Bastian Obermayer

 3,9 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Pärchenabend forever, Die Ibiza-Affäre - Filmbuch und weiteren Büchern.
Autorenbild von Bastian Obermayer (©)

Lebenslauf von Bastian Obermayer

Bastian Obermayer, geboren 1977 in Rosenheim, studierte Politik, Geschichte und Amerikanistik und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Er schrieb als freier Journalist für "SZ-Magazin", "Neon", "Süddeutsche Zeitung", "Frankfurter Rundschau" und andere Medien, seit Februar 2008 arbeitet er als Redakteur beim "SZ-Magazin". Er erhielt für seine Reportagen diverse Auszeichnungen, u.a. den Theodor-Wolff-Preis 2009.

Alle Bücher von Bastian Obermayer

Cover des Buches Pärchenabend forever (ISBN: 9783462041569)

Pärchenabend forever

 (43)
Erschienen am 20.05.2010
Cover des Buches Die Ibiza-Affäre - Filmbuch (ISBN: 9783462002294)

Die Ibiza-Affäre - Filmbuch

 (18)
Erschienen am 09.09.2021
Cover des Buches Panama Papers (ISBN: 9783462050028)

Panama Papers

 (12)
Erschienen am 06.04.2016
Cover des Buches Bruder, was hast du getan? (ISBN: 9783462043402)

Bruder, was hast du getan?

 (3)
Erschienen am 15.09.2011
Cover des Buches Gott ist gelb (ISBN: 9783499629112)

Gott ist gelb

 (2)
Erschienen am 23.04.2014
Cover des Buches Vom Glück geträumt (ISBN: 9783499628696)

Vom Glück geträumt

 (1)
Erschienen am 27.03.2015
Cover des Buches Schweizer Geheimnisse (ISBN: 9783462003833)

Schweizer Geheimnisse

 (1)
Erschienen am 23.02.2022

Neue Rezensionen zu Bastian Obermayer

Cover des Buches Die Ibiza-Affäre - Filmbuch (ISBN: 9783462002294)chrissysbookss avatar

Rezension zu "Die Ibiza-Affäre - Filmbuch" von Bastian Obermayer

Die Ibiza Affäre
chrissysbooksvor einem Jahr

2017: In einer Villa auf Ibiza sitzen der FPÖ-Spitzenkandidat Hans-Christian Strache, sein Parteifreund Johann Gudenus mit Ehefrau Tatjana sowie eine angeblich steinreiche Oligarchin nebst Begleiter in einer geselligen Runde zusammen. In lockerer Atmosphäre werden alkoholische und energiegeladene Getränke konsumiert, Machtfantasien entwickelt und ein System zum Verschleiern von Parteispenden besprochen. So stellt Strache der Oligarchin z.B. lukrative Straßenbauaufträge in Aussicht, wenn sie die auflagenstärkste Zeitung Österreichs, die Kronen Zeitung, übernimmt. Dieses Szenario wirkt wie eine bizarre Satire, ist aber der reelle Versuch, die Meinungsmacht an sich zu reißen. Die beiden Politiker wissen nicht, dass sie den ganzen Abend von verschiedenen Kameras und Mikrofonen aufgenommen werden.

2019: Am 17. Mai erfährt die Öffentlichkeit in einem mehrere Minuten langen Video, was 2017 auf Ibiza besprochen wurde. Die Pläne des Vizekanzlers Heinz-Christian Strache und des Wiener Vizebürgermeisters Johann Gudenus lösen eine Regierungskrise in Österreich aus. Natürlich sehen sich die Protagonisten nicht als korrupte Täter, sondern als Opfer und sprechen von Fake-News und Fälschung.  

Im Mittelpunkt steht das Video. Dieses hat eine Länge von mehreren Stunden und wird den beiden investigativen Journalisten der Süddeutschen Zeitung, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer nach und nach zur Verfügung gestellt. In ihrem Buch „Die Ibiza-Affäre berichten sie zum einen detailliert vom Ablauf der brisanten Nacht auf der Baleareninsel und zum anderen über die aufreibende Recherche. Diese wird bestimmt durch geheime Treffen, kurzfristig übermittelte GPS-Koordinaten und der umfangreichen Prüfung des Materials auf Echtheit. Damit alle Fakten geprüft werden können, kooperiert die SZ schließlich mit dem deutschen Magazin „Spiegel“ und dem österreichischen Wochenblatt „Falter“. Und natürlich stellen sich viele Fragen. Wer hat die Falle auf Ibiza gestellt? Warum wurde so lange bis zur Veröffentlichung gewartet? Was wusste Jan Böhmermann zum Zeitpunkt seiner legendären Dankesrede anlässlich der Romy-Verleihung im April 2019? 

Das Buch liest sich wie ein Agententhriller und zeigt die Bedeutung der Pressefreiheit und die Unverzichtbarkeit von Qualitätsjournalismus in der heutigen Zeit beeindruckend auf. Absolut lesenswert! 

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Cover des Buches Die Ibiza-Affäre - Filmbuch (ISBN: 9783462316605)HannahLovesFencheltees avatar

Rezension zu "Die Ibiza-Affäre - Filmbuch" von Bastian Obermayer

Liest sich wie ein Thriller
HannahLovesFenchelteevor einem Jahr

Die Veröffentlichung des sogenannten "Ibiza-Videos" war für Österreich ein einschneidendes Ereignis, und schon damals habe ich die Berichterstattungen verfolgt. Jetzt dieses Buch zu lesen, hat mich wieder daran erinnert. 

Ich muss wirklich sagen, dass ich das Buch sehr gerne gelesen habe, da es wirklich packend und fesselnd zu lesen ist. Es ist für mich nicht nur so besonders interessant gewesen, weil ich Österreicherin bin, sondern auch weil man in dem Buch einen sehr, sehr guten Einblick in den investigativen Journalismus bekommt. Man kann sich oraktisch bildlich vorstellen, wie es in dem Büro eines Investigativjournalisten abläuft. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch mit sehr viel Witz und Hintergrundinformationen einen sehr guten Einblick in die Ibiza-Affäre und den investigativen Journalismus. 

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Cover des Buches Die Ibiza-Affäre (ISBN: 9783462054071)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die Ibiza-Affäre" von Bastian Obermayer

Korrupt sind immer nur die anderen
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Die beiden Investigativ-Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) Frederik Obermaier und Bastian Obermayer erhalten höchst brisante Daten zugespielt. Diese werden die türkis/blaue österreichische Bundesregierung implodieren lassen. 

Wie die beiden Journalisten zu diesem Material kommen, liest sich wie ein Agenten-Thriller. Erst nach und nach erhalten sie Einblick in das Datenmaterial. Davor sind geheime Treffen und Telefonate auf abhörsicheren Leitungen und immer wieder die Frage nach der Echtheit. Dann weiße Bildschirme nach dem Hochladen der Videos - erst das Betrachten mit einer speziellen Brille ermöglicht das Erfassen des ganzen Ausmaßes der Brisanz. Man beginnt eine Kooperation mit dem deutschen Magazin „Spiegel“ und dem österreichischen „Falter“.  

Eine der unumstößlichen Prämissen der SZ ist, niemals für Informationen zu bezahlen und keinesfalls die Quelle(n) preiszugeben. Um die Authentizität der Informationen zu beweisen, werden Forensiker bemüht, die an Hand eines Ohrmuschelvergleiches von Strache und Gudenus beweisen, dass es sich bei den gefilmten Personen tatsächlich um die beiden Politiker handelt und nicht um Schauspieler.  

Das Buch enthält quasi zwei „Handlungsstränge“: Der eine, die Story, wie Obermaier und Obermayer die Videodateien erhalten und der andere die transkribierten Mitschnitte der Gespräche. 

Hintergrund ist das millionenschwere Investment einer angeblich steinreichen russischen Oligarchin, die ihr Vermögen in Österreich anlegen möchte. Natürlich nicht aus Nächstenliebe, sondern mit entsprechender Rendite. 

Rückblick in das Jahr 2017:  

Eine Villa auf Ibiza: Strache, Gudenus, dessen Frau Tatjana, die vorgebliche Oligarchin sowie ein Übersetzer sitzen in geselliger Runde beisammen. Die Atmosphäre ist bestens. Wodka und Energy Drinks fließen in Strömen. Strache entwickelt allerlei Machtfantasien, wie er Österreich verändern will. So spricht er über den Entzug staatliche Aufträge an eine bestimmte Baufirma im Raum, genauso wie über den Verkauf der „Kronen Zeitung“, jener Auflagen stärksten Zeitung Österreichs, die bislang eher zu Gunsten von Strache & Co. geschrieben hat.

Strache und Gudenus wissen nicht, dass diese illustre Gesprächsrunde von mehreren Kameras gefilmt wird. 

Als dann die breite Öffentlichkeit am 17. Mai 2019 in einem mehrere Minuten langen Video erfährt, welche Pläne der damalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache und sein Parteifreund Johann Gudenus mit österreichischen Unternehmen bzw. mit dem ganzen Land vorhaben, ist Feuer am Dach. 

Die Betroffenen sprechen von Fake-News, Fälschung und besonders Strache sieht sich als Opfer einer Verleumdung. Korrupt sind immer nur die anderen.  

Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen spricht deutliche Worte: 

„Ich möchte das in aller Deutlichkeit sagen:
So sind wir nicht!
So ist Österreich einfach nicht!“
 

Und Bundeskanzler Kurz beendet die Koalition mit der FPÖ.

Trotzdem kann man über das Sittenbild der politischen Parteien im allgemeinen und dem Unrechtsbewusstsein in jener Partei, die sich als „Partei des kleinen Mannes“ ein Image einer „sauberen“ Partei auf die Fahnen geheftet hat, im Besonderen, nicht hinweg sehen.  

„Ein unsauberer Law-and-order-Mann - das funktioniert nicht.“ (S.75).

Fazit: 

Dieses Buch ist ein Plädoyer für die Pressefreiheit, die in mehreren europäischen Staaten, bedroht ist. Für die Aufdeckung des Ibiza-Skandals verdienen die beiden Journalisten und ihr Buch 5 Sterne.


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