    Mit Hilfe einer schlauen List lotst die findige und bezaubernde Ella den Privatdetektiv Everd Edinger aus Frankfurt in ihre kleine Heimat-gemeinde Solkers. Dort sind die Bewohner in großer Sorge wegen des Verschwindens eines der Ihrigen, Jakob, der Knecht vom Bürgermeister. Mit vereinten Kräften haben alle schon nach ihm gesucht, aber er scheint spurlos verschwunden zu sein. Gleichzeitig verbreitet sich das Gerücht um einen riesigen Wolf, der in dem Gebiet sein Unwesen treiben soll. Ist Jakob dem Untier zum Opfer gefallen? Kaum hat Everd die Ermittlungen aufgenommen geschehen die nächsten mysteriösen Unfälle...Bastian Ludwig entführt den Leser in "Des Teufels Mörder" in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ich konnte aufgrund der sehr bildreichen und flüssig zu lesenden Schreibweise gut in die damalige Zeit eintauchen. Der Autor erzählt die spannende Geschichte eines vermissten Knechts und würzt diese mit einigen mystischen und unheimlichen Elementen. Die Spannung wird mit Aufnahme der Suche nach Jakob gut aufgebaut und mit viel Tempo und Action angereichert über die gesamte Länge des Buches aufrechtgehalten, um dann in einem fulminanten Finale zu enden. Die Hauptprotago-nisten Everd und Ella konnten bei mir zwar schnell Sympathiepunkte sammeln, aber aus meiner Sicht blieben die Charaktere der Personen zu sehr an der Oberfläche. So fehlte dem historischen Kriminalroman am Ende ein wenig die Tiefe.Nichts desto trotz hat mir das Buch "Des Teufels Mörder" gut gefallen, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit vier von fünf Sternen bewerte.

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  • Leserunde zu "Des Teufels Mörder" von Bastian Ludwig

    Des Teufels Mörder
    Bastian_Ludwig

    Bastian_Ludwig

    Hallo liebe Lesefreunde! Die Rhön im 19. Jahrhundert: Dichte Wälder, dunkle Seen, schroffer Basalt. Und dazwischen ein kleines Dorf, in dem sich Seltsames abspielt. Lust, meinen Debütkrimi „Des Teufels Mörder“ unter die Lupe zu nehmen? Dann macht doch mit bei der Leserunde. Mit freundlicher Unterstützung des Gmeiner Verlages verlose ich dafür 12 Printexemplare des Buches.   Inhalt 1863: In dem kleinen Rhöndorf Solkers soll ein Riesenwolf sein Unwesen treiben. Ist ihm jetzt auch der Bürgermeisterknecht zum Opfer gefallen? Everd Edinger aus Frankfurt, seines Zeichens Privatdetektiv, kann dies nicht so recht glauben. Das mysteriöse Verschwinden des Mannes muss eine natürliche Ursache haben. Everd macht sich an die Aufklärung des Falls. Zur Seite steht ihm dabei die findige und bezaubernde Ella. Doch bald schon geben eine seltsame Epidemie unter den Dorfbewohnern und eine Sturzflut neue Rätsel auf …   Mitmachfrage „Des Teufels Mörder“ spielt in der Rhön des 19. Jahrhunderts. Darum meine Frage an Euch: In welcher Zeit und/oder an welchem Ort würdet Ihr einen Krimi ansiedeln und warum?   Mitmachen Es kann jeder mitmachen, der möchte. Gibt es mehr Anmeldungen als Bücher, wird gelost. Anmeldeschluss ist der 31.01.2017, 23:59 Uhr. Los geht die Leserunde dann so um den 10.02. herum, je nachdem wie lange es dauert, alle Bücher zu verschicken. Hintergrundinfos  Viele Infos zum Buch gibt es hier: Autorenseite von Bastian Ludwig Eine Leseprobe findet ihr u. a. hier: Leseprobe auf dotbooks.de Ein älteres Gewinnspiel bei LovelyBooks findet Ihr hier: Buchverlosung bei LovelyBooks Und zu einer Leserunde, die vor etwa zwei Jahren stattfand, geht es hier: Frühere Leserunde bei LovelyBooks   Ich freue mich auf eine spannende Leserunde. Viele GrüßeBastian

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    • 199
  • DES TEUFELS MÖRDER von BASTIAN LUDWIG

    Des Teufels Mörder
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. March 2017 um 10:31

    Zum Inhalt:1863: In dem kleinen Rhöndorf Solkers treibt der Legende nach ein Riesenwolf sein Unwesen. Ist ihm jetzt auch der Bürgermeisterknecht Jakob zum Opfer gefallen? Everd Edinger, seines Zeichens Privatdetektiv, kann dies nicht so recht glauben. Das mysteriöse Verschwinden des Mannes muss eine natürliche Ursache haben. Everd macht sich an die Aufklärung des Falls. Zur Seite steht ihm dabei die findige und bezaubernde Ella. Doch bald schon ergeben sich neue Schwierigkeiten durch eine Sturzflut und eine seltsame Epidemie unter den Dorfbewohnern. Meine Meinung zum Buch:„Des Teufels Mörder“ von Bastian Ludwig hat mir gut gefallen. Ein meiner Meinung nach gelungener historischer Krimi, der mit einem interessanten Fall und einem sympathischen Ermittlerteam aufwartet. Wer hier nun zwischen Everd und Ella eine Liebesgeschichte erwartet, die sich zum eigentlichen Fall gesellt, der wird wohl enttäuscht werden. Denn hier stehen die Ermittlungen und der Fall an sich im Vordergrund und das hat mit in Kombination mit der gelungenen historischen Kulisse sehr gut gefallen! Besonders gelungen fand ich hier auch den Schreibstil, der sich wunderbar an die Zeit in der der Fall spielt anpasst und das Ganze zu einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit macht. Auch wenn das ein oder andere zu erahnen, vielleicht vorhersehbar war, so blieb es doch bis zum Ende spannend und auch der Gruselfaktor kam nicht zu kurz.

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  • Das Schaf im Wolfspelz

    Des Teufels Mörder
    MarioL

    MarioL

    27. February 2017 um 09:56

    [Printversion in einer Lovely-Books Leserunde gewonnen] In einem abgeschiedenen Dorf verschwindet ein junger Mann. Gleichzeitig werden Gerüchte laut, ein Werwolf ginge um. Das Ermittlerduo Everd und Ella glauben nicht an Übersinnliches und machen sich an die Ermittlerarbeit. Schreibstil Stilfragen haben immer etwas mit persönlichem Geschmack zu tun. Für den Stil des Autors in diesem Buch, konnte ich mich nicht recht erwärmen. Die handelnden Figuren sind nur rudimentär beschrieben, sogar die beiden Hauptprotagonisten bleiben amöbenhaft vage. Sie tun was notwendig ist, um die Handlung voran zu treiben, nicht mehr, nicht weniger. Sie haben keine ausgeprägte Charaktereigenschaft, die man ihnen als wohlwollender Leser nicht selbst andichtet. Die Sprache bleibt zielgerichtet auf den Handlungsverlauf fixiert. Wenn Ella im Laufe der Ermittlungen mal durch den laut Klappentext „dichten“ Wald streift, erlebt man keinerlei Schwierigkeiten mit dem Kleid, das sie trägt oder sonst irgendetwas, das nicht unmittelbar mit der Handlung zu tun hat. Das sind Kleinigkeiten, an denen der Autor keinen Gedanken verschwendet. Landschaftsbeschreibungen gibt es, aber auch sie bleiben sehr oberflächlich und vermitteln keinen Eindruck, wenn man nicht als Leser mit der eigenen Fantasie kräftig nachhilft. Figuren werden in die Handlung eingeschossen, indem schlicht ihre Namen erwähnt werden. Aber so schnell wie sie kommen, gehen sie auch schon wieder. Es gibt eine Fülle an Namen und Figuren, etwas genauer kennenlernen kann man sie aber nur in Ausnahmefällen. Eben diese fehlende Bildersprache machte es mir auch schwer, mich ins 19te Jahrhundert versetzt zu fühlen. Hätte man die Handlungszeit nicht schon dem Klappentext entnehmen können, wäre ich nicht notwendigerweise draufgekommen, dass das Buch Mitte des 19ten Jahrhunderts spielt. Gut – da oder dort gibt es eine Szene, die auf die Vergangenheit deutet: Die Kutschenfahrt nach Ostdeutschland etc. aber die Atmosphäre fehlt. Die fehlende Figurenentwicklung ist es auch, was es mir in der Endphase auch unmöglich gemacht hat, mit den Protagonisten mitzufiebern. Die Figuren kommen so oberflächlich daher, dass ich keine Beziehung zu ihnen entwickeln konnte und letztlich auch nicht mit ihnen mitleiden konnte. Außerdem kann man anhand der oberflächlichen Figurenentwicklung den Handlungsverlauf voraussagen. Kommt eine Figur vor, der sich der Autor in mehr als einem Satz widmet, weiß man schon, dass sie Handlungsrelevant ist. Kommt sie zwischendurch vor und dann bis zum Schluss nicht mehr, weiß man, er hat was mit dem Verbrechen zu tun. Dass er wiederkommt, ist so vorhersehbar wie Regen in England. Das Detektivduo Sherlock Holmes und Dr. Watson haben auch in den unzähligen Epigonenromanen oft halbwegs funktioniert und sind auch schon weiterentwickelt worden, wie z.B. bei D.Browns Sakrileg in Gestalt des R. Langdon und der S.Neveu. In Bastian Ludwigs Roman ist dieses Duo in Gestalt von Everd und Ella vollkommen neutral – auch zueinander. Man erfährt, dass sie sich bereits seit ihrer Kindheit kennen – das wars. Mehr Tiefe gibt’s nicht. Man kann nicht sagen, sie würden nicht funktionieren, dazu lernt man sie zu wenig kennen. Große Detektivarbeit mit der man mitfiebern könnte, findet nicht statt. Die Stellen, an denen „ermittelt“ wird, sind vergleichsweise kurz und oft schon mit der Auflösung des Rätsels verbunden. Überraschungen gibt’s keine und oft wird ein Rätsel gelöst, ohne dass man es vorher schon als solches erkannt hätte.   Dramaturgie Eindeutig die Stärke dieses Buchs. Schade, dass der Autor sein Pulver da und dort nur allzu schnell verschießt. Leider sind die Dinge durch den spartanischen Schreibstil leicht durchschaubar. Mal sind es Äpfel, denen in der Erzählung vergleichsweise breiter Raum eingeräumt wird. Der aufmerksame Leser erkennt alleine an dieser Tatsache, dass mit ihnen im weiteren Verlauf der Handlung etwas Entscheidendes passiert. Ein anderes Mal die blinde Dorfälteste, die natürlich die Aufmerksamkeit auf etwas lenken soll, das man als Leser zu befürchten soll. Ein anderes Mal ist es eine Flutwelle, hinter der natürlich auch nur eine handlungsrelevante Tatsache vermutet werden kann – ein Kapitel weiter – et voila. Überraschung sieht anders aus. Alles in allem einfach zu durchschaubar. Abgesehen davon leidet unter manchen Dingen die Glaubwürdigkeit des Textes. Der Roman spielt 1863, einer Zeit, in der die Aufklärung noch nicht in alle Bevölkerungsschichten durchgeschlagen hatte. Ich erinnere daran, dass von Preußen noch 1870(?) ein Gesetz erlassen werden musste, das Hexenverfolgung untersagte. Wenn man sich das vor Augen hält kommt es einem doch komisch vor, dass Everd und Ella allzu selbstverständlich jede „übernatürliche“ Möglichkeit ausschließen – ja, sogar lächerlich finden, auch als dieses vermeintlich Übernatürliche buchstäblich zum Greifen nah war. Sie reagieren bei diesem Punkt so, wie man es heute von Menschen erwarten würde, nicht Mitte des 19. Jh. Hier hätte vielleicht Johnny Depp in Sleepy Hollow ein Vorbild sein können. Der ist auch ganz von den Lehren der Aufklärung durchdrungen, hadert durch die Geschehnisse aber immer mit seinem Glauben. Sicher, die Geschichten passen nicht recht zusammen, aber ein wenig innerer Konflikt hätte zumindest dem Hauptprotagonisten etwas Leben eingehaucht. Sprache Hier bemüht sich der Autor redlich, Atmosphäre des neunzehnten Jahrhunderts aufkommen zu lassen. Einige monumentale Schachtelsätze deuten stark in diese Richtung. Leider häufen sich diese gerade am Anfang des Buchs, wenn der Autor zu Landschaftsbeschreibungen übergeht. Ein Beispiel: „Unter Ella und Everd erstreckte sich ein Tal, an dessen beiden Hängen, durchquert von einem kleinen Fluss – der Ulster, wie Ella erklärte – Solkers lag“. Nicht extrem, aber doch etwas befremdend, wie ich finde. Diese lassen aber im Verlauf der Handlung merklich nach – oder ich habe schlicht angefangen, über sie drüberzulesen. Anmerkung am Rande: Mir als Tiroler kommt es auch etwas komisch vor, von einem Tal zu lesen, wenn in der ganzen Gegend nicht ein einziger lausiger Ansatz eines wenigstens schmächtigen Gebirges steht. Wie kann es Täler ohne Berge geben? Ich musste den Begriff „Basaltberg“ googlen um draufzukommen, dass es sich dabei um dünne, ein paar Meter hohe Felsstifte handelt, die wie ein Paket Chopsticks in der Landschaft rumstehen. Auch wieder was gelernt :-) Gerade historische Romane stellen bei der Sprache eine große Herausforderung für den Autor dar. In diesem Fall so weit zu gehen, den Versuch als gelungen zu bezeichnen, halte ich für übertrieben. Redlich bemüht, trifft es eher. Bedenken sollte man allerdings, dass es sich bei dem vorliegenden Werk um einen Debutroman handelt. Insofern sollte man auch etwas nachsichtiger sein. Fazit: Alles in allem ein unterhaltsamer Roman, der einem schon mal die eine oder andere kurzweilige Stunde bescheren kann, der aber auch ohne besondere Höhepunkte dahinplätschert. Spannung kam bei mir keine auf, was aber nicht an der Handlung lag, sondern an der fehlenden Beziehung zu den Protagonisten. Dennoch wollte ich immer wissen, wies weitergeht. In einem Satz: Eine gute Geschichte in einem Roman, der viel Potential verschenkt.  Immerhin hat es die Handlung geschafft, mich bis zum Schluss bei der Stange zu halten und es ist nicht meine Art, Bücher fertigzulesen, die ich nicht mag.  

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  • Spannender historischer Krimi

    Des Teufels Mörder
    Alex1309

    Alex1309

    26. February 2017 um 09:07

    Das Cover des Buches strahlt schon etwas Geheimnisvolles aus und man hat schon gleich den Eindruck, dass es „düster“ wird, und das ist passend zu dem Inhalt des Buches. Es handelt sich um eine vielschichtige Geschichte mit vielen Personen, die ich mir aber nach und nach alle gut vorstellen konnte. Auch die Handlungsorte und die damalige Zeit konnte ich mir, dank der Erzählweise, gut vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und animiert immer zum Weiterlesen nach den einzelnen Kapiteln und Abschnitten. Ich war, dank der überraschenden Wendungen, mehrfach auf der falschen Spur und fand das Buch spannend bis zum Schluss. Für mich ein sehr guter historischer Krimi, den ich empfehlen kann.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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    • 2282
  • Schockierend 😱

    Des Teufels Mörder
    Runa961

    Runa961

    23. February 2017 um 14:06

    Das Buch des Teufels Mörder ein historischer Thriller von Bastian Ludwig . Das Buch hat 342 Seiten und das Cover ist sehr schön ( und ein bisschen gruselig ) und passt perfekt zur Geschichte . Klappentext : 1863: In dem kleinen Rhöndorf Solkers treibt der Legende nach ein Riesenwolf sein Unwesen. Ist ihm jetzt auch der Bürgermeisterknecht Jakob zum Opfer gefallen? Everd Edinger, seines Zeichens Privatdetektiv, kann dies nicht so recht glauben. Das mysteriöse Verschwinden des Mannes muss eine natürliche Ursache haben. Everd macht sich an die Aufklärung des Falls. Zur Seite steht ihm dabei die findige und bezaubernde Ella. Doch bald schon ergeben sich neue Schwierigkeiten durch eine Sturzflut und eine seltsame Epidemie unter den Dorfbewohnern. Ich mochte den Schreibstill er war schön flüssig und gut lesbar auch sehr gut gefiel mir das die Sprache des Buches passend zum Zeitalter der Handlung passt . Die Geschichte hatte wirklich sehr viele mysteriöse und spannende Phasen wo man einfach weiterlesen muss . Das Buch zieht einen in den Bann . Ein kleiner Problem war das am Anfang sehr viele Namen genannt werden und man dann Schwierigkeiten bekommt das alles zu verarbeiten . Aber alles im einem Empfehle ich das Buch weiter . Es ist ein gelungener Thriller .

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  • Dem Wolfsmann auf der Spur ...

    Des Teufels Mörder
    engineerwife

    engineerwife

    22. February 2017 um 15:25

    Es kommt wirklich knüppeldick für die Bewohner in der Rhön Mitte des vorletzten Jahrhunderts. Ausgelöst werden die vielen ominösen Ereignisse durch das Verschwinden des Bürgermeisterknechts Jakob. Obwohl erst mit einer Hundertschaft fieberhaft nach ihm gesucht wird, bleibt er verschollen. Immer mehr kommt jedoch nach einer Woche das Gefühl auf, dass gar nicht mehr weiter gesucht werden soll. Wer hat hier was zu verbergen, wer steckt in dieser Intrige mit drin? Everd und Ella machen sich mutig auf Spurensuche und begegnen mehr als einem unangenehmen Zeitgenossen …. Der Debutroman bzw. Krimi konnte mich überzeugen, als historischen Thriller würde ich ihn aber nicht bezeichnen. Mir gefiel die leicht düstere manchmal sogar gruselige Atmosphäre des Buchs, die in Frankfurt ihren Anfang nimmt und uns in die Rhön, ein gebirgiges Gebiet, das an Hessen, Bayern und Thüringen angrenzt, entführt. Die Menschen führten zum Teil ein beschwerliches und auch oft ärmliches Leben, das so manchen auf Idee brachte, nicht immer bei der Wahrheit und schon gar nicht im Rahmen der Gesetze zu bleiben. Ich könnte mir eine Fortsetzung mit dem sympathischen Ermittlerpärchen sehr gut vorstellen, würde mir dann aber ein paar weniger Charaktere wünschen. Die Flut von Namen macht einem als Leser doch an mancher Stelle etwas zu schaffen. Alles in allem von mir eine Leseempfehlung und ein Kompliment an den jungen Autor. 

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  • „Des Teufels Mörder“ von Bastian Ludwig

    Des Teufels Mörder
    nancyhett

    nancyhett

    20. February 2017 um 18:02

    Der gelungene Debütroman von dem deutschen Autor Bastian Ludwig, erschienen im März 2016 im Gemeiner Verlag. Klappentext: 1863: In dem kleinen Rhöndorf Solkers treibt der Legende nach ein Riesenwolf sein Unwesen. Ist ihm jetzt auch der Bürgermeisterknecht Jakob zum Opfer gefallen? Everd Edinger, seines Zeichens Privatdetektiv, kann dies nicht so recht glauben. Das mysteriöse Verschwinden des Mannes muss eine natürliche Ursache haben. Everd macht sich an die Aufklärung des Falls. Zur Seite steht ihm dabei die findige und bezaubernde Ella. Doch bald schon ergeben sich neue Schwierigkeiten durch eine Sturzflut und eine seltsame Epidemie unter den Dorfbewohnern. Meine Meinung: Ein spannender und packender historischer Thriller, der mich sogleich in seinen Bann zog. Der Schreibstil von Bastian Ludwig war sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Charaktere waren realistisch und gut ausgearbeitet, sodass ich mit ihnen mitfieberte. Auch die Handlung empfand ich als mitreißend, mit einem Spannungsbogen, der stetig gesteigert wurde. Der Autor verstand es den Leser in eine vergangene Zeit zu entführen und diese neu aufleben zulassen. Ein tolles Buch, welches ich gern weiterempfehle. Mein Fazit: Lesenwert!

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  • Sehr interessanter und gruseliger Krimi

    Des Teufels Mörder
    Vampir989

    Vampir989

    19. February 2017 um 18:58

    Wir schreiben das Jahr 1863.Im kleinen Rhöndorf Solkers geschehen merkwürdige Dinge.Deshalb bittet Ella ihren alten Freund,welcher Detektiv ist,um Hilfe.Jakob,der Ehemann ihrer Freundin ist spulos verschwunden.Außerdem soll ein Untier sein Unwesen treiben und plötzlich bricht auch noch eine Epidemie aus.Dazu kommt eine unverhoffte Sturzflut.Der Detektiv Everd Edinger beginnt sofort mit den Ermittlungen und bekommt tatkräftige Unterstützung von der bezaubernden Ella. Der Autor verführt uns in eine historische gruselige Welt. Das Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin.Auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei das sich die Geschichte sehr gut liest. Die Protoganisten werden sehr gut beschrieben und so konnte ich sie mir bildlich gut vorstellen.Das Ermittlerteam ist sehr sympatisch und man schließt es gleich in sein Herz. Die Spannung steigt von Anfang bis Ende stetig an und so kommt nie Langeweile auf. Viele Szenen werden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mit gefiebert und mit gebangt. Auch hat der Autor es gut verstanden die "Untertierbestie " so klar und deutlich zu beschreiben,das man sich dieses Unwesen gedanklich bestens vorstellen konnte.Dies hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist auch sehr ansprechend und passt genau zum Buchtitel und der Geschichte. Mir hat das Lesen dieses Buches viele spannende Lesestunden beschert.Ich wurde in eine faszinierende und gruselige Welt entführt.Für Leseliebhaber von historischen Thrillern ist dieses Buch sehr empfehlenswert.

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  • Der mit dem Wolf im Schafspelz kämpft...

    Des Teufels Mörder
    Aspasia

    Aspasia

    19. February 2017 um 16:09

    Mit Des Teufels Mörder legt Bastian Ludwig seinen Debutroman vor, der vom Gmeiner Verlag zwar als Historischer Thriller geführt wird, meiner Meinung nach aber eher eine, wenn auch ungewöhnliche, Mischung aus angesagtem Regionalkrimi und im besten Sinne altmodischer Detektivgeschichte des 19. Jahrhundert ist. In einer solchen wird durch Indizien, Psychologie, Kombinatorik, Intuition und logischer Schlussfolgerung ein Fall von einem oft charismatischen Ermittler gelöst. Der junge Ermittler Everd Edinger, für den im Jahr 1863 seine Heimatstadt Frankfurt am Main durch seine Gutgläubigkeit beruflich gerade verbrannte Erde darstellt, wird von seiner alten Freundin Isabella Fanning trickreich aus der Stadt gelockt, um mit seinem detektivischen Fachwissen bei der Auffindung von Jakob Rothenberger zu unterstützen. Jakob, der Knecht des Bürgermeisters von Solkers, einem eigentlich beschaulichem Dorf in der Rhön, ist von der Jagd nach einem ungewöhnlich großen Wolf, der in der waldreichen Umgebung des Ortes gesichtet wurde, nach nun über zwei Wochen nicht zurückgekehrt. Trotz ausgiebiger Suchaktionen unter der Ägide des Bürgermeisters Wilkers und des Dorfpolizisten wartet seine Ehefrau, die Magd Aga noch immer auf ein Lebenszeichen von ihm. Da Isabella ihrer Freundin helfen will, zieht sie eigenmächtig Everd hinzu, brüskiert damit zwar die Stadtoberen, sorgt aber auch dafür, dass der Fall noch nicht ad acta gelegt wird. Gemeinsam machen sie sich an die Arbeit und kommen der Wahrheit hinter dem Verschwinden immer näher. Die beiden Hauptfiguren des historischen Romans, Everd und Isabella, werden als sympathische Vertreter der Aufklärung dargestellt, die im Gegensatz zu manchem Dorfbewohner wenig übrig haben für obskure Schauergeschichten, sondern naturwissenschaftliche Erklärungen für die Vorkommnisse suchen, bleiben aber leider als Personen etwas blass. Die auffällig hohe Anzahl an Nebenfiguren mag den ein oder anderen Leser in Verwirrung stürzen, ein Personenregister, könnte dies verhindern. Ich fand nicht unbedingt die Menge störend, sondern, dass einzelne mit Namen, Beruf und Verwandtschaftsverhältnis eingeführt wurden, obwohl dies für den Plot unwesentlich war. Die Rhön im 19. Jahrhundert, ein wild romantisches, deutsches Mittelgebirge mit seinen Wäldern und Basaltformationen, Heimat des Autors, bildet einen wunderschön bebilderten Handlungsort. Der historische Teil des Labels „historischer Thriller“ hat mir gefallen, mir fehlte aber ein wenig der „Thrill“, das Mitreißende. Wenn der Stoff mitriss, er eine unerwartete Wendung für den Leser nahm, dann trat dieser im Handlungsverlauf aber meist erst mal wieder behäbig lauschend auf der Stelle, während er mit oft langatmigen Informationen durch eine oft neueingeführte Figur versorgt wurde. Das ist kontraproduktiv, wenn man Tempo erzeugen möchte. Ich wünsche mir vielleicht das ein oder andere Mal etwas mehr Mut, den Leser „unaufgeklärt“ durch die Handlung zu schubsen, statt des „Frontalunterrichts“ und wenn diese erzählerischen Kinderkrankheiten behoben sind, werde ich den nächsten „historischen Regionalkrimi“ noch lieber lesen.

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  • Spannende und mysteriöse Geschichte um 1863 mit sympathischen Ermittlern

    Des Teufels Mörder
    Talitha

    Talitha

    18. February 2017 um 21:48

    1863, in Solkers, einem kleinen Dorf bei Frankfurt: Die junge Wirtshausbesitzerin Ella sucht bei ihrem Freund Everd Edinger, Privatermittler in Frankfurt, der gerade durch einen Fall in Bedrängnis bekommen ist, um Hilfe, weil der Mann der Magd des Bürgermeisters verschwunden ist, und zwar bei der Jagd auf einen mysteriösen Riesenwolf, der an der Rhön sein Unwesen treiben soll... Der Krimi ist unterhaltsam zu lesen, spannend und mysteriös, auch teilweise ein wenig gruselig (wenn z. B. die Dorfälteste ihre Lebenserinnerungen erzählt, in denen ein Werwolf auftaucht). Everd und vor allem Ella waren mir sofort sympathisch, gerade ihre kleinen Kabbeleien und Ermittlungen. Man kann gut miträtseln und auch auf die Lösung kommen, was ich bei Krimis immer besonders gut finde. Auch die Motivation der Täter ist nachvollziehbar, wenn auch sehr grausam aus heutiger Sicht. Für die Zeit passt es aber sehr gut und das Thema finde ich sogar sehr modern (mehr möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern). Mein Fazit ist daher positiv! Ein toller historischer Krimi, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Mir hat er sehr gut gefallen! 

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