Bastian Obermayer

 4.5 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Panama Papers, Gott ist gelb und weiteren Büchern.
Bastian Obermayer

Lebenslauf von Bastian Obermayer

Bastian Obermayer, geboren 1977 in Rosenheim, studierte Politik, Geschichte und Amerikanistik und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Er schrieb als freier Journalist für "SZ-Magazin", "Neon", "Süddeutsche Zeitung", "Frankfurter Rundschau" und andere Medien, seit Februar 2008 arbeitet er als Redakteur beim "SZ-Magazin". Er erhielt für seine Reportagen diverse Auszeichnungen, u.a. den Theodor-Wolff-Preis 2009.

Alle Bücher von Bastian Obermayer

Panama Papers

Panama Papers

 (9)
Erschienen am 06.04.2016
Bruder, was hast du getan?

Bruder, was hast du getan?

 (2)
Erschienen am 15.09.2011
Gott ist gelb

Gott ist gelb

 (2)
Erschienen am 23.04.2014
Vom Glück geträumt

Vom Glück geträumt

 (1)
Erschienen am 27.03.2015
Panama Papers

Panama Papers

 (1)
Erschienen am 13.05.2016

Neue Rezensionen zu Bastian Obermayer

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Rezension zu "Panama Papers" von Bastian Obermayer

erschreckend, verstörend, unbedingt lesen!
HorstErnstvor 3 Jahren

Das Buch ist eine gleichermaßen erhellende wie erschreckende und verstörende Lektüre. Dass Leute Geld verstecken wollen, Identitäten dazu und obendrein dunkle Machenschaften zudecken, man weiß es und man ärgert sich darüber. Dass es aber so einfach ist, dass so viele dabei sind bei diesen respektlosen Machenschaften, das sollte jeder und jede lesen und s und dass damit Abermilliarden an Geldern für bessere Zwecke verloren gehen.

Exemplarisch folgende Zitate (ohne Seitenzahlen da sich diese auf einem Tolino Lesegerät je nach Schriftgröße ändern, wenn man mit den Verlagsschriften liest:

„Wer ein noch stärker ausgeprägtes Anonymisierungsbedürfnis verspürt, kann auf Wunsch bei Mossack Fonseca neben den Scheindirektoren auch jederzeit Scheinanteilseigner, nominee shareholder, buchen. Das sind Menschen oder Briefkastenfirmen, die quasi treuhänderisch die Aktien halten.

„Natürlich wird nicht in jedem Fall Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet – aber doch, wie wir sehen werden, in sehr vielen. Auch staatliche Banken helfen Kunden, den Staat zu betrügen.“

„Der Rohstoff, von dem Firmen wie Mossack Fonseca leben, ist die Verschwiegenheit, und dafür bezahlen nicht nur, aber eben auch, Terroristen, Waffenschieber, Diktatoren eine Menge Geld.Sanktionen stoßen bei Briefkastenfirmen schnell an ihre Grenzen: Sanktionierte Personen können sich relativ einfach dahinter verstecken.“

„Wir haben also einen weiteren Staatschef in unseren Daten. Nach den Spuren, die zu Assad, Putin und den Kirchners führen, zum isländischen Premierminister und zum ehemaligen nicaraguanischen Präsidenten Arnoldo »Fat Man« Alemán, nun also die Ukraine.Mittlerweile lohnt es sich, die Fälle in einen speziell benannten Ordner zu sortieren: »Staatschefs«."

„Die Schmerzgrenzen von Mossack Fonseca sind erstaunlich niedrig. Der Kundin mit dem Alias »Tochter« empfehlen sie sogar, den Referenzbrief zu einer Überweisung in die Schweiz auf Mossfon auszustellen, denn Mossack Fonseca »ist eine Anwaltskanzlei. So sollte nicht der Anschein oder der Gedanke aufkommen, dass Sie Geld außer Landes« bringen. Mossfon hilft also, eine Fassade aufzubauen. Und verspricht, dass »wir irgendwie versuchen, Compliance zu vermeiden«.

„In den Mossfon-Memos der jüngsten Jahre finden sich auch immer wieder leicht deprimierte Notizen über Banken, die kaum mehr Schwarzgeld verwalteten und deswegen als Kunden nicht mehr infrage kämen."

„400 Journalisten aus mehr als 80 Ländern daran arbeiten, dass wir Spuren dutzender Staatschefs in den Daten gefunden haben, dazu Spuren zu Skandalen in so ziemlich jedem Land der Welt, zur FIFA und ihrem Präsidenten, zur UEFA und ihrem Präsidenten, verschiedenen Mafia-Organisatioen, Hisbollah, al-Qaida, dem ukrainischen Präsidenten, dem isländischen Premier (der vor Kurzem auch noch zum isländischen »Geschäftsmann des Jahres« gekürt wurde – zusammen mit jenem Finanzminister, den wir auch in den Daten gefunden haben) – und: zu Wladimir Putin“.

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Rezension zu "Bruder, was hast du getan?" von Bastian Obermayer

Das Kloster Ettal
spagettivor 3 Jahren

Das Buch berichtet über die schrecklichen Erlebnisse in der bayerischen Benediktinterabtei Ettel. Wie war es möglich, dass diese Verbrechen über Jahrzehnte unentdeckt blieben?
Die Eltern haben Ettal für ihr Kind ausgesucht, weil  ihr Kind in eine Insitution kommen sollte, wo die Welt in Ordnung war.  ?????

Diese vielen jungen Menschen, die im zarten Alter von 10, 11 oder 12 Jahren Opfer des Sexualtäters Pater Magnus wurden, ist einfach eine schreckliche Geschichte. Ausgeliefert sind die jungen Menschen diesem Pädagogen.

Erst viele Jahre später berichten die Opfer über die Gewalt und den Missbrauch, den sie über Jahre in diesem Kloster erleben mussten.

Es gab Hunderte von Übergriffen nur allein vom Pater Magnus. Es gab auch die Patres Gabriel, Laurentius und noch andere, die die Schüler regelrecht geknechtet haben.

Auch beim Besuch ihrer Eltern im Kloster, sind diese Kinder nicht imstande, die herrschenden Missstände mitzuteilen. Bei einer heissen Schokolade und Kuchen und der Frage: Wie geht es dir im Kloster? ist das Kind nicht imstande zu seinen Eltern zu sagen: ein Pater fasst mich immer an. Er will sich den Besuchstag mit den Eltern nicht versauen.  

Mich hat das Buch tief erschüttert.

FAZIT: Kein Buch für schwache Nerven. Das Buch ist kein Roman, und es gibt auch kein Happy End. Aber   es soll gelesen werden, so etwas sollte nie mehr passieren. Nirgendwo auf der Welt
 

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Rezension zu "Gott ist gelb" von Bastian Obermayer

Wir sind ADAC
Buecherspiegelvor 4 Jahren

Wir sind ADAC. So könnte das Buch auch heißen. Bei 19 Millionen Vereinsmitgliedern und einem Bekanntheitsgrad, der weit über anderen Vereinen steht, mit einer so starken Machtstellung in Politik und Wirtschaft, ist aber der vom Autor, Bastian Obermayer, gewählte Titel „Gott ist Gelb“ absolut zutreffend. Wer kennt den Schriftzug mit dem Gelb nicht? Keiner würde diese „Firma“ mit der Post verwechseln. Man mag bezweifeln, dass es jedem, vor allem Führerscheinneulingen, bewusst ist, hier steht nicht einer der größten Firmenimperien Deutschlands mit vielen Kunden, sondern ein Verein, wie es in jeder Kleingartensatzung festgehalten wird, dahinter.

Über Jahrzehnte hinweg haben wir unsere Beiträge bezahlt, immer in dem Bewusstsein, wir zahlen im Grunde für uns selbst, damit in der Not der „Gelbe Engel“ kommt und uns von der Straße aufliest. Dass die Beiträge, trotz guter Wirtschaftslage immer höher werden, uns fast wöchentlich Werbung für obskure Gewinnspiele, Versicherungen und vieles mehr ins Haus flattert, ist für viele ein notwendiges Übel, schließlich muss der „Verein“ ja überleben. Und dann kommt der SuperGAU, der noch immer anhält und uns weiterhin mit  schlechten Nachrichten versorgt.

Die Statistiken verfälscht, Preisverleihungen in einen Himmel gehoben, den diese nicht Wert sind, Tests gemauschelt aufgrund von starker Nähe zu Zulieferfirmen, man will es sich schließlich nicht mit seinen eigenen Partnern verscherzen, wie zur Automobilindustrie,  Stichwort Lieblingsauto der Deutschen. Wozu das alles? Machtmissbrauch im angeblichen Namen der Vereinsmitglieder, oder doch eher Kunden? Was nicht genannte Informanten den Journalisten alles haben zukommen lassen, ist einfach nur ungeheuerlich, aber die 19 Millionen können doch nicht so irren? Ob und wie sich etwas ändern wird, kann nur die Zukunft zeigen und die deutschen Gerichte.

Der Autor hat versucht, uns in einfachen Worten zu erklären, was da eigentlich vor sich geht, wie die Vereinsmitglieder hinters Licht geführt worden sind. Diese immensen Verstrickungen der verschiedensten Partnerschaften, Tochtergesellschaften, Zweigstellen, wie der ADAC mit seinen Gremien funktioniert, wie es sich mit den Stimmrechten verhält, ist schier unübersichtlich. Und das soll ein Verein sein?

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