Bear Grylls Der Wildnis entkommen

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Inhaltsangabe zu „Der Wildnis entkommen“ von Bear Grylls

SPIEGEL-Bestsellerautor Bear Grylls erzählt Geschichten von Heldenmut und Überleben.
Er berichtet von Spionen und Soldaten, von Entdeckern und Abenteurern. Von einem abgeschossenen Bomberpiloten, der sich von hungrigen Haifischen ernährte, von einem Navy SEAL, der sich schwer verwundet durch die Berge Afghanistans schleppte, oder vom Opfer eines Flugzeugabsturzes, das nur überleben konnte, weil es zum Kannibalen wurde.
Überleben ist nicht immer schön. Die Menschen in diesem Buch haben alle eines gemeinsam: Sie sind echte Helden.

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    Der Wildnis entkommen

    R_Manthey

    10. August 2015 um 09:47

    Nichts beschreibt die Ursachen des Scheiterns großer Vorhaben besser als dieses Armee-Sprichwort, das Bear Grylls auf Seite 273 zitiert. Grylls beschreibt in seinem neusten Buch 25 Grenzerfahrungen von Menschen, die sich mehr oder weniger bewusst dahin gebracht hatten oder die ein plötzliches Ereignis in eine Situation zwang, aus der sie sich nur unter Aufbietung schier unermesslicher Kräfte wieder lebend befreien konnten. Aber Grylls erzählt auch Dramen des tödlichen Scheiterns. Dennoch begreift er all die Menschen in seinen Geschichten als seine Vorbilder, weil sie um ihr Leben kämpften und dabei über Grenzen gingen, die sie sich bis dahin nicht vorstellen konnten. Für Grylls sind sie Beweise dafür, das Unmögliches doch möglich ist. Solche Heldengeschichten hat man vielleicht schon in der Jugend gerne gelesen. Sie waren spannend und zeigten, was Menschen alles aushalten können, wenn es ums nackte Überleben geht. Doch richtig nachvollziehen kann man so etwas wohl nur, wenn man schon einmal in einer halbwegs ähnlichen Situation gewesen ist. Das Buch beginnt mit der legendären Geschichte eines Flugzeugabsturzes in den Anden, den nur wenige deshalb bis zur Rettung überlebten, weil sie sich von den Toten ernährten. Im nächsten Kapitel geht es um Juliane Koepke, die aus einem Flugzeug in den Regenwald stürzte und sich trotz schwerer Verletzungen tagelang bis zu einer menschlichen Behausung vorkämpfte. Es folgen Geschichten über Forschungsreisende (unter anderem über Thor Heyerdahl), deren zäher Überlebenswille sie bis an ihre Ziele brachte. Darunter fallen aber auch zahlreiche Berichte des tödlichen Scheiterns, etwa beim Bergsteigen oder dem unglückseligen Versuch, den Südpol im Wettrennen zu erreichen. Mittendrin findet man auch eine Reihe von Kriegshelden und ihre schier unglaublichen Erlebnisse. Inwieweit sie alle wirklich stimmen, kann man nicht beurteilen. Sicher ist aber, dass Grylls dabei seine patriotischen oder kollegialen Gefühle ins Spiel bringt und zu gewissen Übertreibungen neigt, die man zum Teil schon aus den Kapitelüberschriften erkennt. Grylls erzählt knackig und spannend. Folglich ist dieses Buch sehr unterhaltsam und mitunter auch lehrreich. Man kann den Mut derer bewundern, die das Schicksal in solche Extremsituationen versetzt hat. Man kann sich aber auch fragen, warum sich einige Menschen freiwillig in Gefahren begeben, die ihr Leben kosten können. Und man kann dabei sehen, wie schmal der Grat zwischen Heldenmut und Wahnsinn in Wirklichkeit ist. Und natürlich - und das war die Absicht des Autors - führen alle diese Geschichten vor, welche Kraft Menschen entfalten können, wenn es um alles geht.

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