Bastian Zach

 4,2 Sterne bei 247 Bewertungen
Autor von Morbus Dei: Die Ankunft, Tränen der Erde und weiteren Büchern.
Autorenbild von Bastian Zach (©Christine Hanschitz)

Lebenslauf von Bastian Zach

Bastian Zach wurde 1973 in Leoben geboren und lebt als selbstständiger Schriftsteller in Wien. Gemeinsam mit Matthias Bauer schreibt Bastian Zach Drehbücher (u.a. "One Way Trip 3D" und "Northmen - A Viking-Saga") und Romane, ihre "Morbus-Dei"-Trilogie (Morbus Dei – Die Ankunft, Morbus Dei – Inferno, Morbus Dei – Im Zeichen des Aries)wurde zum Bestseller bei Kritik und Publikum. Nach der zweiteiligen Abenteuersaga "Das Blut der Pikten" wird ihr neuer historischer Roman "Tränen der Erde" im Oktober 2019 erscheinen. Als Solowerk ist "Die Schmatzekatze" ist ein literarischer Ausflug in völlig neue Gefilde und Bastian Zachs erstes Kinderbuch.

Neue Bücher

Cover des Buches Donaumelodien - Totentaufe (ISBN: 9783839200216)

Donaumelodien - Totentaufe

 (7)
Neu erschienen am 07.07.2021 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Bastian Zach

Cover des Buches Morbus Dei: Die Ankunft (ISBN: 9783852188461)

Morbus Dei: Die Ankunft

 (130)
Erschienen am 11.03.2016
Cover des Buches Morbus Dei: Inferno (ISBN: 9783852188799)

Morbus Dei: Inferno

 (39)
Erschienen am 16.07.2018
Cover des Buches Morbus Dei: Im Zeichen des Aries (ISBN: 9783852189512)

Morbus Dei: Im Zeichen des Aries

 (29)
Erschienen am 03.10.2017
Cover des Buches Tränen der Erde (ISBN: 9783453439788)

Tränen der Erde

 (10)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches Das Blut der Pikten (ISBN: 9783453419391)

Das Blut der Pikten

 (10)
Erschienen am 08.08.2016
Cover des Buches Donaumelodien - Praterblut (ISBN: 9783839226506)

Donaumelodien - Praterblut

 (7)
Erschienen am 08.04.2020
Cover des Buches Donaumelodien - Totentaufe (ISBN: 9783839200216)

Donaumelodien - Totentaufe

 (7)
Erschienen am 07.07.2021
Cover des Buches Das Reich der zwei Kreuze (ISBN: 9783453424494)

Das Reich der zwei Kreuze

 (5)
Erschienen am 09.11.2020

Neue Rezensionen zu Bastian Zach

Cover des Buches Donaumelodien - Totentaufe (ISBN: 9783839200216)clematiss avatar

Rezension zu "Donaumelodien - Totentaufe" von Bastian Zach

Das verborgene Wien
clematisvor 17 Tagen

Wien, 1876: Der Geisterfotograf Hieronymus Holstein und sein Weggefährte, der bucklige Franz, unterstützen die polizeilichen Ermittlungen rund um grausam zugerichtete Tote. Selbstverständlich nicht ganz uneigennützig, will doch Hieronymus im Gegenzug dafür Informationen zu seiner verschollenen Liebe einholen.

Mit „Habe die Ehre“ und „G‘schamster Diener“ fühlt sich der Leser sofort ins einstige Wien zurückversetzt, wobei hier jedoch kein Besuch von erlauchten Herrschaften und erlesenen Kaffeehäusern stattfindet und der Gugelhupf keine Süßspeise ist, sondern der Leser zwischen Sliwowitz und Brandineser die Nachforschungen begleitet und sogar zu den Strottern und Griaslern (Ausgestoßene, Obdachlose – weniger geläufige Ausdrücke werden mittels Fußnoten im Buch erklärt) ins Kanalnetz hinabsteigt. Auch das Wien jenseits der Donau, nämlich Kaisermühlen, spielt eine kleine Rolle, wodurch dieser Wienkrimi zu einem ganz besonderen wird. Neben den detailreich geschilderten Vierteln in der Hauptstadt gibt es auch viele interessante Einblicke in eher unbekannte Lebenswelten, wie jene der zugezogenen „Ziegelbehm“, die auch geschichtlich dokumentiert sind. 

So erschafft Autor Bastian Zach einen hervorragend recherchierten Hintergrund für unerklärbare Morde, schreibt mit einer guten Portion Wiener Schmäh über Untergrundgestalten und Irre. Viele historisch belegte Einzelheiten untermalen die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen den Toten und lassen ein Wien von früher wieder lebendig werden. Alles wird umso lesenswerter, als mit Hieronymus und Franz zwei schlitzohrige und schlagfertige Figuren im Mittelpunkt stehen, die einem sofort sympathisch sind. Aber auch Anezka mit ihrer Kinderschar steht den beiden um nichts nach, sie sorgt für das Wohl ihrer zwei Mieter ebenso wie für einiges Schmunzeln beim Leser.

Mit einem ruhigen Schreibstil, gespickt mit Wiener Ausdrücken und einer Menge Humor, entsteht ein sehr authentischer Krimi, der gut durchdacht ist und für die eine oder andere Überraschung sorgt. Eingestreute Hinweise auf vergangene Abenteuer lassen Neulinge in Sachen Donaumelodien jedenfalls neugierig werden, nicht nur auf etwaige Folgebände, sondern auch auf den Vorgänger „Praterblut“, den ich unbedingt bald lesen möchte.

Fazit: ein empfehlenswerter Roman, der auf vielen Ebenen punkten kann: Titelbild, Recherche, Sprachstil, Charaktere und Handlung, woraus ein wunderbarer Gesamteindruck resultiert!

 


Titel                             Donaumelodien - Totentaufe

Autor                           Bastian Zach

ISBN                            978-3-8392-0021-6

Sprache                       Deutsch

Ausgabe                      Flexibler Einband, 315 Seiten

                                   ebenfalls erhältlich als ebook

Reihe                           Geisterfotograf Hieronymus Holstein

Erscheinungsdatum      7. Juli 2021

Verlag                          Gmeiner

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Cover des Buches Donaumelodien - Totentaufe (ISBN: 9783839200216)Aspasias avatar

Rezension zu "Donaumelodien - Totentaufe" von Bastian Zach

Für mich ein gleichermaßen unterhaltsamer, spannender & historisch interessanter Roman
Aspasiavor 25 Tagen


Es gibt es doch, das Wien jenseits des Klischees von "Küss die Hand", klebrig-süßer Sachertortenfüllung & anmutig nervösem Lipizzanergetänzel. Von diesem Wien erzählt Bastian Zach in seinem Historischen Kriminalroman, dem zweiten Band der  "Donaumelodien", der "Totentaufe", die hier so gar nicht nach strahlendem Dreivierteltakt klingen. Dieses Wien des Jahres 1876 ist russig von den Industrieschornsteinen & stinkt nach Kloake, ist bevölkerten, über & unter der Erde, von Horden von  Männer & Frauen, die hier ihr Glück suchten & oft größere Armut fanden als in den Dörfern oder Städten am anderen Ende des Kaiserreiches, die sie erwartungsfroh verließen. Dieses Wien spricht böhmisch, tschechisch, serbisch & deutsch & oft mit der Faust, damit man nach einigen Flaschen Sliwowitz besser verstanden wird. Zach zeichnet hier ein gut recherchiertes Tableau des dunklen Teils der Wiener Stadtgeschichte. Eigentlich werden die beiden schrulligen Helden, der Geisterphotograph & liebenswerte Hochstapler Hieronymus Holstein & sein Freund & ehemalige Mönch Franz, mehr durch Zufall in die Ermittlungen der Wiener Polizei in einer brutalen Mordserien hineingezogen, in der die Opfer über Tage gefoltert werden, aber auf der ersten & zweiten Blick sonst nicht gemein zu haben scheinen & doch ermitteln sie weiter, als die Polizei den Fall schon zu den Akten gelegt hat. Gleichzeitig versuchen sie den verschwunden Ehemann ihrer Vermieterin, einen elenden Schläger & Trinker, zu finden, damit diese sich & ihre unzähligen Kinder nicht durch Prostitution ernähren muss. Dazu kämpft Hieronymus mit den Dämonen seiner Vergangenheit, dem Selbstmord seiner großen Liebe Karolina. Diese drei Erzählstränge verbindet der Autor so geschickt zu einem dichten Plot, lässt diesen von einer ruhigen, getragen Erzählstimme vortragen, so dass die Leser*innen  bis zur letzten Seite gefangengenommen sind. Für mich ein gleichermaßen unterhaltsamer, spannender & historisch interessanter Roman.





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Cover des Buches Donaumelodien - Totentaufe (ISBN: 9783839200216)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Donaumelodien - Totentaufe" von Bastian Zach

Ein schwieriger Fall für Hieronymus Holstein
Bellis-Perennisvor einem Monat

Sebastian Zach entführt seine Leser in diesem zweiten Kriminalfall für Hieronymus Holstein in das Wien von 1876. Mehrere Ärzte werden zunächst gefoltert und dann grausam ermordet. Da eine Spur an deren früheren Arbeitsplatz, den „Guglhupf“, wie die Wiener ihre von Joseph II. errichtete Irrenanstalt, liebevoll nennen, führt, soll Hieronymus im Auftrag des Polizeipräsidenten Erkundigungen einziehen.  

Recht bald müssen Hieronymus und sein Freund, der nach einem Kutschenunfall beeinträchtigte Franz, einsehen, dass sich der Auftrag nicht so einfach gestaltet, wie angenommen. Auf der Suche nach dem Täter müssen sie nicht nur in menschliche Abgründe, sondern auch in jene der Stadt, nämlich in die Kanalisation absteigen, denn dort finden die Ärmsten der Armen Zuflucht und Schutz. Schutz vor den Gläubigern, Verbrechern und der Polizei, denn die wagt sich nicht in das unterirdische Labyrinth.  

Nebenher suchen Hieronymus und Franz noch Leo, den verschwundenen Ehemann ihrer Vermieterin Anezka Svoboda, der eine lukrative Anstellung bei einem reichen Mann angetreten haben soll.  

Meine Meinung: 

Hieronymus Holstein, der als Geisterfotograf seinen Lebensunterhalt verdient, ist ein freundliches Schlitzohr. Gemeinsam mit dem „Buckligen Franz“ unterstützt er die Wiener Polizei bei delikaten Recherchen. Nicht ganz uneigennützig wie wir lesen. Zum einen erhält Anezka auf diese Weise eine „Fratschlerinnen-Konzession“, d.h. Sie darf auf dem Wiener Naschmarkt Waren feilbieten und zum anderen spannt Hieronymus den Polizeiapparat für seine höchst privaten Ermittlungen nach Caroline ein.  

Gut gelungen ist wieder die Schilderung des „Milieus“, also die Lebensbedingungen der nicht-adeligen Bevölkerung. Einen tieferen Einblick erhält der geneigte Leser in die Welt der „Ziegel-Behm“, jenen böhmischen Zuwanderern, die in den Ziegelfabriken am Wienerberg die Ziegel für die Ringstraßenpalais der High Society herstellten. Alois Miesbach, der Gründer der Ziegelwerke, fühlte sich anders als der aktuelle Eigentümer Heinrich von Drasche-Wartinberg, für seine Arbeiter verantwortlich und verwendete einen Teil des Gewinns für soziale Zwecke. Er ließ Kinderbetreuungseinrichtungen und ein Krankenhaus errichten. Nach seinem Tod 1857 wurden die Ziegelfabriken „gewinnoptimiert“ und an die Wiener Börse gebracht und führten zu dem beschriebenen Elend der Ziegelarbeiter. Der Lohn wurde, wie im Buch erwähnt, teilweise in Metallmarken ausbezahlt, die nur innerhalb des Ziegelimperiums Gültigkeit hatten. Dadurch gerieten die Arbeiter immer mehr in Armut und Abhängigkeit, denn für dieses Scheingeld erhielten sie nur überteuerte, aber dafür minderwertige Ware.  

Einen zweiten interessanten Einblick gewährt uns der Autor, wenn über die Behandlungsmethoden von Geisteskranken schreibt. Viele wurden einfach als „Versuchskaninchen“ für andere medizinische Zwecke behandelt. Auch missliebige Verwandte - vorzugsweise intelligente Erbinnen, die sich der Autoritäten der Brüder widersetzt haben - werden unter dem Vorwand, Geisteskranke zu sein, in die Irrenanstalt abgeschoben. Es gibt ein kurzes Wiedersehen mit Prof. Carl von Rokitansky, der als Pathologe schon im ersten Band (s)einen Auftritt hat.  

Der Schreibstil ist dem 19. Jahrhundert angepasst. So spricht der Polizeipräsident mit Hieronymus immer in der dritten Person. Veraltete Ausdrücke sowie Bezeichnungen im Wiener Dialekt werden als Fußnote erklärt.  

Erwähnen möchte ich noch den abgedruckten Plan von Wien, der bereits die Donauregulierung (1870-1875) beinhaltet.

 Fazit:

„Totentaufe“ ist die gelungene Fortsetzung von „Praterglück“. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

 

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Gespräche aus der Community

300 x "Morbus Dei: Die Ankunft" von Bastian Zach & Matthias Bauer (E-Book)

Zusammen mit dem Haymon Verlag haben wir etwas Schönes für euch vorbereitet. Ihr dürft euch auf eine spannende Leserunde zum ersten Band der "Morbus Dei"-Trilogie von Bastian Zach und Matthias Bauer freuen, die auch beide Autoren begleiten werden.

Mehr zum Buch:
Ein einsames Bergdorf vor 300 Jahren: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in diese abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Gegend. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt - Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ...

--> Leseprobe

Wenn ihr Spannung, Dramatik und Emotionen in Büchern liebt, dann lasst euch "Morbus Dei" nicht entgehen!

Die Teilnahme ist ganz einfach: Ihr kommentiert diese Aktion mit einem eigenen Beitrag bis spätestens 15.12.2013 und verratet uns, wieso ihr "Morbus Dei: Die Ankunft" gern lesen und bei dieser Leserunde mitmachen möchtet. Die ersten 300 Kommentatoren bekommen ihren persönlichen Download-Code per E-Mail zugeschickt.

Mit dem Code könnt ihr euch das gewünschte E-Book-Format (EPUB oder Mobi für den Amazon Kindle) auswählen und runterladen. Wichtig für Kindle-Benutzer: unbedingt eure persönliche E-Mail-Adresse verwenden, die "Send-To-Kindle-Emailadresse" funktioniert nicht!

Zusätzliche Verlosung:
Unter allen, die ihre Rezension zum Buch bis zum 4. Januar 2014 veröffentlichen und sich außerdem an der Leserunde beteiligen, wird noch 10 x Teil 13 der Morbus-Dei-Trilogie als Print-Exemplar/Taschenbuch verlost.

696 BeiträgeVerlosung beendet

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