„Vielleicht werde ich eines Tages nicht mehr das Gefühl haben, dass von meinem Körper und meinem Herzen die Hälfte fehlt.“
Nach dem Tod ihrer besten Freundin Hayley wird Ella von Schuldgefühlen geplagt und kommt Hayleys Freund Sawyer näher. Als sie in Hayleys Tagebuch liest, stößt sie auf dunkle Geheimnisse über deren Beziehung, die alles infrage stellen. Der Roman verbindet Trauerbewältigung mit Thriller-Elementen und einer Liebesgeschichte.
Everything We Never Said wird abwechselnd aus den Perspektiven von Ella und Sawyer erzählt, wodurch man beide Figuren recht gut kennenlernt. Allerdings fiel es mir schwer, Sympathie für die beiden zu entwickeln. Über weite Strecken konnte ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen, und emotional haben sie mich nicht wirklich erreicht.
Der Einstieg ins Buch ist mir nicht leichtgefallen, und zwischendurch zog sich die Handlung stellenweise. Erst gegen Ende wurde die Geschichte deutlich spannender, was das Weiterlesen dann wieder motivierender gemacht hat. Die Autorin versucht, die Leserinnen und Leser gezielt auf eine falsche Fährte zu führen – das funktionierte für mich bis etwa zur Mitte des Buches auch ganz gut. Danach konnte ich mir den zentralen Plottwist jedoch bereits denken, weshalb mich das Finale nicht mehr wirklich überraschte.
Insgesamt würde ich das Buch als einen soliden Jugendthriller bezeichnen, der durchaus spannende Momente hat, mich persönlich aber nicht vollkommen überzeugen konnte. Leider blieb es für mich nichts Besonderes und war eher eine kleine Enttäuschung.
Altersempfehlung: ab etwa 15–16 Jahren
Bewertung: 3,5/5





