Beat Vogt

 4 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor*in von Der Aussetzer.

Lebenslauf

Beat Vogt, geboren 1972, aufgewachsen in Luzern, hat bei Marcel Marceau in Paris Pantomime und Schauspiel studiert, war in verschiedenen Bewegungtheater-Projekten in Frankreich, Deutschland und Israel tätig. Seit 2000 lebt er wieder in der Schweiz. Er arbeitete als Journalist bei der Neuen Luzerner Zeitung, heute ist er Redaktor beim Schweizer Radio SRF. Sein Romanprojekt "Der Aussetzer - oder die Resonanz einer Schuld" wurde mit einem Förderpreis der Zentralschweizer Literaturförderung 2015/2016 ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Der Aussetzer (ISBN: 9783906907079)

Der Aussetzer

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Erschienen am 01.09.2017

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Cover des Buches Der Aussetzer (ISBN: 9783906907079)
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Rezension zu "Der Aussetzer" von Beat Vogt

KeksTrommel
Gerechtfertigte Lüge?

In dem Buch geht es um eine junge Frau, die bis dato glaubte, ihr Vater sei ein Jahr in Nepal unterwegs gewesen, um zu sich selbst zu finden. Ein Vater, der zwei Jahre danach an einem Unfall starb. Nun jedoch entwickelt Eva mit nur einer Seite für Ihre Studie, dass diese Geschichte über ihren Vater scheinbar doch nicht so ablief.

Das Buch ist in drei Personen und den jeweiligen Handlungssträngen geschrieben.

Die eine Sicht ist die von Chris, der einmal in seinem Leben einen schrecklichen Fehler begeht und sich auf Grund dessen eine Lüge aufbürden lässt. Eine mit der er bis an seinem Lebensende stark zu kämpfen hatte, sich aber aus seiner Schuld heraus nicht zur Wahrheit ringen ließ.

Die zweite Person ist Maya, Ehefrau und Mutter. Sie war am verheerenden Tag dabei und versucht das gute Familienbild zu bewahren, koste es was es wolle.

Die Dritte Sicht ist Eva. Eine Erwachsene Frau, die sich an einen liebevollen Vater erinnert. Bei ihrer Studie jedochauf eine bittere Lüge stößt und dadurch mit ihrer Mutter bricht und sich nun mit der gefundene Wahrheit neu ordnen muss.

Das Buch ist so geschrieben, dass man ständig sich fragen muss "Wie kam dass denn nun? Kann es sein, dass" und es wenige Kapitel später erfährt. Das finde ich clever gelöst, da es die Spannung aufrecht hält und man ein Gefühl für Chris bekommt, der im Gefängnis nun mal auch nicht mit bekommt, was außerhalb dieser Welt vor sich geht. Stück für Stück deckt man so die ganze Geschichte auf.

Ich fand die Charaktere gut und sie brachten einem zum Nachdenken. Wie würde man selbst an Stelle der Personen agieren? Einerseits möchte man nicht lügen, andererseits wie erwähnt man diese Wahrheit?

Warum ich trotz der Begeisterung einen Stern abziehe? Das Ende war enttäuschend. So apprubt.  Als habe die Autorin die Lust verloren weiter zu schreiben. Mich hätte schon noch interessiert wie Eva alias Julia das alles verarbeitet. Oder es hätte einen weiteren Band bedurft.

Jedenfalls kann ich das Buch allen empfehlen, die Familiendramen gerne lesen und dies gerne mit einer gewissen Spannung tun.

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