Bastion Flehe Die Kunst des Heilens

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 14 Rezensionen
(6)
(2)
(6)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Kunst des Heilens“ von Bastion Flehe

William Todt ist Medizinstudent in den letzten Semestern an der London University. Zufällig ersteigert er eine Krumme, die Spitze eines Bischofsstabes aus dem 16. Jahrhundert in Frankreich. Diese birgt ein brisantes Geheimnis. Durch die Verbindung seiner Leidenschaften Medizin und Kunst kommt er diesem auf die Spur und taucht immer tiefer in die Sakralkunstgeschichte vergangener Jahrhunderte ein. In der heißesten Phase seines Studiums sind unkonventionelle und abenteuerliche Reisen durch ganz Europa notwendig, auf denen er rasch der kriminellen Seite des Kunstgeschäfts begegnet. Parallel zu seinem Leben als mittlerweile Chirurg entsteht eine zweite Identität als Jäger verschollener Sakralkunst. Zu diesem Zeitpunkt ist er jedoch schon mitten im Visier eines hochkriminellen und skrupellosen Kunstverbrechers.

Interessant, konnte mich aber nicht komplett mitreißen.

— Nelebooks
Nelebooks

Interessante Geschichte mit gutem Ansatz - leider nciht vollends so ausgeführt.

— Zwillingsmama2015
Zwillingsmama2015

Gute Grundidee mit spannenden Elementen. Etwas aufgedunsene Auflösung

— Renken
Renken

die Idee ist interessant, die Umsetzung leider nicht ganz geglückt

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Gefährliche Leidenschaft

— marpije
marpije

Schöne Symbiose zwischen Medizin und Sakralkunst

— jutscha
jutscha

Man kann von einem Menschen nicht verlangen, dass er die Volle Wahrheit über sich selbst preis gibt (M R-R)

— TheresavonWittmann
TheresavonWittmann

from student to undercover agent - For pope and country

— CassyBurgess
CassyBurgess

Forensisches Meisterwerk

— Hansekogge
Hansekogge

Grausame Obduktionen und subtile schwere Gewaltverbrechen umgeben von großer Kunst, dazwischen ein Chirurg - außergewöhnlich

— ChristineHallmark
ChristineHallmark

Stöbern in Krimi & Thriller

Der Nebelmann

subtiler, spannender Thriller!

Mira20

Nachts am Brenner

spannend, fesselnd mit einer Reise in die Vergangenheit

Gartenkobold

Finster ist die Nacht

Sympathische Ermittlerin und ein gemütlicher Krimi

mareikealbracht

Die Bestimmung des Bösen

Ein spannender Einblick in die biologischen Analysen eines Kriminalfalles

Caro_Lesemaus

Kalte Seele, dunkles Herz

Eine Geschichte, die ich mit keinem bis jetzt gelesenen Buch vergleichen könnte.

SweetSmile

Alte Sünden

Gutes Buch!

Jinscha

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Faszination Sakralkunst

    Die Kunst des Heilens
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    08. December 2016 um 17:04

    Der Medizinstudent William Todt ist auch an Kunst interessiert. Ihm fällt zufällig eine Krumme, die Spitze eines Bischofsstabes aus dem 16. Jahrhundert in Frankreich, in die Hände. Diese trägt ein Geheimnis in sich und William setzt sich immer mehr mit der Sakralkunst auseinander. Aber nicht alles ist legal, was in diesem Umfeld geschieht und somit gerät er in Gefahr. Ein Stoff mit Potential, aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Der distanzierte Schreibstil und die vielen Fehler erschwerten das flüssige Lesen. Dialoge hätte Leben in die Geschichte gebracht. William ist ein sympathischer junger Mann, der neben dem Studium auch noch die Nachforschungen zur Sakralkunst bewältigt. Aber die Figur bleibt sehr blass, so dass ich ihm nicht nah komme. Interessant ist, wie beharrlich er der Sache mit der Krumme nachgeht, obwohl es ja zeitliche und finanzielle Hemmnisse gibt. Aber er schreckt Leute auf, die skrupellos und kriminell sind. Obwohl ich am Anfang nicht so überzeugt war, war ich doch gespannt, wie die Sache endet. Ein interessanter Plot, der ein Überarbeitung vertragen kann.  

    Mehr
  • interessante Idee

    Die Kunst des Heilens
    Nelebooks

    Nelebooks

    15. October 2016 um 15:39

    Allgemein: Das Cover hätte mich in der Buchhandlung nicht angesprochen. Der Schreibstil ist relativ gut, doch etwas gewöhnungsbedürftig. Teilweise musste ich Sätze doppelt lesen aufgrund des Satzbaus oder Fehlern. Das hat bei mir zu keinem so guten Lesefluss geführt. Meinung: Die Idee des Buches fand ich interessant. Nach einer gewissen Zeit habe ich mich eingefunden. Die Beschreibungen finde ich meist gut, doch hätten teilweise auch etwas mehr sein dürfen. Die Sprünge der Orte machen es mir als Leser etwas schwer. Fehlende direkte Rede macht die ganze Geschichte für mich etwas distanzierter. Fazit: Interessant, aber es konnte mich nicht wirklich begeistern. (c) Nelebooks

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Kunst des Heilens" von Bastion Flehe

    Die Kunst des Heilens
    BastionFlehe

    BastionFlehe

    Besteht Interesse an einer Kombination aus Medizin, Geschichte und Kriminalistik und leiden Sie an keinen kardialen Vorerkrankungen wie Angina pectoris, Vorhofflimmern oder Schenkelblöcken? - Dann steht der Teilnahme nichts mehr im Weg. Ich möchte mein deutsches Debütwerk und somit meine Leidenschaft an der Medizin und der Kunstgeschichte mit Ihnen teilen und Sie gleichzeitig mit auf eine Reise in den realen Arztalltag nehmen. Das Kondensat der Fusion dieser heterogenen Themenkomplexe heißt - Die Kunst des Heilens       

    Mehr
    • 71
  • Eine tolle Idee...

    Die Kunst des Heilens
    Zwillingsmama2015

    Zwillingsmama2015

    11. October 2016 um 16:25

    ...die dann leider nicht bis zum Schluss so spannend bleibt. Bastion Flehe, selbst Mediziner, hat mit "Die Kunst des Heilens" einen sehr interessanten Roman geschrieben. Das Buch handelt von William Todt, ebenfalls Medizinstudent und Kunstliebhaber, besonders die sakrale Kunst hat es ihm angetan.Er kommt in den Besitz einer alten Krumme und findet dort durch Zufall ein Metallplättchen, dass ihn auf eine Reise durch Europa zu den unterschiedlichsten Handlungsorten bringt und einem großen Rätsel auf die Spur...Zum Schreibstil kann man nun einiges sagen -  meistens lässt es sich ganz gut lesen. Man braucht zu Beginn des Buches einfach ein wenig länger um hineinzufinden. Manchmal ist die Ausdrucksweise auch sehr platt und derb - nun ja. Leider ist es tatsächlich so, dass es einige Rechtschreib- und Grammatik, sowie Satzbaufehler gibt. Hier hätte sich ein profesionelles Lektorat mit Sicherheit gelohnt - auch der ein oder andere Logikfehler kommt vor. Sehr daran gewöhnen musste ich mich, dass keine wörtliche Rede benutzt wird und es kaum Dialoge gibt. Das wirkt zum einen sehr unrealistisch, außer man ist ein homophober Mensch, der sich nie unterhält und zum anderen ist es für den Leser nicht persönlich genug. man hat keine Chnace eine Beziehung zu William aufzubauen - man bleibt leider außen vor. Trotz einiger Mankos, ist das dieses wirklich gute Grundgerüst, auf dessen ich "Die Kunst des Heilens" mit dreoi Sternen bewerte. Hier lohnt sich eine Überarbeitung durch den Autor und/oder Lektorat!

    Mehr
  • Medizinstudent Todt gerät in ein kunsthistorisches Abenteuer

    Die Kunst des Heilens
    Renken

    Renken

    07. October 2016 um 14:17

    Bastion Flehe gelingt mit seinem Roman „Die Kunst des Teilens“ eine Symbiose zwischen Medizin und Kunsthistorik. Sein Ansatz und die Grundidee sind mehr als stimmig. Zum Inhalt: William Todt erwirbt eine mittelalterliche Krumme, die seinerzeit einem Abt gehörte und reich verziert war. In dieser Krumme findet Todt eine kleine Metallplatte, die ein Schlüssel zu einem Geheimnis offenbaren soll. Erschwert durch sein Studium, das ihn finanziell und zeitlich einschränkt, spart William Todt immer mal wieder ein paar Euro, um an diesem Rätsel weiterzuarbeiten und Reisen quer durch Europa zu unternehmen. Durch großen Einfallsreichtum und Verbindung seines medizinischen Wissens mit der Kunst, kommt Todt der Lösung immer ein Stückchen weiter und kann das Rätsel am Ende sogar alleine lösen. Da William Todt nicht der Einzige ist, der sich auf dieser Suche befindet, gerät er unweigerlich in Gefahr und muss um sein Leben fürchten. Mein Eindruck: Da Bastion Flehe selbst Medizin in London studierte, wundert es nicht, dass einige mitunter amüsante Anekdoten aus Studium und Beruf auftauchen. Gerade in der ersten Hälfte des Romans sind diese medizinischen Informationen leider nicht immer zum Fortgang der eigentlichen Geschichte passen, dennoch bilden sie ein perfektes Bild eines Medizinstudenten. Nun wird der Protagonist von der Leidenschaft für sakrale Kunst gepackt. Die plötzliche Motivation für dieses eigentlich zu teurem Hobby, haben sich mir nicht erschlossen. Dafür aber hat mich aber die Grundgeschichte gepackt. Durch einen reich verzierten Gegenstand aus dem Mittelalter schält sich ein Rätsel heraus und verlangt nach einer Lösung. Die Spannung ist größtenteils vorhanden und über weite Strecken ist man neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Die Auflösung findet sehr früh und in etwas unwahrscheinlicher Form statt. Auf den zahlreichen noch folgenden Seiten hat man mitunter den Eindruck, dass die einer oder andere Idee noch unbedingt mit ins Buch gepackt werden musste. Der Schreibstil ist ganz gut lesbar. Einige Fachbegriffe aus der Medizin fallen auf, werden aber in der Regel auch erklärt. Ab und an, sind bei der Endkontrolle noch einige störende Rechtschreibfehler durchgerutscht. Fazit: Insgesamt handelt es sich bei „Die Kunst des Heilens“ um eine im Ansatz wirklich hervorragende Idee. Die vorliegende Geschichte ist bis zur verfrühten Auflösung ganz gut gestrickt. Die etwas langwierige und aufgedunsene Auflösung lässt bei mir einen Makel zurück.

    Mehr
  • Mediziner oder Kunstjäger?

    Die Kunst des Heilens
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    29. September 2016 um 18:25

    William, ein Medizinstudent entwickelt eine beinahe pathologische Leidenschaft für Sakralkunst - eine wunderbare Idee, deren Umsetzung nicht wirklich gelungen ist. Da sind zum Einen die vielen Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler, die mir das Lesen verleiden. Die Syntax ist sehr fehlerhaft, so dass ich manche Sätze mehrmals lesen musste, um den Sinn zu erfassen. Zum anderen gibt es wenig Dialoge und der Leser bleibt ein wenig ausgeschlossen. Ich habe den Eindruck, wie aus einem Fernrohr auf die Geschichte zu schauen. Die Charektere sind blass und flach. Dass William ohne entsprechende Ausbildung Ermittler in Sachenraub tätig sein kann und dann einen Job beim Vatikan erhält, erinnrt mich sehr stark SF. Die Sprache des Mediziners ist teilweise flapsig. Hier hätte sich ein professionlles Korrektorat und Lektorat ausgezahlt. Ich verstehe natürlich Autoren, die ihr Buch gerne veröffentlicht sehen wollen, und deshalb zu Selfpublisching greifen. Leider hat mich das Buch nicht ganz überzeugt.

    Mehr
    • 2
  • Schöne Symbiose zwischen Medizin und Sakralkunst

    Die Kunst des Heilens
    jutscha

    jutscha

    28. September 2016 um 21:11

    William Todt ist Medizinstudent in London und interessiert sich in seiner Freizeit für Sakralkunst. Als er eine Krumme, die Spitze eines Bischofsstabes aus dem 16. Jahrhundert, erwirbt, merkt er, dass diese ein Geheimnis in sich verbirgt. Er versucht, dahinter zu kommen und erwirbt immer mehr Kenntnisse der Sakralkunstgeschichte. Leider begegnet ihm dabei auch die kriminelle Seite des Kunstgeschäfts und wird zum Jäger und zum Gejagten.Im Buch gibt es zwei Handlungsstränge. Einer schildert den Werdegang des Protagonisten als Mediziner, der zweite lässt den Leser in die Geschichte der Sakralkunst eintauchen. Mir persönlich war letzterer der spannendere Teil des Buches. Die Medizin sehe ich eher als Füllmaterial und ich hätte auch gut darauf verzichten können.Anfangs hatte ich etwas Probleme, in die Handlung reinzukommen, da ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen musste. Ich hätte mir ab und zu etwas wörtliche Rede gewünscht. Das Buch kommt irgendwie vollkommen ohne aus. Leider bewirkt das bei mir, dass ich mich eher als Zuschauer fühle und das Ganze aus der Ferne bzw. von oben betrachte, aber nicht mitten in der Geschichte bin. Irgendwann habe ich mich jedoch daran gewöhnt.Was mich aber ungemein gestört hat, sind die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die nahezu in jedem Satz fehlenden Kommata. Teilweise kam es vor, dass ich einen Satz mehrfach lesen musste, weil die Nebensätze nicht mit Kommata eingefasst waren. Das hat meinen Lesefluss und den Genuss der Geschichte leider ganz enorm gestört.Die Geschichte rund um die Sakralkunst hat mich sehr interessiert und ich fand sie auch wirklich sehr spannend. Der medizinische Teil hätte dagegen gerne etwas kürzer ausfallen können. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und unterhalten und wäre mir 4 von 5 Sternen wert. Durch die vielen Rechtschreib- und Kommafehler fällt die Bewertung aber etwas schlechter aus und ich gebe 3 von 5 Sternen. Hier ist auf jeden Fall noch Potential drin. Ein ordentliches Lektorat hätte dem Buch zweifelsfrei gut getan.

    Mehr
  • Gefährliche Leidenschaft

    Die Kunst des Heilens
    marpije

    marpije

    26. September 2016 um 18:54

    William Todt ist ein Medizinstudent in den letzten Semester an der London University, er kauft eine Bischofs Krumme aus dem 16.Jahrhundert und entwickelt dabei ein Leidenschaft für solche Kunststücke, aber der Leidenschaft erweiss sich als sehr gefährlich, William gerät in Visier von kriminellen Kunstverbrechers. Das ganze Geschichte hat sehr gutes Hintergrund und Potenzial braucht nur das letzte feine Schliff , der Schreibstil hier ist scher und hart, die Sätze haben keine Leichtigkeit , die Atmosphäre ist bedrückend, schwer und dunkel. Der Protagonist selber ist sehr symphatisch nur fehlt das ganze Gefühlswelt von ihn, die Nebenfiguren sind mir zu flach und zu blass. Das Buch verbindet drei Themen - Medizin, Sakralkunst und die Krimi Story zusammen und die Verbindung ist der Autor gut gelungen, ich finde alle drei Sachen sind hier gut ausgearbeitet. Bastion Flehe hat ein Buch geschrieben welche mit ein bisschen feinen Arbeit noch kann sehr gutes, spannendes Thriller sein.

    Mehr
  • Gute Idee aber nicht sehr gut verpackt

    Die Kunst des Heilens
    Aramara

    Aramara

    22. September 2016 um 19:16

    Ich schwanke eigentlich zwischen 3 und 4 Sternen für diesen Roman. Da es aber ein Self-Publishing Roman ist, gebe ich sehr gute 3 Sterne. Mit einem richtigen Verlag, Lektoren etc. hätte daraus sicherlich mehr werden können. Mich stören die relativ häufig vorkommenden Tipp- und Rechtschreibfehler, sowie die Kommata, was dazu führt manche Passagen mehrfach lesen zu müssen und dies wirft aus dem Lesefluss heraus. Es gibt auch keine Kapitel, was nach einer Zeit allerdings gut zu verschmerzen ist.Soviel dazu. Nun zum Inhalt. Meiner Meinung nach eine sehr gute Idee. Die Verbindung der Medizin und der Sakralkunst. Die Geschichte hätte allerdings zum Ende hin etwas weiter ausgebaut sein können. In den letzten 50 Seiten hatte ich das Gefühl "abgespeist" zu werden und habe manche Passagen ebenfalls nochmal gelesen, allerdings nicht aufgrund der Fehler oder Ähnlichem, sondern weil ich mit der Handlung und der Fülle an Informationen nicht hinterherkam. Allerdings finden sich erstaunlich viele interessante Hintergrundinformationen, sowie zur Medizin und dessen Studium als auch zur Kunst im Allgemeinen und der Kirchenhistorie im Zusammenhang.Also mein Fazit: Aufjedenfall lesenswert! Die Idee ist klasse und die Geschichte ist ebenfalls sehr gut. Der Schreibstil und das Ende sorgen meiner Meinung nach aber für eine Schwächung dieses Eindrucks. Ich werde den Autor trotzdem weiterverfolgen, da mit einem richtigen Verlag an der Seite bestimmt noch etwas wirklich Gutes entstehen kann!

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Die Kunst des Heilens" von Bastion Flehe

    Die Kunst des Heilens
    BastionFlehe

    BastionFlehe

    ...dass er Pensing gleich sehr detailliert kennen lernen würde, und zwar von außen und innen. Er ärgerte sich, so unvorbereitet und unprofessionell ans Werk gegangen zu sein. Im rechtsmedizinischen Institut waren zumindest im Eingangsbereich sicherlich mehrere Überwachungskameras, Fingerabdrücke hinterließ er obendrein auch ausreichend. Ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken, beim nächsten Mal -falls eins notwendig werden würde- würde er vorsichtiger sein und hoffte, dass seine Tat gänzlich unbemerkt blieb. Dem eigentlichen Bericht gingen Tatortbilder voraus. Pensing lag bauchwärts auf dem Boden seines Schmetterlingszimmers in einer mäßig großen Blutlache. Gerade bei dunklem Teppichboden war die Abschätzung des Blutverlustes jedoch immer so eine Sache. Potentiell konnte sich sehr viel Blut in diesem befinden und verborgen bleiben, wohin gegen eine kleine blutende Wunde auf hellem Teppich immer gleich nach Schlachtung aussah. Pensing war vollständig bekleidet. Schwarzer Anzug, weißes Hemd und bordeauxrote Fliege. Seine Augen waren geöffnet, das Zimmer sah sehr verwüstet aus. Die Detailaufnahmen des Leichnams ergaben weitere Hinweise zu den Todesumständen. Im Bereich beider Handinnenflächen fanden sich viele Schnittverletzungen, ein Zeichen von Abwehr. Das Opfer versuchte sich dem Täter entgegenzustellen und griff diesem ins Messer. Schmerzhafte, aber nicht tödliche Verletzungen. Am Brustkorb und im Bauchraum fanden sich vereinzelte Einstiche bei denen eine reine Beurteilung von außen nicht ausreichte um abzuschätzen ob diese letal gewesen waren oder nicht. Was allerdings auch ohne die anderen Verletzungen sicher tödlich war, war das offene Schädel-Hirn-Trauma im frontalen Schädelbereich. Es war eine deutliche Impression mit offener Frakturkomponente zu erkennen, was so viel hieß wie: Frontalhirnanteile waren durch die gebrochene und eingedrückte Schädeldecke nach außen hin sichtbar. Der den Bildern folgende Bericht schloss sich Williams Meinung bezüglich der Abwehrverletzungen an. Die Einstiche im Bauchbereich trafen vereinzelt den Dünndarm der im Bereich um den Bauchnabel herum direkt hinter der Bauchdecke lag, aber keine größeren Gefäße. Im Bereich des rechten Brustkorbs verletzte ein Einstich die rechte Lunge mit der Konsequenz, dass diese zusammenfiel. Die linke Lunge war ebenso intakt wie das Herz und die großen Gefäße im Brustkorb. Mit diesen Befunden war man zwar schwer verletzt, starb jedoch nicht sofort. Ganz im Gegenteil zu besagter Verletzung im Bereich des Schädels. Hieran starb man zügig. Zusammenfassend kam die Obduktion also zu dem Ergebnis: Tod infolge eines schwersten Schädel-Hirn-Traumas als unmittelbare Ursache. Die Verletzungen im Brustkorb und Bauchraum wurden als mittelfristig tödlich bezeichnet, die Abwehrverletzungen bestätigten einen Kampf. Alles in allem bemerkte William, dass es sich um die Arbeit eines Amateurs handelte. Wenn man sich nur ein wenig damit beschäftigte wie man einen Menschen zügig mit einem Messer ausschalten konnte, hätte man die bei Pensing unversehrte Herzgegend, den Bereich der gut durchbluteten Leber, Milz oder Nieren oder aber die großen Blutgefäße interessant gefunden. All dies war bei Pensing jedoch nicht getroffen worden was entweder auf längere Folter oder gewalttätige Befragung hindeutete. Im anschließenden Polizeibericht wurde erwähnt, dass keine verwertbaren DNA-Spuren gefunden wurden und man sich aufgrund der Tatsache, dass soweit nachvollziehbar keine relevanten Kunstwerke fehlten aber viele zerstört wurden, auf «Vandalismus aus Rache» als Motiv festlegte, und den Täter fokussiert in Pensing‘s Studentenschaft suchte. Als Tatwaffe für die letale Verletzung wurde eine hölzerne, etwa fünfzig Zentimeter lange Statue des Hl. Eligius, der unter anderem der Schutzpatron der Goldschmiede, Sammler und Metallarbeiter war und der um 590 interessanterweise in der Nähe von Limoges geboren wurde, identifiziert. Das Tatmesser wurde nie gefunden. William fragte sich lange, was ihn an diesem gesamten Tatort-Setting störte. Neben die Zeitungsartikel an den Kabinenwänden hing er die Berichtsseiten mit den Tatortbildern auf. Stundenlang lief er in einem Kreis mit einem Durchmesser von nur einem Meter in der Kabine umher, jedoch ohne Ergebnis. Er versuchte zu schlafen, konnte es aber nicht. Mit geschlossenen Augen ging er die Bilder filmähnlich noch einmal durch. Die Leiche inmitten des Schmetterlingsraumes. Viele Schmetterlinge saßen an den Wänden, auf zerstörten Gemälden, Figuren, Gegenständen und auch auf der Leiche selbst. Der blutverschmierte Hl. Eligius lag zerbrochen mitten im Raum. Die Fenster waren mit einem dünnen Gitternetz verhangen damit die Schmetterlinge nicht davon fliegen konnten. Es fiel ihm plötzlich wie Schuppen von den Augen. Der berühmte Kriminalbiologe Mark Benge, der mit seinen spannendsten Kriminalfällen vor ein paar Jahren eine Tour durch die größeren Universitätsstädte Europas unternahm, hatte in einer Veranstaltung die William besuchte erwähnt, wie viel man vom Getier um und auf einer Leiche ablesen konnte. William wusste nicht viel über die Lebensraumansprüche von Schmetterlingen, allerdings war es in den Botanischen Gärten die er in seinem Leben besuchte und in denen stets viele Schmetterlinge umherflatterten immer warm und feucht. Genau das Klima also, das Kunstgegenstände gar nicht vertragen konnten. William stand aus dem Bett auf und schaute sich noch einmal die Bilder an. Es schien keinen Anhalt auf in dem Raum fest installierte Kunstwerke zu gegeben. Keine Schatten von abgehangenen Bildern an den Wänden, keine Vitrinen, keine individuelle Objektbeleuchtung. Die Kunstgegenstände waren vermutlicher Weise alle nach und nach in das Zimmer getragen worden. Macht sich jemand, der aus reiner Zerstörungswut handelt solch eine Mühe? Keineswegs. Er schaute sich die zerstörten Kunstwerke erneut an und schlagartig bereute er nahezu den Kauf der Krumme im letzten Jahr. Es wurden lediglich Gegenstände zerstört, die in ihrem Inneren einen Hohlraum aufwiesen oder hätten aufweisen können. Statuen, die Rahmen von Gemälden, kleine Truhen oder Instrumente. Da wusste wohl jemand Bescheid. Und zwar so gut, dass es sich lohnen würde für das Erlangen der Krumme zu morden. Nun war er seines Lebens nicht mehr sicher, soviel wusste er. Ein Zurück gab es eigentlich nicht. Selbst eine Tablette Lorazepam, die Mr. Aitken bei seinen Panikattacken einnehmen musste, und die William in der Sanitätskabine aufbewahrte half nichts, er lag die gesamte Nacht über wach. Die Grundsatzfrage lautete: Weitermachen oder nicht? Entschied er sich zum Weitermachen würde sein Leben aller Wahrscheinlichkeit nach mit einigen Turbulenzen gespickt sein. Andererseits, was sollte passieren? Der Mord war dreißig Jahre her, die Krumme lag seit dieser Zeit bei Brundé, und dieser war noch am Leben. Zumindest noch vor vier Monaten. Wenn sich William zum Weitermachen entscheiden würde durfte er nicht mehr so unbedacht und überstürzt agieren wie bei der Organisation des Obduktionsberichtes.... 

    Mehr
    • 16
  • Spannendes Doppelleben

    Die Kunst des Heilens
    TheresavonWittmann

    TheresavonWittmann

    11. September 2016 um 12:02

    Medizin als dosierte Waffe, mal was neues.

  • Einfach mitreissend

    Die Kunst des Heilens
    CassyBurgess

    CassyBurgess

    22. August 2016 um 19:38

    Ich will bei meiner nächsten Heimreise nach UK/London die Schauplätze checken. Ich bin so gespannt ob es sie gibt. 

    I totally recommend and love this book 

    Cheers, Cassy

  • Auch für hartgesottene Fachleute ein Fest

    Die Kunst des Heilens
    Hansekogge

    Hansekogge

    19. August 2016 um 19:17

    Ich habe mich lange geziert, das Buch in die Hand zu nehmen da ich als Forensischer Mediziner alltäglich mit der Thematik Verbrechen, Tod und Medizin zu tun habe. Meinem Blinddarm sei Dank verbrachte ich 3 Tage in einer Klinik und begann hier dennoch das Lesen und es war eine der besten Buchentscheidungen seit langem. Realitätsgetreu bis ins kleinste Detail. Es muss von einem Fachmann geschrieben worden sein oder zumindest jemandem der sich sehr mit der Materie auseinandergesetzt hat. Medizinische Details stimmen ebenso wie historische Zusammenhänge. Es fällt wie im Klappentext versprochen oft schwer, Realität und Fiktion zu trennen.

    Mehr
  • genau so ist es!

    Die Kunst des Heilens
    FeliHH

    FeliHH

    Bin Medizinstudentin und mir und meinesgleichen werden im Roman regelmäßig Spiegel vorgehalten. Ich amüsierte mich sehr. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Kriminalroman-Aspekt, und hier braucht man Nerven

    • 3
    ChristineHallmark

    ChristineHallmark

    19. February 2016 um 12:43
    FeliHH schreibt Bin Medizinstudentin und mir und meinesgleichen werden im Roman regelmäßig Spiegel vorgehalten. Ich amüsierte mich sehr. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Kriminalroman-Aspekt, und hier ...

    Hallo Feli, wenn du vom Fach bist, kannst du mir sicher sagen, ob es sowas wie auf der fotografierten Seite gibt oder ist es doch nur Fiktion? An dieser Stelle konnte ich nämlich kaum weiterlesen ...

  • außergewöhnlich, grausam

    Die Kunst des Heilens
    ChristineHallmark

    ChristineHallmark

    19. February 2016 um 12:24

    Nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen!

  • weitere