Beate Baum

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Autorenbild von Beate Baum (©)

Lebenslauf von Beate Baum

1963 in Dortmund geboren. Während sie in Bochum Literaturwissenschaften studierte, arbeitete sie außerdem als Putzfrau, Behindertenpflegerin und Werbestexterin. Später machte sie eine Ausbildung als Tageszeitungsjournalistin in Thüringen und lebte einige Zeit im nordenglischen Liverpool. 1998 schlug sie der Liebe halber ihre Zelte in Dresden auf, wo sie seitdem als freie Kultur- und Reisejournalistin sowie Krimiautorin lebt. Ihre Reportagen über Großbritannien, Irland und die USA erscheinen in Zeitungen und Zeitschriften in ganz Deutschland. Ihre in Dresden spielende Kirsten Bertram-Krimireihe umfasst bislang sechs Bände plus die Erfurter Vorgeschichte. Außerdem hat Baum sich mit den beiden moderen Sherlock Holmes-Krimis "Mycrofts Auftrag" und "Tödlicher Stoff" sowie den Musikerromanen "Die Ballade von John und Ines" und "Niemand kennt dich, wenn du am Boden liegst" auch schreibend ihrer zweiten Heimat Großbritannien zugewandt

Alle Bücher von Beate Baum

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Buchformat:
Cover des Buches Auf Sendung (ISBN:9783954002221)

Auf Sendung

 (15)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Tödlicher Stoff (ISBN:9783946938446)

Tödlicher Stoff

 (8)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Niemand kennt dich, wenn du am Boden liegst (ISBN:9783746007540)

Niemand kennt dich, wenn du am Boden liegst

 (5)
Erschienen am 22.03.2018
Cover des Buches Weltverloren (ISBN:9783839210772)

Weltverloren

 (5)
Erschienen am 12.07.2010
Cover des Buches Tod in Silicon Saxony (ISBN:9783734993343)

Tod in Silicon Saxony

 (4)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Mörderische Hitze (ISBN:9783734993305)

Mörderische Hitze

 (4)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Dresdner Geschäfte (ISBN:9783734993244)

Dresdner Geschäfte

 (3)
Erschienen am 01.07.2015

Interview mit Beate Baum

Ein kleines Interview zwischen uns und Beate Baum, um mehr über die Person zu erfahren:

2) Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Ich lande immer wieder bei den Amerikanern – knappe, prägnante, lakonische Sätze, lebensnahe (im Gegensatz zu skurrilen) Figuren, nachvollziehbare Gefühle: das ist es, was ich als Leserin liebe und als Autorin versuche.Antwort

3) Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Überall her. Von Alltagsbeobachtungen, aus der Zeitung, von Gesprächen mit Menschen. Wenn dann der Plot ganz grob steht, agieren die Figuren aus sich selbst heraus – wenn es gut läuft.

4) Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Zumeist auf Lesungen; wenn man mir E-Mails schickt, freue ich mich und beantworte sie auch, ansonsten ist mir meine Zeit für größere Aktivitäten auf Facebook, Twitter, etc., zu kostbar.

5) Wann und was liest Du selbst?

Abends, zumindest immer ein paar Seiten vorm Einschlafen. Was? Siehe oben.

Neue Rezensionen zu Beate Baum

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Rezension zu "Tödlicher Stoff" von Beate Baum

Wer zog die Fäden?
mabuerelevor 4 Monaten

„...“Ich betreibe Studien“, behauptete Sherlock. „Ansonsten das, was die gesamte Menschheit in diesen Netzwerken macht: Lebenszeit vergeuden“...“


Sherlock Holmes ist in der Gegenwart angekommen. Doch er langweilt sich. Dr. Watson kennt das schon. Wenn Sherlock nichts zu tun hat, bekommt er schnell ein Suchtproblem. Dieses Mal sind es Facebook und Co. Bei obigen Zitat geht es um die Frage, warum sich Sherlock mit dem Internet beschäftigt.

Nach dem Treffen mit Mycroft, Sherlocks Bruder, ändert sich das. Der braucht Sherlocks Hilfe, damit der Brexit nicht aus dem Ruder gerät. Gleichzeitig ist die politische Schicht beunruhigt, weil sich die Anzahl der toten Obdachlosen häuft.

Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben, in dem sie gekonnt brisante politische Themen anpackt und gleichzeitig zeigt, welche Folgen der Brexit haben könnte. Um die Handlung auf eine konkrete Frage zuzuspitzen: Wie verhält sich das ausländische Klientel, das nicht weiß, was mit ihm nach dem Brexit passiert?

Dabei kreiert die Autorin interessante Protagonisten: einen Obdachlosen, der als Informant für Sherlock arbeitet und dessen ersten Fall in einem Buch verewigt hat; einen jungen Wissenschaftler, der für seinen Erfolg alles tut, und eine Redakteurin der BBC, von der Watson spekuliert, ob sie für Sherlock mehr ist als eine Mitarbeiterin.

Sehr spannend finde ich das Verhältnis der Brüder Mycroft und Sherlock. Sie sind wie Feuer und Wasser. Eine Aussage Mycrofts auf die Frage, in welche Situation ihn Sherlock nun gebracht hat, beleuchtet diese Beziehung:


„...In die gleiche wie früher, wenn ich dein Spielzeug aufräumen und die Wohnung hinter dir wieder in Ordnung bringen musste. Bloß, dass die Wohnung jetzt England ist...“


Die Ermittlung im Fall der Obdachlosen führt schnell zu einer Teillösung. Sherlock findet heraus, wer für deren Tod verantwortlich war und welche Methode gewählt wurde. Der Täter lebt nicht mehr, und er muss Hintermänner gehabt haben, die ihn geschickt manipuliert haben. Die Suche danach benötigt Zeit. Welche Rolle spielt dabei das Internet. Sherlock stellt dazu eine interessante Frage:


„...Letzten Endes ist es reine Mengenlehre: Wer von denen, die da interagieren, kennt sich auch in der Realität?...“


Begeistert bin ich von Sherlocks logischen Schlussfolgerungen, seiner exakten Beobachtungsgabe und seinen ab und an durchblitzenden Humor. Andererseits gefällt mir an ihm weniger, dass er Watson wie eine Statisten behandelt, der da zu sein hat, wenn er ihn braucht. Erstaunlich, dass der sich das gefallen lässt.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Gern mehr davon!

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Rezension zu "Tödlicher Stoff" von Beate Baum

Sherlock Holmes im England des Brexit
EmiliAnavor 5 Monaten

Sherlock Holmes gibt anscheinend immer wieder Anlass dazu neu erfunden zu werden. Doch das eigentliche Sakrileg hat die BBC begangen!
Sie hat sich des Ausnahme-Detektivs Sherlock Holmes bemächtigt, geistiges Eigentum seines Schöpfers Sir Arthur Conan Doyle, und ihn flugs ins 21. Jahrhundert versetzt, in dem er zwar nicht seine überragende Deduktionsgabe eingebüßt hat aber doch das Flair des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das nun einmal untrennbar zu Sherlock Holmes und seiner besonderen Art gehört, auf die er auch die kniffligsten Fälle löst: genaueste Beobachtungsgabe und sehr sachliche und zutreffende Schlussfolgerung daraus. Der Rest ist Hand(langer)arbeit.

In der allseits gefeierten, für mich aber kritisch zu sehenden BBC-Version bekam der kluge Detektiv das Hilfsmittel moderne Medien in die Hand.
Beate Baum, Autorin der vorliegenden Adaption, erweitert dies noch durch Sherlocks Besessenheit und hemmungs- und gewissenlose Nutzung des Social Media Portals Facebook.
Nun gut, das ist alles legitim, Adaptionen denken Originalgeschichten/-bücher weiter und verändern sie, je nach Gusto.
Verändern sie teilweise so, dass man das Original kaum wiedererkennt, weil es plötzlich mit ganz neuen Zügen ausgestattet ist.
Das mag manchmal mehr, manchmal weniger gelingen und ist auf jeden Fall ein Tanz auf dünnem Eis.

Auf Beate Baums Eis bin ich eingebrochen und, um im Bilde zu bleiben, in dem darunter liegenden trüben Gewässer beinahe ertrunken.
Nein, er gefällt mir nicht, dieser Sherlock Holmes, der da wie ein hyperaktives Huhn durch London hetzt und mich als Leserin sowie alle Figuren des Romans, darunter auch die, die Dr. John Watson, Mycroft Holmes und Inspector Lestrange nachempfunden sein sollen, von einem Ärgernis ins nächste stürzt.
Er weist auffallend autistische Züge auf, ist irritierend neunmalklug, völlig unemotional, kalt-ironisch und gleichzeitig respektlos und ungezogen.
Welch ein Unterschied zu dem zwar selbstbewusst-arroganten, aber doch wohlerzogenen und vor allem wissenschaftlich-neutral auftretenden Doyleschen Original, der mit Freund Watson auf freundschaftlichem Fuße steht.
Und auch der gebildete, stets liebenswürdige, ruhige, pragmatische Arzt, Chronist der Holmes-Geschichten, erhält von der Autorin die Züge eines dauergrantigen, schlecht gelaunten Mannes, der einen fortwährenden Groll gegen seinen Freund Holmes hegt.
Freunde? Nein, das sind sie in vorliegendem Roman gewiss nicht!

Die Handlung, in der Beate Baums flegelhafter Detektiv mit der - und dies ist tatsächlich wie im Original - ungesunden Gesichtsfarbe, auf die immer wieder hingewiesen wird, und der Neigung zum Drogenkonsum ( im Original war es, wie man weiß, Morphium ) seine Auferstehung feiert, ist unglücklicherweise auch nicht dazu angetan, mich zu einer positiveren Sichtweise zu veranlassen.
Die Fälle, derer sich Sherlock annimmt, tragen sich im Obdachlosenumfeld zu: Todesfälle, die anfangs natürlich erscheinen, es aber ganz und gar nicht sind. Jemand, der ganz bestimmte Zwecke verfolgt, scheint nachgeholfen zu haben. Nur wird dieser Jemand dann selber tot aufgefunden....
Doch Sherlock wäre nicht Sherlock - gleich, ob bei Beate Baum oder bei Sir Arthur Conan Doyle - , wenn er nicht sehr bald Antworten fände, die direkt zur Auflösung der Geschichte führen würden.

Das Ermitteln des Herrn Holmes empfand ich als umständlich, verwunden und ohne Spannung, als ärgerlich sogar, da er, wie schon angedeutet, in keiner Weise jemand ist, den man verstehen oder mögen könnte.
Ja, ich bin in der Tat ein eingefleischter Fan des Original-Sherlocks!
Ich finde ihn komplex, dabei vielschichtig und sehr glaubhaft.
So, wie ihn Conan Doyle kreiert hat, ist er perfekt und hat es nicht nötig, in anderer Form, mit anderen Aspekten oder sogar als Persiflage zurück ins Leben gerufen zu werden.
Wobei ich auch hierbei immer bereit bin, von meinen Ansichten abzugehen, käme denn jemand mit einer vielleicht ganz anderen, aber pfiffigen, stimmigen, mich rundherum überzeugenden und meine Neugierde anstachelnden  Adaptions-Version des berühmten Detektivs.
Bislang ist mir jedenfalls noch keine auf den Schreibtisch gekommen - und während immer weiter neue Sherlock-Geschichten ersonnen werden, gewinnt der alte, der wahre, der Doylesche Privatdetektiv immer mehr an Format....

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Rezension zu "Tödlicher Stoff" von Beate Baum

Sherlock Holmes vor dem aktuellen Thema Brexit
Suszivor 6 Monaten

Nachdem ich den BBC Sherlock gesehen habe bin ich von der Idee die historische Figur Sherlock Holmes in die Gegenwart zu versetzen sehr begeistert. Der Autorin gelingt dies – für meine Begriffe - in diesem Buch sehr gut, wobei die „Messlatte“ bei diesen berühmten Vorbildern sehr hoch liegen dürfte, da wohl sehr rasch der Vergleich gezogen wird.

Sherlock ist gewohnt spitzfindig und ich mag seine Kombinationsgabe und sein Resümee zu noch so kleinen Details sehr! Mir geht es dabei wie Dr. Watson (der leider in dieser Geschichte leicht verärgert rüberkommt) und brauche die Erläuterungen zu Sherlocks Überlegungen. Aber auf diese Gedankenspiele muss man natürlich auch erst mal kommen!

Mehrere Obdachlose werden in London tot aufgefunden und es scheint, sie seien eines natürlichen Todes gestorben. Anfänglich kein interessanter Fall für Holmes, der sich lieber mit den sozialen Medien beschäftigt (und auch da setzt er sehr kreativ seine Fähigkeiten ein!)

Letztendlich macht er sich jedoch in die Spur und entdeckt Abscheuliches, woran der Brexit keinen geringen Anteil hat.

Die Auflösung ist für meine Begriffe eindeutig gelungen - damit ist es ein überaus stimmiges Ende und es bleiben keine Fragen offen! Ich gebe gern eine Leseempfehlung!


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Gespräche aus der Community

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Pünktlich zum Veröffentlichungsstart der E-Books "Tödlicher Stoff" möchte ich eine Leserunde mit den digitalen Büchern anbieten. Ich freue mich auf interessierte LeserInnen, die Spaß an einem schnellen, modernen Holmes haben.
80 BeiträgeVerlosung beendet
Ich freue mich über interessierte Buch- und Musikfreunde, die meinen aktuellen Musikerkrimi lesen und mit mir und anderen diskutieren wollen. Ich würde die E-pubs oder pdfs am 6. Mai verschicken, Start der Leserunde: am Feiertag, 10. Mai.
56 BeiträgeVerlosung beendet

Regionale Krimis gehen immer, oder?


Diesmal stelle ich euch einen aus Thüringen vor.
Autorin Beate Baum hat den Erfurt Krimi " Auf Sendung" im Sutton Verlag veröffentlicht.


Erfurt, September 1991. Die Zeitungen und Fernsehsender aus dem Westen haben sich schon eingerichtet, aber noch ist alles improvisiert und die Medienlandschaft im Fluss. Kirsten Bertram ergreift ihre Chance und nimmt eine feste Stelle beim neu entstandenen „Tageskurier“ an, auch wenn sie erst einmal nur als illegale Untermieterin im Studentenwohnheim unterkommt. Aber die Arbeit ist aufregend und meist ist sie ohnehin bei ihrem neuen Freund, dem Privatdetektiv Dale Ingram.

Kirstens Kollege Andreas Rönn recherchiert seit Wochen das Verschwinden von jungen Frauen, die an einer ziemlich freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben. Endlich hat er eine heiße Spur und will den Verantwortlichen stellen – doch als er im Erfurter PLT-Studio eintrifft, ist sein Gesprächspartner tot und Andreas steht als Hauptverdächtiger da. Natürlich will Kirsten ihm helfen, aber dazu braucht sie Dale. Und alles wäre viel einfacher, wenn sie nicht gerade wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hätte.

Mit Schwung, Lokalkolorit und perfektem Gefühl für die Nachwendestimmung erzählt Beate Baum, wie ein dramatischer Mordfall in Erfurt das Ermittlertrio zusammenschweißt, das heute in Dresden mit großem Erfolg auf Mörderjagd geht.

Leseprobe

Wir vergeben für die Leserunde nun 15 Rezensionsexemplare.
Schreibt uns einfach euren Eindruck zur Leseprobe und schon seid ihr im Lostopf :-)


Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und erwarten gespannt eure Leseeindrücke!

Viel Glück!

Eure Katja

*** Wichtig ***

Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind.
Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber.
Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .

Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!
172 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

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