Bastien Vivès

 4.2 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Polina, In meinen Augen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Bastien Vivès

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Bastien VivèsPolina
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Polina
Polina
 (7)
Erschienen am 01.03.2016
Bastien VivèsIn meinen Augen
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In meinen Augen
In meinen Augen
 (4)
Erschienen am 01.10.2010
Bastien VivèsDer Geschmack von Chlor
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Der Geschmack von Chlor
Der Geschmack von Chlor
 (4)
Erschienen am 01.05.2010
Bastien VivèsEine Schwester
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Eine Schwester
Eine Schwester
 (1)
Erschienen am 31.03.2018
Bastien VivèsOlympia
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Olympia
Olympia
 (1)
Erschienen am 01.06.2017
Bastien VivèsDie große Odaliske
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Die große Odaliske
Die große Odaliske
 (1)
Erschienen am 01.05.2013
Bastien VivèsLastMan 1
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LastMan 1
LastMan 1
 (1)
Erschienen am 01.11.2014
Bastien VivèsFür das Imperium 3 – Schicksal
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Für das Imperium 3 – Schicksal
Für das Imperium 3 – Schicksal
 (0)
Erschienen am 01.02.2012

Neue Rezensionen zu Bastien Vivès

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Eine Schwester" von Bastien Vivès

Muss man lesen, wenn man 13 ist! (und älter...)
Gwhynwhyfarvor 3 Monaten

Antoine ist Dreizehn, fährt in den Sommerferien wie jedes Jahr mit der Familie an den gleichen Ort ans Meer. Mit dabei ist der kleine Bruder Titi, neun Jahre alt, der auch gleich am Strand Ärger mit einem Familienclan bekommt. Der große Bruder Antoine ist ziemlich machtlos. Mamas Freundin hatte eine Fehlgeburt und ihr geht es nicht gut. Am Morgen wacht Antoine auf und da liegt dieses Mädchen! Die Tochter von Mamas Freundin: Hélène. Mama hat die beiden gebeten zu kommen. Hélène ist sechzehn, kein Kind mehr. Ihr ist langweilig, sie spielt den ganzen Tag auf ihrem Handy und sie raucht heimlich. Die drei Kinder haben ein gemeinsames Hobby: zeichnen.

Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen dem »Kind« Antoine und der »fast erwachsenen« Hélène. Zigaretten, Alkohol, Sex ... Antoine lernt, er ist kein Kind mehr. Zu den Großen fühlt er sich aber auch nicht zugehörig. Innerhalb der Jugendlichen ist er der Außenseiter, der Kleine, Hélène ist umschwärmt. Titi ist der treue Verbündete der beiden. Titi ist süß und er ist nervig. Antoine erscheint am Anfang schüchtern, kann anfangs dem kleinen Bruder nicht am Strand beiseitestehen, weglaufen ist die bessere Lösung. Weder ist er ein Schlägertyp, noch so dumm, sich mit einer ganzen Meute anzulegen. Was haben Hélène und Antoine miteinander zu schaffen? Zunächst wohnen sie zwangsmäßig in einer Hausgemeinschaft für die Ferien. Hélène beobachtet Antoine, wie besorgt er um seinen Bruder ist, wie verantwortungsvoll er ist, wie vernünftig. Und sie verführt ihn, zu einer Zigarette, zu einer Flasche Wein, die sie den Erwachsenen geklaut hat. Antoine ist süß, schüchtern, unerfahren, ein Kumpel, die Dorfjugendlichen wollen Hélène gleich an die Wäsche. So erwachsen ist sie auch wieder nicht … Die Situation der letzten Seiten haben mich voll für das Buch und die Figuren eingenommen. Ein feiner Rundumschlag aus dem Leben zweier Teenies auf dem schwierigen Weg ins Erwachsenenseins. Ein Sommer voller Erlebnisse, Verführungen, Stolperfallen. Was ist Mut? Mutig ist vielleicht derjenige, der seinen Ängsten nachgibt.

Die Zeichnungen arbeiten mit Reduktion und Klarheit. Schwarz-weiß-grau. Die Figuren sind oft gesichtslos, der Hintergrund manchmal schlicht schwarz oder weiß, Reduktion auf Körpersprache. Die Körperhaltung sagt viel aus über das Gefühlsleben der Protagonisten, ein Zeichner, der beobachten kann. Dann wieder sind Gesichter zu sehen, deren Ausdruck alles zusammenfasst, Räume und Landschaften, die Atmosphäre schaffen. Eine wundervolle Grafiknovelle für den Sommer. Bestens geeignet als Sommerlektüre für lesefaule Jugendliche und natürlich für alle Fans von Grafiknovellen. Jugendliche auf dem Weg ins Erwachsenenleben werden sich hier zu hundert Prozent wiederfinden. Mit viel Fingerspitzengefühl gezeichnet, eine Story die mitnimmt, die unsere Gesellschaft widerspiegelt, durchdachte Dialoge, empathisch, wirklichkeitsnah. 

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liberiariums avatar

Rezension zu "Olympia" von Bastien Vivès

Olympia
liberiariumvor einem Jahr

PLOT
Sam und Alex sind zurück! Die Kunstdiebinnen bekommen in Venedig Ärger mit der Mafia und im gleichen Zuge möchte sich jemand an den jungen Frauen rächen. Sie handeln sich ziemlich viel Ärger ein und sollen das Gemälde Olympia von Manet aus dem Petit Palais stehlen. Allerdings hängt Alex auch immer noch der Vergangenheit und vor allem ihrer verschwundenen Kollegin Carole nach. Sie ist mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache, was Sam zum Verzweifeln und die Mädchen vor allem in Gefahr bringt. Können sie unter diesen Umständen überhaupt zusammenhalten?

MEINUNG
Ich habe von dem Titel erstmalig in der Verlagsvorschau von Reprodukt erfahren. Damals wusste ich gar nicht, dass es sich bei Olympia um den zweiten Band von Die große Odaliske handelt. So verschlang ich auch den ersten Comic der Reihe, bevor ich mich an Olympia wagte. Allerdings finde ich, dass man die Titel durchaus auch unabhängig voneinander lesen kann. Im Folgeband wird natürlich die Bindung der Mädchen vertieft und ihre Beziehung zu dem ehemaligen Mitglied der Gruppe, Carole, aufgerollt. Die Cliffhanger aus dem ersten Comic werden endlich gelüftet! Aber prinzipiell wird alles so gut erklärt, dass man auch ruhig direkt zum zweiten Comic greifen kann. 

Weil ich den ersten Band schon herausragend fand, wollte ich natürlich wissen, was das Schicksal für die jungen Kunstdiebinnen bereithalten würde. Olympia war meiner Meinung nach nicht nur spannender als sein Vorgänger, sondern hielt der Comic auch mehr Überraschungen parat. Ich erlebte Momente, in denen ich richtig schockiert auf die Panels sah und meinen Augen nicht trauen wollte. Das war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis, weil ich die Story als absolut unvorhersehbar empfunden habe. 

Es geschehen in diesem Titel viele verrückte Dinge, die dem einen oder anderen Leser möglicherweise auch aufs Gemüt schlagen könnten. Als Action-Comic geht es ziemlich zur Sache! Es wird geschossen, es fließt Blut und es wird viel geflucht. Die Sprache ist auch im Folgeband sehr hart und wird ungeschönt dargestellt, was gut zum Setting passt, mir an manchen Stellen aber etwas zu extrem war. 

Die Geschichte ist so wunderbar erzählt, dass es mir auch jetzt noch einen Schauer über den Rücken jagt. Im zweiten Comic haben die Charaktere mehr Raum, um sich zu entfalten. Man lernt ihre guten und schlechten Seiten kennen, schließt sie ins Herz und will ihnen manchmal auch gern den Kopf abreißen … Diese Mischung macht es einfach! 
Es ist darüber hinaus wunderschön zu sehen, wie die Frauen miteinander agieren. Schließlich ist das, was sie tun, höchst illegal – aber das schert sie in den seltensten Fällen. Die Figuren sind stark und authentisch und man hat ganz schön viel Respekt vor ihnen!
Aber nicht nur die Frauenfiguren erleben ein regelrechtes Hoch im zweiten Teil, auch die Story wird richtig spannend. Sie beginnt noch recht zart, doch schnell wird Dynamik aufgebaut und die ersten Schlagabtausche folgen. Rasant geht es durch die Panels und sorgt für eine perfekte Unterhaltung beim Lesen. 

War beim Lesen des ersten Bands der Zeichenstil noch ungewohnt, war er jetzt im zweiten Comic nichts Neues für mich. Ich freute mich über die fein geschwungenen Linien und den Minimalismus, den man vor allem in den Gesichtern der Figuren erkennt. Auch dieses Mal wurden vor allem die Hintergründe, insbesondere die Museen, detailliert ausgearbeitet, sodass man sich an der Architektur gar nicht sattsehen konnte. Die Farben sind auch in dieser Ausgabe wieder stellenweise pastellig und matt, was mir gut gefiel.

FAZIT
Insgesamt gefiel mir Olympia sogar besser als der erste Band, was an der Entwicklung der Charaktere und dem Fortgang der Geschichte lag. Ich wurde mehrfach richtig überrascht, was mir großartig gefiel! Die Strichsetzung sorgt für eine entsprechende Dynamik bei diesem Action-Comic und die Farben versetzen den Lesenden in die perfekte Atmosphäre. Daher habe ich fünf von fünf möglichen Lesebrillen für Olympiavon Vivès, Ruppert und Mulot aus dem Reprodukt Verlag vergeben! Ich hoffe, es wird auch noch ein dritter Titel der Reihe publiziert!

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Catoris avatar

Rezension zu "LastMan 1" von Bastien Vivès

LastMan - Mein Eindruck
Catorivor 2 Jahren

Mittelalter, Motorräder und mächtige Meister der Elemente — dass das alles unter einen Hut passt und dabei auch noch sehr unterhaltsam sein kann, beweist das französische Künstler-Trio Balak, Sanlaville und Vivès mit der Graphic-Novel-Reihe „LastMan“.

Dank Reprodukt konnte ich einen Eindruck von den ersten in Deutschland veröffentlichten Bänden gewinnen. Warum sich ein Blick in diese Comics lohnt, die vom Stil japanischer Manga inspiriert wurden, könnt ihr hier herausfinden.

Handlung

Alles beginnt im beschaulichen Tal der Könige, in dem der Junge Adrian Velba heranwächst. In dieser mittelalterlich anmutenden Gesellschaft steht bald wieder das große Kampfturnier am Königshof bevor: hier können Schüler der verschiedenen Kampfschulen zeigen, wie sie sich gegeneinander behaupten.
Es handelt sich allerdings wider Erwarten nicht um mittelalterliche Kampfspiele, sondern um eher asiatisch geprägte Techniken wie die des Kung Fu oder Karate. Wer seinen Stil besonders gut beherrscht, kann sich sogar die Macht der Elemente zunutze machen! Auch Adrian, der in der Schule der Eiche beim blondlockigen Meister Jansen lernt, bereitet sich aufgeregt auf sein erstes Turnier vor.

Ehe er sich versieht, fällt jedoch sein Teampartner spontan aus, womit ihm die Teilnahme verwehrt ist. Doch dann tut sich der mysteriöse Reisende Richard Aldana mit ihm zusammen, um die Arena betreten zu können. Daraufhin beginnt Adrians größtes Abenteuer, das nach dem Ende des Turniers erst so richtig an Fahrt zunimmt.

„LastMan“ ist eine gelungene Hommage an diverse Videospiel-Klassiker und die japanische Popkultur – die Kampfschulen, deren Schüler sich das Beherrschen verschiedener Elemente aneignen, haben etwas von den Shonen-Manga wie „Dragon Ball“ oder „Naruto“ an sich, erinnern zugleich aber auch an Produktionen wie „Avatar – Der Herr der Elemente“.

Die verrückten und teils mit lächerlich übertriebenen Kräften ausgestatteten Gegner könnten dagegen genauso der Welt von „One Piece“ entsprungen sein – von den vollbusigen Schönheiten, die auch in keiner Shonen-Reihe fehlen dürfen, ganz zu schweigen. Anfangs ist es verwirrend, dass inmitten des Mittelalter-Settings ein Reisender mit Motorrad und neumodischer Rockerkluft auftaucht – doch mit jedem Band wird ein Stück mehr zu diesem Geheimnis gelüftet. Jeder der 3 Bände ist angenehm zu lesen, die Geschichte baut nach und nach Spannung auf und macht neugierig auf mehr.

Zeichnungen

Die Zeichnungen des französischen Trios sind teils sehr gewöhnungsbedürftig, da sie einen bewusst unfertigen Stil nutzen. So wirken die meisten Outlines eher locker dahingehaucht und skizzenhaft, während sich viele Hintergrundelemente oder Kleidungsstücke einfarbig und großflächig von den Charakteren abheben. In einigen Panels sind die Hauptfiguren auch mal gänzlich ohne Gesicht zu sehen und häufig agieren sie vor einem schlichten, grauen Hintergrund. Überraschenderweise geht dieses Konzept jedoch auf: der Lesefluss wird dadurch genau dann schneller, wenn es um knallharte Kampf-und Actionszenen geht (die in sehr dynamischen und interessanten Perspektiven gezeichnet wurden) – verlangsamt sich jedoch ganz unmerklich, wenn alltäglichere Momentaufnahmen im Vordergrund stehen. Denn dann bekommt man plötzlich auch wesentlich mehr Hintergrunddetails zu sehen, durch deren Betrachtung man länger auf einer Seite verweilt.

Das Charakterdesign ist sehr gelungen und in den meisten Fällen sicher ganz bewusst ein wenig klischeehaft gewählt: hier der hünenhafte, mysteriöse Kämpfer aus weiter Ferne, dort die vollbusige Schönheit mit feurigem Charakter und da der schmalzlockige, von sich selbst überzeugte Gegner im Kampf. Manche Charaktere sind so überzogen dargestellt, dass man die offenkundige Selbstironie nicht übersehen kann. Die Einflüsse der Popkultur bringen zudem so einige Figuren hervor, die stark an Bekanntes anlehnen. Im Verlaufe der Geschichte erwartet den Leser deshalb unter anderem eine Polizistenbande, die ebenso skurril ist wie die Comicfiguren der Band „Gorillaz“.

Sprachlich geht es hier zum Teil rau zu, besonders natürlich in Kampf- oder Konfliktsituationen. Richard Aldana fällt nicht nur optisch, sondern auch sprachlich komplett aus dem Rahmen, indem er auch mal recht neumodische Ausdrücke wie „What the fuck?“ oder deftige Kraftausdrücke nutzt. Im Kontrast dazu stehen die fast poetischen Beschwörungsformeln der Kämpfer aus dem Tal der Könige, die sie in einem langen Prozedere herunterbeten, bevor sie zu kämpfen beginnen. Auch in den späteren Bänden tauchen neue Nebencharaktere auf, die eine sehr eigene Art haben, sich mitzuteilen. Auf diese Weise wirken die Protagonisten noch viel lebendiger und glaubwürdiger und sorgen so für amüsante Momente.

In jedem Band findet man einige Farbseiten zu Beginn des 1. Kapitels, die einem den Einstieg in die fantasievolle Welt erleichtern. Zudem gibt es jedes Mal ein kleines Produktionstagebuch, in dem die 3 Künstler ein bisschen von sich und ihrer Arbeitsweise erzählen. Der 1. Band enthält zusätzlich 8 farbige Sticker, für die im Band verschiedene Rahmen vorgesehen sind, in die man die Sticker kleben kann. Ein witziges Gimmick, das den Band gleich ein bisschen aufpeppt. Eine sehr schöne Idee!

Fazit

Wer kein Problem damit hat, sich auf diesen ungewöhnlichen Zeichenstil einzulassen, wird mit  „LastMan“ gut unterhalten werden – diese Graphic Novel ist der beste Beweis dafür, dass auch französische Comics mit dem typischen Charme japanischer Action-Manga mithalten können. Es wird einem eine interessante Geschichte geboten, gepaart mit witzigen Charakteren und knallharten Kampfeinlagen. Schlagfertigkeit wird hier ganz wörtlich genommen, in jeder Hinsicht! ;)

(übrigens kann man bei Interesse auf dem Blog von Reprodukt in sehr viele der Comic-Kapitel völlig kostenlos reinlesen)

*Anmerkung: Ich habe diese Rezension zuerst auf japaniac veröffentlicht. Da ich jedoch aus Zeitgründen aus dem Team ausgestiegen bin, veröffentliche ich meine älteren Rezensionen nun hier in neuer Weise.

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